Das Ende von "Greenland 2" erklärt: Schafft es die Familie Garrity, eine sichere Region zu erreichen? Und wie stirbt eine der Hauptfiguren in dem Survival- und Katastrophenfilm?
Achtung, der folgende Text enthält Spoiler. Wenn Du "Greenland 2" noch nicht zu Ende gesehen hast, solltest Du vielleicht lieber nicht weiterlesen.
Greenland 2: Warum verlässt Familie Garrity Grönland?
Der Film "Greenland 2" spielt rund fünf Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils. Damals hatte ein riesiger Komet die Erde getroffen und eine globale Katastrophe ausgelöst. Ingenieur John Garrity (Gerard Butler), seine Frau Allison (Morena Baccarin) und ihr inzwischen 15‑jähriger Sohn Nathan (Roman Griffin Davis) konnten sich damals in einen unterirdischen Bunker auf Grönland retten.
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Doch auch dieser Zufluchtsort gerät nun in Gefahr: Ein Erdbeben mit anschließender Flutwelle zerstört die Anlage. Die einzige Hoffnung der Garritys und anderer Überlebender im Bunker ist ein großer Krater in Frankreich. Dr. Casey Amina (Amber Rose Revah) vermutet, dass sich dort eine sichere Zone befinden könnte. Beweise dafür hat die Wissenschaftlerin jedoch nicht.
Gemeinsam machen sie sich per Boot auf den Weg zum Festland. Von England aus beginnt ihre Reise in den Süden. Unterwegs begegnen sie immer wieder Gruppen von Überlebenden. Doch die staatliche Ordnung ist überall zusammengebrochen: Aufständische liefern sich Gefechte mit der Armee, und marodierende Banden werden zur zusätzlichen Bedrohung.
Gefährlich wird der Trip außerdem durch heftige Stürme, Flutwellen, weitere Asteroideneinschläge und abenteuerliche Passagen – etwa, wenn die Familie tiefe Schluchten mithilfe von klapprigen Brücken überqueren muss.
Das Ende von Greenland 2 erklärt: Erreichen die Garritys den Krater – und ist er sicher?
Am Ende von "Greenland 2" schaffen es John, Allison und Nathan Garrity tatsächlich zum sagenumwobenen Krater in Frankreich. An genau dieser Stelle schlug einst der große Komet ein, der die Welt ins Verderben stürzte. Dr. Amina behält mit ihrer Theorie recht: Die Gegend hat sich in einen Garten Eden verwandelt, komplett mit Wasserfällen, Wäldern, grünen Wiesen, Feldern und zwitschernden Vögeln. Einen solchen Anblick hatten sie seit Jahren nicht mehr. Es gibt Frischwasser, Bauernhöfe und sogar eine kleine Stadt.
Diese filmische Utopie basiert lose auf tatsächlichen wissenschaftlichen Theorien: Vor rund 66 Millionen Jahren traf ein Meteorit auf das heutige Mexiko. Der Einschlag löste Feuerstürme, eine Verdunkelung der Sonne, Säureregen und Klimaveränderungen aus. Durch die Folgen starben knapp 75 Prozent der Arten weltweit aus, auch die Dinosaurier.
Doch hunderttausend Jahre später entstanden langsam neue Ökosysteme – und zwar als Erstes dort, wo es zur Naturkatastrophe gekommen war. Regisseur Ric Roman Waugh erklärt gegenüber Polygon: "Es gibt die wissenschaftliche Theorie, dass sich die Natur zuerst an genau jenem Krater vor der Küste Yucatáns erholte, also an der Stelle des tatsächlichen Einschlags." Allerdings dauerte das in Wahrheit viel länger als in dem Katastrophen- und Survivalthriller.
Dass in "Greenland 2" ein Paradies existiert, verleiht der Handlung ein optimistisches Ende. Es sieht so aus, als hätte die Menschheit doch noch eine Zukunft. Aber das gilt leider nicht für alle Held:innen des Films.
Wer überlebt am Ende von Greenland 2?
Nicht viele der Figuren von "Greenland 2" überleben das Chaos und die schrecklichen Ereignisse. Mehrere Gefährt:innen aus dem Bunker sterben beim Erdbeben und der Flut. Dr. Amina wird später auf der Reise von Plünderern umgebracht.
Der wohl schockierendste Tod am Ende von "Greenland 2" ist allerdings der von John Garrity. Im Verlauf der Handlung wird klar, dass er an einem aggressiven Krebs erkrankt ist. Schuld ist die Strahlung, der er bei seinen vielen Missionen zur verseuchten Erdoberfläche ausgesetzt war.
Er erzählt der entsetzten Allison, dass ihm Ärzt:innen nur noch wenige Monate geben. Die Prognose stärkt Johns Entschlossenheit, seine Familie zu retten und in Sicherheit zu bringen. Das erklärt auch, warum er alles tut, um seine Frau und seinen Sohn zu schützen, aber wenig Rücksicht auf seine eigene Lage nimmt.
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Aber letztlich ist es nicht der Krebs, der John das Leben kostet. Während des letzten Teils der Reise zum Krater kommt es zu einem Kampf mit zwei Plünderern. John tötet einen von ihnen, wird aber selbst angeschossen und schwer verletzt. Er schafft es gerade so, das Paradies zu erreichen. Dann stirbt er in Frieden, umringt von seiner Familie und mit dem Wissen, dass sie eine Chance zum Überleben haben.
Hauptdarstellerin Morena Baccarin erzählt gegenüber Cinemablend, dass sie "geschockt" war, als sie erfuhr, dass John sterben soll. Aber sein Ende ergebe einen Sinn, so ihre Erklärung zum Ende von "Greenland 2". Nach allem, was die Familie durchgemacht habe, mache Johns Tod ihn endgültig zum ultimativen Helden, der alles für seine Familie opfert.
Wird die Greenland-Saga fortgesetzt?
Die Welt von "Greenland" ist am Ende der beiden Filme eine komplett andere, denn es gibt Hoffnung. Die eigentliche Geschichte ist zu Ende erzählt: Die Garritys haben eine sichere Zone erreicht. Aber natürlich bietet gerade diese Wendung Potenzial für eine Fortsetzung. Was passiert eigentlich in dem paradiesisch anmutenden Gebiet? Wie geht es den anderen Menschen dort? Wie reagieren diese auf die Neuankömmlinge und können sich die Überlebenden dort eine Zukunft aufbauen? Wie kommen Allison und Nathan nach dem Tod von John klar?
Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Fortsetzung in Form von "Greenland 3" oder gar ein Spin-off geplant ist. Ein neuer Film wurde zwar nicht bestätigt, aber auch nicht dementiert.
Regisseur Waugh lässt das im Gespräch mit Polygon bewusst offen: "Sag niemals nie". Er und die anderen Beteiligten wüssten aber noch nicht, wie die Story weitergehen könnte. Der Regisseur verrät allerdings: Er mag Filme wie "Star Wars", in denen "man Menschen über mehrere Generationen hinweg begleiten kann".
Heißt das, dass in einer Fortsetzung dann Johns Sohn Nathan im Mittelpunkt stehen könnte? Waugh ergänzt: Bei einem dritten Film müsse es um die Frage gehen, wie "wir die Geschichte so entwickeln", dass das Publikum "alle drei Filme sehen und die Saga verstehen kann".
Ebenso schockierend wie "Greenland 2" endet übrigens auch die Thrillerserie "His & Hers" auf Netflix: