Möchten Sie einen Passkey einrichten, gilt es vor allem zwei Dinge zu klären. Ihr Online-Konto muss das Anmeldeverfahren unterstützen. Und: Sie sollten sich überlegen, welches Gerät bzw. welche Software Sie für die Authentifizierung nutzen möchten.
Welche Dienste unterstützen Passkeys?
Nicht alle Plattformen unterstützen bereits Passkeys. Ist das bei dem Dienst Ihrer Wahl noch nicht der Fall, können Sie (hierfür) auch keinen Passkey einrichten. Viele große Anbieter unterstützen Passkeys jedoch – darunter Microsoft, Apple, Google, Amazon, PayPal und LinkedIn. Es gibt aber auch prominente Ausnahmen wie Xing, die bislang nicht auf Passkeys setzen.
Welcher Authenticator für den Passkey?
Für die Einrichtung von Passkeys entscheiden Sie sich zunächst für einen Authenticator, der den Passkey speichert. Das kann eine App auf einem Gerät sein oder ein FIDO2-Hardware-Security-Key. Ersteres ist die komfortablere und verbreitetere Lösung. Dazu sollten Sie wissen:
Die Anwendung – etwa „Apple Passwörter“ oder der „Google Passwortmanager“ – speichert den Passkey normalerweise in einer geschützten Cloud, sodass Sie über alle synchronisierten Geräte Zugriff darauf haben.
Das Gerät muss dafür ein Betriebssystem nutzen, das Passkeys unterstützt – etwa Android 9 und neuer oder iOS 16 und höher. Außerdem sollte eine biometrische Authentifizierung möglich sein. Geeignete Fingerabdrucksensoren bringen heutzutage viele mobile Endgeräte mit.
Bei der Gesichtserkennung von Handys sollten Sie dagegen Vorsicht walten lassen: Hierfür empiehlt sich in erster Linie ein iPhone (Face ID). Denn nur sehr wenige Android-Smartphones bieten aktuell eine sichere 3D-Gesichtserkennung.
Für maximale Sicherheit verwenden Sie statt einer App einen FIDO2-Sicherheitschlüssel. Dabei handelt es sich um einen physischen Authenticator in Form eines USB-Sticks, auf dem der Passkey lokal gespeichert ist. Wichtige Punkte hierzu:
Bei einem FIDO2-Hardware-Security-Key ist das Risiko für eine Man-in-the-Middle-Attacke noch geringer, da keine Cloud im Spiel ist, die kompromittiert werden könnte. Allerdings ist die Authentifizierung dann nur über diesen einen Schlüssel möglich.
Oft erlauben es Konten, mehr als einen Passkey einzurichten. So können Sie sich gegen einen potenziellen Verlust des Hardware-Keys absichern. Auch die Erstellung eines Backups ist möglich.
Einige Smartphones erlauben die lokale Speicherung von Passkeys ebenfalls. Dazu gehören etwa Smartphones mit Samsung Knox wie das Galaxy S26 Ultra.