Security

Malware Protection

Wirksamer Schutz für Ihre Unternehmens-IT

Malware gehört noch immer zu den unterschätzten Gefahren im Geschäftsleben. Dabei kann eine Cyberattacke mit Schadprogrammen schnell Millionenschäden verursachen. Auch kleine und mittlere Unternehmen können betroffen sein. Eine funktionierende Malware Protection sollte deshalb in keiner Firma fehlen.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zu Malware Protection in Kürze

  • Malware Protection beschreibt Konzepte, Methoden und Werkzeuge, die vor Schadprogrammen (Malware) schützen.
  • Die Malware Protection folgt einem dreistufigen Ansatz aus Schutz, Erkennung und Beseitigung von Malware.
  • Malware Protection setzt immer auf eine Kombination verschiedener Hilfsmittel, darunter Firewalls, Virenscanner, Mitarbeiterschulungen und sichere Netzwerkarchitekturen.

Malware Protection — Definition und Funktionsweise

Malware ist ein englisches Kofferwort für „Malicious Software“ (auf Deutsch: Bösartige Programme oder auch: Schadprogramme). Zu den bekanntesten Schadprogrammen gehören Viren und Ransomware.
Malware Protection (auf Deutsch: Schutz vor Schadprogrammen) umfasst Konzepte, Methoden und Werkzeuge, um Netzwerke und digitale Endgeräte gegen solche Schadprogramme abzusichern. Weil Malware ein globales Problem ist, ist auch deren Bekämpfung global organisiert. Entsprechend hat sich hier der englische Begriff Malware Protection allgemein durchgesetzt.
Ein anerkanntes Prinzip bei der Malware Protection ist der sogenannte Multi-Layer-Ansatz (auch Defense in Depth, auf Deutsch: Tiefgehende Verteidigung). Er gliedert sich auf in:
  • Prävention (Abwehr, Verhinderung)
  • Detektion (Erkennung von Malware)
  • Response (Reaktion, Beseitigung von Malware)
Manche Expert:innen sehen – diesem Prinzip folgend – auch die eigentliche Entfernung von Schadprogrammen als Teil der Malware Protection. Andere Expert:innen sprechen hier bereits vom Malware Removal (auf Deutsch: Entfernung von Schadprogrammen).
Malware Protecion setzt immer auf einen ganzheitlichen Ansatz und beschränkt sich somit nicht allein auf die Verwendung von Viren-Erkennungsprogrammen (Virenscannern). Was alles zur Malware Protection gehört, erfahren Sie weiter unten.
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Diese Malware-Arten bedrohen Unternehmen ganz besonders

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Schadprogramme, die teilweise nach ihrer Schadwirkung, teilweise nach ihrer Verbreitungsart unterschieden werden. Deswegen gibt es auch zahlreiche Überschneidungen zwischen den einzelnen Malware-Arten:
Viren
Viren sind Schadprogramme, die sich über sogenannte Wirtsprogramme verbreiten und aktiv werden, sobald ihr Wirt ausgeführt wird. Viele Viren kopieren sich bei ihrer Aktivierung auch in andere gleichartige Wirtsprogramme auf demselben Datenträger oder im selben Netzwerk.
Ein solcher Wirt kann beispielsweise eine ausführbare Datei (Executable, kurz: *.exe) sein oder auch ein Wort-Dokument mit darin enthaltenen Befehls-Makros. Der Name Virus bezieht sich darauf, dass Computerviren sich ähnlich wie Viren als Krankheitserreger ohne einen Wirt nicht vermehren können.
Die Einstufung als Virus beschreibt allein die Verbreitungsart dieser Malware über Wirtsprogramme. Sie sagt nichts über die jeweilige Schadwirkung aus. Viele ältere Viren sollten nur die Pseudonyme ihrer Programmierer:innen weltweit bekannt machen und waren auf schnelle Verbreitung ausgelegt, ohne sich besonders gut zu tarnen. Andere Viren zielen auf eine hohe Schadwirkung und löschen beispielsweise möglichst viele Dateien auf befallenen Computern.
Weil Viren zu den ältesten und bekanntesten Malware-Typen gehören, wird ihr Gattungsname oft stellvertretend für alle Formen von Malware verwendet. Tatsächlich erkennen die meisten Virenscanner aber auch viele andere Schadprogramme und müssten deshalb eigentlich Malware-Scanner heißen.
Computerwürmer
Sogenannte Würmer verhalten sich ähnlich wie Computerviren. Allerdings können sie sich im Unterschied zu diesen auch ohne Wirtsprogramme selbständig in Netzwerken verbreiten. Damit sind sie schwerer zu bekämpfen. Wie bei den Viren sagt auch hier die namensgebende Mechanik wenig über die tatsächliche Gefährlichkeit aus.
Frühe Wurmtypen waren vor allem dafür bekannt, Computerspeicher und Datenträger durch ungebremste Vermehrung in kürzester Zeit zum Überlaufen zu bringen. Doch moderne Computerwürmer können auch andere Schäden auslösen.
Besondere Bekanntheit erlangte im Jahr 2010 der oft fälschlich als Virus bezeichnete Computerwurm Stuxnet. Er sollte die Steuerungssysteme von Zentrifugen des iranischen Atomprogramms schädigen.
Ransomware
Ransomware ist heute eine der meistgefürchteten Malware-Formen. Der Begriff „Ransom“ (auf Deutsch: Lösegeld) beschreibt die Funktion dieser Schadprogramme: Sie werden in Firmennetze und auf private Computer eingeschleust und verschlüsseln alle dort gespeicherten Dateien. Anschließend fordern sie zur Zahlung eines Lösegeldes für die Wiederherstellung der verschlüsselten Daten auf.
Nicht nur Unternehmen und Privatpersonen sind von Ramsomware betroffen. Kriminelle attackieren auch Behörden, Krankenhäuser und kommunale Energieversorger vermehrt mit Ransomware. Oft dauert es Wochen oder Monate, bis die betroffenen Daten wiederhergestellt und die befallen Systeme gereinigt sind.
Expert:innen mahnen, dass auch die Zahlung des geforderten Lösegeldes keine Garantie ist, dass die Kriminellen die gekaperten Daten wieder freigeben. Die Schadenshöhe durch eine erfolgreiche Ransomware-Attacke liegt heute im Durchschnitt bei rund 5 Millionen US-Dollar –pro betroffenem Unternehmen. Es gibt Berichte über Firmen, die durch eine solche Attacke in die Insolvenz gehen mussten.
Spyware
Sogenannte Spyware (auf Deutsch: Spionagesoftware) soll Computer und Netzwerke ausspionieren. Ihre Programmier:innen nutzen sie, um Firmengeheimnisse, Passwörter oder Bankdaten zu ermitteln und über das Internet getarnt an sich zu übertragen. Im Darknet gibt es riesige Datenbestände aus Kreditkartendaten und Passwörtern, die mithilfe von Spyware gestohlen wurden.
Adware
Der Name Adware ist ein Kofferwort aus „Advertisement“ und „Software“ (auf Deutsch: Werbeanzeige und Computerprogramm). Wenn Adware einen Computer befallen hat, öffnet sie beispielsweise Werbefenster im Internetbrowser, um für verschiedene Produkte zu werben. Manche Adware-Varianten geben sich auch als Viren oder Würmer aus, um den:die Nutzer:in zum Kauf einer bestimmten Antiviren-Software zu animieren.
Rootkits
Rootkits sind Programme, die sich in den Tiefen eines Computers oder Netzwerks einnisten, um sogenannte Root- oder Administrator-Rechte zu erlangen. Mit diesen Rechten können sie sich besonders gut tarnen und beispielsweise auch Virenscanner abschalten, sodass sie selbst nicht erkannt werden können. Rootkits können auch Hintertüren in Netzwerke öffnen, um dann beispielsweise andere Schadprogramme nachzuladen, etwa Spyware oder Ransomware.
Trojaner
Als Trojaner oder Trojanische Pferde werden solche Programme bezeichnet, die sich als nützliche Anwendung tarnen und zugleich versteckten Schadcode enthalten. Manche Gratis-Programme aus dem Internet stehen im Verdacht, als Trojaner genutzt zu werden. Der Name Trojaner leitet sich ab vom Trojanischen Pferd, in dem sich der Sage nach griechische Krieger versteckt haben, um von innen die Stadttore Trojas zu öffnen.
Auch hier beschreibt der Eigenname nur wieder die Art der Verbreitung und sagt nichts über die eigentliche Schadwirkung aus. Ein Trojaner kann eine Spyware enthalten, eine Adware, eine Ransomware – oder alles gleichzeitig.
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Effektive Schutzstrategien gegen Malware für Unternehmen

Nur eine Kombination aus vielen Einzelmaßnahmen kann ein Firmennetz zuverlässig vor Malware schützen. Zur Malware Protection gehören:
  • Eine leistungsfähige Next-Generation-Firewall die das Firmennetz auf allen Ebenen gegenüber dem Internet absichert
  • Aktuelle Virenscanner – idealerweise sowohl auf der Firewall als auch auf allen Arbeitsplatzcomputern
  • Endpoint Security und Protection für alle Endgeräte
  • Durchgehende Verschlüsselung auf allen digitalen Kanälen, die das Mitlesen und Ausspionieren von Geschäftsdaten verhindert
  • Wiederkehrende Schulungen für die Mitarbeitenden, die aktuelle Vorgehensweisen von Malware und Cyberkriminellen beleuchten – vom Social Engineering über den Man-in-the-Middle-Angriff bis hin zum Spear-Phishing
  • Regelmäßige Pentests, die die gesamte IT-Architektur im Unternehmen auf potenzielle Lücken untersuchen
  • Netzwerksegmentierung mit zusätzlicher Firewall-Absicherung für Bereiche mit besonders sensiblen Daten – etwa die Lohnbuchhaltung oder die Entwicklungsabteilung
Wichtig: Malware-Schutz ist eine Daueraufgabe. Virenscanner müssen immer wieder (am besten automatisch) aktualisiert werden. Firewalls und Netzwerkarchitekturen müssen immer dem Stand der Technik entsprechen. Schulungen für Mitarbeitende sollten regelmäßig wiederholt werden, damit die sogenannte Malware-Awareness gleichbleibend hoch bleibt.
Junger Mann studiert das Vodafone Cyber Security Whitepaper am Laptop

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Malware erkennen und entfernen — so reagieren Sie richtig

Die meisten Malware-Programme sind gut getarnt. Sofern sich die Programme nicht selbst bemerkbar machen – zum Beispiel mit einem Werbebanner (Adware) oder einer Lösegeldforderung (Ransomware), sind sie in der Regel nur mit leistungsfähigen und aktuellen Virenscannern auffindbar.
Doch auch der beste Virenscanner bietet keinen hundertprozentigen Schutz. So gibt es immer wieder neue Schadprogramme, deren Signaturen noch unbekannt sind.
Im Internet finden Sie zahlreiche Tipps, wie Sie einen Malware-Befall auch ohne Virenscanner erkennen können. So sollen folgende Indikatoren auf Malware hinweisen:
  • Ein ungewöhnlich langsamer Computer
  • Eine hohe CPU- oder Arbeitsspeicher-Auslastung (sichtbar im Task-Manager)
  • Datenverkehr auf selten genutzten Ports zwischen Internet und Firmennetz
Doch Vorsicht: Es ist zwar richtig, dass diese Anzeichen im Einzelfall auf Malware hinweisen können. Doch diese Indikatoren sind äußerst unzuverlässig. So kann beispielsweise auch ein Betriebssystem-Update im Hintergrund den Computer stark ausbremsen; und ein Browser mit vielen geöffneten Fenstern benötigt sehr viel Arbeitsspeicher.
Verlässliche Hinweise auf Malware liefert Ihnen nur ein professioneller Virenscanner. Virenscanner arbeiten heute nach folgenden Prinzipien.
Signaturerkennung
Viele Virenscanner erkennen Malware anhand ihres „digitalen Fingerabdrucks“. Hierfür enthalten sie sogenannte Signaturdatenbanken aller bekannten Viren, die regelmäßig über das Internet aktualisiert werden. Findet ein Scanner bekannte Schadcode-Signaturen auf einem Computer, ist dieser offensichtlich befallen, auch wenn die Malware möglicherweise noch nicht aktiv ist.
Verhaltenserkennung
Moderne Schadprogramme sind zunehmend polymorph programmiert. Sie verschlüsseln bei jeder Replikation einen Teil ihres Codes immer wieder neu, sodass sie durch eine simple Signaturerkennung nur noch schwer auffindbar sind. Nur ein kleiner, verschlüsselnder Bestandteil der Malware bleibt bei polymorphen Schädlingen immer gleich.
Noch ausgefeilter arbeiten metamorphe Schadprogramme, die sogar ihren gesamten Code regelmäßig umschreiben, sodass sie überhaupt keine einheitliche Signatur mehr erzeugen. Gegen solche Schadprogramme helfen nur noch verhaltensbasierte Algorithmen. Virenscanner überprüfen dabei beispielsweise, ob verdächtige Programme Daten mit bekannten Malware-Servern und -Webseiten im Internet austauschen.
So reagieren Sie, wenn Sie Malware auf Ihrem Arbeitsplatz-Computer entdeckt haben:
  • Trennen Sie Ihren Computer vom Firmennetzwerk und schalten Sie das Gerät ab.
  • Falls Sie eine IT-Abteilung haben: Informieren Sie diese und sprechen Sie die weiteren Schritte ab.
  • Informieren Sie Ihre Kolleg:innen über den Befall. Falls deren Computer auch befallen sind, schalten Sie auch diese ab und trennen Sie sie vom Netz.
  • Befreien Sie im nächsten Schritt müssen die befallen Geräte von der Malware: Das geht am besten mit aktuellen Virenscannern. Wichtig ist, dass Sie anschließend auch Ihr gesamtes Firmennetz und alle Datenträger nach Malware absuchen, bevor Sie die Hardware wieder miteinander verbinden.
Unkenntlicher Computerhacker tippt auf einem Smartphone

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Fazit: Malware Protection schützt Ihre digitalen Firmenwerte

Malware ist der Oberbegriff für alle Arten von Schadprogrammen. Immer mehr dieser Schadprogramme gelangen heute in Firmennetze – manchmal gut versteckt in einer anderen Software; manchmal durch Unachtsamkeit der eigenen Mitarbeitenden, die den Anhang einer unverlangt zugesandten E-Mail öffnen.
Während der Schaden durch sogenannte Adware meist vergleichsweise gering ist, kann ein Angriff mit Ransomware oder Spyware schnell Millionenschäden verursachen und ganze Unternehmen in Schieflage bringen.
Malware Protection ist daher ein Muss für jede Firma – vom kleinen und mittleren Unternehmen bis hin zum internationalen Konzern.
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Malware Protection: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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