His & Hers: Das Ende der Netflix-Hitserie erklärt

Das Ende von „His & Hers” erklärt: Die Miniserie aus dem Hause Netflix hat mit Tessa Thompson und Jon Bernthal zwei Topstars in den Hauptrollen – und eine Story mit einem denkwürdigen Finale. Wir verraten, was Du zum Ende der Romanverfilmung wissen solltest. 

Worum geht es in His & Hers? 

Die sechsteilige Netflix-Miniserie „His & Hers” basiert auf dem gleichnamigen Bestseller der britischen Autorin Alice Feeney (deutscher Titel: „Glaube mir”). Die Verfilmung folgt im Wesentlichen der Romanhandlung inklusive der finalen Wendung.  

Anna (Tessa Thompson) und Jack (Jon Bernthal) sind ein Ehepaar, leben aber seit dem Tod ihrer gemeinsamen Tochter getrennt. Sie ist TV-Journalistin, er arbeitet als Detective. So kommt es, dass sie beide im selben Mordfall ermitteln. Das Opfer ist Rachel (Jamie Tisdale), Annas Schulfreundin und Jacks Affäre.  

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Beide geraten unter Verdacht. Dann gibt es eine weitere Leiche: Rachels Freundin Helen (Poppy Liu), eine ehemalige Bekannte von Anna, wird ebenfalls ermordet aufgefunden. Anna gerät ins Visier der Polizei, während Jack von seiner Kollegin Priya (Sunita Mani) verdächtigt wird.  

Das dritte Opfer der Mordserie ist Jacks Schwester Zoe (Marin Ireland). Schließlich weist einiges auf Annas Konkurrentin Lexy (Rebecca Rittenhouse) als Täterin hin. Die entpuppt sich nämlich als alte Schulfreundin, die damals von Rachel, Helen und Zoe gemobbt wurde. Aber ganz so einfach ist das Ende von „His & Hers” nicht erklärt. 

Wer ist die Mörderin? 

Denn es gibt in den letzten Minuten der sechsten und finalen Episode einen Twist, der der Story einen neuen Blickwinkel verleiht und die wahre Täterin enthüllt. Ein Jahr nach der Mordserie verläuft Annas Leben anscheinend wieder in normalen Bahnen.  

Sie arbeitet als TV-Moderatorin, lebt wieder mit Jack zusammen, hat zusammen mit ihm Zoes kleine Tochter adoptiert und ist schwanger. Die Kleinfamilie triumphiert – bis Anna einen Brief ihrer Mutter Alice (Crystal R. Fox) bekommt.  

Darin gesteht sie, dass sie Rachel, Helen und Zoe ermordet hat. Das ist eine faustdicke Überraschung für Anna (und die TV-Zuschauer:innen). Ausgerechnet die angeblich demente und körperlich angeschlagene Frau soll in der Lage gewesen sein, gleich drei Morde zu begehen? Sorgfältig geplant und ohne Spuren zu hinterlassen?  

https://youtu.be/rpqIe8Nt54k?si=HHkx_W7tIURpSLC4

Mit der bestürzenden Neuigkeit kommt die wahre Erzählperspektive in „His & Hers” ans Licht. Die Erzählerin aus dem Off, die die Handlung begleitet hat, ist nicht Anna, sondern Alice. Was das Publikum erfährt, erfährt es also nicht aus Sicht der Tochter, sondern aus der Perspektive der Mutter.  

Die erzählt eine ungeheuerliche Story von, man könnte sagen, weiblicher Selbstbehauptung, und das ist gleich doppelt relevant: Alice steht damit als weiblicher Racheengel zu ihren Taten, und sie behält sich vor, ihre Geschichte selbst zu erzählen. Kein Mann, keine Polizistin, keine andere Frau tut das. Alice kontrolliert somit unser Wissen über ihr Leben. 

Welches Motiv hatte Alice für die Morde? 

Aber was genau hat Alice zu den Morden getrieben? Sie will mit den Morden Gerechtigkeit herstellen, Gerechtigkeit für das, was Rachel, Helen und Zoe ihrer Tochter Anna in ihrer Jugend angetan haben. Was die drei (und weitere Beteiligte) Anna angetan haben, erfährt Alice allerdings erst Jahre nach den Ereignissen.  

Etwa ein Jahr vor dem Beginn der Mordserie stirbt Annas und Jacks kleine Tochter, und zwar in der Obhut ihrer Großmutter Alice. Die trauernde Anna verlässt Jack und ihre Heimatstadt. Alice wird sentimental, sie sieht sich Annas alte und selbst gefilmte Videos an, will ihrer Tochter nahe sein und in scheinbar unbeschwerten Zeiten schwelgen. Dabei stößt sie auf ein Video, das in der Nacht von Annas 16. Geburtstag entstand. 

Was geschah an Annas 16. Geburtstag? 

Dieses Video zeigt, dass Anna (Kristen Maxwell) an ihrem Geburtstag sexuell missbraucht wurde. Ihre Schulfreundinnen Rachel (Isabelle Kusman), Helen (Tiffany Ho) und Zoe (Leah Merritt) planten den Übergriff, luden ein paar böse Jungs ein und sahen dann der Vergewaltigung zu.  

Die Attacke sollte eigentlich Catherine Kelly (Astrid Rotenberry) gelten, einem Mobbingopfer an der Highschool der Mädchen. Doch an jenem Abend konnte Catherine ihren Peinigern durch Flucht entkommen. Statt ihrer wurde Anna zum Opfer. Wohl auch getrieben von der Trauer um ihre Enkelin, schwört Alice Rache an den Beteiligten. 

Wie verwandelte sich Catherine in Lexy? 

Zunächst deutet nichts darauf hin, dass Lexy das gemobbte Mädchen aus Annas Highschool-Erinnerungen ist. Damals hieß sie Catherine und schien das perfekte Opfer zu sein. Catherine wurde allerdings selbst zur Täterin: Sie brachte ihre Schwester Andrea um, die Catherine jahrelang drangsaliert hatte.  

Andreas Tod war eine Mischung aus Anschlag und Unfall, aber Catherine hatte damit Schuld auf sich geladen. Nach dem Tod der Schwester und dem Vorfall an Annas Geburtstag erfindet sich Catherine neu: Sie legt sich einen neuen Vornamen zu, nimmt ab, heiratet später den Kameramann Richard Jones und macht als Lexy Jones Karriere beim Fernsehen.  

Und dort ist sie Kollegin und zugleich Konkurrentin von Anna. Die erkennt ihre ehemalige Schulfreundin allerdings zunächst nicht wieder. Als Anna aber dämmert, dass Lexy eigentlich Catherine ist, hält sie Lexy für die Mörderin der drei Frauen.  

Die Situation eskaliert: Lexy will Anna erschießen, doch Jack wirft sich dazwischen. Priya erschießt daraufhin Lexy. Jacks Kollegin kennt ihre wahre Identität – und ist überzeugt, dass Lexy auch die Mörderin ist. Der Fall scheint gelöst, und das spielt Alice natürlich in die Karten. 

Das Ende von His & Hers erklärt: Kommt Alice ungeschoren davon? 

Für die Polizei gibt es keinen Grund, nach Catherines Tod weitere Ermittlungen anzustellen. Die Indizien sprechen für ihre Täterschaft, und ihr Tod macht einen möglichen Prozess ohnehin überflüssig. Bis Alice ihrer Tochter per Brief mitteilt, dass sie die wahre Täterin ist, gilt der Fall also als abgeschlossen.  

Aber was passiert, als Alice am Ende von "His & Hers" ihre Taten gesteht? Nichts. Anna begreift, dass ihre Mutter die Morde begangen hat, aber nicht aus niederen Motiven. Sie verübte die Morde, um Anna Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Aber Alice vollstreckte nicht nur Rache an den Menschen, die Anna Leid zugefügt hatten.  

Ihre Taten bringen auch ihre Familie wieder zusammen, denn am Ende sind Anna und Jack wieder vereint. Es scheint, dass die Morde das Trauma des Verlustes neutralisiert haben. Ihre gemeinsame Tochter ist tot, aber das Leben ist nun von der Last der Opferrolle befreit.  

In den letzten Sekunden von „His & Hers” tauschen Anna und Alice einen wortlosen Blick. Und der signalisiert das Verständnis der Tochter für die Taten der Mutter. Alice braucht nicht zu fürchten, von der Justiz zur Rechenschaft gezogen zu werden. 

Jon Bernthal als Polizist Jack in "His & Hers".

Schweigen als Macht 

Opfer zu sein, ist furchtbar. Aber darüber zu schweigen, was einem widerfahren ist, kann noch schlimmer sein. Anna hat nie mit jemandem über die Vergewaltigung gesprochen, die sie erlitten hat. Erst nach dem Tod ihrer Tochter endet dieses Schweigen.  

Aber nicht, weil sich Anna endlich offenbart – ihrem Mann, einer Freundin oder ihrer Mutter. Sondern weil Alice auf einem alten Video sieht, was ihrer Tochter passiert ist. Das Video, Teil von Annas Sammlung selbst produzierter Filme, spricht also anstelle der Produzentin. Anna teilt sich nicht selbst mit.  

Das alles kommt Jahre zu spät, ungewollt und wird ausgelöst durch den Tod ihres Kindes. Alice weiß damit endlich, was Anna widerfahren ist; und Anna weiß, was ihre Mutter mit den Morden für sie getan hat. Die beiden werden zu Komplizinnen. Aber sie behalten die Kontrolle über ihre gemeinsame Geschichte.  

Denn wer entscheiden kann, was und zu welcher Zeit er oder sie offenlegt, sichert sich Macht. In diesem Fall weibliche Macht: Denn unter den Opfern von Alice ist Jacks Schwester Zoe. Wie fies Zoe als Teenagerin auch gewesen sein mag, zu erfahren, dass die eigene Schwiegermutter die Schwester ermordet hat, würde nicht zum Familienfrieden beitragen. Mindestens in diesem Punkt wird Anna also weiterhin schweigen. 

Damit haben wir Dir das Ende von „His & Hers” erklärt. Alles, was Du zum packenden Finale einer anderen beliebten Netflix-Produktion wissen musst, erfährst Du hier: 

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