Das FinOps-Framework der FinOps Foundation strukturiert die Cloud-Kostenkontrolle in drei aufeinander aufbauenden Phasen. Diese Phasen sind kein einmaliger Prozess, sondern ein kontinuierlicher Kreislauf – Unternehmen durchlaufen sie immer wieder, um ihre Reife Schritt für Schritt zu steigern.
Phase 1: Inform – Sichtbarkeit herstellen
Wer keine Übersicht hat, kann nicht steuern. In der ersten Phase geht es deshalb darum, vollständige Transparenz über alle Cloud-Ausgaben herzustellen. Das bedeutet: Kosten sichtbar machen, nach Teams, Projekten und Diensten aufschlüsseln und verstehen, wohin das Budget fließt. Ohne diese Grundlage sind alle weiteren Maßnahmen wirkungslos.
Phase 2: Optimize – Einsparpotenziale nutzen
Mit den Daten aus Phase 1 lassen sich konkrete Maßnahmen ableiten:
Ungenutzte Ressourcen abschalten
Serverkapazitäten an den tatsächlichen Bedarf anpassen (sogenanntes „Right-Sizing")
Günstigere Preismodelle der Cloud-Anbieter nutzen
Ziel ist es, nur für tatsächlich Benötigtes zu bezahlen – und nicht mehr.
Phase 3: Operate – Kontinuierlich steuern
In der dritten Phase verankern Unternehmen FinOps dauerhaft in ihren Abläufen. Regelmäßige Reviews, klare Verantwortlichkeiten und automatisierte Prozesse sorgen dafür, dass Kostenkontrolle kein Einmalprojekt bleibt, sondern zur täglichen Praxis wird. Teams lernen, ihre Entscheidungen auch unter dem Kostengesichtspunkt zu treffen, ohne dabei an Agilität zu verlieren.