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Unified Communication

Rocket.Chat: Alles, was Sie über die Open-Source-Kommunikationsplattform wissen müssen

Flexibel, individuell, sicher: So sollte die Kommunikation in Ihrem Unternehmen sein. Dafür lohnt sich ein Blick auf Rocket.Chat. Mit Chat, Videotelefonie, dem Tausch von Dateien und einer Vielzahl intuitiver Detaillösungen vereinfacht und beschleunigt das Tool die Zusammenarbeit.

Rocket.Chat macht mit seinem Open-Source-Ansatz gerade den Platzhirschen Slack und Microsoft Teams Konkurrenz. Es ist eine flexible Alternative, die sich auf Ihre persönlichen Ansprüche anpassen lässt. Doch hält das Tool auch, was es verspricht? Wir klären auf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Rocket.Chat?

Rocket.Chat ist eine Open-Source-Software, die als Chat- und Konferenzsystem dient. Benutzer:innen kommunizieren über diese Plattform in Echtzeit und tauschen Dateien aus, was die Software zu einer Alternative zu bekannten Collaboration-Tools wie Slack oder Microsoft Teams macht.
Die Plattform bietet eine Vielzahl an Funktionen, darunter Gruppenchats, Direktnachrichten, Sprach- und Videoanrufe, Dateiübertragung und Bildschirmfreigabe. Dazu kommt die Möglichkeit, andere Dienste wie beispielsweise GitHub, Jira oder Google Drive zu integrieren.
Sie ermöglicht es Benutzer:innen, ihre eigenen Server zu hosten oder den Service von Rocket.Chat zu nutzen – also als Software-as-a-Service (SaaS). Für Privatpersonen ist die Community-Version dabei kostenlos und als Open-Source-Software ist der Quellcode insgesamt öffentlich zugänglich. Das bedeutet, dass Entwickler:innen ihn modifizieren und an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen können.
Das hat dazu geführt, dass es eine aktive Community von Entwickler:innen gibt, die kontinuierlich an der Verbesserung und Erweiterung der Software arbeitet. So kommen regelmäßig Updates und neuen Funktionen hinzu, die oft sehr individuelle und spezifische Anforderungen lösen. Ein Service, den es bei den meisten Mitbewerbern nicht gibt.
Junge Geschäftsfrau telefoniert am Schreibtisch

Unified Communications: Die Vorteile

Mit UCC bündeln Sie alle relevanten Kommunikationsdienste und Medien in einer zentralen Plattform. Sprachtelefonie über Fest- oder Mobilnetz, Videokonferenzen, E-Mails oder Chats – Unified Communications-Lösungen machen es möglich.

  • Effizientere Kommunikation
  • Maximale Flexibilität
  • Einfache Verwaltung

Diese Features bietet Rocket.Chat

User:innen stellen enorme Anforderungen an Plattformen wie Rocket.Chat – und es werden immer mehr. Denn die fortschreitende Digitalisierung verlangt Anwendungen, die immer mehr Möglichkeiten bieten. Rocket.Chat wird diesem Anspruch durch eine Vielzahl von Features gerecht, die zu einem abwechslungsreichen Arbeitsalltag passen.
Die zehn wichtigsten und populärsten Features von Rocket.Chat
  • Chats: Diese Funktion steckt bereits im Namen. Die schriftliche Kommunikation in Echtzeit gehört mittlerweile zum Standardrepertoire der meisten Kommunikationsplattformen.
  • Integration der Chatfunktion in Websites: Sie können Rocket.Chat in Ihre Unternehmens-Websiteintegrieren und so Kund:innen die Möglichkeit geben, Ihre Beschäftigten direkt und in Echtzeit zu kontaktieren.
  • Videoanrufe: Auch die Videotelefonie hat sich im Alltag durchgesetzt und ist bei Rocket.Chat ein zentraler Baustein.
  • Integrationshub: Chat erlaubt die Integration diverser Programme und Tools. Dazu gehören auch Microsoft Teams und Jitsi Meet.
  • Benutzungs– und Rechtemanagement: Die Betreiber:innen der Kanäle können für die verschiedenen Nutzer:innen unterschiedliche Rollen und Rechte festlegen.
  • Bildschirmfreigabe: Benutzer:innen können ihren Bildschirm in Rocket.Chat freigeben, um anderen Teammitgliedern Präsentationen, Dokumente oder andere Inhalte zu zeigen und so effektiv mit ihnen zusammenzuarbeiten.
  • Dateiübertragung: User:innen haben die Möglichkeit, Dateien hochzuladen, zu speichern und mit anderen Teammitgliedern zu teilen.
  • Suchfunktion: Chat verfügt über eine umfangreiche Suchfunktion, die unter anderem bei Dateien und Chatverläufen funktioniert.
  • Individuelle Emojis: Benutzer:innen können individuelle Emojis erstellen und verwenden.
  • Benutzungsdefinierte Apps: Dank des Open-Source-Ansatzes von Rocket.Chat ist die Erstellung von benutzungsdefinierten Apps möglich.

Wie funktioniert die Kommunikationsplattform?

Die Funktionsweise von Rocket.Chat unterscheidet sich nicht wesentlich von der anderer populärer Anbieter. Zunächst müssen sich Nutzer:innen auf der App oder der Website mit ihrem Login anmelden. Einmal angemeldet, haben Nutzer:innen die Möglichkeit, einem Channel beizutreten. Dieser lässt sich entweder über die Suchfunktion finden oder ist bereits in der Channel-Liste aufgeführt. Mit einem Klick auf den Button „Beitreten“ ist man drin.
Rocket.Chat unterscheidet zwischen öffentlichen und privaten Channels. Öffentliche Channels sind für alle Benutzer:innen zugänglich und sichtbar. Hier können Sie chatten, Dateien teilen und mit anderen Benutzer:innen kommunizieren. Private Channels sind nur für ausgewählte User:innen zugänglich. Wollen Sie einem privaten Channel beitreten, benötigen Sie eine Einladung von jemandem, der bereits im Channel ist – oder von der Person, die Admin-Rechte besitzt.
Die Möglichkeit, selbst Channels zu erstellen, hängt von den Konfigurationseinstellungen auf dem Rocket.Chat-Server ab. In einigen Fällen können Administrator:innen die Erstellung von Channels auf bestimmte Nutzungsgruppen beschränken oder spezielle Berechtigungen für das Erstellen von Channels festlegen.
Das Symbol für Direktnachrichten in Rocket.Chat ist ein Briefumschlag. Klicken Sie hier drauf, um anderen Nutzer:innen private Nachrichten zu schreiben. Über das Glockensymbol können Sie außerdem die Benachrichtigungen anpassen.
So funktioniert Rocket.Chat:
  1. Installation der Rocket.Chat-App: Gehen Sie zur offiziellen Rocket.Chat-Website und laden Sie die entsprechende App für Ihr Betriebssystem herunter. Installieren Sie die App auf Ihrem Gerät und starten Sie sie.
  2. Anmeldung und Einrichtung: Öffnen Sie die Rocket.Chat-App und klicken Sie auf „Anmelden“. Geben Sie Ihre ugangsdaten ein, die Sie bei der Registrierung erhalten haben, oder melden Sie sich mit Ihren vorhandenen Anmeldeinformationen an.
  3. Verbindung zu einem Rocket.Chat-Server: Um auf einen Rocket.Chat-Server zuzugreifen, müssen Sie die Server-URL eingeben, z.B. „https://example.rocket.chat“.
  4. Nutzung des Rocket.Chat-Webclients: Der Rocket.Chat-Webclient ist die browserbasierte Version der App. Hierzu öffnen Sie Ihren bevorzugten Webbrowser, geben die URL des Rocket.Chat-Servers ein und melden sich mit Ihren Zugangsdaten an.
    1. „/join #channel“ zum Beitritt zu einem bestimmten Channel.
    2. „/me“ gefolgt von einer Aktion, um eine Aktion auszuführen.
    3. „/invite @username“ zum Einladen eines Benutzers in einen Channel.
  5. Verwendung von Rocket.Chat-Befehlen: Die Plattform bietet verschiedene Befehle, um die Kommunikation und Interaktion zu erleichtern. Dazu gehören beispielsweise:
Videokonferenz auf einem Notebook

Video- und Webkonferenzen mit Vodafone

Sie wollen die Kommunikation in Ihrem Unternehmen effizienter gestalten und gleichzeitig ortsunabhängig arbeiten? Dann entscheiden Sie sich für die Video- und Webkonferenzlösungen von Vodafone.

  • Microsoft Teams: Ihr Allrounder
  • Videokonferenzen für bis zu 1.000 Teilnehmer
  • Video und Audio, Chat, Screen- & File-Sharing

Hosting in der Cloud oder On-Premises – Sie haben die Wahl

Entscheiden Sie sich für Rocket.Chat als Kommunikationsplattform, haben Sie die Wahl, das Tool entweder in der Cloud oder On-Premises zu betreiben. Für beide Möglichkeiten gibt es gute Gründe.
Die cloudbasierte Nutzung von Rocket.Chat
Bei der cloudbasierten Bereitstellung von Rocket.Chat hostet ein externer Anbieter das Programm. Das vereinfacht die Einrichtung, da dieser Anbieter die Konfiguration und den Service übernimmt. So können Sie die anfänglichen Investitionskosten und den eigenen Wartungsaufwand minimieren.
Üblicherweise lassen sich Cloud-Anwendungen außerdem leicht skalieren und sind sehr zuverlässig – ein hochwertiger Anbieter vorausgesetzt. Auch, was die Datensicherheit betrifft. Sie sollten allerdings bedenken, dass eine stabile Internetverbindung in diesem Fall eine Grundvoraussetzung für die Nutzung ist.
Eine cloud-basierte Nutzung von Rocket.Chat kostet üblicherweise Abonnementgebühren, die an den Provider gehen. Die Gebühren werden meist monatlich oder jährlich abgerechnet und sind abhängig von den genutzten Ressourcen. Eine pauschale Angabe ist in diesem Fall sehr schwer, da die Lösungen sehr individualisiert sind.
Rocket.Chat als On-Premises-Lösung
Die zweite Möglichkeit, Rocket.Chat zu nutzen, ist eine On-Premises-Lösung. Hierbei hosten Sie die Software auf eigenen Servern im Unternehmen. Im Unterschied zur Cloud-Lösung haben Sie so die volle Kontrolle über die Hardware, die Netzwerkinfrastruktur und die Serverkonfiguration.
Das bringt allerdings auch Nachteile mit sich. Denn so fallen Kosten für Netzwerkkomponenten und die Serverhardware an. Auch die Einrichtung, Konfiguration und Wartung müssen Sie selbst organisieren, was Knowhow und Zeit braucht.
Der Datenschutz und die Skalierung der Anwendung fallen dann ebenfalls in Ihren Aufgabenbereich. Sind dafür Ressourcen vorhanden, muss das aber kein Nachteil sein. Im Gegenteil: Besonders sensible Daten können Sie so besser schützen. Zudem fallen individuelle Lösungen und Konfiguration leichter, die sich auf die Richtlinien Ihres Unternehmens beziehen. Die Möglichkeit einer On-Premises-Lösung ist für viele Kund:innen ein entscheidender Vorteil gegenüber den Konkurrenzprodukten.

Wie sicher ist Rocket.Chat?

Sicherheit ist ein zentraler Aspekt von Rocket.Chat, da Unternehmen und Kund:innen zunehmend sensibel beim Umgang mit Daten werden. Negative Vorfälle können schnell einen immensen Imageschaden verursachen und viel Geld kosten. Vertrauen und Integrität bei gleichzeitig permanenter Verfügbarkeit sind die Grundanforderungen an moderne Kommunikationstools. Hier bietet Rocket.Chat einige Vorzüge im Vergleich zu den Mitbewerbern. So ist durch die Open-Source-Natur des Tools eine hohe Transparenz gegeben, die es der breiten Entwicklergemeinschaft ermöglicht, Sicherheitslücken schnell zu entdecken und zu schließen.
Die wichtigsten Sicherheitstools von Rocket.Chat
  • Verschlüsselung: Chat unterstützt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2E), um sicherzustellen, dass die Inhalte der Nachrichten nur von den beabsichtigten Empfänger:innen gelesen werden können. Diese Funktion bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene für vertrauliche Informationen.
  • Nutzungsberechtigungen: Innerhalb der Anwendung gibt es die Möglichkeit fein abgestufter Berechtigungsstrukturen. So können Administrator:innen den Zugriff auf Funktionen und Kanäle basierend auf den Nutzungsrollen steuern. Sensible Daten sind so nur für die Personen einsehbar, die sie für ihre Arbeit auch wirklich brauchen.
  • Authentifizierung und Identitätsmanagement: Chat unterstützt verschiedene Authentifizierungsmethoden wie Name/Passwort, Single-Sign-On (SSO) und
    LDAP-Integration. Dies ermöglicht eine sichere und zentrale Verwaltung der Identitäten.
  • Sicherheitsüberwachung und -auditing: Um potenzielle Sicherheitsbedrohungen zu erkennen und zu analysieren, erlaubt die Anwendung eine Überwachung und Protokollierung der Aktivitäten auf der Plattform.
  • Sicherheitsupdates: Chat führt regelmäßig Sicherheitsprüfungen durch. Sollten die Herausgeber auf diese Weise Schwachstellen finden, veröffentlichen sie die benötigten Sicherheitsupdates.
  • Compliance: Chat bietet Funktionen zur Einhaltung von Sicherheitsstandards und -vorschriften wie ISO 27001, HIPAA und GDPR. Aufgrund des hohen Individualisierungsgrades der Anwendung hängt die Sicherheit von Rocket.Chat allerdings auch von der eigenen Konfiguration und Implementierung ab. Die Rocket.Chat-Dokumentation gibt eine Übersicht über die neuesten Sicherheitsrichtlinien, Best Practice und die konkrete Umsetzung bewährter Sicherheitspraktiken wie sichere Passwörter, regelmäßige Überprüfungen und Schulungen der Benutzer:innen.
Ist Rocket.Chat DSGVO-konform?
Rocket.Chat kann dabei helfen, die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu erfüllen. Allerdings liegt es in der Verantwortung der Nutzer:innen, das System entsprechend zu konfigurieren und zu verwenden. Dafür bietet Rocket.Chat einige Werkzeuge an. So gibt es etwa eine Datenverarbeitungsvereinbarung (DPA). Darin wird die Verarbeitung personenbezogener Daten in Übereinstimmung mit den Anforderungen der DSGVO geregelt.
Rocket.Chat ermöglicht es den Nutzer:innen außerdem, ihre eigenen Daten einzusehen, zu korrigieren und zu löschen. Außerdem können sie ihre Daten auf Servern innerhalb der Europäischen Union speichern, um den Datentransfer in Drittländer zu vermeiden. Beides sind zentrale Anforderungen der DSGVO.

Das Wichtigste zu Rocket.Chat in Kürze

  • Chat ist eine Kommunikationsplattform, die einen Open-Source-Ansatz verfolgt.
  • Sie ist ein Konkurrenzprodukt zu Produkten wie Slack und Microsoft Teams.
  • Die beliebtesten Funktionen bekannter Kommunikationstools leistet auch Rocket.Chat: den namensgebenden Chat, Videotelefonie oder den Austausch von Dateien.
  • Eine globale Community entwickelt das Tool ständig weiter. Die Anwendung eignet sich sowohl für die cloudbasierte als auch für die On-Premises-Nutzung.
  • Chat gilt durch den Open-Source-Ansatz, die On-Premesis-Möglichkeit und eine Vielzahl von Security-Features als eine der sichersten Kommunikationsplattformen.
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WhatsApp und Facebook: Das Messenger-Monopol

Kennen Sie – von altersbedingten Ausnahmen abgesehen – Personen in Ihrem Umfeld, die weder WhatsApp noch Facebook nutzen? WhatsApp ist nach wie vor der meistverwendete Messenger-Dienst in Deutschland. Der Smartphone-Messenger, der seit 2014 zu Facebook gehört, erfreut sich trotz etwas gesunkener Zahlen ebenfalls weiterhin großer Beliebtheit. Dabei kann die Nutzung der beiden Apps für unternehmerische Zwecke durchaus zu Problemen führen. Einer statista-Untersuchung von 2023 zufolge nutzen 86 Prozent der deutschen Konsument:innen WhatsApp, gefolgt vom Facebook Messenger mit 34 Prozent. Deutlich dahinter kommen andere Messenger wie FaceTime (20 Prozent), Telegram (16 Prozent) und Skype (14 Prozent). Die Zahlen verdeutlichen eindrucksvoll das Monopol, mit dem der US-amerikanische Social-Network-Anbieter Meta Platforms den Markt sowohl für soziale Netzwerke als auch für Messaging-Dienste beherrscht. Es existiert sogar eine Business-Version von WhatsApp, mit der Unternehmen mit ihren Kund:innen in Kontakt treten können. Doch ist diese überhaupt DSGVO-konform? Welche Alternativen gibt es, die sinnvoll nutzbar sind, ohne den Anschluss zu verlieren? Wir erklären Ihnen die Problematik des Messenger-Monopols von Meta und geben Ihnen Tipps für Alternativen.

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