Was ist Cloud Computing?

Technologie

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Datum 05.07.2022
Lesezeit 7 Min.

Was ist Cloud Computing?

Speicherplatz, Rechenpower oder komplette Softwarelösungen – alles ist jederzeit und von überall aus verfügbar. Was einst eine Zukunftsvision war, hat die IT-Strukturen von Unternehmen in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Cloud-Computing stellt IT-Strukturen und Netzwerkkomponenten über das Internet bereit. Teure Rechenzentren und überhitzte Serverräume gehören dadurch für die meisten Unternehmen der Vergangenheit an.

In der Cloud finden Unternehmen unzählige Ressourcen und Services, mit deren Hilfe sie ihre Geschäftsprozesse teilweise oder sogar komplett dorthin verlagern können. Anstatt zum Beispiel große und entsprechend teure Server zu unterhalten, kaufen sie lediglich die Komponenten und Services ein, die sie benötigen. Ob Speicher, Rechenleistung, Entwicklungsumgebungen oder sogar umfangreiche Softwaresuiten – Cloud-Anbieter stellen alles nach Bedarf und von überall zugänglich bereit.

Wie Cloud-Computing funktioniert, welches die wichtigsten Cloud-Modelle und -Services sind und welche Vorteile sie Ihrem Unternehmen bieten, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Cloud-Computing: Was ist das? Charakterisierung nach NIST (National Institute of Standards and Technology)

Der Begriff Cloud-Computing sammelt sämtliche Services und Ressourcen rund um die Nutzung der Cloud. Dafür müssen allerdings bestimmte technische Kriterien erfüllt werden, die das US-amerikanischen National Institute of Standards und Technology (NIST) definiert hat. Die Definition des Cloud-Computings umfasst:

  • On-Demand Self-Service: Nutzer:innen können benötigte Ressourcen flexibel anfordern, ohne jeweils den Kundenservice des Anbieters in Anspruch zu nehmen.
  • Broad Network Access: Standardisierte Methoden sorgen für den uneingeschränkten Zugang zu Cloud-Computing-Angeboten. Dabei dürfen keine ungewöhnlichen (selten verwendeten) Protokolle eingesetzt werden.
  • Resource-Pooling: Cloud-Computing ist erst durch den Zusammenschluss von mehreren Recheninstanzen möglich. Diese „Pools” versorgen viele Nutzer gleichzeitig mit Speicher oder Rechenpower. Meist stellen die Anbieter die Ressourcen in Form von dynamisch organisierten Serverfarmen zur Verfügung.
  • Rapid Elasticity: Die Anbieter von Cloud-Kapazitäten müssen diese schnell und bedarfsgerecht ausliefern und skalieren können, meist durch eine automatisierte Ressourcenbereitstellung.
  • Measured Service: Die ständige Überwachung aller Cloud-Computing-Angebote seitens des Anbieters erhöht die Transparenz und Sicherheit für Anbieter und Nutzende.

 

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Angebote für das Cloud-Computing folgen fünf Grundsätzen und stehen in unterschiedlichen Formen und Service-Modellen bereit.

 

Wie funktionieren Cloud-Systeme?

Beim Cloud-Computing findet die Verarbeitung von Daten auf einem anderen Gerät als dem aktuell benutzten statt. Dieses Gerät befindet sich in den meisten Fällen geographisch an einem anderen Ort und ist üblicherweise durch das Internet mit dem genutzten Gerät verbunden. Einer oder mehrere Remote- beziehungsweise Cloud-Server speichern die Daten, die bei diesem Prozess anfallen.

Dies hat einen wesentlichen Vorteil: Geräte, die auf die Cloud zugreifen, benötigen weniger Rechenleistung und Speicher, da die Ressourcen und Daten auf den Cloud-Servern bereitgehalten werden. Auf diese Weise können Sie zum Beispiel mit dem Smartphone auf dieselben Daten und Anwendungen zugreifen wie von einem stationären Computer.

Prinzipiell steht Cloud-Computing jeder Person mit Internetanschluss zur Verfügung. Allerdings sorgen die Anbieter von Cloud-Services dafür, dass der Zugang auf angemeldete User:innen beschränkt ist. Verschiedene Maßnahmen wie zum Beispiel Passwortabfrage oder Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen Ihre Daten in der Cloud vor unbefugtem Zugriff.

 

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Cloud-Computing-Arten: So unterscheiden sich die Bereitstellungsmodelle

Zugang für alle oder nur für Ihr Unternehmen? Zugang nur für Mitarbeiter:innen oder auch für Gäste und Kund:innen? Oder am besten eine Kombination aus sämtlichen Modellen? Die Bereitstellung von Cloud-Computing baut auf unterschiedlichen Modellen auf. Der Vorteil dabei: Sie können sich die Cloud-Lösung zusammenstellen, die für Ihre Geschäftsprozesse am besten geeignet ist.

  • Public Cloud: Eine Cloud-Lösung, die grundsätzlich von allen genutzt und angemietet werden kann, bezeichnet man als öffentliche beziehungsweise Public Cloud. Der Cloud-Anbieter stellt Kunden dabei kostenpflichtig Teile seiner öffentlichen Cloud zur Verfügung. Unternehmen können darin beispielsweise Daten speichern, E-Mail-Systeme oder Software betreiben. Bekannte Anbieter von Public-Cloud-Systemen sind beispielsweise Google mit dem Workspace für Unternehmen und Microsoft mit Microsoft 365.
  • Private Cloud: Wenn Ihr Unternehmen eine eigene Cloud nutzt, deren Ressourcen Sie nicht mit anderen Unternehmen teilen, bezeichnet man diese als Private Cloud. Sie kann sowohl auf Ihren eigenen Servern als auch im öffentlichen Internet liegen, wo sie vor Fremdzugriff abgeschottet wird. Üblicherweise steht die Nutzung der privaten Cloud nur autorisierten Personen offen, etwa Mitarbeiter:innen oder Kund:innen. Ein möglicher Nachteil: Der Unterhalt einer unternehmenseigenen Cloud kann genau so viel Geld kosten wie ein eigenes physisches Rechenzentrum.
    • Dedizierte Cloud-Server: Sie können für Ihre Private Cloud einen dedizierten Server kaufen oder mieten, dessen Nutzungsrechte einzig bei Ihrem Unternehmen liegen. Eine dedizierte Cloud eignet sich vor allem für größere Unternehmen, die hohe Ansprüche an die Sicherheit ihrer Daten haben.
    • Gemanagte Private Cloud: Hier sorgt der Anbieter der Private Cloud für einen perfekt auf Ihr Unternehmen zugeschnittenen Service. Dies umfasst neben Technologie, Design und operativem Management in der Regel persönlichen Kundenservice, den Sie immer erreichen können.
    • Community Cloud: In einer Community Cloud teilen sich verschiedene Organisationen mit gemeinsamen Interessen eine Private Cloud. Dieses Prinzip beinhaltet dieselben Anforderungen an Ressourcen, Datensicherheit und Services, während sich die Kosten auf weniger Kunden aufteilen als in einer Public Cloud.
  • Hybrid Cloud: Sogenannte Hybrid Clouds erlauben die Erweiterung unternehmenseigener Cloud-Lösungen. Bei plötzlicher Mehrbelastung des Systems können Sie neben den Kapazitäten Ihrer Private Cloud beispielsweise auf zusätzlichen Speicherplatz einer öffentlichen Cloud zugreifen. Hybrid-Cloud-Systeme vereinen also die Vorteile beider Ansätze: Während Sie die großen Speicherkapazitäten einer Public Cloud vergleichsweise günstig nutzen, verbleiben die sensiblen Daten Ihres Unternehmens im besser geschützten Raum der Private Cloud. Bei Bedarf können Sie die Daten zwischen den Clouds verschieben.
  • Multi-Cloud: Eine Multi-Cloud ist die Kombination von Cloud-Diensten unterschiedlicher Anbieter. So können Sie beispielsweise eine Public Cloud von Amazon mit einer Private Cloud von Microsoft verknüpfen. Ihr Unternehmen ist also nicht auf einen einzelnen Provider und dessen Portfolio angewiesen, sondern kann die Stärken verschiedener globaler Marktführer miteinander kombinieren.

 

Cloud-Computing-Services: IaaS, SaaS, PaaS

Sie wollen in Ihrem Unternehmen eine Office-Software bereitstellen, mit der alle Mitarbeiter:innen gemeinsam an Dokumenten arbeiten können? Oder benötigen Sie lediglich umfangreiche Speicherkapazitäten und viel Rechenpower, um komplexe Webanwendungen zu entwickeln? Cloud-Provider halten unterschiedliche Service-Modelle bereit, die für jeden Bedarf die passenden Ressourcen in der Cloud liefern.

Im Kern fallen darunter Services des Cloud-Computings, die längst im Unternehmensbereich etabliert sind. Vorreiter dieser „as a Service”-Modelle waren drei grundlegende Cloud-Service-Konzepte, die oft unter dem Begriff SPI-Services (Software-, Platform- und Infrastructure-as-a-Service) zusammengefasst werden.

Infrastructure-as-a-Service (IaaS) hält die virtuelle Infrastruktur bereit, wie zum Beispiel Cloud-Netzwerke, Speicher und Rechenleistung. Durch eigene virtuelle Rechner (Virtual Machines) können Sie zum Beispiel Betriebssysteme und Anwendungen betreiben. IaaS entspricht der technischen Ebene, auf der Ihre firmeninterne IT auch bei einer lokalen („On-Premises“) Lösung arbeiten würde. Bekannte Anbieter sind Amazon Web Services und die Google Cloud Platform.

Vorteile: Sie sind nicht auf die Einrichtung eigener Rechenzentren und Serverräume angewiesen, sondern mieten deren Leistung flexibel skalierbar bei einem Cloud-Anbieter. Die Kosten für Anschaffung und Betrieb sind dadurch mitunter deutlich geringer.

Platform-as-a-Service (PaaS) stellt eine Umgebung für die Entwicklung von Anwendungen in der Cloud zur Verfügung. Darunter fallen Arbeitsspeicher und Rechenleistung sowie Software wie Betriebssysteme, Middleware, Entwicklungstools und Programme zur Datenbankverwaltung. Auf dieser Grundlage können Sie in der Cloud neue Software programmieren und testen. Bekannte Anbieter sind Microsoft Azure und die Google App Engine.

Vorteile: Ihre Entwickler:innen greifen nach Bedarf auf eine flexible Entwicklungsumgebung zu, um Webanwendungen für Ihr Unternehmen zu entwickeln, zu testen und zu betreiben. Bei wechselnden Anforderungen können Sie den Umfang von PaaS anpassen.

Software-as-a-Service (SaaS) bedeutet, dass Sie Software nicht mehr lokal („on-premises”) auf Ihren Firmenrechnern installieren, sondern in der Cloud auf Zeit mieten. Durch den Betrieb in der Cloud spart Ihnen das Modell Rechenkapazitäten und teure Lizenzen, die Sie sonst regelmäßig erneuern müssen. Ein bekanntes Beispiel für SaaS ist das umfangreiche Office-Paket Microsoft 365.

Vorteile: Sie mieten nur die Anwendungen, die Ihr Unternehmen tatsächlich benötigt. Durch die jeweils aktuelle Version fallen keine Kosten für ungenutzte oder veraltete Lizenzen an – gleichzeitig steigt damit die Sicherheit für Ihre Daten.

 

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Ohne Infrastruktur und Plattform keine Software: Der Zusammenhang zwischen SaaS, PaaS und IaaS ist von hierarchischer Struktur.

 

Serverless Computing beschreibt die Bereitstellung von Backend-Diensten, also Datenverarbeitung im Hintergrund von Webanwendungen. Grundlage dafür ist die tatsächliche Nutzung. Im Gegensatz zu anderen Services basiert das Prinzip nicht auf einer fest gemieteten Bandbreite, Speicherkapazität oder Rechenleistung.

Vorteile: Unternehmen zahlen lediglich für den Umfang der genutzten Webanwendungen (wie zum Beispiel Microservices zur Kaufabwicklung in Ihrem Online-Shop). Das lohnt sich vor allem bei schwankendem Workload Ihrer Angebote (wie zum Beispiel bei Online-Shops und CRM-Tools üblich).

Daneben existiert einer Vielzahl weiterer Services, die auf den genannten aufbauen. Diese umfassen ein breites Spektrum von dedizierten Microservices für Softwareentwicklungen bis hin zu speziellen Cloud-Dienstleistungen. Die Bezeichnung Everything-as-a-Service fasst diesen Bereich unter einem Sammelbegriff zusammen.

 

Abgrenzung des Cloud-Computings gegenüber herkömmlichem IT-Outsourcing

Cloud-Computing gleicht in vielen Dingen dem klassischen IT-Outsourcing. Outsourcing bezeichnet die Auslagerung von Arbeits-, Produktions- oder Geschäftsprozessen an einen externen Dienstleister. Dies kann in Teilen oder komplett geschehen und hat sich in Unternehmen im Rahmen moderner Organisationsstrategien längst etabliert.

Beim IT-Outsourcing nutzt ein einzelner Kunde eine komplett gemietete Infrastruktur, während die Dienstleister meist mehrere Kunden individuell betreuen. Das Grundprinzip von Cloud-Services gleicht diesem Modell, allerdings teilen sich üblicherweise mehrere Kunden die Infrastruktur einer Cloud (zum Beispiel bei einer Public Cloud). Cloud-Anbieter stellen ihre Infrastruktur dezentral zur Verfügung, anstatt ihr Angebot über ein einzelnes zentrales Rechenzentrum abzuwickeln.

Zudem ist eine Cloud-Architektur üblicherweise dynamisch aufgebaut und verfügt gegenüber dem klassischen IT-Outsourcing über eine größere Flexibilität hinsichtlich des tatsächlichen Bedarfs der Kunden. Auch die Nutzung erfolgt unmittelbarer und häufig ohne direkten Kontakt zum Provider: Die Kunden greifen per Webschnittstelle (meist im Browser oder durch eine App) auf die Cloud zu.

 

So profitiert die Industrie von IaaS und Co.

In Unternehmen fallen immer mehr Daten an: In den Produktionsprozessen einer Smart Factory senden Produkte und Maschinen unablässig Daten zur Analyse und Optimierung („Big Data“) in die Cloud oder an Rechenzentren am Rand des lokalen Firmennetzwerks. In Büros laufen betriebliche Informationen und Kommunikationskanäle aller Art zusammen. Gleichzeitig werden Geschäftspartner:innen und Kund:innen durch cloudnative Anwendungen immer enger in die Geschäftsprozesse eingebunden.

Als Unternehmen profitieren Sie also in vielfältiger Weise von Cloud-Computing: Mehr als 80 Prozent der Firmen in Deutschland setzen bereits Cloud-Dienste ein – mit steigender Tendenz. Ob in der Produktion, der Verwaltung, dem Vertrieb, im Marketing oder im Kundenservice: Überall schafft Cloud-Computing Synergien, verkürzt Kommunikationswege und steigert die Effizienz.

Beispiele für die Nutzung von Cloud-Diensten durch Unternehmen sind:

  • Speicherung und Sicherung von Daten: Mit der Speicherung von Daten in der Cloud sparen Sie lokale Kapazitäten ein und machen die Daten überall für Berechtigte verfügbar. Ihr Cloud-Anbieter sorgt mit Backup- und Disaster-Recovery-Funktionen für größtmögliche Datensicherheit.
  • Administration und Kommunikation: Ihr Projektmanagement und weitere Geschäftsprozesse finden über Kommunikations- und Office-Plattformen in der Cloud statt. Enterprise Social Networks (ESNs) sowie Suiten für das Customer-Relationship-Management (CRM) bündeln und steuern Ihre interne beziehungsweise externe Kommunikation.
  • Datenanalyse: Die Cloud führt die Daten aus allen Abteilungen Ihres Unternehmens zusammen. Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz helfen Ihnen dabei, diese zu analysieren und die richtigen Entscheidungen für Ihre Geschäftsprozesse zu treffen.
  • Streaming von Medieninhalten: Mit der Wiedergabe von beispielsweise Audio- und Videoinhalten präsentieren Sie Produkte oder Dienstleistungen. So treten Sie global mit der Öffentlichkeit und potenziellen Kund:innen in Kontakt.
  • Erstellung von Anwendungen: Mit Cloud-Diensten entwickeln Sie (Web)-Anwendungen, die Sie nach Bedarf bereitstellen und für Anwender:innen skalieren können. Moderne Entwicklungsoptionen wie beispielsweise Container, Kubernetes und Microservices unterstützen eine cloud-native und flexible Architektur.
  • Bedarfsgesteuerte Bereitstellung von Software: Die bedarfsgerechte Bereitstellung Ihrer Anwendungen auf Basis von Software-as-a-Service sorgt für stets aktuelle Versionen bei Ihren Kunden. Ihr Unternehmen profitiert als Nutzer von SaaS-Angeboten ebenfalls davon.

 

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Welche Vorteile bietet Cloud-Computing?

Keine langwierigen Datentransfers zwischen lokalen Rechnern, keine Wartezeiten durch umständliche Kommunikationswege, kein Stillstand bei der Bearbeitung von Kundenanfragen – Geschäftsprozesse werden durch den Einsatz von Cloud-Computing zweifellos schlanker und effizienter.

Konkret bietet Cloud-Computing folgende Vorteile:

  • Effizienz und Kostenersparnis: Die sicherlich größte Kostenersparnis entsteht dadurch, dass Sie keine physische Infrastruktur wie etwa Server-Hardware anschaffen müssen. Daneben entfallen Fixkosten für die Wartung der firmeneigenen IT-Infrastruktur, die Stromversorgung und die Mitarbeiter:innen, die für Hardware zuständig sind. Die Geschwindigkeits- und Effizienzsteigerungen durch Cloud-Computing führen letztlich aber zu geringeren Kosten in fast allen Bereichen Ihres Unternehmens.
  • Skalierung: Durch die Skalierbarkeit von Cloud-Diensten bezahlen Sie nur für das, was Sie gerade benötigen. Entwickelt sich eines Ihrer Projekte plötzlich unerwartet schnell und wird „größer“, müssen Sie keine teure Rechenleistung für zeitlich begrenzte Lastspitzen hinzukaufen, sondern mieten diese flexibel an. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn Sie einen Webshop betreiben, der saisonal (zum Beispiel im Weihnachtsgeschäft) deutlich mehr Zugriffe verzeichnet als im Restjahr.
  • Geschwindigkeit: In der Cloud können Sie auch größere IT-Ressourcen mit wenigen Mausklicks erweitern. Das spart Zeit, da bei Ihnen im Unternehmen keine neuen physischen Komponenten bereitgestellt und eingerichtet werden müssen. Auch im produzierenden Gewerbe ermöglicht Cloud-Computing mehr Tempo: Sind Ihre Geräte und Produktionsanlagen beispielsweise über das Internet of Things (IoT) mit der Cloud verbunden, tauschen diese nahezu in Echtzeit Daten mit der Cloud aus.
  • Sicherheit: Cloud-Anbieter sorgen durch ständige Updates und Bugfixes für die größtmögliche Sicherheit Ihrer Daten. Sie müssen sich nicht mehr selbst um aktuelle Sicherheitsmaßnahmen kümmern. Außerdem sind Sie vor dem Zugriff von (ausländischen) Sicherheitsbehörden geschützt, wenn Sie Ihre Daten in der EU hosten lassen.
  • Zuverlässigkeit: Die meisten Betreiber von Cloud-Computing-Lösungen arbeiten mit redundanten Servern an mehreren Standorten. Fällt ein Server aus, steht sofort Ersatz zur Verfügung, da Ihre Daten auch an den anderen Standorten gespeichert, beziehungsweise gespiegelt wurden. Totalausfälle Ihrer IT-Infrastruktur gehören damit de facto der Vergangenheit an.
  • Zugänglichkeit: Ihre Daten stehen Ihrem Unternehmen durch die Cloud überall zur Verfügung und machen ein modernes und ortsunabhängiges Arbeiten erst möglich („New Work“). Aufgrund des flexiblen Zugriffs auf externe IT-Strukturen verbessern sich für Ihre Mitarbeiter:innen die Arbeitsbedingungen, egal ob sie im Homeoffice oder auf Geschäftsreisen Zugriff auf Daten benötigen.
  • Wettbewerbsvorteil: Die genannten Punkte sorgen in der Summe für einen Wettbewerbsvorteil Ihres Unternehmens, da sie schneller, flexibler und effizienter auf Marktentwicklungen, steigende Anforderungen und neue Technologien reagieren können.

 

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Der Einsatz von Cloud-Computing wirkt sich für Unternehmen positiv auf die Geschäftsprozesse und Rentabilität aus.

 

Nachteile und Herausforderungen im Cloud-Umfeld

Cloud-Computing besitzt wie geschildert viele Vorteile und hat die Transformation hin zur digitalen Arbeitswelt erst möglich gemacht. Doch neben den Vorzügen und Potenzialen, die sich für Unternehmen bieten, bringt auch das Cloud-Computing einige Risiken und Herausforderungen mit sich, die Sie kennen sollten:

  • Schnelle Internetverbindung erforderlich: Um Cloud-Computing zu nutzen, benötigen Sie eine schnelle und vor allem stabile Internetverbindung. Kalkulieren Sie Bandbreite und damit einhergehende Kosten möglichst bedarfsgerecht.
  • Datenschutz: Welchen Datenschutz-Anforderungen unterliegen die von Ihrem Unternehmen in der Cloud hinterlegten Daten? Müssen Sie beispielsweise die Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) beachten? Prüfen Sie vor Abschluss eines Vertrags, wo sich die Server-Standorte Ihres Cloud-Providers befinden.
  • Sicherheit: Selbst, wenn Ihre Daten auf sicheren Servern vor dem Zugriff Dritter geschützt sind, muss dies noch lange nicht für die Datenübertragung zwischen Ihrem Unternehmen und dem Provider gelten. Prüfen Sie, welche Verschlüsselungsstandards Ihr Anbieter im Portfolio hat.
  • Abhängigkeit: Je mehr Ressourcen Sie in der Cloud mieten, desto weniger Kontrolle und Eingriffsmöglichkeiten besitzen Sie unter Umständen. Vor allem bei SaaS oder Serverless Computing geben Sie nahezu die komplette Verwaltung ihrer gemieteten Services an den Anbieter ab. Besprechen Sie mit Ihren Mitarbeiter:innen in der IT, welche Eingriffsmöglichkeiten Ihr Unternehmen benötigt.
  • Versteckte Kosten: Mietmodelle in der Cloud sind deutlich günstiger als der Unterhalt eigener Rechenzentren. Dennoch kann es passieren, dass Sie Ressourcen buchen, die Sie gar nicht brauchen. Definieren Sie aus diesem Grund möglichst genau, welche Cloud-Ressourcen Ihr Unternehmen tatsächlich benötigt – eine Erweiterung der Cloud-Kapazitäten ist bei Bedarf normalerweise jederzeit möglich.

 

Sicherheit im Cloud-Computing

Cloud-Computing haftet bis heute der Ruf an, nicht so sicher zu sein wie On-Premises-Lösungen. Tatsächlich ist heutzutage das Gegenteil der Fall, denn das Thema Cloud-Security hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen lohnt sich der Einsatz von Cloud-Computing, wenn sie besonderen Wert auf die Sicherheit ihrer Daten legen.

Der Fokus von Cloud-Sicherheit liegt auf dem Schutz vor Datendiebstahl und Datenlecks. Aber auch die Datenwiederherstellung spielt eine wichtige Rolle. Die 2-Wege-Authentifizierung gewährleistet eine sichere Passwortkontrolle, während Firewalls und spezielle Programme gegen Ransomware schützen. Die Instandhaltung der Cloud-Architektur sowie die Schulung der Nutzer:innen sollten Sie in diesem Zusammenhang allerdings nicht vernachlässigen, falls Ihr Provider nicht für die Sicherheitsmaßnahmen sorgt.

Dennoch unterscheiden sich die verschiedenen Cloud-Modelle hinsichtlich ihrer Sicherheit voneinander. Sie sollten für Ihr Unternehmen definieren, welche Form von Cloud diesbezüglich am ehesten infrage kommt:

Public Clouds sind aufgrund ihrer öffentlichen Zugänglichkeit besonders gefährdet. Die Provider kümmern sich hier meistens um die Infrastruktur, während die Kund:innen die Sicherheit ihrer Workloads, Daten und Prozesse verantworten. Drittanbieter wie Lookout bieten für die Pflege aller sicherheitsrelevanten Aspekte hinsichtlich der Public Cloud beispielsweise spezielle Tools an (so genannte „Sicherheitsagenten“).

Dagegen gilt eine Private Cloud per se als sicher, da Anbieter diese speziell auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens zuschneiden und auf dedizierten Servern hosten.

Hybrid Clouds kombinieren die Vorteile beider Modelle: Sie können Daten je nach Compliance- und Geschäftsrichtlinien zwischen öffentlichem und privatem Bereich verschieben. Die Mixed-Cloud geht noch einen Schritt weiter: Hier können Sie die Cloud-Modelle verschiedener Anbieter miteinander kombinieren und nach Ihren Sicherheitskriterien zusammenstellen.

 

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Diese Gründe sprechen für den Umstieg in die Cloud

Immer mehr Menschen arbeiten nicht mehr lokal in den Büros von Unternehmen. In der Arbeitswelt haben sich Telearbeit und Home-Office von der Ausnahme hin zu einer meist akzeptierten Alternative gewandelt. Start-ups und Freelancer hingegen arbeiten oft schon seit Jahren auf diese Weise miteinander: ortsungebunden, flexibel und mobil.

Gleichzeitig ist das Datenaufkommen gestiegen und es ist notwendig, auf veränderte Geschäftsprozesse und Marktbedingungen schnell reagieren zu können. Cloud-Computing ermöglicht die Vernetzung der Geschäftsbereiche eines Unternehmens und trägt der veränderten Arbeitsorganisation im Zuge von „New Work“ Rechnung. Zusammengefasst sprechen vier Hauptgründe für den Einsatz von Cloud-Computing in Ihrem Unternehmen:

  • Effizienz: vertraglich vereinbarte Kosten, keine sukzessiven Investitionen
  • Komfort: minimaler Wartungs- und Verwaltungsaufwand auf Unternehmensseite
  • Kapazität: theoretisch unendliche und flexibel anpassbare Cloud-Ressourcen
  • Zugriff: zeit- und standortunabhängiger Zugriff auf Geschäftsprozesse

Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse teilweise oder komplett in die Cloud verlagern, arbeiten effizienter und flexibler. Gleichzeitig sind sie dank Cloud-Computing besser für die Herausforderungen der Zukunft aufgestellt.

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Haben Sie Ihre Geschäftsprozesse oder sogar die gesamte IT in die Cloud ausgelagert? Worin sehen Sie die Vor- und Nachteile der Datenwolke? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.

 


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