ChatGPT, Gemini, Claude und mehr: Generative KI-Assistenten finden zunehmend den Weg in unseren Alltag. Aber welche Chatbots sind aktuell ganz vorne mit dabei und wofür eignen sie sich besonders gut? Wir zeigen Dir die verschiedenen KI-Modelle im direkten Vergleich.
Auf dem Markt gibt es eine ganze Reihe leistungsstarker Chatbot-Modelle, die verschiedene Ansätze verfolgen. Welcher KI-Assistent passt am besten zu Deinen Anforderungen? Wir beleuchten die Unterschiede zwischen ChatGPT, Gemini, Perplexity und Co. und stellen Dir die jeweiligen Stärken und Anwendungsbereiche der ausgewählten KI-Modelle im Vergleich vor.
Der KI-Modell-Vergleich im Überblick
- ChatGPT: Chatbot von OpenAI mit starker Sprachkompetenz. Besonders geeignet für kreative Texte, Konversationen und Coding.
- Gemini: Chatbot von Google. Eignet sich gut für Recherchen und kontextreiche Aufgaben. Besonders stark in der Webintegration und Google-Ökosystem-Anbindung.
- Perplexity: Kombination aus KI-Modell und Suchmaschine. Liefert aktuelle Quellen mit – ideal für präzise und zitierfähige Recherchen.
- Copilot: Microsofts Assistenzsystem ist in Office 365 integriert und daher besonders hilfreich für produktives Arbeiten mit Word, Excel und Outlook.
- Claude: Von Anthropic entwickelt. Der Fokus liegt auf der kontrollierten und sicheren Verarbeitung von Daten – ideal für tiefere Analysen und Aufgaben zu sensiblen Inhalten.
- LeChat & Mixtral: Modelle aus Europa, technisch stark, vielseitig einsetzbar und an Deine Bedürfnisse anpassbar.
- Meta Llama 3: Leistungsfähiges Open-Source-Modell von Meta, das durch Offenheit und Anpassungsfähigkeit punktet.
KI-Modelle im Vergleich: Was kann welcher generative Assistent?
Seit dem Launch von OpenAIs GPT-3.5 Ende 2022 haben sich Chatbots rasch im Alltag vieler Menschen etabliert – und das Thema Künstliche Intelligenz in den gesellschaftlichen Diskurs gerückt. Inzwischen konkurrieren zahlreiche Anbieter mit unterschiedlichen technologischen Ansätzen um die Gunst der Nutzer:innen.
Wir stellen Dir eine Auswahl an starken KI-Assistenten vor und klären Dich über die jeweiligen Stärken auf.
ChatGPT von OpenAI: Der Marktführer unter den KI-Chatbots
Laut dem Analyse-Unternehmen Similarweb ist ChatGPT schon seit Jahren das meistgenutzte KI-Modell und gilt als weltweiter Branchenführer. Der Chatbot überzeugt mit hoher Sprachkompetenz, flüssiger Konversation und vielseitiger Anwendbarkeit. Letzteres ist vor allem auch durch die große Auswahl an verschiedenen ChatGPT-Modellen, Plugins oder Werkzeugen gewährleistet.
Wie OpenAI beschreibt, unterstützt Dich ChatGPT unter anderem beim kreativen und kommunikativen Schreiben – egal, ob Du einen Aufsatz, eine Geschichte, eine Geschäftsmail oder einen Brief schreiben möchtest. Der Chatbot hilft Dir, flüssige und passende Formulierungen zu finden. Auch das Erstellen von Übersichten, Listen oder zum Beispiel Trainingsplänen ist möglich. Gute Ergebnisse beim Texten solltest Du erzielen, indem Du im Chat beschreibst in welcher Rolle Du Dich befindest, wen Du adressieren möchtest und natürlich worum es geht.
Wenn Du programmierst, soll ChatGPT Dir laut OpenAI helfen können, Probleme in Deinem Code zu identifizieren und aufzulösen. Auch für spezifische Anwendungsbereiche wie Bildgenerierung, tiefere Recherchen oder sogar Videogenerierung gibt es KI-Modelle von OpenAI die zu ChatGPT gehören oder direkt in den Chatbot integriert sind. So kannst Du beispielsweise das Bildgenerierungsprogramm DALL-E direkt im Chatfenster öffnen.
Mit GPT-4o und GPT-5, den neuesten Versionen von ChatGPT, hat OpenAI die Geschwindigkeit und Multifunktionalität weiter verbessert. Insgesamt ist ChatGPT für alle geeignet, die Vielseitigkeit und ein ausgereiftes Sprachmodell suchen.
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Gemini: In die Welt von Google integriert
Gemini ist ein von Google entwickelter KI-Assistent, der sich vor allem durch die Integration in das Google-Ökosystem von anderen AI-Modellen unterscheidet. Laut Google ist Gemini eng mit Gmail und Google Drive verbunden und soll langfristig alle Google-Produkte verbessern.
Du kannst das KI-Modell nicht nur über Browser und App nutzen, es ist auch direkt auf Geräten wie den Google Pixel-Smartphones integriert.
Wie Google beschreibt, liegen die Stärken von Gemini in der Informationssuche und der Kontextverarbeitung. Wer eine KI für Recherche und informationsgetriebene Aufgaben sucht, wird also hier fündig. Auch beim Coden oder bei mathematischen Anwendungsbereichen soll Dich der KI-Assistent optimal unterstützen können. Bei Gemini gibt es ähnlich wie bei ChatGPT verschiedene Anwendungsmodi wie „Deep Search“, Bildgenerierung oder eine Lernhilfe.
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Perplexity AI: Eine KI-unterstützte Suchmaschine
Perplexity verbindet KI mit Suchmaschinen-Funktionen und soll sich laut den Angaben der Unternehmens-Website besonders für faktenbasierte Aufgaben wie journalistische oder wissenschaftliche Recherchen und Analysen eignen. Die Ergebnisse zu Deinen Anfragen sollen stets mit nachvollziehbaren Quellenangaben geliefert werden.
Die Perplexity AI soll – wie auch ChatGPT und Gemini – vielseitig anwendbar sein, beispielsweise für Schul- und Studienaufgaben, für die Lösung mathematischer Probleme, zur Optimierung von Inhalten oder zum Beispiel zur Reiseplanung und -recherche. Laut dem Anbieter liegt der Fokus des KI-Modells im Vergleich zu ChatGPT weniger auf Textgenerierung und mehr darauf direkte, faktische Antworten auf Suchanfragen zu liefern. Wer Wert auf Transparenz und Vollständigkeit legt und weniger Unterstützung bei Formulierungen braucht, sollte Perplexity ausprobieren.
Claude: Die KI für sensible Recherche
Laut Angaben des verantwortlichen Unternehmens Anthropic liegt der Fokus des KI-Modells Claude besonders auf Sicherheit und Kontrolle. Die Konversation mit dem Chatbot soll im Vergleich zu anderen KI-Modellen besonders einfach lenkbar sein. Zudem sollst Du gesicherte und hilfreiche Antworten oder Ergebnisse geliefert bekommen. Claude ist also besonders für Aufgaben mit ethischen Anforderungen oder komplexem Kontext geeignet.
Wie auch ChatGPT oder Gemini kann Dir Claude Lernhilfen erstellen, Rechercheaufgaben erledigen, Texte zusammenfassen und Daten analysieren. Auch als Unterstützung beim Coden soll sich die KI optimal eignen.
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Copilot von Microsoft: KI-Unterstützung in Word, Excel und Co.
Hinter Copilot steckt eine breite Palette an verschiedenen KI-Funktionen. Es gibt einen eigenständigen Chat mit Copilot, in dem Du wie bei anderen KI-Modellen Texte generieren, Daten aufbereiten und recherchieren kannst. Dieser Chat ist Teil des Microsoft 365-Pakets, das auch Programme wie Excel und Word enthält.
Zusätzlich hat Microsoft Copilot-Modelle entwickelt, die bei ganz bestimmten Aufgaben unterstützen sollen. So ist zum Beispiel GitHub Copilot ein hilfreiches Werkzeug für Entwickler:innen beim Programmieren und Security Copilot ein Sicherheitstool für Unternehmen.
Laut Angaben von Microsoft ist Copilot eng mit den Office-Angeboten verbunden und direkt in den Programmen anwendbar. Für Dich als Nutzer:in dürfte der KI-Assistent also vor allem interessant sein, wenn Du bereits mit Word, Outlook, Excel und anderen Microsoft-Programmen arbeitest und Deine Arbeitseffizienz durch Künstliche Intelligenz optimieren möchtest.
Meta AI und Meta Llama: Mehr als Social-Media-Assistenz
Der Tech-Konzern Meta integriert mit Meta AI ein eigenes KI-Modell in Facebook, WhatsApp und Instagram. Nutzer:innen dieser sozialen Medien können die KI direkt per App oder Browser befragen und Unterstützung beim Texten oder Recherchieren anfragen. Auch über eine eigenständige App ist das Chatbot-Tool nutzbar.
Llama 3 und 4 sind die neuesten Entwicklungsstufen des Meta AI-Sprachmodells und sollen laut Angaben von Meta vor allem auch im professionellen Rahmen genutzt werden können. Es handelt sich um Open-Source-Modelle – das bedeutet, dass Nutzer:innen auf den Quellcode der Chatbots zugreifen und sie nach ihren Bedürfnissen anpassen können.
So lässt sich Llama 3, wie Meta beschreibt, optimal in bestehende Systeme und Workflows integrieren. Das macht das KI-Modell besonders attraktiv für Entwickler:innen, Startups oder Forschungseinrichtungen.
Le Chat & Mixtral von Mistral AI: Die europäische Alternative
Die französische Firma Mistral AI betreibt verschiedene KI-Modelle je nach Zielgruppe.
Le Chat ist laut Angaben des Unternehmens ein KI-Assistent, den Du personalisieren und an Deine individuellen Bedürfnisse anpassen kannst. Wie andere Chatbots soll Dich Le Chat dabei unterstützen Texte zu verfassen, Recherchen zu betreiben, Mathematikaufgaben zu lösen oder Code zu erstellen. Ein entscheidender Unterschied zu anderen KI-Modellen ist die Herkunft von Le Chat. Denn das Programm wurde in Europa und somit unter Berücksichtigung anderer Datenschutzrichtlinien entwickelt.
Ein weiteres KI-Modell der Firma Mistral ist Mixtral 8x7B. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Open-Weight-Modell, das etwas komplizierter in der Anwendung ist als ein klassischer Chatbot. Das Programm richtet sich an Entwickler:innen oder technik-affine Forscher:innen. Bei der Nutzung müssen offene Parameter berücksichtigt werden, dafür braucht das Modell weniger Rechenleistung und ist somit ressourcenschonend.
Welches ist das beste KI-Modell für Dich?
Die Wahl des passenden Chatbots hängt stark von Deinem Arbeitskontext und von Deinen Zielen ab. Grundsätzlich empfiehlt es sich, mehrere KI-Modelle auszuprobieren und so selbst Vergleiche herzustellen. So findest Du den KI-Assistenten, der wirklich zu Dir passt. Welches Modell sich grob für welche Ziele empfiehlt, haben wir hier für Dich zusammengefasst:
- ChatGPT: Textfokus, Kreativität und Inspiration, Coden, allgemein vielseitige Anwendung
- Perplexity: Recherche mit aktuellen und präzisen Quellen
- Copilot: Effizientes Arbeiten mit Microsoft-Programmen
- Claude: Arbeit mit komplexen und eventuell sensiblen Inhalten, Coden
- Gemini: Arbeiten mit Google-Dienstleistungen und -Geräten
- LeChat: Europäische Alternative zu den KI-Modellen der US-Tech-Riesen
- Meta Llama und Mixtral: Anpassbare Open-Source-KIs für Entwickler:innen