The Housemaid: Das Ende des Thrillers mit Sydney Sweeney erklärt 

Das Ende von „The Housemaid – Wenn sie wüsste” erklärt: Die Bestsellerverfilmung mit Sydney Sweeney und Amanda Seyfried legt einige gewagte Wendungen hin – und hat ein brutales Finale.

Darum geht es in The Housemaid 

Der Film von Regisseur Paul Feig („Brautalarm”) basiert auf dem gleichnamigen Bestseller der US-Autorin Freida McFadden. Das Buch erschien im Jahr 2023 unter dem Titel „Wenn sie wüsste” auch auf Deutsch.

In „The Housemaid” geht es um Missbrauch, gewalttätige Beziehungen und wie Frauen sich dagegen wehren können. Die Geschichte in Buch und Film handelt von Millie (Sydney Sweeney), die nach einem längeren Gefängnisaufenthalt einen Job sucht, um ihre Bewährungsauflagen zu erfüllen. Sie nimmt schließlich das Angebot an, bei Nina (Amanda Seyfried), ihrem Mann Andrew (Brandon Sklenar) und der kleinen Tochter Cece (Indiana Elle) als Hausmädchen zu arbeiten.

Millie zieht in die Dachkammer der Winchesters, kocht, putzt, betreut das Kind und ärgert sich bald über Nina, die sie herablassend behandelt. Der attraktive Andrew hingegen erscheint ihr als idealer Ehemann und Vater. Zudem erfährt Millie, Nina sei angeblich längere Zeit in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden. Zuvor habe sie ihre Tochter fast ertrinken lassen und einen Selbstmordversuch unternommen.

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Für Millie sind die Verhältnisse also klar: Nina ist die Böse, Andrew der Gute. Als Nina ihre Tochter ins Ferienlager bringt, passiert, was wir bereits erwartet haben: Millie und Andrew landen gemeinsam im Bett.

Nina, die Millies Standort mit dem von ihr geschenkten Smartphone getrackt hat, konfrontiert die beiden mit dem Seitensprung. Es kommt zum Streit, in dessen Verlauf Andrew seine Frau aus dem Haus wirft. Er bittet Millie, aus der Kammer zu ihm nach unten zu ziehen.

Es wird blutig: Andrew zeigt sein wahres Gesicht 

Millie hat anscheinend das große Los gezogen, aber aufmerksame Zuschauer:innen haben es längst geahnt: Bei den Winchesters hängt der Haussegen gewaltig schief. Als Millie aus Versehen einen wertvollen Teller fallen lässt, zeigt Andrew sein wahres Gesicht. Er bittet sie, den Teller wieder zusammensetzen zu lassen. Zunächst wirkt das noch harmlos.

Als Andrew aber entdeckt, dass Millie sich nicht um die Scherben gekümmert hat, lockt er sie unter einem Vorwand in die Dachkammer. Am nächsten Morgen erwacht Millie dort allein, und die Tür ist abgeschlossen.

Nun wird es blutig: Zur Strafe für den zerbrochenen Teller verlangt Andrew von ihr, sich 21 Schnitte mit einer der schmutzigen Scherben zuzufügen. Der nette Mr. Winchester entpuppt sich als sadistischer Psychopath – das wird nun endlich auch Millie klar.

Die große Wendung erklärt

Höchste Zeit für Ninas Version der Geschichte: Andrew sperrte sie während ihrer Ehe immer wieder in die Dachkammer, um sie für aus seiner Sicht bestehendes Fehlverhalten zu bestrafen. Er inszenierte auch ihren Selbstmordversuch und Ceces Beinahetod, um Nina als psychisch labil zu brandmarken.

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Um wieder zu ihrer Tochter zurückkehren zu können, gab sie sich schuldig. Dieses Fake-Geständnis machte es ihr allerdings unmöglich, Andrew zu entkommen, ohne ihre Tochter zu verlieren. Hier erwartet Dich ein weiterer Twist in der Geschichte: Cece stammt aus einer früheren Beziehung, Andrew ist lediglich der Stiefvater. Das war zusätzliche Motivation für Nina, sich und das Kind aus Andrews Gewaltherrschaft zu befreien.

Dazu entwickelte Nina einen Plan. In der Hauptrolle: Millie als Hausmädchen. Sie wusste, dass Millie der Typ Frau ist, der Andrew in Versuchung führen würde. Und sie wusste noch viel mehr über Millie: Die junge, hübsche Frau ist zu einer brutalen Gewalttat fähig.

Denn Millie tötete einen Jungen in ihrem Internat, nachdem sie ihn dabei ertappt hatte, wie er ihre Zimmerkameradin sexuell missbrauchte. Der Tod war eher ein Unfall, die Notwehr allerdings sehr entschlossen. Das Gericht hielt sie für schuldig, und so wurde Millie als gefährliche Kriminelle abgestempelt.

Für Nina war Millie also von Anfang an nichts als ein Werkzeug, mit dem sie sich ihres Gatten entledigen wollte. Von weiblicher Solidarität kann dabei keine Rede sein: Nina setzte bei ihrem Plan recht skrupellos Leben und Gesundheit ihrer Geschlechtsgenossin aufs Spiel.

Amanda Seyfried in The Housemaid - Wenn sie wüsste

Das Ende von The Housemaid erklärt: Wie stirbt Andrew? 

Millies Zeit unter Andrews Dach wird zur Tortur. Nach langem Zögern gibt sie nach und ritzt sich wie befohlen in den Bauch. Als Andrew hereinkommt und sie schlafend im Bett vorfindet, täuscht sie Reue vor. Statt aber nun das brave Frauchen zu sein, sticht Millie ihren Peiniger mit einem Messer in den Hals.

Das Messer hatte sie zuvor in der Kammer gefunden, eine Waffe, die Nina genau zu diesem Zweck dort deponiert hatte. Schließlich gelingt es Millie, Andrew in das Zimmer zu sperren. Doch sie geht noch weiter und zeigt selbst eine sadistische Ader: Sie zwingt Andrew, sich mit einer Zange einen Zahn auszureißen.

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Bei Nina meldet sich derweil das schlechte Gewissen. Sie befindet sich bereits mit ihrer Tochter auf der Flucht, als sie sich entscheidet, noch mal ins Haus zurückzukehren – um Millie zu retten. Dabei lässt sie versehentlich den angeblich reumütigen Andrew frei. Nach einem Handgemenge stößt Millie den Mann über das Treppengeländer. Andrew stürzt über mehrere Stockwerke in die Tiefe und in den Tod.

Warum verzichtet die Polizei auf Ermittlungen? 

Nina und Millie tarnen den Mord als Unfall. Andrew habe versucht, eine Glühbirne im Kronleuchter über der Treppe auszutauschen und sei dabei abgestürzt. Nina verstrickt sich zwar bei ihrer Aussage in Widersprüche (Millie hat sich bereits aus dem Staub gemacht), und den fehlenden Zahn kann sich so recht auch niemand erklären.

Aber Nina hat Glück: Die ermittelnde Beamtin offenbart ihr, dass ihre Schwester einst mit Andrew verlobt und die Beziehung ein Desaster war. Die Polizistin lässt die Sache auf sich beruhen. Sie drückt als Zeichen der Unterstützung dieser Form weiblicher Selbstjustiz beide Augen zu und lässt Nina davonkommen.

Warum ist Andrew so grausam?

Einen erklärenden Hintergrund zu Andrews Vorgeschichte und warum der Mann so ist, wie er ist, also schlicht böse, liefert der Film nicht. Aber es gibt Hinweise, etwa das Verhalten und einige Aussagen seiner Mutter. Die lassen darauf schließen, dass sie ihren Sohn dereinst ähnlich hart bestrafte wie Andrew die Frauen später in seinem Leben.

Das Bild der Mutter, die ihren Sohn als Kind drangsalierte und damit zum Tyrannen machte, ist arg klischeebeladen. Und es zeigt eine bittere Ironie, die nicht recht zu der Botschaft passt, die der Film womöglich vermitteln soll. Die missbräuchliche Beziehung zwischen dem gewalttätigten Mann und der (zunächst) wehrlosen Frau hätte dann ihren Ursprung in übergriffigem weiblichem Fehlverhalten.

Brandon Sklenar in The Housemaid - Wenn sie wüsste.

Das Ende von The Housemaid erklärt – und was es bedeutet 

Das Ende von „The Housemaid” ist noch nicht erklärt, ohne noch einmal auf die Themen zurückzukommen, die diese brutale Dreiecksgeschichte erzählt. Im Mittelpunkt steht die Enttarnung des scheinbar ehrbaren Bürgers als Bösewicht. Andrew ist ein allgemein geschätztes Mitglied seiner Gemeinde. Er ist zudem erfolgreich, wie seine Protz-Villa beweist.

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Noch dazu gilt er als gutaussehend, zuvorkommend und hilfsbereit. Andrew ist also ein Vorzeige-Mann der Vorstadt. Alles nur Fassade: Die Allianz zweier Frauen, die ihn besser als seine Nachbarn kennen, bringt ihn zu Fall und zerstört das Bild seiner heilen Welt.

Andrew ist das Paradebeispiel für den toxischen Mann, der lügt, manipuliert und auch vor Gewalt nicht zurückschreckt, um jederzeit die Kontrolle zu behalten. Er erscheint sogar als ausgemachter Sadist, was Nina und Millie darin bestärkt, ihn mit allen Mitteln zu eliminieren. Frauen sind Besitztümer, keine Partnerinnen für diesen Kerl. Seine Macht ist allumfassend – und sie lässt sich nur brechen, wenn Frauen gemeinsam Hand anlegen, behauptet der Film.

Das tun Nina und Millie. Sie bringen Andrew zur Strecke. Dazu entwickelt Nina einen abenteuerlichen Plan, und Millie steuert am Ende ihre Brutalität bei. Das Fazit ist schlicht: Frauen sind stark, wenn sie zusammenstehen.

Das offene Ende und seine Konsequenzen

Das bekannte Motto hat hier allerdings einen Schönheitsfehler. Nina und Millie arbeiten eben nicht zusammen, sie befinden sich in einem Abhängigkeitsverhältnis zueinander. Nina macht die ahnungslose Millie zu ihrem Werkzeug. Sie nutzt die Not einer anderen Frau aus, um ihr Ziel zu erreichen.

Und dieses ungesunde Verhältnis endet auch nicht mit der letzten Szene. Denn „The Housemaid” hat ein offenes Ende, die Geschichte geht weiter. Als Millie, immer noch unter Bewährungsauflagen an den Bundesstaat gefesselt, bei Andrews Beerdigung auftaucht, gibt Nina ihr einen Scheck über 100.000 Dollar. Sie bindet Millie also mit Andrews Erbe an sich.

Und sie erzählt ihrer Komplizin von einer neuen Stelle als Hausmädchen. Beim Vorstellungsgespräch sieht Millie einen blauen Fleck am Handgelenk der Frau des Hauses. Ein klarer Hinweis darauf, dass ihr Mann sie misshandelt. Millie nimmt die Stelle an. Damit zeigt sie, dass sie weiß, warum Nina sie geschickt hat – um dieser Frau zu helfen, ihrer gewalttätigen Ehe zu entkommen.

Kommt The Housemaid 2? 

Eine Fortsetzung des Films ist in Arbeit; die Produktionsfirma Lionsgate bestätigte das Projekt bereits Anfang 2026. „The Housemaid 2” soll sogar schon 2027 in die Kinos kommen. Die Entscheidung dürfte leichtgefallen sein, denn „The Housemaid” entpuppte sich in den USA bereits als Blockbuster bei kleinem Budget.

Noch dazu gibt es auch für Teil 2 längst eine Vorlage: Der Bestseller „The Housewife” ist nur der erste Teil einer Trilogie: Autorin Freida McFadden veröffentlichte die weiteren Bände der Reihe unter dem Titel „The Housemaid's Secret” und „The Housemaid is Watching”.

Damit ist das Ende von „The Housemaid” erklärt. Wann und wo Du den Film demnächst streamen kannst, erfährst Du hier:

The Housemaid – Wenn sie wüsste“ im Stream: Bei Netflix, Sky oder HBO Max?