Zwei Hände: Eine hält ein Smartphone, die andere tippt auf einem Laptop. Darüber schweben verschiedene Symbole, unter anderem „Ai“ in einem stilisierten Schaltkreis.
Security

Die künstliche Intelligenz greift an

Wie kann ich mich mit KI schützen?

Ransomware zählt zu den größten Cyberbedrohungen für mittelständische Unternehmen. Sind Daten einmal verschlüsselt, sind zentrale Geschäftsprozesse blockiert – und oft folgt eine Lösegeldforderung in Millionenhöhe. Allein in Deutschland verursachten Cyberangriffe im Jahr 2025 Schäden von 15,6 Milliarden Euro (Bitkom). Künstliche Intelligenz macht solche Angriffe zunehmend wirkungsvoller – kann aber ebenso gezielt zum Schutz vor Cyberkriminalität eingesetzt werden. Wie, lesen Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

KI in der Cybersecurity: Das Wichtigste in Kürze

  • Ransomware-Attacken können Unternehmen komplett lahmlegen. Teilweise gibt es durch Lösegeldforderungen ein hohes Insolvenzrisiko.
  • Mit generativer KI können Cyberkriminelle täuschend echte Phishing-Mails erstellen, die selbst erfahrene Nutzer:innen in die Falle locken.
  • Kleine und mittlere Unternehmen sind bei Ransomware-Angriffen besonders gefährdet, da sie oft über weniger robuste IT-Sicherheitsressourcen verfügen. Angreifer:innen wissen, dass diese Unternehmen eher bereit sind, Lösegeld zu zahlen, um längere Ausfallzeiten zu vermeiden.
  • Künstliche Intelligenz kann in der Cybersicherheit zum Einsatz kommen, um Routineaufgaben zu automatisieren und Bedrohungen schneller zu erkennen. Sie hilft dem IT-Personal, Datenfluten zu bewältigen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
  • Unternehmen stehen vor Herausforderungen, da sie Datenqualität sicherstellen und KI in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren müssen.
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Mittelständische Unternehmen sind anfällig für Cyber-Bedrohungen. Sie haben weniger Ressourcen und meist wenige IT-Fachkräfte. Hybrides Arbeiten vergrößert diese Angriffsfläche. Wir helfen Ihnen – mit dem Microsoft Defender für Unternehmen.

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  • Schutz vor Ransomware, Phishing und anderen Bedrohungen
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KI schreibt die besseren Phishing-Mails

Was ist Ransomware?

Ransomware ist eine Art von Schadsoftware, die Computer und Netzwerke lahmlegt, indem sie Dateien verschlüsselt und den Zugriff darauf blockiert. Betroffene erhalten dann eine Lösegeldforderung – häufig in Kryptowährungen. In der Praxis können solche Angriffe ganze Unternehmen stilllegen und erheblichen finanziellen Schaden verursachen.

Ransomware-Angriffe nehmen gezielt Schwachstellen in IT-Systemen ins Visier und sind oft schwer abzuwehren.

Das Ransomware-Phänomen (aber nicht nur dieses) ist weitverbreitet. Laut Statista sind weit über die Hälfte der Firmen in Deutschland bereits Ziel einer Attacke gewesen. Oft gelangen die Hacker:innen per Social Engineering, also durch das Ausnutzen menschlicher Eigenschaften, an die Informationen, die einen Cyberangriff erst möglich machen. Dieses Vorgehen wird durch generative KI deutlich erleichtert.
Viele haben diese Erfahrung bereits gemacht: Irgendwann kommt eine E-Mail, bei der selbst erfahrene Internet-Nutzer:innen nicht sofort wissen, ob die enthaltenen Informationen der Wahrheit entsprechen oder nicht. Ist etwa die Warnung vor einer Kontosperre oder die Ankündigung eines Pakets echt oder eine Fälschung? Sie selbst oder ein Mitglied Ihres Teams klicken eventuell zu schnell auf einen Link – und die Attacke startet.
Diese Art von Phishing-Angriff basiert häufig auf Social Engineering. Die Angreifer:innen nutzen aus, dass Menschen zunächst eine Art Basisvertrauen haben, wenn beispielsweise eine E-Mail eines Partnerunternehmens im Postfach landet, die täuschend echt aussieht.
Die Tabelle zeigt, warum KI-gestützte Phishing-Angriffe, die auf Social Engineering basieren, für kleine und mittlere Unternehmen besonders gefährlich sind – und weshalb selbst geschulte Mitarbeitende zunehmend an ihre Grenzen stoßen.
Auffällige Formulierungen oder Fehler
Sprachlich korrekt und überzeugend
Generische Massen-Mails
Individuell auf Personen und Unternehmen zugeschnitten
Leicht erkennbar für geschulte Mitarbeitende
Selbst für erfahrene Mitarbeitende schwer zu erkennen
Wenig Anpassung an Gegenmaßnahmen
Schnelle Anpassung durch KI-Modelle
Klassisches Phishing
KI-gestütztes Phishing

Besonders anfällig: Kleinere Unternehmen ohne große IT-Abteilungen

Ziel derartiger Angriffe sind grundsätzlich alle Unternehmen, völlig egal ob groß oder klein. Bestimmte Firmen sind aber besonders häufig von Ransomware-Attacken betroffen, darunter vor allem Firmen aus dem Gesundheitswesen, Bildungseinrichtungen und KMU (kleine und mittlere Unternehmen).
Diese Unternehmen verfügen oft nicht über die gleichen robusten IT-Sicherheitsressourcen wie große Konzerne, was sie zu leichteren Zielen macht. Angreifer:innen wissen zudem, dass erfolgreiche KMU möglicherweise eher bereit sind, das geforderte Lösegeld zu zahlen, da sie sich keine längeren Ausfallzeiten leisten können.
Die IT-Betrüger:innen wissen außerdem, dass kleinere Unternehmen weniger gut geschützt sind und oft keine modernen Sicherheitstools verwenden. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, müssen KMU beweisen, dass diese Annahme falsch ist. Entscheidend sind dabei:
Die Schulung der Belegschaft
Ein wichtiger Unterschied zwischen stark und weniger stark betroffenen Unternehmen liegt in der Reaktionszeit. Ein schneller, rund um die Uhr verfügbarer Sicherheitsdienstleister ist im Jahr 2026 unerlässlich für eine effektive Verteidigung.
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So hilft die KI in der Cybersecurity

Wichtig zu wissen: Künstliche Intelligenz selbst lässt sich gegen KI-Angriffe in Stellung bringen. Dabei geht es vor allem um die Automatisierung monotoner Aufgaben. Denn Cybersicherheit erfordert viel Datenerfassung, Analyse, Systemverwaltung und ähnliche Tätigkeiten, die Zeit und Ressourcen von teuren Analyst:innen in Anspruch nehmen.
Es gilt beispielsweise, unbefugte Zugriffe auf ein IT-System zu dokumentieren. Denn: Nicht immer hat etwa ein erfolgloser Log-in in ein Firmensystem einen kriminellen Ursprung. Häufig gibt es hierfür harmlose Ursachen wie etwa falsch eingegebene Passwörter. Mit KI lässt sich die Analyse solcher Daten automatisieren. So kann das IT-Personal seine Bemühungen dort konzentrieren, wo sie am dringendsten benötigt werden.
KI eignet sich ideal, um riesige Datenmengen zu sammeln, sie zu analysieren und auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse zu reagieren. So können Unternehmen Bedrohungen schneller und besser erkennen und Maßnahmen einleiten. Auf diese Weise lässt sich der Schaden reduzieren, den Angreifer:innen dem Unternehmen zufügen können. Die Erkenntnisse, die KI liefert, können außerdem das Situationsbewusstsein des IT-Personals verbessern – und die Fähigkeit, datengesteuerte Entscheidungen zu treffen.

Herausforderungen beim Einsatz von KI in der Cybersicherheit

Die Verwendung von KI in der Cybersicherheit bringt nicht nur Vorteile, sondern auch Herausforderungen mit sich. Ein zentrales Problem ist die Abhängigkeit von der Datenqualität. Unzureichende oder fehlerhafte Daten können dazu führen, dass KI-Modelle Bedrohungen falsch einschätzen oder übersehen. Dies führt unter Umständen zu einer trügerischen Sicherheit.
Zudem sind KI-Systeme anfällig für Manipulationen. Angreifer:innen können gezielt falsche Daten einspeisen, um die KI zu täuschen und Sicherheitslücken auszunutzen. Diese „Adversarial AI“ stellt eine neue Form der Bedrohung dar, gegen die herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen oft nicht ausreichen.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass KI-Modelle zu sogenannten Blackboxes werden, deren Entscheidungsprozesse schwer nachvollziehbar sind. Dies erschwert es, fehlerhafte Entscheidungen zu identifizieren und rechtzeitig zu korrigieren. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre KI-Systeme nicht nur effektiv, sondern auch transparent und überprüfbar bleiben.
Nicht zuletzt stellt der Einsatz von KI Unternehmen auch vor organisatorische Herausforderungen. Die Implementierung und Wartung von KI-Systemen erfordert spezialisierte Fachkenntnisse und angepasste IT-Infrastrukturen. Besonders für kleinere Unternehmen kann das eine Hürde darstellen.

Wie Unternehmen KI heute konkret in der Cybersicherheit einsetzen können

Künstliche Intelligenz kommt in der Cybersicherheit bereits in vielen praxisnahen Lösungen zum Einsatz. So nutzen Endpoint-Security-Plattformen wie Microsoft Defender for Business KI-Modelle, um verdächtiges Verhalten auf Endgeräten frühzeitig zu erkennen und Angriffe automatisiert abzuwehren.
Für mobile Endgeräte setzen Lösungen wie Lookout auf KI-gestützte Analysen von Links, Apps und Netzwerkverbindungen, um Phishing und Malware bereits beim ersten Kontakt zu stoppen. Unternehmen erhalten so wirksamen Schutz, ohne eigene KI-Expertise aufbauen zu müssen.
Cyberangriffe – so können Sie sich wehren

Cyberangriffe nehmen zu und die potenziellen Schäden gerade für den Mittelstand sind gewaltig. Unser Cyber-Security-Whitepaper verrät, wie wirksamer Schutz vor Kriminellen gelingt:

  • Zahlen, Daten und Fakten zur Bedrohung durch Cyberattacken
  • Einblicke in Angriffsmethoden wie Malware, Ransomware und mehr
  • Maßnahmenplan, um Ihr Unternehmen effektiv zu schützen

Unser Fazit: Künstliche Intelligenz greift an – aber Sie sind nicht schutzlos

Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen KI-gestützten Angriffen oft mit begrenzten IT-Ressourcen gegenüber. Umso wichtiger sind Sicherheitslösungen, die Bedrohungen automatisiert erkennen und im Hintergrund wirksam abwehren. Angebote wie Microsoft Defender for Business helfen KMU dabei, ihre Endgeräte zentral zu schützen – ohne hohen Administrationsaufwand oder eigene Security-Teams.

FAQ: KI Cyber Security – häufige Fragen von Unternehmen

Unkenntlicher Computerhacker tippt auf einem Smartphone

Lookout for Small Business

Schützen Sie Ihre gemeinschaftlich genutzten mobilen Endgeräte ganz einfach mit der Lookout-App vor Cyber-Angriffen.

Integrieren Sie Lookout in Ihre bestehenden Unified Endpoint Management-Lösungen (UEM) und steuern somit den einfachen Roll-out in Ihrer mobilen Flotte.

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