- The Great Flood auf Netflix: Wie alles auf das Ende zuläuft
- Was ist das Experiment und wer sind An-Na und Ja-In?
- The Great Flood: Sind die Erlebnisse von An-na überhaupt echt?
- Sind An-na und Ja-in am Ende von The Great Flood wieder vereint?
- Das Ende von The Great Flood erklärt: Was bedeutet die letzte Szene?
Vom Katastrophenfilm zum Sci-Fi-Drama: Du suchst nach einer Erklärung für das Ende von "The Great Flood"? Der Film überrascht Dich nicht nur mit einem Genre-Mix, sondern auch mit einem unerwarteten Twist. Was steckt hinter der Simulation, und was bedeuten die letzten Szenen?
Achtung, der folgende Text enthält Spoiler! Wenn Du "The Great Flood" noch nicht gesehen hast, solltest Du lieber nicht weiterlesen.
The Great Flood auf Netflix: Wie alles auf das Ende zuläuft
Der Netflix-Film "The Great Flood" dreht sich um An-na (Kim Da-mi), eine junge alleinerziehende Mutter. Sie lebt mit ihrem sechsjährigen Sohn Ja-in (Kwon Eun-seong) in einem Wohnkomplex in Seoul. Ihr mehr oder weniger normales Leben gerät völlig aus den Fugen, als eine verheerende Flut die Stadt überschwemmt. Ein riesiger Asteroid hat einen nicht endenden Tsunami ausgelöst, die Erde ist dem Untergang geweiht.
An-na und Ja-in werden beinahe mitgerissen. Verzweifelt versuchen sie, auf das Dach des Hochhauses zu gelangen. Der geheimnisvolle Hee-jo (Park Hae-soo aus "Squid Game") rettet die beiden und bringt sie in Sicherheit. Er erklärt An-na, dass sie die Einzige ist, die die Menschheit retten kann.
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Dann ist sie gezwungen, ihren Sohn zurückzulassen, und er stirbt. Was nun folgt, ist ein unerwarteter Twist: An-na kommt in ihrer Wohnung zu sich und muss versuchen, Ja-in zu finden. Aber sie scheitert, stirbt und muss den Kreislauf erneut beginnen.
Mehrere schockierende Wendungen stellen alles auf den Kopf, was die Zuschauer:innen zu wissen glauben. Kann An-na den Wassermassen entkommen? Was geschieht mit Ja-in am Ende von "The Great Flood"? Ist er überhaupt ein echtes Kind – und sind die beiden am Leben?
Was ist das Experiment und wer sind An-Na und Ja-In?
Im Verlauf von "The Great Flood" sehen wir, wie An-na immer wieder denselben Ablauf erlebt: Sie versucht, Ja-in zu finden, landet aber stets im Wohnkomplex. Dann setzt der Kreislauf erneut ein, immer und immer wieder. Schließlich erfährt das Publikum, dass all das ein Experiment ist, das An-na selbst erschaffen hat.
Es stellt sich heraus, dass sie für ein Forschungslabor gearbeitet hat. Die Wissenschaftler:innen wissen, dass die Erde auf die Apokalypse zusteuert – und sie nichts dagegen machen können. Sie konzentrieren sich stattdessen darauf, das Überleben der Menschheit zu sichern. Wenn alle auf der Erde gestorben sind, sollen künstlich erschaffene Menschen den Planeten neu bevölkern. Das Problem ist jedoch, dass die Forscher:innen zwar Körper und Bewusstsein erschaffen können. Eine größere Herausforderung ist es aber, menschliche Emotionen nachzubilden. Denn nur dann können die künstlichen Personen wirklich human sein. Hier kommt An-na ins Spiel.
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Ihre Aufgabe ist es, eine "Emotion Engine" zu entwickeln, die Gefühle in synthetischen Menschen erzeugen soll. Diese Engine wird in künstlich erschaffene Babys integriert – eines davon ist Ja-in. Die Kinder sollen mit Menschen aufwachsen, damit sie mithilfe ihrer Erfahrungen Gefühle entwickeln. An-na nimmt den Jungen auf und erzieht ihn als ihr Kind.
Allerdings sollen sich die synthetischen Mütter nach dem Weltuntergang wie echte Mütter um ihre Kinder kümmern. Auch sie brauchen also Emotionen: Die Gefühle für ihr Kind müssen tief verankert sein. Darum erschafft An-na eine simulierte Welt, in der eine Mutter endlos versuchen muss, ihren Sohn oder ihre Tochter aus lebensbedrohlichen Situationen zu retten. Erst wenn ihr das gelingt, ist sie würdig, sich wirklich um das Kind zu kümmern. Dann wird die Simulation durchbrochen und sie kann zur Erde zurückkehren, um als Hüterin einer neuen Generation zu dienen. Misslingt ihr der Versuch, setzt die Simulation sie zurück an den Anfang.
The Great Flood: Sind die Erlebnisse von An-na überhaupt echt?
Die erste Hälfte von "The Great Flood" ist "echt": Die Flut bricht herein und An-na versucht, sich und Ja-in zu retten. Als der Hubschrauber auf dem Dach landet, muss sie ihn zurücklassen. Sie verspricht dem Kind, dass sie zu ihm zurückkommen wird. Es folgt ein dramatischer Moment: Angestellte der Vereinten Nationen töten Ja-in und entnehmen sein Gehirn. Sie brauchen es, weil es Emotionen enthält. Nur mit ihrer Hilfe kann An-na die Emotion Engine vollenden. Sie weiß zwar schon lange, dass sie ihren Sohn verlieren wird, hat aber versucht, es zu verdrängen.
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Die Heldin sitzt in einem Raumschiff, das unterwegs zu einem anderen Planeten ist. Dort soll die Engine fertiggestellt werden. Doch als Trümmer das Schiff treffen, wird An-na schwer verletzt. Kurz bevor sie stirbt, besteht sie darauf, dass sie selbst zum Testobjekt ihres eigenen Experiments wird. Was danach kommt, zeigt die Simulation, in der An-na gefangen ist. Unaufhörlich muss sie nun versuchen, ihr Kind zu finden.
Eigentlich sollen mit jedem Neustart alle Erinnerungen gelöscht werden. Doch im Lauf der Geschichte stellt sich heraus, dass sich nicht nur die Heldin, sondern ebenso andere Personen an Geschehnisse aus den vorherigen Durchgängen erinnern können. Das ist es schließlich, was am Ende von "The Great Flood" für eine erneute Wendung sorgt.
Sind An-na und Ja-in am Ende von The Great Flood wieder vereint?
Am Ende von "The Great Flood" findet An-na den kleinen Ja-in in einem Schrank auf dem Dach des Hochhauses. Dabei helfen ihr die Erinnerungen – und ein Bild, das der Sohn gemalt und ihr geschickt hat. Es zeigt seine Mutter, kurz bevor sie ihn am Helikopter zurücklässt. Die Heldin stellt fest, dass sie das gleiche Bild unzählige Male erhalten hat.
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Hee-jo hilft ihr bei der Suche nach dem Kind, nachdem sie ihn davon überzeugt hat, dass sie sich in einer Simulation befinden. Außerdem springt sie jetzt den Menschen zur Seite, die sie während des "echten" Katastrophentags im Stich gelassen hat. Sie kann also wiedergutmachen, was sie versäumt hat.
Ja-in weiß noch, dass er sich im Schrank verstecken soll. Das hatte ihm An-na nach dem Einbrechen der Flut gesagt, also außerhalb der Simulation. Die Zahl auf dem T-Shirt der Mutter verrät, wie oft sie beide denselben Tag erleben musste: 21.499-mal.
Das Ende von The Great Flood erklärt: Was bedeutet die letzte Szene?
Weil An-na am Ende von "The Great Flood" ihren Sohn wiederfindet, erreicht sie das ultimative Ziel und die Simulation ist beendet. Anschließend wacht sie in einem Space Shuttle auf, mit Ja-in neben sich. Sie fliegen auf die Oberfläche der Erde zu.
Offenbar steht nicht der ganze Planet unter Wasser: Es sieht so aus, als sei Afrika verschont geblieben. Das Raumfahrzeug von An-na und Ja-in ist nicht das einzige, das auf die Erde zusteuert. Um sie herum sind unzählige andere Shuttles zu sehen.
Das wirft viele Fragen auf, die im Film unbeantwortet bleiben. Es bleibt unklar, ob in den Shuttles andere synthetische Mütter und ihre Kinder sitzen. Oder sind es zusätzliche Inkarnationen von An-na und Ja-in?
Wie wurden sie ausgesucht und wer sind sie? Was passiert mit ihnen, und können sie die Erde wieder bevölkern? All das könnte eine Fortsetzung von "The Great Flood" zeigen, falls eine angekündigt wird. Die Filmemacher:innen rund um Regisseur Kim Byung-woo haben sich dazu bislang nicht geäußert.