Apple A-Chips im Überblick: Diese Prozessoren stecken im iPhone

Welchen Chip hat Dein iPhone und was unterscheidet den neuen A20 Pro von A19, A18 oder A17 Pro? Unser Überblick zeigt Dir die wichtigsten Apple A-Chips, ihre Besonderheiten und in welchen iPhone-Modellen sie verbaut sind.

Ohne einen Chip wäre Dein iPhone nur ein Stück Glas und Metall. Die A-Chips von Apple entscheiden darüber, wie schnell Apps starten, wie gut die Kamera Fotos berechnet und wie lange der Akku durchhält. Wenn Du verstehen möchtest, warum ein neues iPhone spürbar flotter läuft als ein älteres Modell, kommst Du an einem Blick auf den verbauten iPhone-Chip nicht vorbei.

Das Wichtigste zu Apples A-Chips

  • Mit dem A20 Pro stellt Apple seinen bislang leistungsstärksten iPhone-Chip vor – erstmals gefertigt im 2-Nanometer-Verfahren und verbaut im iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max.
  • Seit dem iPhone 15 Pro (Max) heißen auch die stärkeren Chips der Pro-Modelle „Pro“, etwa A17 Pro oder A18 Pro.
  • Neben CPU und GPU enthalten die A-Chips eine Neural Engine für Machine-Learning- und KI-Aufgaben.
  • Welcher Chip im iPhone verbaut ist, beeinflusst nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch Grafik-, Kamera- und Apple-Intelligence-Funktionen.

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Was macht der Chip in einem iPhone eigentlich?

Der Chip ist das Rechenzentrum Deines iPhones und wird auch Prozessor genannt. Du kannst ihn Dir wie das Nervensystem eines Körpers vorstellen. Unzählige Signale laufen hier zusammen, werden ausgewertet und in Befehle für die einzelnen Bauteile übersetzt. Je leistungsfähiger der Chip, desto schneller öffnet Dein iPhone Apps, berechnet Kamerabilder oder erkennt Gesichter für Face ID.

Die Apple A-Chips sind sogenannte System on a Chip (auf Deutsch: Systeme auf einem Chip; kurz SoC). Das bedeutet, dass Apple mehrere wichtige Komponenten auf einem einzigen Chip bündelt, die früher auf verschiedene Bauteile verteilt waren. Dazu gehören unter anderem:

  • Hauptprozessor (Central Processing Unit, kurz CPU): übernimmt allgemeine Rechenaufgaben und führt Programme aus.
  • Grafikprozessor (Graphics Processing Unit, kurz GPU): berechnet Grafiken, Animationen und Spiele.
  • Neural Engine: Prozessor für Machine-Learning- und KI-Aufgaben.
  • Image Signal Processor (ISP): verarbeitet unter anderem die Daten der Kameras.

Dadurch können die Bausteine besonders eng zusammenarbeiten und Daten ohne Umwege austauschen.

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Apple A-Chips im Vergleich: Welcher Prozessor steckt in welchem iPhone?

Die folgende Übersicht zeigt Dir die wichtigsten Apple A-Chips der vergangenen Jahre und die dazugehörigen iPhones, sortiert vom neuesten zum ältesten Chip-Modell:

  • A20 Pro (2026): iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max – erster 2-Nanometer-Chip im iPhone, neue Speicheranbindung an die Dampfkammer
  • A19 Pro (2025): iPhone 17 Pro, iPhone 17 Pro Max, iPhone Air – aktuelle Pro-Variante, Neural Accelerators
  • A19 (2025): iPhone 17, iPhone 17e – aktuelle Standardvariante
  • A18 Pro (2024): iPhone 16 Pro, iPhone 16 Pro Max – 6-Core-GPU, Raytracing
  • A18 (2024): iPhone 16, iPhone 16 Plus, iPhone 16e – für Apple Intelligence ausgelegt
  • A17 Pro (2023): iPhone 15 Pro, iPhone 15 Pro Max – erster A-Chip mit „Pro”-Zusatz
  • A16 Bionic (2022): iPhone 14 Pro, iPhone 14 Pro Max, iPhone 15, iPhone 15 Plus – zunächst nur in Pro-Modellen
  • A15 Bionic (2021): iPhone 13-Reihe, iPhone 14, iPhone 14 Plus, iPhone SE (3. Generation) – über mehrere iPhone-Generationen eingesetzt

Hinweis: Der A15 Bionic, der A16 Bionic und der A17 Pro kommen beispielsweise auch in iPads und der Hardware von Apple TV zum Einsatz. Hier schauen wir uns aber ausschließlich ihren Einsatz im iPhone an. Die älteren Generationen von A4 bis A14 findest Du weiter unten in unserem historischen Überblick.

Auffällig ist, dass Apple die Pro-Bezeichnung erst mit dem A17 Pro eingeführt hat, um die stärkere Ausstattung der Pro-Modelle auch im Chip-Namen sichtbar zu machen. Seitdem bekommen Pro-iPhones durchgehend eine eigene, leistungsstärkere Chip-Variante mit zusätzlichen GPU-Kernen.

Das zeigt sich bis heute: Derselbe Chip-Name bedeutet nicht immer dieselbe Ausstattung. Apple setzt beispielsweise bei A18, A19 und A19 Pro je nach iPhone-Modell unterschiedlich viele GPU-Kerne ein. Was die einzelnen Generationen sonst noch auszeichnet, zeigen die folgenden Abschnitte.

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Die Geschichte der Apple A-Chips: Vom A20 Pro bis zum A4

Seit 2010 entwickelt Apple eigene Prozessoren für seine iPhones. Mit neuen iPhone-Generationen führt das Unternehmen regelmäßig auch neue A-Chips ein, die gegenüber ihren Vorgängern vor allem bei Rechenleistung, Grafik und Akkulaufzeit zulegen.

Der A20 Pro Chip: Apples neuer Spitzen-Chip fürs iPhone 18 Pro (Max)

Mit dem iPhone 18 Pro (Max) und dem iPhone Duo, Apples erstem faltbaren iPhone, hat Apple im September 2026 den A20 Pro vorgestellt. Laut Apple handelt es sich um den bislang leistungsstärksten iPhone-Chip und um den ersten, der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Die Nanometer-Angabe beschreibt die Größe der einzelnen Transistoren auf dem Chip: Je kleiner die Zahl, desto mehr Transistoren passen auf die Fläche. Das bedeutet in der Regel mehr Leistung bei gleichzeitig weniger Stromverbrauch. Der A20 Pro löst damit das 3-Nanometer-Verfahren ab, das zuvor unter anderem beim A19 Pro zum Einsatz kam.

CPU: Neue Super-Kerne statt Performance-Kerne

Die CPU hat sechs Kerne (6-Core-CPU) und besteht aus zwei besonders leistungsstarken Kernen, die Apple beim A20 Pro erstmals „Super-Kerne“ nennt (bisher: Performance-Kerne), sowie vier Effizienz-Kernen. Kerne sind die einzelnen Recheneinheiten innerhalb eines Chips. Vereinfacht gesagt sind es kleine, eigenständige Prozessoren, die parallel arbeiten und sich Aufgaben teilen. Je mehr Kerne ein Chip hat, desto mehr Vorgänge kann er gleichzeitig verarbeiten. Laut Apple sind die Super-Kerne bis zu 20 Prozent schneller als beim A19 Pro und damit die schnellsten CPU-Kerne, die aktuell in einem Smartphone stecken.

Diese Aufteilung in zwei Kern-Typen ist bei allen aktuellen A-Chips Standard:

  • Super- bzw. Performance-Kerne liefern maximale Rechenleistung für anspruchsvolle Aufgaben wie Videobearbeitung
  • Effizienz-Kerne übernehmen leichte Alltagsaufgaben wie Scrollen oder Nachrichten schreiben und verbrauchen dabei deutlich weniger Strom

So bekommst Du Leistung, wenn Du sie brauchst, und lange Akkulaufzeit, wenn nicht.

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GPU und Neural Engine: Mehr Leistung für Grafik und KI

Die Grafikeinheit (GPU) hat jetzt sieben Kerne, was einer mehr im Vergleich zum A19 Pro ist. Mehr GPU-Kerne bedeuten, dass mehr Grafikberechnungen gleichzeitig laufen können, was wichtig für Spiele, Videoschnitt oder aufwendige Kamera-Effekte ist.

Sogenannte Neural Accelerators stecken direkt in jedem GPU-Kern. Das sind zusätzliche Recheneinheiten, die speziell auf KI-Aufgaben zugeschnitten sind und es ermöglichen, auch große KI-Modelle direkt auf dem iPhone zu berechnen, statt die Daten dafür an einen Server zu schicken. Laut Apple ist die GPU des A20 Pro dadurch bis zu 40 Prozent schneller als beim A19 Pro.

Auch bei der Neural Engine gibt es eine Neuerung: Der A20 Pro hat gleich zwei Neural Engines mit je 16 Kernen, zusammen 32 Kerne. Das ist doppelt so viel KI-Rechenleistung wie beim A19 Pro.

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Speicher und Kühlung: Neues Chip-Design für mehr Dauerleistung

Die Speicherbandbreite steigt um 50 Prozent gegenüber dem A19 Pro. Sie beschreibt, wie schnell Daten zwischen Chip und Arbeitsspeicher fließen können, wovon vor allem die Neural Engine und die GPU bei rechenintensiven Aufgaben profitieren. Möglich macht die höhere Bandbreite auch ein neues Chip-Design: Chip und Arbeitsspeicher liegen jetzt nebeneinander. Dadurch liegt der Arbeitsspeicher nicht mehr im thermischen Pfad des Chips und blockiert damit nicht mehr den Weg, über den die Chip-Wärme abfließt.

Dadurch hat der A20 Pro auch direkten Kontakt zu einer neuen, überarbeiteten Dampfkammer, auch Vapor Chamber genannt. In diesem Kühlsystem verdampft Wasser am heißen Chip und leitet die Wärme so ab. Der Dampf verteilt sich über die gesamte Fläche der Kammer, wodurch sich die Hitze gleichmäßig im Gehäuse verteilt, statt sich an einer Stelle zu stauen. Diese Dampfkammer hat laut Apple eine bis zu dreimal größere Fläche als die des iPhone 17 Pro und ermöglicht eine um bis zu 40 Prozent höhere Dauerleistung.

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Der A19 Pro Chip: Das steckt in iPhone 17 Pro, Pro Max und Air

Der A19 Pro war bis zur Vorstellung des A20 Pro die Spitze der aktuellen A-Serie. Er steckt im iPhone 17 Pro, iPhone 17 Pro Max und iPhone Air. Die CPU hat sechs Kerne (6-Core-CPU), aufgeteilt in zwei Performance-Kerne und vier Effizienz-Kerne – beim A20 Pro heißen die starken Kerne erstmals „Super-Kerne“.

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Die Grafikeinheit (GPU) fällt je nach iPhone-Modell unterschiedlich aus:

  • Das iPhone Air kommt mit einer 5-Core-GPU
  • Das iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max haben eine 6-Core-GPU

Auch beim A19 Pro sind Neural Accelerators direkt in jedem GPU-Kern verbaut. Bei diesem Chip wurden sie eingeführt, bevor sie beim A20 Pro zum Standard wurden.

Beim iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max kombiniert Apple den A19 Pro zusätzlich mit einer Dampfkammer, auch Vapor Chamber genannt. Dieses System war die erste Kühlung dieser Art in einem iPhone. Laut Apple ermöglicht dieses Kühlsystem zusammen mit dem Gehäusedesign eine um bis zu 40 Prozent höhere konstante Performance gegenüber der vorherigen Generation. Das iPhone Air nutzt trotz des gleichen Chips diese Dampfkammer nicht.

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Der A19-Chip im iPhone 17 und iPhone 17e

Das iPhone 17 und iPhone 17e setzen dagegen auf den A19 Chip ohne Pro-Zusatz. Er wurde im September 2025 zusammen mit dem Standard-Modell der 17er-Reihe vorgestellt. Der Chip basiert auf einem Fertigungsverfahren der dritten 3-Nanometer-Generation. Die Nanometer-Angabe beschreibt die Größe der einzelnen Transistoren auf dem Chip: Je kleiner die Zahl, desto mehr Transistoren passen auf die Fläche. Das bedeutet in der Regel mehr Leistung bei gleichzeitig weniger Stromverbrauch.

Die 6-Core-CPU bringt laut Apple eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber älteren iPhone-Generationen wie dem iPhone 13. Bei der GPU gibt es allerdings einen Unterschied je nach verbautem Modell:

  • Das iPhone 17 hat eine 5-Core-GPU
  • Das iPhone 17e besitzt eine 4-Core-GPU

Beide Varianten haben ebenfalls Neural Accelerators für On-Device-KI. Ein überarbeitetes Bildverarbeitungssystem sorgt zusätzlich für neue Fotostile, die Deinen Fotos mit einem Klick eine persönliche Note im Profi-Stil geben.

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Der A18 Pro Chip: Für die Pro-Modelle des iPhone 16

Mit der iPhone-16-Reihe stellte Apple 2024 gleichzeitig den A18 und den A18 Pro vor. Beide Chips sind unter anderem für Funktionen von Apple Intelligence ausgelegt.

Der A18 Pro steckt im iPhone 16 Pro und iPhone 16 Pro Max. Seine 6-Core-CPU besteht aus zwei Performance- und vier Effizienz-Kernen. Dazu kommt eine 6-Core-GPU.

Gegenüber dem A17 Pro nennt Apple bis zu 15 Prozent mehr CPU-Leistung bei gleichzeitig 20 Prozent weniger Stromverbrauch sowie rund 20 Prozent mehr GPU-Leistung. Auch das bereits vom A17 Pro bekannte hardwarebeschleunigte Raytracing, ein Verfahren, das Lichtverlauf, Schatten und Spiegelungen in Spielen realistisch berechnet, wird beim A18 Pro noch einmal bis zu doppelt so schnell. Außerdem steigt die Speicherbandbreite beim A18 Pro um 17 Prozent im Vergleich zum Pro-Vorgänger.

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Der A18-Chip im iPhone 16, iPhone 16 Plus und iPhone 16e

iPhone 16, iPhone 16 Plus und das günstigere iPhone 16e setzen dagegen auf den A18-Chip. Zum Marktstart von iPhone 16 und iPhone 16 Plus im September 2024 verglich Apple den A18 mit seinem Vorgänger A16 Bionic: 30 Prozent schnellere CPU, 40 Prozent schnellere GPU und eine doppelt so schnelle Neural Engine.

Interessanter als die Zahlen ist eine echte Neuerung: Erstmals unterstützt auch ein Standard-iPhone hardwarebeschleunigtes Raytracing dank des Chips. Bisher war diese Funktion den Pro-Modellen vorbehalten.

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Als Apple im Februar 2025 das iPhone 16e mit demselben A18-Chip vorstellte, griff das Unternehmen zu einem anderen Vergleich: Statt zum A16 Bionic schaut Apple hier bis zum iPhone 11 mit A13-Bionic-Chip zurück. Das Ergebnis: Die 6-Kern-CPU des A18 ist bis zu 80 Prozent schneller, und die 16-Kern-Neural-Engine erledigt KI-Aufgaben bis zu sechsmal flotter. Nutzt Du noch ein iPhone 11 oder ein ähnlich altes Modell, merkst Du beim Umstieg auf das iPhone 16e also einen spürbaren Sprung.

Auch bei der Grafikeinheit (GPU) unterscheiden sich die Modelle:

  • Das iPhone 16 und iPhone 16 Plus arbeiten mit einer 5-Kern-GPU.
  • Das iPhone 16e hat eine 4-Kern-GPU.

Die vier GPU-Kerne unterstützen ebenfalls hardwarebeschleunigtes Raytracing. Beim iPhone 16e kommt zusätzlich das C1 hinzu, das erste von Apple selbst entwickelte Mobilfunkmodem.

A17 Pro: Apples erster Pro-Chip fürs iPhone

Mit dem iPhone 15 Pro und iPhone 15 Pro Max führte Apple 2023 erstmals einen A-Chip mit dem Namenszusatz „Pro“ ein. Seine CPU besteht aus zwei Performance- und vier Effizienz-Kernen, dazu kommt eine 6-Core-GPU.

Der A17 Pro brachte vor allem für Spiele einen großen technischen Sprung. Seine GPU unterstützte auf einem iPhone erstmals hardwarebeschleunigtes Raytracing. Damit lassen sich Licht, Schatten und Reflexionen in unterstützten Spielen realistischer darstellen.

Auch abseits der Grafik gab es Neuerungen: Der A17 Pro war der erste 3-Nanometer-Chip in einem iPhone und brachte zudem erstmals USB-3-Geschwindigkeiten über den USB-C-Anschluss mit, also deutlich schnellere Datenübertragung als beim bisherigen USB 2.0. Hinzu kam ein eigener AV1-Decoder für effizienteres Video-Streaming.

Mit dieser Generation begann Apple zudem, seine Standard- und Pro-iPhones auch beim Namen des Prozessors deutlicher voneinander abzugrenzen.

A16 Bionic: Erst Pro, später Standard

Der A16 Bionic erschien 2022 im iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max. Er war der erste Apple-Chip im 4-Nanometer-Verfahren und brachte 16 Milliarden Transistoren unter. Die 6-Core-CPU besteht aus zwei Performance- und vier Effizienz-Kernen, dazu kommt eine 5-Core-GPU.

Die auffälligste Neuerung steckte allerdings nicht in CPU oder GPU, sondern in einem komplett neuen Bauteil: der sogenannten Display Engine. Erst durch diesen zusätzlichen Chip-Bestandteil wurde das Always-On-Display möglich, also eine Anzeige, die auch im gesperrten Zustand dauerhaft Uhrzeit, Datum und Widgets zeigt, ohne den Bildschirm komplett einzuschalten.

Die günstigeren Modelle iPhone 14 und iPhone 14 Plus bekamen dagegen noch den A15 Bionic, allerdings mit der stärkeren 5-Core-GPU aus den Pro-Modellen des Vorjahres. Ein Jahr später wanderte der A16 Bionic in das iPhone 15 und iPhone 15 Plus. Apple nutzt seine neuesten Chips also nicht zwangsläufig sofort in allen iPhone-Modellen eines Jahrgangs, sondern reicht sie teils erst mit Verzögerung an die Standardmodelle weiter.

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A15 Bionic: Ein Chip für mehrere iPhone-Generationen

Der A15 Bionic kam 2021 mit der iPhone-13-Reihe auf den Markt und blieb ungewöhnlich lange im Einsatz. Du findest ihn unter anderem in:

  • iPhone 13 und iPhone 13 mini
  • iPhone 13 Pro und iPhone 13 Pro Max
  • iPhone 14 und iPhone 14 Plus
  • iPhone SE der 3. Generation

Bei der GPU gab es innerhalb dieser Generation deutliche Unterschiede:

  • iPhone 13, iPhone 13 mini und iPhone SE (3. Generation) haben eine 4-Core-GPU
  • iPhone 13 Pro, iPhone 13 Pro Max und die späteren iPhone 14/14 Plus haben eine 5-Core-GPU

Besonders auffällig: Das iPhone 14 bekam trotz Standardmodell die stärkere GPU der Pro-Generation, obwohl es kein Pro-iPhone ist. Ein Jahr zuvor war diese GPU-Variante noch den Pro-Modellen vorbehalten.

Der A15 Bionic brachte auch inhaltlich zwei Neuerungen mit, die es vorher auf keinem iPhone gab. Zum einen den Kinomodus, der während der Videoaufnahme automatisch den Fokus zwischen Personen und Objekten wechselt und so einen filmischen Tiefenschärfe-Effekt erzeugt, ähnlich wie im Porträtmodus bei Fotos, nur eben in Bewegtbild.

Zum anderen führte Apple mit dem iPhone 13 Pro und Pro Max erstmals ProRes ein, ein professionelles Videoformat aus der Filmbranche, das bislang speziellen Kamerasystemen vorbehalten war. Beide Funktionen waren zum Marktstart eine echte Besonderheit gegenüber der Konkurrenz.

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Von A4 bis A14: Die früheren Apple A-Chips im Überblick

Übrigens: Bevor Apple 2010 seine A-Serie startete, kamen in den ersten iPhone-Generationen noch komplett von Samsung gefertigte Chips zum Einsatz.

Mit dem A4 begann 2010 schließlich Apples eigene Chip-Reihe, gefertigt im 45-Nanometer-Verfahren. Apple stellte den Prozessor zunächst zusammen mit dem ersten iPad vor, wenig später kam er auch im iPhone 4 zum Einsatz.

Es folgten A5 und A6, mit denen Apple unter anderem die CPU- und Grafikleistung weiterentwickelte. Der A5 brachte eine Dual-Core-CPU sowie den ersten eigenen Bildsignalprozessor mit, der die Kamera-Bildverarbeitung direkt auf dem Chip übernahm. Beim A6 im iPhone 5 und dem etwas später erschienenen iPhone 5c setzte Apple dann erstmals auf ein eigenes CPU-Kerndesign, statt wie zuvor auf eine lizenzierte ARM-Cortex-Architektur zurückzugreifen.

Einen größeren Technologiesprung brachte 2013 der A7 im iPhone 5s: Laut Apple war er der erste 64-Bit-Chip in einem Smartphone.

Mit A8, A9 und A10 Fusion verbesserte Apple in den folgenden Jahren vor allem Leistung und Akkulaufzeit. Beim A8 wechselte Apple die Fertigung zum taiwanischen Chiphersteller TSMC und stellte auf das 20-Nanometer-Verfahren um. Der A10 Fusion kombinierte 2016 erstmals unterschiedliche CPU-Kerne für leistungsintensive und weniger anspruchsvolle Aufgaben.

2017 folgte mit dem A11 Bionic ein weiterer Meilenstein: Er brachte eine Neural Engine ins iPhone und unterstützte unter anderem Face ID beim iPhone X. Mit A12 Bionic und A13 Bionic baute Apple die Fähigkeiten für maschinelles Lernen weiter aus.

Der A14 Bionic markierte 2020 schließlich den Wechsel auf das 5-Nanometer-Verfahren. Seine Neural Engine verfügte über 16 Kerne und konnte Machine-Learning-Aufgaben laut Apple bis zu 80 Prozent schneller berechnen als die vorherige Generation.

A4- bis A14-Chips im Überblick, inklusive der jeweiligen iPhone-Modelle:

  • A4 (2010): iPhone 4
  • A5 (2011): iPhone 4s
  • A6 (2012): iPhone 5, iPhone 5c
  • A7 (2013): iPhone 5s
  • A8 (2014): iPhone 6, iPhone 6 Plus
  • A9 (2015): iPhone 6s, iPhone 6s Plus, iPhone SE (1. Generation)
  • A10 Fusion (2016): iPhone 7, iPhone 7 Plus
  • A11 Bionic (2017): iPhone 8, iPhone 8 Plus, iPhone X
  • A12 Bionic (2018): iPhone XS, iPhone XS Max, iPhone XR
  • A13 Bionic (2019): iPhone 11, iPhone 11 Pro, iPhone 11 Pro Max, iPhone SE (2. Generation)
  • A14 Bionic (2020): iPhone 12-Reihe

Über die Jahre zeigt sich bei den Apple A-Chips ein klarer Trend: mehr CPU- und GPU-Kerne, ein leistungsfähigeres Fertigungsverfahren und eine immer größere Neural Engine für KI-Aufgaben. Von 2010 bis heute hat sich die Neural Engine von null auf 32 Kerne entwickelt und die Fertigung ist von 45 auf 2 Nanometer geschrumpft.

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Übrigens: Die X-Chips fürs iPad

Zu einigen der Apple A-Chips gab es zusätzlich sogenannte X-Varianten wie A5X, A6X, A9X oder A12X Bionic. Diese hatten mehr GPU-Kerne und mehr Rechenleistung als die Standardversion, liefen aber ausschließlich in iPads – nie in einem iPhone.

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Apple A-Serie- vs. M-Serie-Chips: Was ist der Unterschied?

A- und M-Chips gehören beide zu Apple Silicon, sind aber für unterschiedliche Geräteklassen entwickelt.

  • Die A-Serie kommt vor allem im iPhone zum Einsatz. Sie muss hohe Leistung mit möglichst niedrigem Energieverbrauch und wenig Platzbedarf verbinden.
  • Die M-Serie ist dagegen auf leistungsstärkere Geräte wie MacBook, iMac und bestimmte iPad-Modelle ausgelegt.

Dort stehen mehr Platz und eine größere Stromversorgung zur Verfügung, weshalb Apple unter anderem mehr CPU- und GPU-Kerne sowie höhere Speicherbandbreiten einsetzen kann.

Mehr zu den Mac-Chips erfährst Du hier: Apple M-Chips erklärt: M1 bis M5 im Vergleich


FAQ: Häufige Fragen zu Apple A-Chips

Welche Chips sind aktuell im iPhone verbaut?

In der neuesten iPhone-Generation steckt der A20 Pro: im iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max und iPhone Duo. Daneben sind A19 und A19 Pro weiterhin aktuell: Das iPhone 17 und iPhone 17e nutzen den A19, im iPhone 17 Pro, iPhone 17 Pro Max und iPhone Air steckt der A19 Pro. Ältere, weiterhin relevante Modelle verwenden unter anderem A18, A18 Pro, A17 Pro und A16 Bionic.

Wer macht die Chips für das iPhone?

Apple entwickelt seine iPhone-Chips selbst. Die Architektur sowie CPU, GPU, Neural Engine und weitere Komponenten werden von Apples eigenen Chip-Teams konzipiert.

Die eigentliche Halbleiterfertigung übernimmt Apple dagegen nicht selbst, sondern lässt die Prozessoren von spezialisierten Fertigungspartnern produzieren.

Was ist der Apple Silicon Chip?

Apple Silicon Chip ist der Sammelbegriff für die von Apple entwickelten Chips, die das Unternehmen in seinen Geräten einsetzt. Dazu gehören beispielsweise:

  • A-Serie für das iPhone
  • M-Serie für Mac und leistungsstarke iPads
  • S-Serie für die Apple Watch

Welches iPhone hat den besten Chip?

Die höchste Chip-Leistung bieten derzeit iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max und iPhone Duo mit dem neuen A20 Pro. Er ist Apples erster 2-Nanometer-Chip im iPhone und laut Apple bis zu 40 Prozent schneller in der Grafikleistung als sein Vorgänger A19 Pro.

Welchen Chip hat das iPhone SE?

Das letzte Modell, das iPhone SE der 3. Generation, lief mit dem A15 Bionic Chip, dem gleichen Prozessor wie im iPhone 13 und iPhone 14. Die Rolle des günstigen Einstiegsmodells übernehmen inzwischen das iPhone 16e und iPhone 17e, die mit A18 Chip beziehungsweise A19 Chip aktuelle Technik zu einem niedrigeren Preis bieten als die Pro-Modelle.

Wo befindet sich der Chip im iPhone?

Der A-Chip sitzt als kleines, quadratisches Bauteil auf der Hauptplatine im Inneren des iPhones, meist in der Nähe der Rückkamera. Von außen ist er nicht sichtbar und lässt sich auch nicht austauschen, da er fest verlötet ist. Für Dich als Nutzer:in spielt die genaue Position keine Rolle, wichtig ist nur, dass der iPhone-Chip zusammen mit Arbeitsspeicher für die Gesamtperformance des Geräts verantwortlich ist.

Quellen: Apple Newsroom Pressemitteilungen