Für DRP gibt es verschiedene Kennzahlen, mit deren Hilfe verschiedene Maßnahmen, beziehungsweise alternative Pläne miteinander verglichen werden können. Die wichtigsten Kennzahlen sind:
Recovery Time Objective (RTO)
Die Recovery Time Objective (Zielwert für Wiederherstellungszeit) beschreibt die Zeit, innerhalb der alle Systeme wiederhergestellt sein sollen. Ein RTO von zwei Stunden bedeutet somit, dass ein Back-up innerhalb von zwei Stunden nach einem Ausfall wieder komplett eingespielt sein sollte. In der Regel ist ein RTO-Wert auch mit höherem Aufwand und damit auch mit höheren Wiederherstellungskosten verbunden. Trotzdem kann ein niedriger Wert sehr betriebswirtschaftlich sinnvoll sein, da die Kosten für einen Betriebsstillstand pro Zeiteinheit in der Regel deutlich höher sind. Mit einem Cloud-basierten „Hot Back-up“ (auch dynamische oder fortlaufende Sicherung genannt) können Daten sogar unterbrechungsfrei wiederhergestellt werden. Das entspricht einem RTO-Wert von 0.
Recovery Point Objective (RPO)
Die Kennzahl Recovery Point Objective (auf Deutsch: Zielwert für Wiederherstellungspunkte) beschreit die Zeit, die maximal zwischen zwei Back-ups vergehen darf. Ein RPO-Wert von 30 Minuten bedeutet also, dass jede halbe Stunde alle neu hinzukommenden Geschäftsdaten in einem Back-up gesichert werden. Je nach Zeitpunkt eines Systemausfalls können also nur die Geschäftsdaten der letzten 30 Minuten verloren gehen. Ist weniger Zeit seit dem letzten Back-up vergangen, gehen auch entsprechend weniger Daten verloren.
Service Level Agreement (SLA)
Das Service Level Agreement (auf Deutsch: Dienstgütevereinbarung) ist ein Rahmenvertrag zwischen einem Cloud- oder Back-up-Anbieter und einem Unternehmen, das diese Dienstleistung nutzt. Das SLA ist in der Regel sehr umfangreich und beinhaltet zahlreiche Zielwerte und Schnittstellenbeschreibungen.
Besonders wichtig ist hier die sogenannte Uptime (auf Deutsch: Verfügbarkeit). Sie beschreibt als Prozentwert, wie lange eine Cloud- oder ein Back-up-System innerhalb eines Jahres maximal ausfallen darf. Ein Wert von 99,9 % bedeutet, dass das entsprechende System nur 0,01 Prozent des Jahres (oder umgerechnet 8 Stunden und 45 Minuten) nicht verfügbar sein darf. Bei der sogenannten Hochverfügbarkeit von 99,99 % darf die summierte Ausfallzeit nur 52 Minuten betragen und bei einer Güte von 99,999 % entsprechend nur etwas mehr als 5 Minuten über das gesamte Jahr.
Daneben regelt ein SLA auch die Supportverfügbarkeit des Cloud- oder Back-up-Dienstleisters. Ebenso können RTO und RPO über den SLA definiert sein. Weitere Inhalte des SLA können darüber hinaus sein: