Eine einheitliche Definition für „Gründer:in“ gibt es nicht. Das hat schlicht damit zu tun, dass der Vorgang komplex ist. Nicht einmal Beginn und Ende einer Unternehmensgründung lassen sich so definieren, dass sich die Erklärung auf alle Branchen anwenden lässt. Warum das so ist, zeigt ein Blick auf die verschiedenen Kategorien von Gründern.
So gibt es die klassischen Gründer:innen, die erstmalig ein Unternehmen aufbauen. Die Förderprogramme richten sich aber auch an Jungunternehmer:innen. Das sind Unternehmer:innen, deren Firma zwar schon besteht, aber noch in der frühen Wachstumsphase steckt. Hier sind die Herausforderungen oft ähnlich wie bei klassischen Gründer:innen.
Eine weitere Kategorie sind freiberufliche Menschen. Dazu können Ärzt:innen, Anwält:innen, Steuerberater:innen, Architekt:innen, Journalist:innen und Künstler:innen gehören. Auch sie können Anspruch auf verschiedene Förderprogramme haben. Das gilt auch für Unternehmensnachfolger:innen. Wird in einer Firma der Staffelstab übergeben, können die neuen Inhaber:innen Anspruch auf Gründerförderungen haben.
Gründer lassen sich in verschiedene Klassen einteilen:
Nach dem Reifegrad des Unternehmens: Hier gibt es Pre-Seed-Gründer:innen, die sich in der Konzept- oder frühen Entwicklungsphase befinden. Sie suchen oft nach ersten Finanzierungen oder Hilfe bei der Ausarbeitung ihres Geschäftsmodells. Seed-Stage-Gründer:innen haben bereits einen Prototypen entwickelt und wagen erste Schritte im Markt. Das Unternehmen von Scale-up-Gründer:innen hat bereits eine gewisse Größe erreicht und muss oder will nun wachsen.
Nach der Art der Gründung: Bei Social Entrepreneurs ist das Geschäftsmodell primär darauf ausgerichtet, soziale oder ökologische Probleme zu lösen. Female Founders sind in der Szene oft noch unterrepräsentiert. Deswegen gibt es zunehmend Förderprogramme und Initiativen, die sie gezielt unterstützen. Auch für Immigrant Entrepreneurs, also Gründer:innen mit Migrationshintergrund, gibt es häufig abgestimmte Programme. Das gilt auch für nebenberufliche Gründer, die neben ihrem Hauptberuf ein Unternehmen aufbauen.
Der entscheidende Punkt ist, dass die diversen Gründerprogramme ein enorm breites Zielpublikum haben und es sich für viele Menschen lohnen kann, sich näher mit den einzelnen Maßnahmen auseinanderzusetzen.