Android-Malware ist bösartige Software, die auf Smartphones und Tablets spezialisiert ist. Cyberkriminelle nutzen sie, um Daten zu stehlen, Zahlungen umzuleiten oder infizierte Geräte aus der Ferne zu steuern. Die Malware-Bedrohung bei Android-Handys reicht von aufdringlicher Adware bis hin zu gezielter Wirtschaftsspionage.
Zu den wichtigsten Malware-Arten zählen:
Spyware liest Nachrichten, Standorte und Nutzungsdaten aus.
Ransomware verschlüsselt Daten und verlangt für die Freigabe ein Lösegeld.
Hinzu kommen sogenannte Trojan-Dropper: Diese Programme sind einzig zur Freisetzung von Trojanern gedacht. Der Schadcode läuft anschließend automatisch ab.
Untersuchungen zeigen, dass Cyberkriminelle vermehrt unsichere Smartphones nutzen, um darauf Malware einzuspielen. So sind auf mehr als der Hälfte der aktuell genutzten Smartphones veraltete oder unzureichend abgesicherte Betriebssysteme installiert, die keinen ausreichenden Schutz gegen Trojaner, Spyware, Adware oder Ransomware bieten. Hinzu kommt: In vielen Unternehmen werden die dienstlich genutzten Mobilgeräte nicht ausreichend gegen Software aus zweifelhaften Quellen geschützt. So gibt es auf fast einem Viertel aller Dienst-Handys (23,5 %) Apps aus möglicherweise unsicheren Quellen.
Diese Apps müssen nicht zwingend Malware sein. Doch bereits die Installation aus unsicheren Quellen umgeht wichtige Prüfmechanismen und ist ein Beleg für unzureichenden Cyberschutz: Immerhin wurden allein im 1. Quartal 2026 weltweit 2,67 Millionen Angriffe auf Android-Endgeräte abgewehrt. Expert:innen haben ermittelt, dass mittlerweile 306.000 verschiedene Schadsoftware-Varianten speziell für Android im Umlauf sind.
Dienstlich genutzte Mobilgeräte sind ein wertvolles Werkzeug in der digitalen Arbeitswelt. Doch die Gefahren durch versehentlich oder unerkannt installierte Malware auf Android-Smartphones nehmen zu.