Security

Malware auf dem iPhone

So schützen Sie Ihre Business-Smartphones

Apples Betriebssystem iOS schützt iPhones bereits wirksam vor vielen Angriffen. Doch Phishing, unsichere Konfigurationen und fehlende Regeln können auch Apple-Smartphones gefährden – und damit Ihre Unternehmensdaten.

Bei dienstlich genutzten iPhones reicht der Schutz einzelner Geräte nicht aus. Entscheidend sind verbindliche Sicherheitsrichtlinien und aktuelle Software auf allen Apple-Smartphones sowie ein zentraler Überblick über alle Endgeräte.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zu Malware auf dem iPhone in Kürze

  • iPhone-Malware ist aufgrund der iOS-Schutzmechanismen eher selten, kann aber dennoch auftreten.
  • Gefährliche Einfallstore sind Phishing, manipulierte Profile und unsichere App-Quellen.
  • Unbekannte Apps, hoher Datenverbrauch oder Kalender-Spam können auf ein Sicherheitsproblem hinweisen.
  • Die aktuelle iOS-Version, spezielle Security-Apps, Mehr-Faktor-Authentifizierung, klare App-Regeln und aufmerksame Nutzung können das Risiko für iPhone-Malware senken.
  • Unternehmen sollten iPhones zentral verwalten und zusätzlich mit Mobile Threat Defense absichern.
Unkenntlicher Computerhacker tippt auf einem Smartphone

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Kann ein iPhone Malware bekommen? So sicher ist iOS wirklich

Ein iPhone kann von Malware befallen sein, auch wenn dies seltener vorkommt als bei anderen Betriebssystemen. Apple schützt iOS unter anderem durch Sandboxing: Apps laufen voneinander getrennt und erhalten nicht automatisch Zugriff auf Daten anderer Anwendungen. Vor der Veröffentlichung im App Store prüft Apple Anwendungen zudem auf:
  • Verstöße gegen App-Store-Regeln
  • Schadcode
  • Weitere Gefahren
Diese Maßnahmen erschweren das Einschleusen von iPhone-Malware in den App Store deutlich.
Einen klassischen Virenscanner, der das gesamte System durchsucht, gibt es unter iOS systembedingt nicht. Auch das ist auf das Sandboxing-Prinzip zurückzuführen: Apps dürfen nur eingeschränkt auf Dateien und Systemprozesse zugreifen. Virenscanner würden auf iPhones daher nicht funktionieren, da der Vollzugriff fehlt – im Gegensatz zu beispielsweise Windows-Rechnern.

Malware auf dem iPhone erkennen: Die wichtigsten Warnsignale

Malware erkennen Sie auf dem iPhone wie auf anderen Geräten anhand bestimmter Symptome. Achten Sie besonders auf folgende Warnsignale:
  • Unbekannte oder nicht freigegebene Apps auf dem Gerät
  • Ungewöhnlich hoher Datenverbrauch
  • Auffällig hoher Akkuverbrauch
  • Wiederholte Überhitzung, selbst bei geringer Nutzung
  • Auffällige Pop-ups, z.B. mit verdächtiger Viruswarnung
  • Kalender-Spam wie unbekannte Termine oder Einladungen
  • Unerklärbare Veränderungen bei Profilen, VPN-Zugängen oder Einstellungen
Tipp: In Unternehmen hilft Ihnen Continuous Monitoring, ungewöhnliche Aktivitäten auf Geräten früh zu erkennen und richtig einzuordnen.

Vorsicht bei plötzlichen Warnhinweisen

Pop-ups mit Aussagen wie „Ihr iPhone hat einen Virus“ sind meist Betrugsversuche. Klicken Sie innerhalb solcher Pop-ups weder auf Buttons noch auf URLs, laden Sie keine vermeintlichen Sicherheits-Apps herunter und rufen Sie keine dort genannte Nummer an.
Solche Warnungen sollten Sie nur von einem Schutzprogramm ernst nehmen, das Ihre IT-Abteilung auf den Firmen-Smartphones freigegeben hat. Und auch dann sollten Sie nicht selbst aktiv werden, sondern die IT-Expert:innen informieren.
Unkenntlicher Computerhacker tippt auf einem Smartphone

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Wie Schadsoftware trotz iOS-Schutz auf iPhones gelangt

Besondere Gefahr: BYOD-Geräte

Wenn Sie mit dem Konzept Bring Your Own Device arbeiten, können Mitarbeitende private Smartphones auch beruflich nutzen. Für solche BYOD-Geräte sollten Unternehmen klar definieren, welche Apps, Profile und Sicherheitsstandards zulässig sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) spricht dazu Empfehlungen aus. In einem weiteren V-Hub-Artikel finden Sie außerdem Informationen zum Datenschutz bei BYOD-Geräten.

Viele erfolgreiche Angriffe auf iPhones funktionieren über gezielte Täuschungen. Phishing-Nachrichten per E-Mail, Messenger oder SMS (Smishing) leiten Sie oder Ihre Mitarbeitenden auf gefälschte Anmeldeseiten. Dort abgegriffene Zugangsdaten ermöglichen Kriminellen den Zugriff auf Unternehmensdienste. Ein noch größeres Risiko entsteht durch Jailbreaks, also nicht von Apple freigegebene Modifikationen des Betriebssystems. Damit werden wichtige iOS-Schutzmechanismen umgangen. Um einen Jailbreak durchzuführen, schleusen Cyberkriminelle in der Regel sogenannte Jailbreak-Tools auf ein iPhone. Angreifer:innen haben dann Root-Zugriffsrechte und können etwa Trojaner auf Ihr Endgerät aufspielen.

Malware vom iPhone entfernen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr berufliches iPhone von Malware befallen ist, informieren Sie umgehend die IT-Abteilung. Die Spezialist:innen können das Gerät bewerten, Unternehmenszugänge absichern und mögliche Risiken für andere Endgeräte prüfen. Werden Sie nicht direkt selbst tätig. Die folgenden Schritte sollten Sie nur nach Absprache mit Ihrer IT durchführen:
  1. Suchen Sie nach unbekannten oder verdächtigen Apps.
  2. Prüfen Sie unter „Einstellungen | Allgemein | VPN und Geräteverwaltung“, ob unbekannte Profile eingerichtet sind.
  3. Löschen Sie Verlauf und Website-Daten in Safari und anderen Browsern, vor allem bei verdächtigen Pop-ups.
  4. Entfernen Sie unbekannte Kalender-Abonnements und Spam-Termine.
  5. Starten Sie das iPhone neu.
  6. Installieren Sie die aktuelle iOS-Version.
  7. Ändern Sie bei Phishing-Verdacht Passwörter und aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Präventive Maßnahmen zum Schutz vor iPhone-Malware

Um Unternehmens-iPhones vor Malware zu schützen, sind regelmäßige Software-Updates (iOS und Drittanbieter-Apps) besonders wichtig. Installieren Sie außerdem ausschließlich Apps aus vertrauenswürdigen Quellen und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für Unternehmensdienste.
Die wichtigsten Schutzmaßnahmen vor iPhone-Malware
Updates
Automatisch installieren lassen
Aktuelle Software-Versionen zentral prüfen lassen und bei Bedarf Updates anstoßen
Apps
Nur offiziellen App Store nutzen
Erlaubte Apps vorgeben
Zugänge
Starkes Passwort und 2FA
2FA verbindlich einsetzen
Allgemeiner Geräteschutz
Sicherheitsbewusst nutzen
Mobile Device Management (MDM), Unified Endpoint Management (UEM) und Mobile Threat Defense (MTD) einsetzen
Schutzmaßnahme
Für Einzelanwender:innen
Für Unternehmen
Mit diesen Maßnahmen folgen Sie auch den Empfehlungen des BSI, Mobilgeräte konsequent und regelmäßig zu aktualisieren und vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
Tipp: Ein zentrales Unified Endpoint Management unterstützt Sie dabei, Geräte, Apps und Richtlinien einheitlich zu verwalten.
Junger Mann telefoniert am Schreibtisch

Unified Endpoint Management (UEM)

Machen Sie Ihr Unternehmen sicherer und verwalten Sie alle Geräte ganz einfach über ein zentrales Online-Portal. Ob Computer, Mobile Devices oder IoT-Hardware: Sie können Daten und Apps aus der Ferne aufspielen und verlorene oder gestohlene Geräte ganz einfach löschen.

  • Zentrale Geräteverwaltung
  • Besserer Datenschutz
  • Individuelle Konfiguration

Mobile Geräte zentral schützen: Endgeräte-Management und MTD

Um iPhones und andere mobile Geräte in Ihrem Unternehmen zu schützen, kann ein Mobile Device Management (MDM) helfen. Damit steuert Ihre IT unter anderem Passwortvorgaben, Verschlüsselung und App-Freigaben für alle Mobilgeräte zentral. Ein Unified Endpoint Management (UEM) erweitert diesen Ansatz auf alle Endgeräte, also auf stationäre PCs, Industriegeräte und vieles mehr.
Mobile Threat Defense (MTD) ergänzt die Geräteverwaltung um die Erkennung spezieller Gefahren für mobile Geräte. Software-Lösungen wie Lookout erkennen etwa Phishing-Risiken, unsichere Netzwerke und auffällige Konfigurationen. Damit reagieren Sie frühzeitig – und nicht erst, wenn Unternehmensdaten bereits gefährdet sind.

Unser Fazit: Schützen Sie iPhones im Unternehmen ganzheitlich vor Malware

iOS bietet eine starke Sicherheitsbasis, um iPhones vor Malware zu schützen. Das Sandboxing-Prinzip sorgt beispielsweise dafür, dass Apps keinen Vollzugriff auf das System oder andere Anwendungen haben. Das ersetzt aber kein unternehmensweites Sicherheitskonzept.
Phishing, unsichere Konfigurationen und fehlende Transparenz über mobile Geräte bleiben relevante Risiken. Schulen Sie daher Ihre Angestellten zum Thema Phishing und zeigen Sie auch, wie sie verdächtige Apps und Konfigurationen erkennen.
Bei einem zentralen Überblick über alle Mobilgeräte in Ihren Unternehmen hilft ein professionelles Mobile Device Management. Und mit der Lookout Security App ergänzen Sie die iOS-Schutzmechanismen um Mobile Threat Defense. So schützen Sie iPhones mit Zugriff auf Unternehmensdaten besser vor Phishing, Malware und anderen Sicherheitsrisiken.
Unkenntlicher Computerhacker tippt auf einem Smartphone

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Schützen Sie Ihre gemeinschaftlich genutzten mobilen Endgeräte ganz einfach mit der Lookout-App vor Cyber-Angriffen.

Integrieren Sie Lookout in Ihre bestehenden Unified Endpoint Management-Lösungen (UEM) und steuern somit den einfachen Roll-out in Ihrer mobilen Flotte.

Neu: Jetzt mit Vodafone Managed Endpoint Security Service. Wir überwachen für Sie die Cyber-Sicherheit Ihres Unternehmens rund um die Uhr.

iPhone-Malware: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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