Apple M-Chips erklärt: M1 bis M5 im Vergleich

Seit 2020 setzt Apple bei Mac und iPad auf eigene Chips. Inzwischen gibt es fünf Generationen. In unserem Apple M-Chips-Vergleich erfährst Du, was M1 bis M5 voneinander unterscheidet, welche Chips in den jeweiligen Geräten stecken und wie Du herausfindest, welchen Apple-Silicon-Chip Dein Gerät nutzt.

Wenn Du heute einen neuen Mac kaufst, steckt darin ein hauseigener Apple-Chip. Zwischen dem ersten M1 aus dem Jahr 2020 und dem aktuellen M5 aus dem Jahr 2025 liegen mehrere Generationen und Namenszusätze wie Pro, Max und Ultra, die schnell für Verwirrung sorgen. Hier ordnen wir die M-Chip-Generationen chronologisch ein und zeigen Dir, welche aktuell in MacBook und iPad stecken.

Das Wichtigste zu Apples M-Chips im Überblick

  • Apple stellt seit November 2020 eigene Chips für Mac und iPad her.
  • Die M-Chips gehören neben A-, S- und weiteren Chip-Serien zur Familie der Apple-Silicon-Chips.
  • Bislang gibt es fünf Generationen: M1, M2, M3, M4 und M5.
  • Sie werden oft ergänzt durch Pro-, Max- und Ultra-Varianten für mehr Leistung.
  • Auch iPad Pro und iPad Air setzen inzwischen auf M-Chips statt auf A-Chips.
  • Welcher Chip in Deinem Mac steckt, findest Du über das Apple-Menü heraus.

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Was macht ein Chip im Mac eigentlich?

Ein Chip, auch Prozessor genannt, ist das Rechenzentrum eines Computers. Du kannst ihn Dir wie die Küche eines Restaurants vorstellen: Hier werden viele Aufgaben gleichzeitig koordiniert und verarbeitet, damit am Ende alles reibungslos funktioniert. Je leistungsfähiger der Chip ist, desto schneller kann Dein MacBook beispielsweise Apps öffnen, Videos bearbeiten oder andere aufwendige Aufgaben erledigen.

Früher setzte Apple bei Macs auf Prozessoren des US-Unternehmens Intel. Für Grafik, Arbeitsspeicher und weitere Aufgaben kamen dabei je nach Modell zusätzliche Komponenten zum Einsatz. Vereinfacht gesagt arbeiteten mehrere spezialisierte Küchenstationen zusammen.

Seit 2020 entwickelt Apple mit Apple Silicon eigene Chips. Sie bündeln die zentralen Bausteine wie Hauptprozessor (CPU), Grafikeinheit (GPU) und Speichercontroller auf einem einzigen System on a Chip (SoC). Der Speichercontroller regelt dabei den Zugriff auf den Arbeitsspeicher und sorgt dafür, dass alle Bausteine schnell auf die benötigten Daten zugreifen können. Übersetzt bedeutet das so viel wie „System auf einem Chip“. Bildlich gesprochen sitzen die wichtigsten Stationen nun in einer gemeinsamen Küche und können besonders eng zusammenarbeiten.

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Von Intel zu Apple Silicon

Apple entwickelt bereits seit 2010 eigene Prozessoren. Den Anfang machte der A4-Chip im ersten iPad. Beim Mac begann der Wechsel zehn Jahre später: Am 10. November 2020 stellte Apple den M1 vor. Kurz darauf kamen das MacBook Air, das 13-Zoll-MacBook Pro und der Mac mini mit M1-Chip auf den Markt. Im Juni 2023 war der Wechsel von Intel-Prozessoren auf eigene Chips abgeschlossen. Mit der Vorstellung des neuen Mac Pro hatte Apple auch sein letztes Mac-Modell von Intel auf Apple Silicon umgestellt.

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Welche Apple-Chips gibt es?

Apple entwickelt mehrere Chip-Familien, die unter dem Sammelbegriff Apple Silicon laufen. Die wichtigsten Baureihen im Überblick:

  • M-Serie: Für Macs und leistungsstärkere iPad-Modelle
  • A-Serie: Vor allem für iPhones und bestimmte iPad-Modelle
  • S-Serie: Für die Apple Watch
  • weitere Spezialchips: Etwa für Zubehör und bestimmte Funktionen in Apple-Geräten

Für Dich als Mac- oder iPad-Nutzer:in sind vor allem die M-Chips relevant. Innerhalb einer Generation bietet Apple je nach Modell unterschiedliche Varianten an.

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Pro, Max und Ultra: Was bedeuten die Namenszusätze?

Pro, Max und Ultra kennzeichnen unterschiedliche Leistungsstufen innerhalb einer M-Chip-Generation.

  • Basis-Chip ohne Zusatz: Eignet sich für Alltagsaufgaben wie Surfen, Office, Streaming oder einfache Bildbearbeitung.
  • Pro- und Max-Chips: Bieten in der Regel mehr CPU- und GPU-Leistung sowie eine höhere Speicherbandbreite. Sie eignen sich damit für anspruchsvollere Anwendungen wie Videoschnitt, 3D-Arbeit oder Musikproduktion.
  • Ultra-Chips: Die leistungsstärkste Ausbaustufe einer Generation. Diese Chips sind für besonders rechenintensive professionelle Anwendungen gedacht und kommen nur in ausgewählten Desktop-Macs zum Einsatz.

Apple M-Chips im Überblick: Von M1 bis M5

Damit Du die Entwicklung von Apples M-Chips nachvollziehen kannst, zeigt Dir unser Apple-Prozessor-Vergleich die Generationen und ihre wichtigsten Besonderheiten im Überblick.

Tabelle mit Apple M-Chips im Vergleich: M1 bis M5 mit Jahr, Fertigung, Kernen und zentralen Neuerungen

M1 (2020): Der Start von Apple Silicon im Mac

Mit dem M1 begann Apples Umstieg auf eigene Chips im Mac. Der Apple-Prozessor debütierte im November 2020 im MacBook Air, im 13-Zoll-MacBook Pro und im Mac mini. Er wurde im 5-Nanometer-Verfahren gefertigt und vereint 16 Milliarden Transistoren auf engem Raum. Diese winzigen elektronischen Schalter übernehmen einen Großteil der Rechenarbeit im Chip. Der M1 besitzt außerdem eine CPU mit acht Kernen für allgemeine Rechenaufgaben, eine GPU mit bis zu acht Kernen für Grafikberechnungen und eine 16-Kern-Neural-Engine für Machine-Learning-Aufgaben.

2021 ergänzte Apple die leistungsstärkeren Varianten M1 Pro und M1 Max. 2022 folgte der M1 Ultra für den Mac Studio. Damit umfasste die erste M-Generation insgesamt vier Varianten.

M2 (2022): Mehr Leistung und höhere Speicherbandbreite

Die zweite Generation führte Apple 2022 mit dem MacBook Air und dem 13-Zoll-MacBook Pro ein. Gegenüber dem M1 stieg die Speicherbandbreite um 50 Prozent auf 100 Gigabyte pro Sekunde (GB/s). Außerdem unterstützte der Apple M2-Chip bis zu 24 GB Arbeitsspeicher. Mit 20 Milliarden Transistoren wuchs der M2 gegenüber dem M1 (16 Milliarden) spürbar.

Die CPU blieb bei acht Kernen, während die GPU auf bis zu zehn Kerne anwuchs. Laut Apple bietet der M2 bis zu 18 Prozent mehr CPU-Leistung und bis zu 35 Prozent mehr GPU-Leistung als der M1.

Im Januar 2023 folgten M2 Pro, M2 Max. Im Juni 2023 kam schließlich der Apple M2 Ultra hinzu. Er verbindet zwei M2-Max-Chips mithilfe der sogenannten UltraFusion-Technologie und unterstützte bis zu 192 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher.

M3 (2023): Der Sprung auf 3 Nanometer

Im Oktober 2023 stellte Apple den M3, M3 Pro und M3 Max gleichzeitig vor. Zum Einsatz kamen die neuen Chips zunächst im MacBook Pro. Im März 2024 folgte das MacBook Air.

Technisch brachte der M3 einen wichtigen Schritt: Apple fertigte die Chip-Generation erstmals im 3-Nanometer-Verfahren. Vereinfacht gesagt fallen die Strukturen auf dem Chip dadurch kleiner aus. So lassen sich mehr Transistoren auf gleicher Fläche unterbringen, was Leistung und Energieeffizienz verbessern kann. Mit 25 Milliarden Transistoren legte der M3 gegenüber dem M2 (20 Milliarden) weiter zu.

Besonders stark überarbeitete Apple die Grafikeinheit. Mit Dynamic Caching weist die GPU ihren lokalen Speicher je nach Aufgabe in Echtzeit zu. Außerdem unterstützten die M3-Chips auf dem Mac erstmals hardwarebeschleunigtes Raytracing und Mesh Shading. Raytracing ermöglicht realistischere Licht-, Schatten- und Spiegelungseffekte. Mesh Shading hilft der GPU dabei, komplexe 3D-Objekte effizienter darzustellen.

M4 (2024): Mehr KI- und Grafikleistung

Der Apple M4 feierte seine Premiere Mai 2024 überraschend nicht in einem Mac, sondern im iPad Pro. Erst einige Monate später hielt die Generation auch in Macs Einzug. Damit zeigte Apple zugleich, dass die M-Serie längst nicht mehr ausschließlich für Mac-Computer gedacht ist.

Apple fertigte den M4 mit einer zweiten Generation des 3-Nanometer-Verfahrens und verbaute 28 Milliarden Transistoren, fünf Milliarden mehr als beim M3. Die CPU besitzt je nach Ausführung bis zu zehn Kerne. Hinzu kommen eine GPU mit bis zu zehn Kernen und eine 16-Kern-Neural-Engine. Diese kann laut Apple bis zu 38 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde bewältigt und ist vor allem für KI- und Machine-Learning-Aufgaben ausgelegt.

Auch die mit dem M3 eingeführten Grafikfunktionen wie Dynamic Caching, Mesh Shading und hardwarebeschleunigtes Raytracing sind wieder an Bord. Neu hinzu kam außerdem eine eigene Display Engine, die unter anderem für die Ansteuerung des Tandem-OLED-Displays im damaligen iPad Pro zuständig war.

M5 (2025): KI rückt noch stärker in den Fokus

Apple stellte den M5 im Oktober 2025 vor. Der Basis-Chip kam zunächst im 14-Zoll-MacBook Pro, im iPad Pro und in der Apple Vision Pro zum Einsatz.

Einen Schwerpunkt legt die Generation auf KI-Anwendungen: Dafür besitzt jeder GPU-Kern einen eigenen Neural Accelerator, also eine zusätzliche Recheneinheit, die speziell auf KI-Berechnungen ausgelegt ist. Außerdem erhöhte Apple die Speicherbandbreite auf 153 GB/s. Das sind knapp 30 Prozent mehr als beim M4.

Im März 2026 folgten mit dem M5 Pro und M5 Max die leistungsstärkeren Varianten für das 14- und 16-Zoll-MacBook Pro. Erstmals setzt Apple auf eine sogenannte Fusion Architecture. Dabei verbindet Apple zwei einzelne Chip-Bausteine, sogenannte Dies, zu einem gemeinsamen System on a Chip. Vereinfacht gesagt kann Apple dadurch mehr Rechenleistung auf einem Chip unterbringen, ohne alle Komponenten auf einem einzigen großen Siliziumstück fertigen zu müssen.

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Welcher M-Chip steckt in welchem Mac?

Je nach Mac-Modell und Bildschirmgröße hat Apple im Lauf der Zeit unterschiedliche M-Chips verbaut. Hier die Übersicht:

  • MacBook Air:
    • 13 Zoll: M1, M2, M3, M4, M5
    • 15 Zoll: M2, M3, M4, M5
  • MacBook Pro
    • 13 Zoll: M1, M2
    • 14 Zoll: M1 Pro/M1 Max, M2 Pro/M2 Max, M3, M3 Pro/M3 Max, M4, M4 Pro, M4 Max, M5, M5 Pro, M5 Max
    • 16 Zoll: M1 Pro/M1 Max, M2 Pro/M2 Max, M3 Pro/M3 Max, M4 Pro, M4 Max, M5 Pro, M5 Max
  • Mac mini: M1, M2/M2 Pro, M4/M4 Pro
  • iMac: M1, M3, M4
  • Mac Studio: M1 Max/M1 Ultra, M2 Max/M2 Ultra, M4 Max/M3 Ultra
  • Mac Pro: M2 Ultra

Welche iPads haben M-Chips?

Auch bei den leistungsstärkeren iPad-Modellen setzt Apple inzwischen auf Chips der M-Serie. Die Entwicklung im Überblick:

  • iPad Pro:
    • 13 Zoll: M4, M5
    • 11 Zoll: M1 ( Generation), M2 (4. Generation), M4, M5
    • 12,9 Zoll: M1 (5. Generation), M2 (6. Generation)
  • iPad Air:
    • 13 Zoll: M2, M3, M4
    • 11 Zoll: M2, M3, M4
    • Generation: M1

Auffällig ist vor allem das iPad Pro: Apple übersprang hier die M3-Generation und wechselte 2024 direkt vom M2 auf den M4. Das reguläre iPad und das iPad mini setzen dagegen weiterhin auf Chips der A-Serie.

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Wie finde ich heraus, welchen Apple Silicon Chip mein Mac hat?

So findest Du in wenigen Schritten heraus, welcher Apple-Chip in Deinem Mac steckt:

  1. Klicke oben links auf das Apple-Menü.
  2. Wähle „Über diesen Mac“ aus.
  3. Suche in der Übersicht nach dem Eintrag „Chip“.
  4. Dort siehst Du direkt, welches Modell verbaut ist, zum Beispiel M1, M2 Pro oder M4 Max.

FAQ: Häufige Fragen zu Apple M-Chips

Hat Apple eigene Chips?

Ja, Apple entwickelt seit 2010 eigene Prozessoren, zunächst für iPhone und iPad, seit 2020 auch für den Mac. Diese Chips werden unter dem Begriff Apple Silicon zusammengefasst.

Welche Apple-Chips gibt es?

Apple unterscheidet mehrere Chip-Familien: die A-Serie für iPhone und einfachere iPads, die M-Serie für Mac und leistungsstärkere iPads sowie eigene Chips für Apple Watch (S-Serie) und Zubehör wie AirTag.

Was sind Apple M-Chips?

M-Chips sind Apples eigene Prozessoren für Mac-Computer und iPad-Pro/-Air-Modelle. Sie vereinen CPU, Grafikeinheit, Arbeitsspeicher-Controller und einen KI-Prozessor auf einem einzigen Chip und basieren auf der ARM-Architektur statt auf klassischen Intel-Prozessoren.

Welche Chips sind in einem MacBook verbaut?

Je nach Modell und Baujahr M1 bis M5, teils mit Pro- oder Max-Zusatz. Aktuell verkauft Apple das MacBook Air nur noch mit M5-Chip, während M1 bis M4 im Lauf der Zeit von den jeweiligen Nachfolgern abgelöst wurden. Das MacBook Pro 14 und 16 Zoll gibt es aktuell mit M5, M5 Pro oder M5 Max.

Ist M1 Apple Silicon oder Intel?

M1 ist Apple Silicon. Er war 2020 der erste eigene Apple-Chip für den Mac und löste die bis dahin verwendeten Intel-Prozessoren ab.

Ist M2 Apple Silicon?

Ja, M2 ist die zweite Generation der Apple-Silicon-Chips und folgte 2022 auf den M1, zunächst im MacBook Air und im 13-Zoll-MacBook Pro.

Hat mein Mac einen Apple Silicon Chip?

Das findest Du über das Apple-Menü unter „Über diesen Mac“. Dort steht unter „Chip“ die genaue Bezeichnung.

Welche Macs haben einen Apple Silicon Chip?

Alle neuen Mac-Modelle, die seit November 2020 verkauft werden: MacBook Air, MacBook Pro, Mac mini, iMac, Mac Studio und Mac Pro. Seit 2023 verkauft Apple keine neuen Intel-Macs mehr.