Wer FWaaS einsetzt, profitiert nicht nur von Einzelvorteilen. Der Dienst lässt sich auch sinnvoll in größere Sicherheitskonzepte einbetten. In den letzten Jahren haben sich zwei Konzepte etabliert, die FWaaS einen festen Platz geben: SASE („Secure Access Service Edge") und Zero Trust. Beide Ansätze liefern Antworten auf dieselbe Frage: Wie schützen Sie ein Netzwerk, in dem Anwendungen in der Cloud liegen und Nutzer:innen von überall arbeiten? SASE: Netzwerk und Sicherheit aus einer Hand
Die Idee von SASE ist es, Netzwerk- und Sicherheitsdienste gemeinsam aus der Cloud zu liefern. Eine SASE-Lösung umfasst typischerweise sechs Bausteine:
SD-WAN (Software-defined Wide Area Network): Optimiert die Anbindung von Standorten über das Internet
FWaaS: Liefert den Firewall-Schutz aus der Cloud
Secure Web Gateway (SWG): Filtert den Web-Zugriff und blockiert schädliche Seiten
Cloud Access Security Broker (CASB): Überwacht und sichert die Nutzung von Cloud-Anwendungen
Zero Trust Network Access (ZTNA): Steuert den Zugriff auf einzelne Anwendungen nach dem Zero-Trust-Prinzip
Zentrale Managementoberfläche: Bündelt Konfiguration und Überwachung
FWaaS ist also kein Einzelprodukt im SASE-Modell, sondern eine seiner tragenden Säulen.
Zero Trust: „Vertraue niemandem, überprüfe jeden"
Zero Trust ist ein Sicherheitsprinzip, demzufolge kein:e Nutzer:in und kein Gerät automatisch Vertrauen verdient – auch nicht innerhalb des Firmennetzes. Die Gewährung jedes einzelnen Zugriffs setzt eine Prüfung voraus. Identität, Geräte-Zustand und Kontext entscheiden über die Zugriffserlaubnis.
FWaaS unterstützt Zero Trust, weil der Dienst Sicherheitsregeln unabhängig vom Standort durchsetzt. Egal ob jemand aus dem Büro, von zu Hause oder von unterwegs aus auf eine Anwendung zugreifen will: Die Prüfung läuft immer über dieselbe Cloud-Plattform. Das schafft die Grundlage dafür, jeden Zugriff einzeln zu bewerten.
FWaaS sichert dabei den Netzwerkverkehr – also den Weg, den Ihre Daten nehmen. Die Endgeräte selbst, an denen Ihre Mitarbeitenden arbeiten, schützt eine Firewall jedoch nicht. Dafür ist eine eigene Sicherheitsebene zuständig: die Endpoint Security. Endpoint Security schützt einzelne Geräte wie Laptops, PCs oder Server vor Schadsoftware und Angriffen, zum Beispiel mit einer Lösung wie Microsoft Defender for Business. Eine durchgängige Sicherheitsstrategie kombiniert daher beide Ebenen: den Netzwerkschutz durch FWaaS und den Geräteschutz durch eine Endpoint-Security-Lösung.