Security

Back-up-Lösung für Unternehmen

Maximale Datensicherheit und schnelle Wiederherstellung

Back-up-Lösung: Das Wichtigste in Kürze

  • Hinter jedem zuverlässigen Back-up steht eine solide Back-up-Lösung. Sie umfasst verschiedene Prozesse, Tools, Software, Hardware, Netzwerktechnologien und Richtlinien, die nötig sind, um Daten zuverlässig zu duplizieren und im Schadensfall schnell wiederherzstellen.
  • Angesichts rasant zunehmender Datenmengen sollte eine Back-up-Lösung skalierbar sein und mit einem Unternehmen mitwachsen können. Dies macht die Anforderungen jedoch komplexer. Die meisten Unternehmen nutzen für ihre Back-up-Lösungen heute Automatisierung.
  • Datensicherungslösungen müssen gewünschte Wiederherstellungspunktziele (Recovery Point Objectives, RPOs) und -zeitziele (Recovery Time Objectives, RTOs) erfüllen. Wichtig hierfür ist einerseits die maximal tolerierte Zeit für eine Notfallwiederherstellung, andererseits die Toleranz einer bestimmten Menge verlorener Daten.
  • Den Nutzen einer Back-up-Lösung bestimmen weitere Faktoren wie Benutzerfreundlichkeit, einfache Administration, Unterstützung gängiger Cloud-Plattformen, Sicherheitsfunktionen und die Qualität des Supports.
  • Back-up-Lösungen sind geschäftskritisch. Sicherheit geht bei der Auswahl der richtigen Lösung vor Komfort.
  • Die Zukunft der Back-up-Lösungen sind Multi-Cloud-Umgebungen, eine KI-gestützte Back-up-Optimierung, Sicherheitstechnologien wie Air-Gapped-Back-ups und Multi-Faktor-Authentifizierung sowie verstärkter Schutz gegen Ransomware.
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Was ist eine Back-up-Lösung?

Eine Back-up-Lösung ist ein System aus Software, Hardware, Prozessen und Richtlinien. Es ist darauf ausgelegt, wichtige Daten effizient und sicher zu kopieren, zu speichern und im Notfall zügig und vollständig wiederherzustellen.
Das Ziel ist immer der Schutz vor Datenverlusten. Ursachen für mögliche Verluste können vielfältig sein. Sie reichen von versehentlichem Überschreiben über Beschädigungen und Cyberangriffe bis hin zu Diebstahl und Naturkatastrophen.
Back-up-Lösungen sind geschäftskritisch. Der Verlust von Daten kann im digitalen Zeitalter gravierende Folgen haben. In manchen Fällen sind sie auch für Versicherungszwecke relevant.
Angesichts zunehmender Cyberbedrohungen wie durch Ransomware-Angriffe spielen nicht nur die Optionen für eine mögliche Notfallwiederherstellung eine zentrale Rolle bei der Auswahl einer Back-up-Lösung, sondern auch der Schutz der Back-ups selbst.
Da die in Unternehmen produzierten und verarbeiteten Datenmengen auch weiterhin kontinuierlich anwachsen, müssen Back-ups häufiger erfolgen als früher. Die meisten Unternehmen setzen daher auf automatisierte Lösungen. Bei der Datenwiederherstellung sind Schnelligkeit und Vollständigkeit wichtig, um kostenintensive Ausfallzeiten zu minimieren.
Um eine höhere Effizienz zu gewährleisten, sind moderne Back-up-Systeme softwarebasiert und skalierbar – und dadurch ideal auch für die enormen Datenvolumen in IoT-Umgebungen.
Back-up-Lösungen können lokale Sicherungskopien, Cloud-Speicher (z.B. AWS, Microsoft Azure, Google Cloud) oder hybride Ansätze umfassen. Professionelle Lösungen müssen die relevanten gesetzlichen und unternehmensinternen Compliance-Vorgaben erfüllen.

Arten von Back-up-Lösungen

Die Arten von Back-up-Lösungen gliedern sich wie folgt:

Nach Speicherort

  • Cloudbasiert: Datensicherung in einer Cloud; skalierbar und meist kosteneffizient
  • Hybrid: Kombination aus lokalen schnellen Back-ups und Cloud-Back-ups
  • On-Premises: Lokale Datenspeicherung im Unternehmen; volle Kontrolle (auch eine Cloud kann on-premises betrieben werden)

Nach Sicherungsumfang

  • Voll-Back-up: Kopiert alle ausgewählten Daten; robust, aber speicher- und zeitintensiv.
  • Inkrementelles Back-up: Sichert nur Änderungen seit dem letzten Back-up – voll oder inkrementell (aufeinander aufbauend); spart Speicher und Zeit.
  • Differenzielles Back-up: Sichert alle Änderungen seit dem letzten Voll-Back-up; Mittelweg zwischen Speichervolumen und Geschwindigkeit.
  • Image-Back-up (auch: Bare-Metal-Back-up): Sichert komplette Systeme inkl. Betriebssystem und Konfiguration – ideal für schnelle Wiederherstellung von Servern/Clients, jedoch zeitintensiv; benötigt viel Speicherplatz.
Die Begriffe „Image-Back-up“ und „Bare-Metal-Back-up“ meinen im Grunde dasselbe. Allerdings betont „Bare-Metal“ die Fähigkeit, eine Wiederherstellung nach einem Totalausfall auch auf neuer (möglichst identischer) Hardware zu ermöglichen.

Nach Schutzgrad & Zugriff

  • Immutable/Write-Once Read-Many (WORM): Unveränderliche Back-ups nennt man „immutable“. Sie gelten auch als WORM-geschützt, eine Kurzform von „Write-Once Read-Many“. Dies bedeutet, dass die Daten nur einmal gespeichert und danach nicht mehr geändert oder überschrieben werden können. Sicherungskopien dieser Art sind geschützt gegen Manipulation und Ransomware.
  • Air-Gapped: Physisch/logisch vom Netz getrennte Kopien sind durch eine „Luftmauer“ (englisch: Air Gap) vor unerwünschtem Zugriff geschützt. Sie wirkt wie eine Firewall.
  • Application-aware: Transaktionskonsistente Back-ups berücksichtigen die spezifische Struktur von Daten und speichern sie konsistent ab (z.B. für Microsoft 365, SQL-Datenbanken, virtuelle Maschinen bzw. VMware-Umgebungen).

Nach Einsatzform

  • Back-up-Software: Klassische Lösungen, die lokal betrieben und konfiguriert werden
  • Software-as-a-Service (SaaS): In der Cloud gehosteteSaaS-Back-up-Lösungen mit zentraler Verwaltung ohne eigene Infrastruktur; Compliance-Anpassungen übernimmt der Anbieter
  • Back-up-as-a-Service (BaaS): Betrieb und Skalierung durch Anbieter, gilt teilweise auch für die Verantwortung für die Wiederherstellbarkeit
  • Disaster-Recovery-as-a-Service (DRaaS): Fokus auf schnelle Systemwiederherstellung inklusive Failover (Wechsel von einem ausgefallenen System) in die Cloud
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Wie funktioniert eine moderne Back-up-Lösung?

Moderne Back-up-Lösungen sind softwarebasiert, automatisiert und oft cloudfähig. Sie sichern Daten aus unterschiedlichsten Datenquellen wie virtuellen Maschinen, IoT-Systemen und Software-as-a-Service-Diensten. Außerdem ermöglichen sie es, dass die Daten jeweils dazu passend wiederhergestellt werden können (mehr dazu im nächsten Abschnitt).
Dabei setzen die Lösungen entweder auf Software, die Unternehmen selbst verwalten oder die spezielle Anbieter als Back-up-as-a-Service (BaaS) bereitstellen.
Zeitgemäße Lösungen für Back-ups vereinfachen komplexe IT-Umgebungen, indem sie traditionelle „Datensilos“ auflösen und durch eine zentrale Lösung ersetzen. Dies hat den Vorteil, dass der Zugriff auf bestimmte Daten nicht mehr auf eine bestimmte Abteilung beschränkt bleibt, sondern zentral möglich ist.
Mithilfe einer solchen zentralen Speicherlösung kann die Datenwiederherstellung teilweise blitzschnell erfolgen – manchmal in Echtzeit. Bei vielen separat erstellten Einzel-Back-ups hingegen können Probleme und Verzögerungen bei der Notfallwiederherstellung auftreten.
Gleichzeitig reduziert die Konsolidierung aller Datenkopien auf einer Plattform den Speicherbedarf und schafft eine Grundlage für die optimierte strategische Nutzung von Daten – beispielsweise für Marketing-Kampagnen. Hieraus können sich Wettbewerbsvorteile ergeben.

Vorteile einer professionellen Back-up-Lösung

Ein entscheidender Vorteil moderner Back-up-Lösungen ist ihre einfache Administration über eine zentrale Verwaltungsoberfläche. Ein intuitives Dashboard bietet IT-Teams einen vollständigen Überblick über alle Daten – unabhängig davon, wo diese gespeichert sind und ob sie die Lösung selbst verwalten oder als Service betreiben. So entsteht Transparenz und Kontrolle über alle Umgebungen hinweg.
Heutige Back-up-Lösungen decken alle modernen Unternehmens-Workloads ab. Sie sichern Daten aus einer Vielzahl von Datenquellen, darunter:
  • Einzelne physische Server
  • Virtuelle Maschinen (VMs)
  • Lokale und cloudnative Datenbanken
  • Netzwerkgebundener Speicher (Network Attached Storage, kurz: NAS)
  • Software-as-a-Service (SaaS)
  • Containerisierte Anwendungen (bei denen der für die Ausführung erforderliche Code, einschließlich aller Konfigurationsdateien und Bibliotheken, gebündelt und separat gespeichert wird)

Die wichtigsten Vorteile einer zeitgemäßen Back-up-Lösung

  • Einfache Verwaltung: Mehr Transparenz über Back-ups durch eine zentrale Verwaltungsoberfläche
  • Mehr Effizienz: Hohe Geschwindigkeiten und effiziente Speichertechnologien zur schnellen Wiederaufnahme von Prozessen und Services nach einer Datenpanne
  • Compliance: Durch Lösungen, die gesetzliche und interne Anforderungen an Datenaufbewahrung und Datenschutz einbeziehen
  • Schutz vor Cyberbedrohungen: Schutz von Back-ups vor Ransomware-Angriffen, z.B. durch WORM-Technologie (siehe oben)
  • Zusatzfunktionen: Proaktive Warnmeldungen, Verschlüsselung, Zugriffskontrollen sowie Tools für Fehlerbehebung, Problemlösung und Datenwiederherstellung, die heutige Back-up-Lösungen komfortabel und sicherer denn je machen

Back-up-Lösung für Unternehmen

Unternehmen haben oft komplexere Anforderungen an eine Back-up-Lösung als Privatpersonen. Das gilt beispielsweise im Fall von mehreren Standorten, hybriden Infrastrukturen (On-Premises und Cloud), zahlreichen Anwendungen oder strengen Compliance-Vorgaben.
Oft sind sie darauf angewiesen, dass wiederhergestellte Daten so aktuell wie möglich sind, und benötigen besonders kurze Intervalle für ihre Back-ups (bei Online-Shops z.B. die Kundeninformationen und Daten zu Lagerbeständen).
Es empfiehlt sich, mindestens die 3-2-1-Regel der Datensicherung anzuwenden. Sie basiert auf einem einfachen, aber wirksamen Prinzip:
  • Sie erstellen stets 3 Kopien Ihrer wichtigen Daten,
  • speichern 2 Kopien auf unterschiedlichen Medientypen
  • und lagern 1 Kopie an einem externen Standort.
Alternativ können Sie eine andere Back-up-Strategie wählen (z.B. die 3-2-1-1-0-Strategie oder das 4-3-2-Modell).
Ein pragmatisches Zielszenario für eine moderne Back-up-Lösung im Unternehmen könnte so aussehen:
1. Hybrider Ansatz mit zwei unterschiedliche Speicherlösungen:
  • Cloud-Back-ups (offsite) mit unveränderlichen (immutable) Sicherungskopien für den Ransomware- und Standortschutz
  • Lokale Back-ups für schnelle Wiederherstellungen, z.B. ein leistungsfähiger netzwerkgebundener Speicher (NAS)
2. Schutz der Kernsysteme:
  • Client-Back-ups als schlanke Lösung für Sicherungskopien von Endpunkten wie Desktops und Notebooks (wichtig auch für mobiles Arbeiten)
  • Software-as-a-Service-Back-ups separat erstellen, z.B. für Microsoft 365
  • Datenbanken mit transaktionskonsistenten Sicherungen und Log-Back-ups sichern (z.B. SQL, PostgreSQL, Oracle)
  • Virtualisierte Workloads (z.B. VMware, Hyper-V, KVM) mit imagebasierten, anwendungsorientierten Back-ups speichern
3. RTO-/RPO-Design als Schlüsselfaktoren für die Wiederherstellung:
  • Recovery Point Objective (RPO) definiert, wie viele Daten im schlimmsten Fall verloren gehen dürfen, z.B. die letzten vier Minuten/Stunden/Tage.
  • Recovery Time Objective (RTO) gibt an, wie schnell Systeme und Daten nach einem Ausfalls wieder verfügbar sein müssen, z.B. zwei Stunden/Tage/Wochen.
4. Security-by-Design:
  • Zugangsbeschränkungen etablieren, z.B. Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und Privileged Access Management (PAM) für Administrator:innen
  • Immutable/WORM + Air-Gap für kritische Daten anwenden
  • Recovery-Tests regelmäßig durchführen und hierfür einen Zeitplan festlegen, z.B. bei einem Ransomware-Angriff
5. Dokumentation & Prozesse:
  • Incident-Response-Management mit Definition von Zuständigkeiten im Notfall, z.B. bei einem Ransomware-Angriff
  • Reporting an das Management und Revision der Back-up-Erfolgsquote, Kapazitätsprognosen, Testprotokolle
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Back-up-Lösung für Privatnutzer:innen

Auch private Nutzer:innen brauchen Back-ups, etwa für Fotos, Dokumente, Finanzunterlagen, ihre Kommunikation oder kreative Projekte. Für sie eignet sich ein simples, aber zuverlässiges Set-up:
  • Daten nach der 3-2-1-Regel sichern: Speichen Sie Ihre Primärdaten z.B. auf einem Notebook, erstellen Sie eine lokale Kopie auf einem externen Speichermedium und zusätzlich eine Offsite-Kopie außerhalb der Wohnung (z.B. Cloud-Back-up oder auf einer verschlüsselten Festplatte, die Sie außerhalb der Wohnung lagern).
  • Zeitplan festlegen: Bestimmen Sie die Intervalle für Ihre Datensicherung. Sie kann z.B. täglich inkrementell und wöchentlich als Vollsicherung erfolgen. Notieren Sie die Termine am besten im Kalender.
  • Verschlüsselung nutzen: Auch Privatpersonen sowie Freelancer:innen und ihre Back-ups sind heute Angriffsziele professioneller Hacker:innen. Gehen Sie auf Nummer sicher und nutzen Sie die Geräteverschlüsselung (BitLocker/FileVault) und erstellen Sie verschlüsselte Cloud-Back-ups.
  • Auf Versionierung achten: Prüfen Sie, ob Ihre Back-up-Software eine ausreichende Versionierung beinhaltet. Bewahren Sie vorige Back-ups ausreichend lange auf, damit Sie im Ernstfall auf eine funktionsfähige Version zurückgreifen können.
  • Restore-Tests: Auch Privatpersonen sollten gelegentlich einen Restore-Test durchführen, sonst nützen im Zweifelsfall alle erstellten Back-ups nichts. Um den Aufwand gering zu halten, nutzen Sie für Ihre Back-up-Lösung am besten wenige Tools.
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Auswahl der richtigen Back-up-Lösung

Die Wahl der passenden Back-up-Lösung ist entscheidend für die Sicherheit und Effizienz Ihrer IT-Infrastruktur. Bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden, sollten Sie die folgenden Kriterien sorgfältig prüfen:
  1. Ziele & Kennzahlen: Welche RTO/RPO sind für Ihr Unternehmen akzeptabel?
  2. Systemlandschaft: Welche Plattformen (VMs, Container, Datenbanken, SaaS, Endpunkte) müssen Sie sichern?
  3. Skalierung & Wachstum: Wie sieht das Datenvolumen heute aus und welche Prognose haben Sie für die nächsten 1236 Monate?
  4. Sicherheit & Compliance: Brauchen Sie für Ihre Back-up-Lösung Funktionen wie Immutable, WORM oder Air-Gap? Welche Aufbewahrungsfristen gelten für Sie?
  5. Management & Automation: Vereinfachen und zentralisieren Sie die Verwaltung, nutzen Sie Automatisierung auch für die Protokolle und Alarmfunktionen.
  6. Wiederherstellungsszenarien: Definieren Sie Ihre Ansprüche an die Datenwiederherstellung möglichst genau: Brauchen Sie granulare Restore-Möglichkeiten oder Funktionen zur sofortigen Wiederherstellung (Instant-Recovery)?
  7. Kostenmodell: Wägen Sie die Kosten für einzelne Modelle ab, einschließlich Lizenzierung (pro TB/Host/Benutzer:in), Cloud-Speicher und Betrieb (Hardware/Personal).
  8. Support: Informieren Sie sich über die Hersteller-Supportzeiten, mögliche Integrationen, bestehende Communitys und schauen Sie sich die Referenzen an.
  9. Proof-of-Concept (PoC): Planen Sie vor dem Kauf eine Testphase ein – mit realen Daten, der Messung von Back-up- und Restore-Zeiten, der dafür nötigen Arbeitsbelastung und Fehlerfällen.

Einrichtung & Best Practices

Die Einrichtung einer Back-up-Lösung ist mehr als nur das Installieren einer Software – sie erfordert Planung, klare Prozesse und regelmäßige Kontrolle. Damit Ihre Datensicherung nicht nur funktioniert, sondern auch im Ernstfall zuverlässig ist, sollten Sie folgende Best Practices beachten:
  • Strategie festlegen: Was, wie oft, wo? Legen Sie fest, welche Daten gesichert werden müssen, wie oft Back-ups erfolgen und wo sie gespeichert werden sollen. Berücksichtigen Sie dabei gesetzliche Anforderungen und interne Compliance-Richtlinien.
  • Passende Back-up-Methode wählen: Ob Voll-, inkrementelle oder differenzielle Back-ups: Die richtige Methode hängt von Ihren Workloads und Wiederherstellungszielen ab. Moderne Lösungen kombinieren oft mehrere Ansätze für maximale Effizienz.
  • Die 3-2-1-Regel als Grundprinzip beachten: Bewahren Sie wie oben beschrieben mindestens drei Kopien Ihrer Daten auf, nutzen Sie zwei unterschiedliche Medien (z.B. Festplatte und Cloud) und lagern Sie eine Kopie extern oder in einer sicheren Cloud-Umgebung.
  • Automatisierung statt Handarbeit: Automatisierte Prozesse gewährleisten, dass Datensicherungen regelmäßig und zuverlässig erfolgen – ohne menschliche Versäumnis.
  • Sicherheit: Schützen Sie Ihre Back-ups z.B. mit starker Verschlüsselung und rollenbasierter Zugriffskontrolle, um unbefugten Zugriff zu verhindern.
  • Wiederherstellung testen: Ein Back-up ist nur so gut wie seine Wiederherstellbarkeit. Testen Sie regelmäßig, ob sich Daten vollständig und fehlerfrei zurückspielen lassen.
  • Monitoring und Alarmierung nutzen: Überwachen Sie alle Back-up-Jobs aktiv. Ein Dashboard mit Echtzeit-Status und automatischen Warnmeldungen hilft, Probleme sofort zu erkennen und zu beheben.
  • Dokumentation und Schulung beachten: Im Ernstfall muss jeder Schritt klar nachvollziehbar sein. Halten Sie alle Prozesse schriftlich fest und schulen Sie Ihr IT-Team ausreichend.
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Häufige Fehler bei der Datensicherung

Auch die beste Back-up-Lösung kann durch vermeidbare Fehler wirkungslos werden. Achten Sie besonders auf diese Stolperfallen:
  • Zu kurze Aufbewahrungsfristen: Ransomware kann sich über Wochen oder Monate unentdeckt ausbreiten. Bewahren Sie Back-ups lange genug auf, um auf saubere Versionen zurückgreifen zu können. Richten Sie die Zeitpläne an Ihrem Bedarf aus.
  • Schlechte Dokumentation: Im Ernstfall zählt jede Minute. Dokumentieren Sie alle Wiederherstellungsprozesse klar und verständlich, damit Ihr Team sofort handeln kann.
  • Unklare Verantwortlichkeiten: Back-ups laufen „irgendwie“, aber eigentlich fühlt sich niemand verantwortlich.
  • Dauerhafte Vernetzung der Back-up-Lösungen: Wenn Back-up-Lösungen über längere Zeit mit einem Produktivnetz verbunden sind, das über die entsprechenden Schreibrechte verfügt, können Angreifer:innen auch die Back-ups verschlüsseln. Nutzen Sie Air Gaps oder immutable Back-ups für maximale Sicherheit.
  • Keine Restore-Tests: Nur wer regelmäßig prüft, ob sich Daten tatsächlich zurückspielen lassen, ist im Ernstfall abgesichert.
  • Keine geografische Trennung: Wenn Sie Back-ups am selben Standort aufbewahren wie die Originaldaten, gehen bei Brand, Diebstahl oder Naturkatastrophen beide Datensätze verloren. Mindestens eine Kopie sollte extern oder in der Cloud lagern.
  • Schwache Zugriffssicherheit: Verschlüsseln Sie Back-ups sowohl während der Übertragung als auch im Ruhezustand, um Sicherheitslücken zu vermeiden. Nutzen Sie die Segmentierung von Daten und Multi-Faktor-Authentifizierung.
  • Unterdimensionierte Bandbreite: Eine Offsite-Replikation ist nicht vollständig, sondern wurde mittendrin abgebrochen – der Grund: Die Bandbreite reichte nicht aus und es kam keine Deduplizierung zum Einsatz, um den Prozess effizienter zu gestalten.
Tipp: Eine wirksame Back-up-Lösung lebt nicht nur von der richtigen Technologie, sondern von konsequenter Umsetzung, Monitoring und regelmäßigen Tests. Holen Sie sich Unterstützung bei der Planung und Implementierung durch die Spezialist:innen von Vodafone.
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Zukunft der Back-up-Lösungen – Trends und Technologien

Die Anforderungen an die Datensicherung verändern sich rasant – getrieben durch Cloud-Strategien, Cyberbedrohungen und den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI). Für die Zukunft moderner Back-up-Lösungen sind folgende Trends zu erwarten:

Back-ups in Multi-Cloud-Umgebungen

Unternehmen setzen zunehmend auf mehrere Cloud-Plattformen gleichzeitig. Zukünftige Back-up-Lösungen müssen Daten aus AWS, Azure, Google Cloud und SaaS-Diensten wie Microsoft 365 nahtlos und einheitlich sichern können.

KI-gestützte Back-up-Optimierung

Künstliche Intelligenz wird zum Gamechanger: Die KI analysiert Back-up-Muster, optimiert Zeitpläne und Ressourcennutzung automatisch und erkennt Anomalien, die auf Ransomware-Angriffe hindeuten.

Immutable und Air-Gapped Back-ups

Unveränderbare Back-ups, die nach ihrer Erstellung nicht mehr modifiziert oder gelöscht werden können, setzen sich zum Schutz gegen Ransomware als Standard durch. In Kombination mit physischen oder logischen „Luftspalten“ (Air Gaps) bieten sie maximalen Schutz.

Back-up-as-a-Service (BaaS)

Unternehmen lagern ihre Back-up-Infrastruktur zunehmend aus. BaaS-Anbieter übernehmen Hardware, Software, Speicher und Management als Komplettlösung – inklusive Skalierbarkeit und Compliance.

Ransomware-Resilience

Moderne Systeme integrieren Anti-Ransomware-Funktionen wie Malware-Scanning, automatische Isolierung verdächtiger Back-ups und KI-gestützte Erkennung verschlüsselter Dateien, um Angriffe frühzeitig zu stoppen.

Unser Fazit: Ohne eine gute Back-up-Lösung geht es nicht

Eine Back-up-Lösung ist kein optionales IT-Add-on, sondern die Geschäftsversicherung für jedes Unternehmen. Definieren Sie klare Wiederherstellungspunktziele (Recovery Point Objective, RPO) und eine gewünschte Wiederherstellungszeit (Recovery Time Objective, RTO). Befolgen Sie für Back-ups die 3-2-1(+1)-Regel und setzen Sie auf Immutable/Air-Gapped Back-ups.
Wenn Sie dann noch Recovery-Tests institutionalisieren und Prozesse klar dokumentieren, erreichen Sie maximale Datensicherheit und ermöglichen eine schnelle Wiederherstellung. Die Zukunft ist hybrid, automatisiert und sicherheitszentriert – mit klaren Zuständigkeiten, modernen Sicherheitsfunktionen und kontinuierlicher Verbesserung.

Back-up-Lösungen für Unternehmen: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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