Große Unternehmen übertragen die Datensicherung in einer Cloud oft mit einem individuellen Enterprise-Vertrag an ihren Cloud-Anbieter. Für kleine Firmen ist das bei Standard-Cloud-Produkten nicht immer möglich. Nicht zu jeder Firmen-Cloud gibt es eine Back-up-Option des Cloud-Betreibers. Kleine und mittlere Unternehmen müssen daher meist selbst tätig werden und eine eigene Back-up-Strategie entwickeln. Ein solches Back-up-Konzept (Datensicherungskonzept) kann Schäden abwenden. Doch viele Unternehmen haben kein solches Konzept. Dabei bietet es viele Vorteile, weil es …
auch „versteckte“ Daten berücksichtigt und sichert (z.B. Konfigurationsdateien).
optimale Sicherungsintervalle für die verschiedenen Datenarten und Back-ups festlegt.
Verantwortlichkeiten im Unternehmen klar definiert.
Qualitätskriterien für die Back-up-Medien vorgibt.
3 Dinge, die bei der Datensicherung oft vergessen werden
Allgemein gilt für Datensicherungen, dass Sie lieber zu viele als zu wenige Daten sichern sollten. Vermeiden Sie dabei die folgenden Fehler:
Unterschätzter Aufwand für neue Passwörter: Viele Dienstleistungen sind heute passwortgesichert – vom Webinterface Ihrer Steuerberatung bis zur Bilderdatenbank für Ihre Produktkataloge. Oft speichert der Internet-Browser Ihre Zugangsdaten. Doch wenn Sie die Browser-Konfiguration und damit auch Ihre Online-Passwörter nicht sichern, werden Sie nach einem Datenverlust einige Zeit brauchen, alle Passwörter wiederherzustellen. Bei vielen Zugängen müssen Sie dann beispielsweise ein neues Passwort einrichten – und das müssen Sie wiederum intern allen Mitarbeiter:innen zur Verfügung stellen, die den Zugang ebenfalls benötigen.
Fertigungsanlagen und digitale Geräte werden vergessen: Viele Maschinen haben heute eine digitale Steuerung mit darin gespeicherten Daten. Das gilt für Verpackungsmaschinen im Logistiklager genauso wie für CNC-Fräsen in der Produktion. Je nach Grund des Datenverlusts (beispielsweise Überspannung im Firmennetz) könnten auch diese Daten verloren gehen. Sie sollten also auch Geräte in Ihr Back-up-Konzept einbeziehen.
Vertrauliche Daten in allgemeinen Datensicherungen: Viele Daten im Geschäftsalltag sind vertraulich, beispielsweise die Personalakten Ihrer Mitarbeiter:innen. Doch bei einer Datensicherung kann es leicht passieren, dass alle Daten in einer gemeinsamen Sicherungsdatei abgelegt werden. Folge: Alle Mitarbeiter:innen können solche Daten beim Zurückspielen von Back-ups sehen. Deshalb sollten Sie Datenbestände je nach Art separat sichern.