Als Alternative zur 3-2-1-Regel haben sich zwei weitere Methoden zur Datensicherung etabliert, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile haben.
3‑2‑1‑1‑0-Strategie
Noch besseren Schutz vor modernen Bedrohungen als die 3-2-1-Umsetzung bietet deren technische Weiterentwicklung: Back-ups nach der 3-2-1-1-0-Regel integrieren weitere Technologien für eine noch bessere Resistenz gegen Manipulation. Außerdem lassen sich diese Back-ups besser testen, automatisieren und bieten optimierte Restore-Möglichkeiten. So funktioniert es:
Sie erstellen stets 3 Kopien Ihrer wichtigen Daten,
speichern 2 Kopien auf unterschiedlichen Medientypen,
lagern 1 Kopie an einem externen Standort,
bewahren 1 Offline-Kopie auf und
stellen sicher, dass eine der Kopien 0 Fehler aufweist.
Vorteil: Die Methode bietet ein solides Fundament für die Datensicherung mit erhöhter Sicherheitsstufe. Sie schützt auch vor ausgeklügelten Ransomware-Angriffen, bei denen Kriminelle gezielt Back-ups verschlüsseln.
Nachteil: Die Erstellung, Verwaltung und Überwachung von Back-upsnach der 3‑2‑1‑1‑0-Methode ist aufwendiger, was zu höheren Kosten führt. Auch die Kosten für Speicherplatz, Cloud-Dienste und isolierte Zugriffsrechte können steigen.
4‑3‑2-Methode
In besonders anspruchsvollen Anwendungsfällen wie kritischen Infrastrukturen (KRITIS) und im Finanzwesen hat sich die 4-3-2-Regel als abgewandelte und erweiterte Sicherungsstrategie etabliert:
Sie erstellen jeweils 4 Kopien Ihrer wichtigen Daten,
speichern 3 Kopien auf unterschiedlichen Medientypen
und lagern 2 Kopien an mindestens einem externen Standort.
Vorteil: Diese Methode ist selbst bei großflächigen Störungen äußerst resilient. Die höhere Anzahl der Kopien, Medientypen und Standorte erhöht den Schutz vor Datenverlust erheblich. Sie beinhaltet einen besonderen Schutz für Katastrophenszenarien, also falls ein gesamter Back-up-Standort ausfällt.
Nachteil: Die 4-3-2-Methode ist sehr komplex und mit hohen Kosten verbunden.
Übrigens: Auch in einer Microsoft-365-Umgebung sollten Sie Ihre Back-up-Strategie im Unternehmen anwenden. Manche Betriebe meinen, Microsoft sichere alle Daten automatisch in der Cloud, doch dies ist nicht korrekt. Sie benötigen hierfür einen gesonderten Vertrag für Microsoft 365 Back-up Services.