Mafia: The Old Country im Test: Ein Abenteuer mit Klasse

Neun Jahre nach dem letzten offiziellen „Mafia“-Teil präsentiert Entwickler Hangar 13 „Mafia: The Old Country“. Wie der Name bereits andeutet, geht es zu den Ursprüngen der kriminellen Organisation zurück. Wir haben den wilden Third-Person-Shooter ausgiebig für Dich auf der PlayStation 5 (PS5) gespielt. In unserem Test zu „Mafia: The Old Country“ verraten wir Dir, ob es sich unserer Meinung nach lohnt, dieses verführerische Angebot anzunehmen.

Ein bisschen wie „GTA“, aber eigentlich ganz anders: Die „Mafia“-Reihe liefert seit 2002 Story-fokussierte Abenteuer rund um kriminelle Machenschaften. Während „Mafia 1“ (2002) und „Mafia 2“ (2010) eher klassisch daherkamen, führte Dich „Mafia 3“ (2016) in eine große, offene Spielwelt mit dem Schauplatz New Orleans.

Der neue Teil tritt nun einen deutlichen Schritt zurück. Statt vieler Möglichkeiten will das Spiel Dir scheinbar nur eines geben: Eine packende Handlung. Während das für manche Personen genau richtig sein könnte, wird es für andere wohl zu wenig sein. Was genau wir damit meinen, erfährst Du in unserem Test zu „Mafia: The Old Country“.

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Die Handlung: Vom Minenarbeiter zum Mafiosi

Sizilien Anfang der 1900er Jahren: Die Karriere von Protagonist Enzo beginnt in bescheidenen Verhältnissen. Als Minenarbeiter ist er den harten Bedingungen der Bergbaugesellschaft ausgeliefert. Nach einer brutalen Auseinandersetzung mit seinem Boss muss er fliehen – und läuft dabei direkt in die Arme der Familie Torrisi. Die nehmen den Neuankömmling bei sich auf und geben ihm Arbeit. Bis sie eines Tages seine Hilfe brauchen, bei ihren „anderen“ Geschäften.

Mafia: The Old Country – alle Waffen, Fahrzeuge und Pferde

Enzo findet in der Familie Freund:innen, Mentor:innen und tatsächlich auch die Liebe. Allerdings begegnet ihm viel Böses, das ihn auf dunkle Wege führt, von denen er nicht mehr zurückkehren kann. So viel zur Story von „Mafia: The Old Country“, die uns im Test ab Minute 1 nicht mehr losgelassen hat. Die Handlung funktioniert wie ein interaktiver Kinofilm – das liegt an der Inszenierung, den Charakteren, den Schauplätzen und den Wendungen. Haben wir das so schon mal gesehen? Ja. Gelingt es immer noch? JA!

Das Gameplay: Ein wilder Ritt mit Pistolen und Messern

Klassisch ist ein Wort, das auf „Mafia: The Old Country“ in vielerlei Hinsicht zutrifft. Das Gameplay gestaltet sich durch lineare Missionen mit vielen Laufwegen und Schießereien. Letztere laufen sehr simpel ab: Du suchst Deckung hinter einer Barrikade und nimmst Deine Gegner:innen ins Visier, sobald sie ihre Deckung verlassen. Das ist in keiner Weise visionär, aber stimmungsvoll. Zwischen edlen Villen und sonnigen Weinfelden zu kämpfen, hat einfach Stil.

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Wenn Du allerdings nicht durch die Gegend reitest oder riesige Gruppen von Gefolgsleuten besiegst, findest Du Dich in einem Messerduell wieder. Diese dienen als Bosskämpfe in einer kleinen Arena, die nur eine Person lebend verlässt. Dein Messer ist aber auch anderweitig nützlich: Im direkten Nahkampf oder beim Schleichen, wenn Du unbemerkt in ein Gebiet eindringst und dabei eine Wache nach der anderen ausschaltest.

Auf dem Bild in dem Artikel zum Mafia: The Old Country-Test verlässt ein Mann mit weißem Hemd und brauner Hose ein altes Steingebäude. Auf einem blauen Oldtimer sitzt ein weiterer Mann. Hinter dem Torbogen sind Dorfbewohner:innen zu sehen, während im Hintergrund eine Burg auf einem Hügel thront.

Die Spielwelt: Zum Staunen schön, nicht gut zum Erkunden

In unserem „Mafia: The Old Country“-Test sind wir zu dem Schluss gekommen: Das Sizilien Anfang der 1900er Jahre ist ein unverbrauchtes Setting, von dem wir gar nicht gewusst haben, dass wir es unbedingt brauchten. Die Sonne scheint, die Natur blüht, der Staub der Wege wirbelt auf. Die einen rattern mit ihren Automobilen durch die Gegend – die anderen führen ihre Pferde. Großstädte gibt es keine, alles wirkt wie eine große Nachbarschaft, die sich nicht über den Weg traut. Die Geschichte lässt Dich die Spielwelt abseits der Missionswege allerdings kaum erkunden. Es scheint da aber auch nicht viel zu geben.

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Hier und da gibt es ein paar Sammelgegenstände, aber keine wirklichen Nebenmissionen. Wir denken, das könnte für Diskussionen sorgen: Zum einen braucht die famose Handlung von „Mafia: The Old Country“ keinen weiteren Schnickschnack, zum anderen verschenkt Entwickler Hanger 13 unserer Meinung nach dennoch Potenzial. Denn mit mehr Interaktionen und Freiheiten wäre die Spielwelt deutlich lebhafter geworden. An dieser Stelle musst Du für Dich selbst entscheiden, was Du brauchst. Wir sind in unserem „Mafia: The Old Country“-Test zu dem Schluss gekommen, dass einfach nicht jedes Spiel eine ausufernde Spielwelt nötig hat.

Auf dem Bild in dem Artikel zum Mafia: The Old Country-Test ist eine prachtvolle, aber verwüstete Empfangshalle zu sehen. Eine Statue steht im Zentrum zwischen zwei Flaggen. Sonnenlicht fällt durch große Fenster auf Marmorstufen.

Mafia: The Old Country im Test: Unser Fazit

Ein simples, aber verführerisches Angebot: Willst Du eine packende Handlung rund um edle und grausame Gangster:innen in einem unverbrauchten Setting ohne große Pausen genießen? Dann bist Du in „Mafia: The Old Country“ genau richtig. Erwartest Du mehr? Dann halte Ausschau nach anderen Spielen.

Fazit: Wir sind nach unserem Mafia: The Old Country“-Test mit etwa 15 Spielstunden mehr als zufrieden und träumen immer noch von Sizilien – das so schön und gleichzeitig so grausam ausfällt.

Mafia: The Old Country – Systemanforderungen (Steam):

  • Betriebssystem: Windows 10/11 64 Bit
  • Prozessor: Intel Core i7-9700K | AMD Ryzen 7 2700X
  • Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
  • Grafik: NVIDIA RTX 2070 | AMD Radeon RX 5700 XT
  • DirectX: Version 12
  • Speicherplatz: 55 GB Speicherplatz
Mafia: The Old Country
 
Plattformen: PC, Xbox Series, PS5
Release-Datum: 8. August 2025
Kosten: 49,99 Euro (Standard-Edition)

59,99 Euro (Deluxe-Edition)

Publisher: 2K
Entwicklerstudio: Hangar 13