Security

Viren, Würmer und Trojaner

Unterschiede, Verbreitungswege und Auswirkungen

Unternehmen stehen heute unter hohem Druck: Cyberangriffe nehmen weiter zu und Schadprogramme legen komplette Geschäftsprozesse lahm. Ransomware-Angriffe auf mittelständische Betriebe, Ausfälle durch kompromittierte Lieferketten oder Datenlecks in Cloud-Umgebungen verdeutlichen, wie verletzlich selbst gut organisierte Unternehmen bleiben.

Gleichzeitig arbeiten viele Teams hybrid, nutzen mobile Geräte und greifen auf verteilte Systeme zu. Dadurch entstehen neue Schwachstellen, die Angreifer:innen gezielt ausnutzen. Besonders Viren, Würmer und Trojaner spielen dabei eine zentrale Rolle, weil sie sich schnell verbreiten, sensible Daten angreifen und IT-Infrastrukturen nachhaltig stören.

Der folgende Text zeigt die Unterschiede zwischen diesen Schadprogrammen, erklärt typische Verbreitungswege und beschreibt konkrete Schutzmaßnahmen.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zu Viren, Würmern und Trojanern in Kürze

  • Viren, Würmer und Trojaner bedrohen Unternehmen auf unterschiedliche Weise, daher profitieren Unternehmen von einem differenzierten Schutzkonzept.
  • Viren werden meist durch menschliche Fehlbedienung eingeschleust, Würmer nutzen technische Schwachstellen und Trojaner öffnen verdeckte Zugänge für Angreifer:innen über scheinbar harmlose Einfallstore.
  • Schadprogramme gelangen über E-Mails, manipulierte Webseiten, Schwachstellen oder externe Geräte ins Unternehmensnetzwerk.
  • Unternehmen erkennen Infektionen häufig an Leistungsproblemen, ungewöhnlichen Vorgängen und verdächtigen Zugriffen.
  • Ein wirksamer Schutz basiert auf Updates, Sicherheitssoftware, Zugriffskontrollen, Back-ups und gut geschulten Mitarbeiter:innen.

Was sind Viren, Würmer und Trojaner?

Unternehmen erleben heute eine digitale Welt, in der Daten einen zentralen Wert darstellen. Cyberkriminelle erkennen diesen Wert und entwickeln Schadprogramme, die gezielt auf Unternehmenssysteme zielen. Viren, Würmer und Trojaner gehören zu den bekanntesten Formen solcher digitalen Angriffe. Jedes dieser Programme erfüllt einen eigenen Zweck und bedroht Unternehmen auf unterschiedliche Weise. Jede dieser Schadsoftwarearten verfolgt ein eigenes Ziel. Unternehmen profitieren deshalb davon, die grundlegenden Eigenschaften dieser Programme zu kennen. Dieses Wissen schafft die Basis für wirkungsvolle Schutzmaßnahmen.
Im folgenden Abschnitt lesen Sie, wie Viren, Würmer und Trojaner funktionieren und wie sie sich voneinander unterscheiden.
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Unterschiede zwischen Viren, Würmern und Trojanern

Nachdem Sie die grundlegenden Merkmale der drei Schadprogrammtypen kennengelernt haben, lohnt sich ein Blick auf ihre Unterschiede. Diese Unterschiede entscheiden darüber, welche Risiken für Ihr Unternehmen entstehen, und welche Schutzmaßnahmen wirken.

Viren

Ein Virus benötigt immer eine Datei oder Anwendung als Träger. Ohne diese Bindung gelangt er nicht in Umlauf. Nutzer:innen rufen eine infizierte Datei auf („führen sie aus“) und lösen die schädliche Funktion somit selbst aus. Unternehmen geraten dadurch besonders häufig in Gefahr, wenn Mitarbeiter:innen Dateien aus unbekannten oder zweifelhaften Quellen öffnen.

Würmer

Würmer verbreiten sich dagegen selbst. Sie suchen aktiv nach Schwachstellen in Netzwerken, Systemen und Diensten. Sobald sie eine offene Sicherheitslücke entdecken, kopieren sie sich automatisch weiter. Ein Wurm besitzt daher ein enormes Tempo und wirkt bereits innerhalb weniger Minuten als Störfaktor im gesamten Netzwerk.

Trojaner

Trojaner arbeiten meist zwar nicht selbstständig wie Würmer, aber sie bieten Cyberkriminellen deutlich mehr Möglichkeiten. Häufig werden sie wie Viren über kompromittierte Dateien in ein System geschleust. Teilweise geht eine Trojaner-Infektion eine Phishing-Attacke oder sogenanntes Social Engineering voraus. Firmenpersonal wird etwa vorgegaukelt, eine wichtige Datei für einen Vorgesetzten zu bearbeiten. Doch kein:e Teamleiter:in, sondern Kriminelle haben die Datei verschickt. Doch dazu mehr im nächsten Abschnitt. Ein Trojaner öffnet Zugänge, über die Angreifer:innen Systeme fernsteuern, Daten auslesen oder weitere Schadprogramme einschleusen. In vielen Fällen bleibt ein Trojaner lange unentdeckt. Unternehmen verlieren dadurch unbemerkt sensible Informationen oder geraten in Erpressungssituationen.
Diese Unterschiede verdeutlichen, dass Viren häufig auf Nutzerfehler angewiesen sind, Würmer technische Schwachstellen ausnutzen und Trojaner teilweise soziale Manipulation voraussetzen. Unternehmen benötigen daher ein Schutzkonzept, das sowohl Technik, Prozesse als auch Menschen berücksichtigt.

Wie verbreiten sich Schadprogramme in Unternehmensnetzwerken?

Digitale Angriffe folgen fast immer ähnlichen Mustern. Cyberkriminelle nutzen menschliche Unachtsamkeit, technische Schwachstellen oder falsch konfigurierte Systeme. Unternehmen geraten dadurch schneller in Gefahr, als viele Verantwortliche vermuten.
E-Mails gehören weiterhin zu den häufigsten Einfallstoren. Angreifer:innen setzen auf überzeugend formulierte Nachrichten, die Nutzer:innen zum Öffnen infizierter Anhänge motivieren. Gefälschte Rechnungen, Paketbenachrichtigungen oder interne Nachrichten wirken besonders glaubwürdig. Ein einziger Klick genügt und schon gelangt ein Virus oder ein Trojaner ins System. Wie dies im Detail funktioniert, lesen Sie in unserem Beitrag über Social Engineering hier im V-Hub.
Auch manipulierte Webseiten spielen eine große Rolle. Unternehmen erleben immer wieder, dass Mitarbeiter:innen über Phishing-Seiten Daten preisgeben oder Schadprogramme herunterladen, weil die Seite täuschend echt aussieht.
Würmer nutzen dagegen offene Ports, veraltete Dienste oder fehlende Updates. Sobald sie eine Schwachstelle entdecken, breiten sie sich im gesamten Netzwerk aus. Besonders große Unternehmensnetzwerke erzielen dabei ein hohes Risiko, weil Angreifer:innen dort meist viele Systeme finden, die sich auf unterschiedlichen Update-Ständen befinden.
Externe Geräte stellen ein Risiko dar: USB-Sticks, mobile Festplatten oder privat genutzte Geräte dienen oft als Transportmedium für Viren und Trojaner. Unternehmen, die keine klaren Regelungen für den Umgang mit externen Speichermedien definieren, erleben dadurch ein erhöhtes Infektionsrisiko.
Da Unternehmen technisch und organisatorisch sehr unterschiedlich aufgebaut sind, wirken Schadprogramme auf vielfältige Weise. Das Verständnis dieser Verbreitungswege erleichtert das Erkennen von Infektionen. Deshalb folgt ein Blick auf typische Anzeichen.
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Typische Anzeichen einer Infektion und Risiken für Unternehmen

Wenn Schadprogramme ein Unternehmensnetzwerk erreichen, zeigen Systeme oft klare Symptome. Diese Symptome erkennen IT-Teams allerdings nur, wenn sie sie kennen und aktiv beobachten. Dazu gehören unter anderem:

Performance-Einbußen

Computer reagieren plötzlich langsamer oder Programme stürzen häufiger ab. Systeme beginnen ungewöhnliche Aktivitäten, etwa das Öffnen unbekannter Prozesse oder das Versenden unerklärliche Netzwerkpakete. Mitarbeiter:innen bemerken manchmal Pop-up-Fenster oder Fehlermeldungen, die nicht zu ihrer Arbeit gehören. Auch unerwartete Neustarts oder veränderte Dateien können auf Infektionen hinweisen.

Datenverlust

Unternehmen, deren Netzwerk mit einem oder mehreren Trojanern infiziert sind, erleben oft zunächst subtile Hinweise: Daten verschwinden oder verändern sich. Nutzer:innen bemerken Anmeldungen, die nicht zu ihnen passen. Systeme protokollieren ungewöhnliche Zugriffe außerhalb der Arbeitszeiten oder aus fremden Ländern. Diese Anzeichen wirken auf den ersten Blick wie technische Störungen. Dahinter steckt jedoch häufig ein gezielter Angriff. Die daraus entstehenden Schäden haben schwerwiegende Auswirkungen. Unternehmen verlieren vertrauliche Daten, es kommt zu Produktionsstillständen oder sie verlieren das Vertrauen ihrer Kund:innen.
Viele Schadprogramme arbeiten heute mit Verschlüsselung. Ransomware verschlüsselt Daten und erpresst Unternehmen mit hohen Summen. Ohne funktionierende Back-ups verlieren Unternehmen wichtige Informationen dauerhaft.

Kontrollverlust

Durch Trojaner verlieren Unternehmen oft nicht nur Daten, sondern auch geschäftliche Kontrolle. Angreifer:innen steuern Systeme fern, hören Kommunikationswege ab oder nutzen gestohlene Informationen für weitere Attacken.
Ein klares Verständnis dieser Risiken führt direkt zur nächsten entscheidenden Frage: Wie schützen sich Unternehmen wirksam?

Schutzmaßnahmen – So beugen Unternehmen vor

Unternehmen benötigen eine umfassende Sicherheitsstrategie. Diese Strategie umfasst Technik, Organisation und die Schulung aller Mitarbeiter:innen. Nur der ganzheitliche Ansatz verhindert Infektionen mit Schadsoftware dauerhaft. Dazu gehören:
  • Regelmäßige Updates: Unternehmen profitieren von klaren Update-Prozessen: Systeme, Programme und Server benötigen regelmäßige Patches, damit Angreifer:innen keine bekannten Schwachstellen ausnutzen. IT-Teams arbeiten deshalb mit zentralen Patch-Management-Lösungen, die Updates automatisiert verteilen.
  • Antiviren-Tools: Ein weiterer wichtiger Baustein besteht aus Sicherheitslösungen wie Virenschutzprogrammen, Firewalls und Intrusion-Detection-Systemen. Moderne Lösungen erkennen Schadprogramme frühzeitig und blockieren gefährliche Aktivitäten. Unternehmen, die mehrere Schutzmechanismen kombinieren, erschweren Angreifer:innen den Zugang erheblich.
  • Geregelte Zugriffe: Auch die Zugriffskontrolle spielt eine zentrale Rolle. Mitarbeiter:innen erhalten nur die Zugriffsrechte, die sie für ihre Arbeit benötigen. Unternehmen verringern dadurch das Risiko, dass Angreifer:innen über ein einzelnes Konto das gesamte Netzwerk übernehmen.
  • Datensicherung: Regelmäßige Back-ups schützen Unternehmen vor Datenverlust. Sie speichern kritische Informationen an getrennten Orten, damit Schadprogramme bei einem Angriff nicht alle Daten verschlüsseln. Unternehmen profitieren davon, Back-ups zu testen, um ihre Wiederherstellbarkeit zu bestätigen.
  • Regelmäßige Schulungen: Da viele Angriffe über E-Mails oder manipulierte Webseiten starten, wirken Schulungen als wichtiger Schutzfaktor. Mitarbeiter:innen erhalten das nötige Wissen, um Phishing-Mails zu erkennen, verdächtige Anhänge nicht zu öffnen und sicher mit Passwörtern umzugehen.
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Viren, Würmer und Trojaner: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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