Spyware entfernen und gegen Schadsoftware vorbeugen: So gehen Sie vor

Digitales Business

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Datum 07.09.2020
Lesezeit 4 Min.

Spyware entfernen und gegen Schadsoftware vorbeugen: So gehen Sie vor

Das Internet ist nicht nur ein Ort voller praktischer Möglichkeiten und wertvoller Informationen, es ist auch ein Raum für Kriminalität und Betrugsversuche. Dabei geraten oft auch Unternehmen ins Visier von Cyber-Kriminellen, etwa durch Spyware: Schadsoftware, die wertvolle Unternehmensdaten und -geheimnisse ausspionieren soll. Lesen Sie unsere Tipps, damit Sie und Ihr Unternehmen kein Opfer von Wirtschaftsspionage durch solche Schadsoftware werden. 


Würden Sie auf einen verdächtig aussehenden Link in einer E-Mail klicken? Vermutlich nicht. Aber wissen auch alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, worauf sie achten sollten? Bleiben Sie auf dem Laufenden und erweitern Sie Ihr Wissen über Spyware – und sorgen Sie für entsprechende Schulungen auch für Ihr Team. Denn neben einer gepflegten IT-Infrastruktur und einer aktuellen Firewall sind aufmerksame User der beste Schutz gegen bösartige Cyberattacken.

Die Bedeutung von Cybersecurity im Unternehmen

Vielleicht glauben Sie, dass Sie alles im Griff haben – spannende Produkte, gutes Marketing, erfolgreicher Vertrieb und ein effizienter Kundendienst. Auch Ihre Online-Präsenz kann sich sehen lassen und die Geschäfte laufen prima. Doch es gibt es noch einen Bereich, um den Sie sich kümmern müssen – die Cybersicherheit. Das Thema Cybersicherheit ist kein „Profit Center”: Es kostet Zeit und Geld, man sieht es nicht und kann es auch nicht anfassen. Es ist also sehr einfach, diesen Punkt zu übersehen.

Doch der Aufbau einer Cyber-Verteidigung sollte ebenso Priorität haben wie der Ausbau Ihres Kundenstamms. Denn unabhängig von der Größe Ihres Unternehmens gibt stets Sicherheitsbedrohungen und mit der Unternehmensgröße wächst auch das Risiko. Daher sollte Cybersicherheit von Anfang an mit im Fokus stehen.

Nehmen Sie die unsichtbaren Bedrohungen ernst und schließen Sie die Lücken in Ihrer Verteidigung. Dann können Sie sich auf das konzentrieren, was Sie sich vorgenommen haben: Ihr Geschäft weiterzuentwickeln.

Was ist Spyware und wie kann man vorbeugen?

Der Name „Spyware” deutet es bereits an: Diese Art von Schadsoftware wird von Cyberkriminellen dazu eingesetzt, um Unternehmen auszuspionieren.

Spyware versteckt sich in Ihren IT-Systemen und sendet wertvolle Informationen an Betrüger außerhalb Ihres Betriebs. Sie stiehlt Passwörter, leitet Finanzdaten weiter oder übernimmt die Kontrolle über Webcams und Mikrofone, um vertrauliche Gespräche abhören zu können. Die Folgen können schwerwiegend sein. Leergeräumte Konten sind wohl die erste Sorge. Aber auch Geschäftsausfälle, Ideendiebstahl und Rufschädigung können auf Spyware-Attacken zurückgehen.

Wie brechen Cyberkriminelle in fremde Systeme ein? Sie verfügen über eine ganze Reihe an Strategien – diese zu kennen, kann Ihnen dabei helfen, ihre Bemühungen zu vereiteln. Zu den beliebtesten Maschen der Betrüger zählen:

  • Phishing-E-Mails: Sie gehören zu den beliebtesten Täuschungsmanövern im Bereich der Internetkriminalität. Kriminelle versenden E-Mails mit bösartigem Anhang oder Links, die heimlich Spyware auf Ihr Gerät herunterladen. Auch E-Mail-Spoofing kommt beim Phishing zum Einsatz.
  • Spear-Phishing: Dabei zielen die kriminellen Angriffe auf Einzelpersonen oder bestimmte Funktionen im Unternehmen. Spear-Phishing gehört in den Bereich der Phishing-E-Mails.
  • Watering Hole: Manchmal gelingt es Kriminellen, ansonsten seriöse Websites zu kompromittieren. Bei Watering-Hole-Angriffen geht es darum, Mitarbeiter unbemerkt auf eine solche kompromittierte Website zu locken und sie zum Herunterladen von Schadsoftware zu animieren.
  • Sideloading: Dies geschieht üblicherweise beim Herunterladen einer App außerhalb der offiziellen Quellen wie dem Apple Store oder Google Play. Diese überprüfen die angebotenen Anwendungen auf schädliche Inhalte. Wenn Sie also eine App von einer nicht autorisierten Website herunterladen, setzen Sie sich der Gefahr aus, ungewollte Schadsoftware mitzuinstallieren. Dasselbe gilt für Software, die aus unautorisierten Quellen heruntergeladen und installiert wird. Auch hier ist äußerste Vorsicht geboten.
Spyware Illustration

Mit Spyware wollen Cyberkriminelle an vertrauliche Daten kommen: Das reicht von Ideendiebstahl, entwendeten Kundendaten und leergeräumten Konten bis hin zum Belauschen von internen Gesprächen per gehackten Mikrofonen.

Halten Sie den Schutz auf dem aktuellsten Stand

Es gibt einige einfache Möglichkeiten, wie Sie das Risiko von erfolgreichen Cyberattacken mindern können. Dazu gehören die folgenden Punkte:

  • aktuelle Betriebssysteme auf allen Geräten
  • ebenso aktuelle Sicherheitsupdates auf allen Geräten
  • eine funktionierende Firewall mit korrekter Konfiguration
  • Nutzung aktueller Antiviren-Software
  • Cybersicherheit als Unternehmensrichtlinie verankern

Der letzte Punkt ist besonders wichtig. Unterschätzen Sie nicht den Wert der „menschlichen Firewalls“, nämlich aufmerksame und intelligente Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Denn oft sind genau sie das Ziel der Angriffe.


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oder telefonisch unter 0800 107 1006 für Sie da.

Dies gilt während der Pandemie noch mehr als sonst. Viele Menschen arbeiten vermehrt oder sogar ganz aus dem Homeoffice. Dabei müssen sie sich zum Informationsaustausch unter anderem auf E-Mails verlassen, die aber ein gewisses Risiko für Phishing-Versuche darstellen. Oft kommen private Geräte und Netzwerkkomponenten zum Einsatz, die keiner regelmäßigen IT-Wartung unterliegen und daher unsicher sein können (Stichwort: Schatten-IT).

Schulungen zum Thema Cybersicherheit sind also ein guter Anfang. Egal, von wo aus gearbeitet wird – sorgen Sie für das nötige Bewusstsein für verdächtige E-Mails und gefährliche Websites. Mitarbeiter, die wissen, wie sie im Falle eines Angriffs zu reagieren haben, sind sehr wertvoll.

Bedrohungen aus dem Internet lassen sich nie ganz ausschalten, doch mit angemessener Aufmerksamkeit für dieses sensible Thema können Sie das Risiko drastisch senken.

 

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Spyware gemacht? Welche Strategie verfolgen Sie im Hinblick auf Cybersecurity in Ihrem Unternehmen? 

 

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