Slack: Das kann die Business-Kommunikationsplattform

Digitales Business

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Datum 24.02.2021
Lesezeit 4 Min.

Slack: Das kann die Business-Kommunikationsplattform

Slack ist ein typisches „Enterprise Social Networks“-Tool. Mit Slack können Sie via Einzel- und Gruppenchat Nachrichten und Dokumente austauschen. Es verbessert die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern und liefert dadurch auch das Potenzial zur Steigerung der Produktivität.

 


Nutzung per Browser, Client oder App möglich

Der Name „Slack“ steht für „Searchable Log of All Conversation and Knowledge“ (auf deutsch: „Durchsuchbares Protokoll aller Gespräche und Wissensstände“. Im Prinzip ist Slack ein webbasierter Instant-Messaging-Dienst ähnlich wie WhatsApp. Nur dass die Benutzer sich nicht mit ihrer Mobilfunknummer identifizieren, sondern mit einer Registrierung auf der Slack-Webseite.

 

Slack wurde 2009 von Stewart Butterfield, dem Erfinder des Bilderdienstes Flickr, im kanadischen Vancouver gegründet. Der heutige Sitz des Unternehmens Slack, Inc. ist San Francisco. Zu den bekanntesten Nutzern von Slack zählen IBM mit seinen über 300.000 Mitarbeitern und Uber (40.000 Angestellte). Nach Angaben der Börsenexperten von Traderfox lag der Unternehmenswert von Slack im November 2020 bei 16,6 Milliarden US-Dollar.




Video: YouTube / Slack

Zusätzlich zur Anwendung in jedem Browser gibt es Clients für Android, iOS, Linux, MacOS und Windows. Kein Wunder also, dass inzwischen mehr als zehn Millionen Menschen weltweit täglich Slack nutzen.

Die Vorteile von Slack: Intuitive Bedienung und die Suchfunktion über alle Chats

Mit Slack können Nutzer ihre Unterhaltungen in Channels organisieren, mit externen Partnern chatten, Dateien versenden und sich selbst Memos erstellen.

Wie auch bei WhatsApp stehen neben der Chatfunktion auch Einzel- und Gruppen-Telefonate und Videokonferenzen zur Verfügung. Die großen Vorteile von Slack sind die einfache, intuitive Bedienung und die umfassende Suchfunktion über alle Chats und Gruppenchats hinweg. Laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey verbringen wir alle rund 20 Prozent unseres Arbeitstages mit der Suche nach Informationen. Mit Slack lässt sich hier Zeit einsparen und diese effektiver nutzen.

 

Nachdem Sie sich bei Slack angemeldet haben, erstellen Sie als erstes Ihren Workspace, den Sie beispielsweise nach Ihrem Unternehmen benennen. Jetzt können Sie schon die ersten Mitarbeiter in diesen Workspace einladen. Sie werden automatisch dem Channel „#allgemein“ zugefügt. Diesen Channel können Sie (und natürlich alle anderen Teilnehmer) für allgemeine Informationen nutzen.

 

Strukturierte Channels und Direktnachrichten sorgen bei Slack für Ordnung

Alle Mitarbeiter können beliebige Channels einrichten. Dazu gibt es geschlossene Channels, zu denen neue Teilnehmer nur eingeladen werden können und offene Channels, denen jeder selbst beitreten kann.

Channels können für

  • einzelne Projekte
  • für Teams
  • für bestimmte Personen
  • für Partner, Kunden oder Dienstleister

erstellt werden.

Neben den Channels bietet Slack auch sogenannte Direktnachrichten an, die von niemanden eingesehen werden können. Diese Direktnachrichten-Chats sind nicht auf eine Person beschränkt. Der beim Erstellen des Chats festgelegte Personenkreis kann aber im Nachgang nicht erweitert werden.

Channels und Direktnachrichten sorgen für mehr Struktur in der Kommunikation eines Unternehmens – ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber E-Mail-Gruppen. So können Slack und andere „Enterprise Social Networks“-Tools (ESN-Tools) das E-Mail-Aufkommen drastisch reduzieren.

Laut der oben genannten McKinsey-Studie sparen ESN-Tools wie Slack rund ein Viertel aller internen Meetings ein, da die Teilnehmer via Gruppenchat informiert werden und aktuell diskutieren können. So bietet Slack auch das Teilen von Dokumenten oder Videokonferenzen mit Bildschirmteilen-Funktionalität an. Jedes Teammitglied ist damit immer auf dem aktuellen Stand.

 

Kollaboratives Arbeiten ist bei Slack über Apps möglich

Lediglich für das kollaborative Arbeiten an Dokumenten ist Slack nicht gemacht. Hier ermöglichen aber immerhin Apps beispielsweise für Dropbox oder Google Drive die gleichzeitige Arbeit an einem Dokument (wenn auch bei Dropbox über Umwege).

Allerdings fehlen bei Slack wichtige Verwaltungswerkzeuge wie Versionierung oder Rechteverwaltung. Andererseits macht das auch die Stärke von Slack aus: Jeder kann seine eigenen Chaträume erstellen, bearbeiten und gegebenenfalls löschen (entsprechende Berechtigungen seitens des Slack-Administrators vorausgesetzt). Anhand von einfachen Statuseinbindungen ist die Verfügbarkeit jedes einzelnen Mitarbeiters auf einen Blick erkennbar.

 

Mit einem Klick Kunden in die Kommunikation einbinden

Slack ermöglicht es seinen Benutzern auch, externe Personen in einzelne Chat-Kanäle einzuladen. So eignet sich Slack auch für die Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und/oder freien Mitarbeitern, die nicht dauerhaft zum Unternehmen gehören. Darüber hinaus können Sie mehrere Workspaces aus verschiedenen Unternehmen in Slack zusammenführen und haben so Ihre gesamte Kommunikation immer im Blick. Wichtige Inhalte können außerdem in den Chats markiert und „gepinnt“ werden.




Video: YouTube / Simon

Wichtig: “Slack hat im Zuge der Einführung der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) viele Änderungen vorgenommen, sodass Slack grundsätzlich datenschutzkonform einsetzbar ist,” schreiben die Datenschutzexperten der Keyed GmbH. Das gelte besonders für die Bezahlvarianten von Slack, die im Gegensatz zur kostenlosen Version einen erweiterten Funktionsumfang bieten.

Ein praktische Ergänzung ist auch der Slackbot Kono, mit dem Sie Ihre Microsoft 365- oder Google-Terminverwaltung automatisieren können.

Natürlich ist Slack nicht einzigartig. Welche Slack-Alternativen Ihnen zur Verfügung stehen und welche Stärken sie bieten, haben wir an anderer Stelle für Sie zusammengefasst. Und welche Möglichkeiten die Digitalisierung uns für unsere Art der Zusammenarbeit eröffnet, zeigen wir Ihnen in unserem Beitrag zum Thema „New Work“ auf.

 

Nutzen Sie bereits Slack oder ein anderes ESN-Tool in Ihrem Unternehmen? Welche Erfahrungen haben Sie damit bereits gemacht? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

 

 


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