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IoT

IoT in der Logistik

So optimieren Sie Ihre Lieferketten

In vielen Industrieunternehmen machen die Kosten für das Einlagern, die Verpackung und den Versand von Waren inzwischen bis zu 15 Prozent des gesamten Umsatzes aus. Das schätzt der Logistikdienstleister Koch International. Steigende Ausgaben für Kraftstoff, Lkw und Personal haben den Kostendruck in den vergangenen Jahren noch einmal deutlich erhöht.

Gleichzeitig sind Margen und EBIT im Speditionsgewerbe traditionell niedrig und das Einsparpotenzial ist somit begrenzt. IoT-basierte Technologien bieten neue Ansätze, um die Logistikkosten dennoch zu senken.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zu IoT in der Logistik in Kürze

  • Das Internet of Things (IoT) bezeichnet Maschinen und Anlagen, die mit dem Internet verbunden sind und darüber selbständig Informationen austauschen.
  • In der Logistik sind heute nicht nur Lkw und andere Transportfahrzeuge, sondern oft auch einzelne Paletten oder Wareneinheiten per IoT vernetzt.
  • IoT-Sensoren erfassen wichtige Parameter beim Warentransport, beispielsweise Temperatur und Luftfeuchtigkeit oder mögliche Erschütterungen und Vibrationen.
  • IoT-basierte Systeme übermitteln ihre Daten per Funk und Internet in Echtzeit an Warenwirtschaftssysteme oder Transport-Management-Systeme.

IoT in der Logistik: Definition und Funktionsweise

Die Abkürzung „IoT“ steht für „Internet of Things“ (auf Deutsch: Internet der Dinge). Darunter versteht man alle Maschinen und Anlagen, die mit dem Internet verbunden sind und die selbständig Informationen mit anderen Geräten und zentralen IT-Systemen austauschen.
In der Logistik können dies beispielsweise Lkw sein, aber auch autonome Transportfahrzeuge in einem Warenlager. Weitere Beispiele sind die Waren und Paletten selbst, sofern sie über eigene Funkmodule verfügen und beispielsweise ihre Positionsdaten an ein zentrales Netzwerk übermitteln.
In der Industrie spricht man hingegen vom Industrial Internet of Things (IIoT). Das meint die Gesamtheit aller Maschinen und Anlagen, die in Betrieben des produzierenden Gewerbes vernetzt sind. Dazu gehören Fertigungsanlagen und Gebäudetechnik in Fabrikhallen.
Durch die ständige Verbindung von Fahrzeugen und Waren mit dem Internet werden Prozesse in der Logistik in Echtzeit plan- und überwachbar. Unternehmen können Daten automatisiert erfassen und direkt einsehen, etwa über Dashboards.
Agrarwirtin arbeitet am Tablet. Im Hintergrund sind Erntemaschinen zu sehen.

Internet of Things: Alles aus einer Hand

Durch die intelligente Vernetzung von Maschinen und Gegenständen werden unter anderem Produktion und Logistik effizienter gestaltet. So sparen Sie wichtige Ressourcen und erweitern Ihre Geschäftsmodelle.

Optimieren Sie jetzt Ihre Prozesse: Wir sind mit über 118 Millionen Connections führend im Bereich IoT und diese Zahl wächst täglich.

Anwendungen im Transport: Tracking, Flottenmanagement und Kühlkette

Für IoT in der Logistik gibt es unterschiedliche Einsatzgebiete. Einige davon sind:
Tracking
Beim Tracking erfassen GPS-Tracker und vernetzte Sensoren den Standort von Sendungen und übermitteln diese Informationen an zentrale Plattformen. Unternehmen können Lieferungen dadurch besser verfolgen, Ankunftszeiten genauer prognostizieren und Kund:innen zuverlässig informieren.
Flottenmanagement
Im Flottenmanagement sammeln IoT-Systeme Daten zu Fahrzeugstandorten, Kraftstoffverbrauch, Fahrverhalten und technischen Zuständen. Fuhrparkverantwortliche können auf dieser Basis ineffiziente Routen erkennen, Wartungen vorausschauend planen und Leerfahrten reduzieren.
Auch Lkw-Fahrer:innen sehen in Echtzeit, welche Routen bei der aktuellen Verkehrslage besonders zeit- oder kraftstoffsparend sind. Zukünftige Systeme werden dabei auch öffentlich verfügbare Daten von Ampeln oder Verkehrsüberwachungskameras in ihre Planung integrieren und diese mithilfe künstlicher Intelligenz auswerten.
Mit all diesen Daten können Unternehmen Routen optimieren und Fahrer:innen ihre Fahrweise anpassen. Dadurch ist es möglich, Betriebskosten zu senken und den Kraftstoffverbrauch sowie Emissionen wie CO2 und Lärm zu verringern.
Kühlketten-Überwachung
In Kühlketten, etwa beim Transport von Lebensmitteln oder leicht verderblichen Arzneimitteln, messen IoT-vernetzte Sensoren kontinuierlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Kühlfahrzeugen und Transportbehältern. Bei Abweichungen von vorgegebenen Grenzwerten lösen die Systeme automatisch Warnmeldungen aus.
Die erfassten Daten unterstützen zugleich bei der automatisierten Dokumentation und gewährleisten eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. Die Daten der Sensoren werden direkt in Transportprotokolle übermittelt, sodass keine manuelle Nacharbeit notwendig ist.
Just-in-Time und Just-in-Case
Bei der sogenannten Just-in-Time-Zustellung (JIT-Zustellung) werden Waren genau dann an ihrem Zielort zugestellt, wenn sie in der dortigen Produktion benötigt werden. Das spart Lagerplatz und entlastet die Logistik vor Ort. Gleichzeitig wächst allerdings das Risiko, dass einzelne Lieferungen nicht rechtzeitig eintreffen und ganze Produktionsanlagen stillstehen.
Beim Lieferkettenmodell Just-in-Case (JIC) legen Unternehmen deshalb Vorräte strategischer Güter an, um für mögliche Lieferverzögerungen und -ausfälle gewappnet zu sein. Das erhöht wiederum die Lagerkosten.
Mit IoT in der Logistik können Firmen ihre Lieferkettenstrategien zielgenauer planen und strategisch zwischen JIT und JIC wechseln. Dank IoT erhalten Firmen kontinuierlich Zahlen zu Menge, Verfügbarkeit und aktuellen Lieferzeiten für jede einzelne Warengruppe und -art.
Kommt es bei weniger wichtigen Lieferungen zu Verzögerungen oder Ausfällen, können Versender und Kund:in in Echtzeit aushandeln: Soll eine teure Expresslieferung mit einem weiteren Lkw angestoßen werden oder können die Kosten hierfür doch eingespart werden?
Der:die Kund:in könnte dann beispielsweise andere Aufträge im Werk vorziehen und die verzögerte Warenlieferung erst später verarbeiten. Im Gegenzug gibt es eine finanzielle Kompensation vom Versender für den eingesparten Lkw, wodurch beide Unternehmen in Summe Geld sparen.
Geschäftsmann sitzt nachdenklich am Konferenztisch

Modernes Flottenmanagement dank IoT

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Smarte Lagerlogistik und Intralogistik mit IoT

Nicht nur unterwegs, sondern auch am Versand- oder Ankunftsort stellt das IoT wertvolle Werkzeuge und Technologien zur Verfügung. Das gilt auch für die Lager- und Intralogistik, also die Logistik innerhalb eines Unternehmensstandortes.
Bestands- und Durchgangsüberwachung
Ein typisches Einsatzgebiet für IoT in der Logistik ist etwa die Bestands- und Durchgangsüberwachung: IoT-vernetzte Handscanner oder fest installierte Scanner an Transportfahrzeugen oder Verladerampen erfassen beispielsweise:
  • RFID-Tags
  • Papieretiketten
  • Lieferscheine
  • Barcodes
So helfen IoT-Sensoren dabei, durchgehende Waren und Paletten automatisch zu identifizieren sowie Lagerbestände aktuell zu halten. Unternehmen erkennen dadurch frühzeitig, wenn bestimmte Artikel knapp werden, und können Nachbestellungen rechtzeitig auslösen. Das reduziert Fehlbestände und vermeidet unnötige Lagerkosten für Waren, die nicht akut gebraucht werden.
Innerbetrieblicher Transport
Auch beim innerbetrieblichen Transport bietet das IoT Vorteile. Es gibt beispielsweise vernetzte Gabelstapler, autonome mobile Roboter (AMR) und fahrerlose Transportsysteme (FTS – auf Englisch: Automated Guided Vehicles, kurz: AGV). Sie alle übermitteln Informationen zu Standort, Auslastung und Betriebszustand. Eine zentrale Software koordiniert die Transportwege, vermeidet unnötige Fahrten und verbessert die Auslastung der verfügbaren Ressourcen.
Sensorüberwachung von Anlagen und Geräten
Darüber hinaus ermöglichen Sensoren die Zustandsüberwachung von Förderanlagen, Regalbediengeräten und anderen technischen Einrichtungen. Mittels Predictive Maintenance lassen sich drohende Ausfälle frühzeitig erkennen und Wartungsarbeiten bedarfsgerecht planen. Ersatz- und Verschleißteile für Wartungstermine werden rechtzeitig und automatisiert vorbestellt, sodass sich Wartungsfenster auf ein Minimum reduzieren lassen, weil die benötigten Teile bereits vorrätig sind.
In Kühl- und Tiefkühllagern überwachen Sensoren rund um die Uhr Temperatur und Luftfeuchtigkeit, um empfindliche Waren besonders zu schützen.
Technische Grundlagen
Die technische Grundlage für all diese Anwendungsfälle bilden leistungsfähige Funknetze und IoT-Plattformen. Auch die Integration in Warenwirtschafts- und Lagerverwaltungssysteme spielt eine wichtige Rolle – sowie das jeweilige cloudbasierte Enterprise Resource Planning (ERP).
Am Markt finden Sie bewährte IoT-Lösungen auf Basis von 5G-Mobilfunk sowie dem offenen und etablierten Modbus-Kommunikationsprotokoll. Oder Sie stellen sich eigene IoT-Lösungen für Ihre spezifischen Anwendungsfälle nach dem Baukastenprinzip zusammen.
Eine Frau sitzt lächelnd vor einem Notebook

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Vorteile, Kosten und Herausforderungen im Überblick

IoT in der Logistik bietet zahlreiche Vorteile. Es verbessert je nach Einsatzgebiet:
  • Die Transparenz und Qualität von Bewegungs- und Warendaten auf den Transportwegen zu den Kund:innen sowie innerhalb von Unternehmensstandorten
  • Die Geschwindigkeit, mit der Daten für Disponent:innen und Entscheider:innen verfügbar werden – bis hin zur Echtzeitauswertung
  • Die automatische Erfassung und Integration von Daten in bestehende Systeme wie Warenwirtschaft, Transport-Management-Systeme und ERP.
Unternehmen sparen somit nicht nur Arbeitszeit durch die Digitalisierung ihrer Logistik, sondern erhalten auch höherwertige Daten, mit denen sie Prozesse wirtschaftlicher machen können. Damit können sie:
  • Transportwege verkürzen
  • Leerfahrten minimieren
  • Werkstatttermine besser planen
  • Kraftstoffverbrauch reduzieren
Den Vorteilen stehen naturgemäß auch Kosten und Herausforderungen gegenüber. Die Anschaffung von neuen Systemen mit Sensoren, Netzwerkkomponenten und Software erfordert zunächst hohe Investitionen. Außerdem entstehen laufende Kosten für Wartung, Schulungen und die regelmäßige Aktualisierung der Systeme. Für kleine und mittelständische Unternehmen können diese Ausgaben eine finanzielle Herausforderung darstellen. Daher haben EU, Bund und Länder Förderprogramme für die Digitalisierung in Unternehmen aufgelegt.
Eine weitere Herausforderung ist das Thema Datensicherheit. Da mittels IoT in der Logistik große Datenmengen über das Internet übertragen werden, besteht auch ein grundsätzliches Risiko von Cyberangriffen oder Datenverlusten. Und dort, wo persönliche Daten (Adressdaten, Banking-Daten) übertragen werden, muss der Datenschutz besonders hoch und lückenlos sein. Daher gilt für IoT-Anwendungen:
  • Alle anfallenden Daten sollten auf dem gesamten Transportweg vom IoT-Sensor bis zur Zentrale durchgängig verschlüsselt werden.
  • Personenbezogene Daten sollten – wo immer dies möglich ist – nur anonymisiert gespeichert werden.
  • Mitarbeiter:innen sollten nur auf Daten zugreifen können, die sie für ihre Arbeit benötigen.
Auch die Integration neuer IoT-Systeme in bestehende IT-Strukturen kann komplex sein. Inzwischen gibt es hier verschiedene Lösungen für das sogenannte Retrofitting, also die nachträgliche IoT-Anbindung bestehender Maschinen und ganzer Anlagen.
Trotz dieser Schwierigkeiten überwiegen langfristig in der Regel die Vorteile, sodass das IoT allgemein als wichtiger Treiber der digitalen Transformation in der Logistik gilt.
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Fazit: Mit IoT in der Logistik optimieren Sie Ihre Prozesse und sichern sich Wettbewerbsvorteile

Vor dem Hintergrund steigender Kosten und eines harten internationalen Wettbewerbs steht die Logistik unter einem hohen Innovationsdruck. Mit IoT können Sie in Ihrer Logistik Prozesse optimieren und Kosten einsparen. Aber auch neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle sind damit denkbar.
Für viele Einsatzgebiete gibt es bereits entsprechende Produkte am Markt, etwa digitale IoT-Branchen-Lösungen – vom smarten Flottenmanagement über die automatisierte Lagerlogistik bis hin zum effizienten Lkw-Fuhrparkmanagement.
Auf Basis anerkannter Standards und Technologien wie Modbus und 5G-Mobilfunk können Sie zudem weitere Lösungen für spezifische Anwendungsfälle selbst planen und umsetzen. Die Expert:innen von Vodafone unterstützen Sie dabei.
Agrarwirtin arbeitet am Tablet. Im Hintergrund sind Erntemaschinen zu sehen.

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Durch die intelligente Vernetzung von Maschinen und Gegenständen werden unter anderem Produktion und Logistik effizienter gestaltet. So sparen Sie wichtige Ressourcen und erweitern Ihre Geschäftsmodelle.

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IoT in der Logistik: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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