Videotelefonie: Zoom, WhatsApp & Co. – so bleibst Du mit der Familie in Kontakt

Das Coronavirus zwingt die Gesellschaft aktuell zu besonderen Vorsichtsmaßnahmen. Jetzt heißt es stark sein und sicherheitshalber zu Hause bleiben. Deine sozialen Kontakte musst Du aber nicht beschränken: Über Videoanrufe mit Skype, WhatsApp und Co. kannst Du mit Deinen Liebsten praktisch direkt sprechen – fast so, als wärst Du mit ihnen im selben Raum. Wie das funktioniert, erfährst Du hier.

Videotelefonie mit WhatsApp: Schritt für Schritt

WhatsApp kannst Du Dir bequem im Google Play Store oder App Store holen (Download: Android / iOS). Sobald die kostenlose App auf Deinem Handy ist, kann es direkt losgehen. Deine Kontakte importiert WhatsApp automatisch. Den Videoanruf kannst Du mit dem Messenger dann ganz einfach im Chatfenster starten. Folge dabei diesen Schritten:
  • Wähle in der Kontaktliste die Person aus, die Du per Videoanruf kontaktieren möchtest.
  • Egal ob bei iOS oder Android: Oben rechts ist ein Telefonhörer und eine Videokamera. Tippe auf das Symbol mit der Kamera.
  • Alles weitere passiert automatisch. Der Angerufene muss den Anruf nur noch annehmen.
  • Bei WhatsApp ist inzwischen auch Gruppen-Videotelefonie möglich. Wie das geht, erfährst Du in diesem separaten Ratgeber für WhatsApp.
  • Bislang war der Videoanruf auf vier Teilnehmer begrenzt. Ein Update erlaubt nun aber bis zu 8 Personen in einem Call.

Tipp: WhatsApp gibt es nun mit schickem Dark Mode. Im verlinkten Artikel erfährst Du, wie Du beim Messenger das Design umstellst.

Facebook Messenger für Videotelefonie

Für WhatsApp gibt es Konkurrenz aus dem eigenen Hause: Auch der Facebook Messenger bietet Videocalls an. Du kannst etwa einen Gruppen-Chat mit Deinen Freunden erstellen. Anschließend wählst Du nur noch das Videosymbol an, um den Anruf zu starten.

Gegenüber WhatsApp hat der Facebook Messenger den Vorteil, dass Du auch Personen anrufen kannst, Die das soziale Netzwerk im Browser auf ihrem Laptop nutzen. So können dann etwa PC- und Smartphone-Nutzer miteinander telefonieren. Der Dienst unterstützt Videocalls mit bis zu 50 Personen. Jeder Teilnehmer benötigt ein eigenes Facebook-Konto.

Google Hangouts: Das simple Videocall-Tool für Android

Gerade wenn Du mit älteren Verwandten oder Android-Nutzern zu tun hast, ist Google Hangouts eine bequeme Möglichkeit für Videotelefonie. Es ist lediglich ein Google-Konto erforderlich. Anschließend kannst Du über die App (für iOS und Android verfügbar) oder Deinen Browser (via Hangouts-Webseite) eine Sitzung erstellen. Den Link hierfür kannst Du bequem an Deine Freunde oder Verwandten via Messenger schicken. Sie müssen nur darauf klicken, um einzusteigen.

Wer ein Android-Smartphone besitzt, hat meist auch ein Google-Konto. Deshalb ist Hangouts eine besonders einfache Möglichkeit, einen Anruf mit Video zu starten. Bis zu 10 Personen können teilnehmen (für Business-Nutzer der G-Suite sind über Google Meet Anrufe mit bis zu 150 Personen möglich).

Videoanrufe mit Skype: So klappt es

Microsofts Skype ist der Klassiker unter den Videotelefonie-Programmen. Einfach die Software herunterladen und installieren. Anschließend eröffnest Du ein Konto oder loggst Dich mit Deinen bereits vorhandenen Daten ein. So startest Du mit Skype dann einen Videoanruf:

  • Wähle einen Kontakt aus Deiner Kontaktliste (die Zeile links).
  • Klicke mit der linken Maustaste auf das Kamera-Symbol. Das funktioniert sowohl mit der Desktop- als auch der Mobile-Version.
  • Ist alles erzählt, reicht es, auf den roten Hörer zu klicken, um den Anruf zu beenden.

Videoanrufe mit FaceTime: Die Anleitung

Wenn Du ein iPhone oder ein iPad besitzt, kannst Du für Videoanrufe auch auf FaceTime zugreifen: Die Software bietet seit iOS 13 die Möglichkeit, Gruppenvideoanrufe zu starten, an denen bis zu 32 Personen teilnehmen können. Alle Infos dazu und wie Du einen Gruppenanruf mit FaceTime initiierst, kannst Du im verlinkten Artikel nachlesen.

Videotelefonie mit Signal: So geht's

Auch der Krypto-Messenger Signal (Download: Android / iOS) erlaubt Videotelefonie. Die Anwendung eignet sich für alle, die Wert auf Datensicherheit legen. Nachrichten und Medien sind nämlich Ende-zu-Ende-verschlüsselt und Signal hat keinen Zugang zu den persönlichen Daten. Vor allem aber ist die App Quelloffen, sodass der Programmcode keine Geheimnisse vor seinen Nutzern verbirgt. So nutzt Du Videotelefonie mit Signal:

  • Öffne ein Chatfenster mit dem "Verfassen"-Button (Stift-Symbol), um Deine Kontaktliste anzuzeigen.
  • Tippe eine Rufnummer ein oder wähle einen bereits gespeicherten Kontakt aus.
  • Jetzt tippst Du auf das Telefon mit einer Sperre.
  • Starte einen Videoanruf, indem Du auf das Kamera-Symbol tippst.
  • Der Anrufbildschirm startet, das typische Klingeln beginnt – jetzt muss der Angerufene nur noch annehmen.

Virtuelle Meetings mit Zoom

Das bisher ungeliebte Tool Zoom erlebt einen zweiten Frühling: Es ist nämlich für Home-Office wie gemacht. "Zoom Cloud Meetings" erlaubt virtuelle Meetings und Webkonferenzen. Die App gibt es für Android, iOS sowie Deinen Windows-PC. Sie hat aber auch ein kleines Manko.

Zoom ist zwar kostenlos, dafür aber auch von Haus aus beschränkt: Die Gratisversion beschränkt Videoanrufe auf maximal 40 Minuten. Wer das Tool komplett nutzen möchte, muss ein Monatsabo abschließen. Dieses kostet 14 Euro pro Monat und bietet Funktionen wie ein virtuelles Whiteboard. Das Lohnt sich also nur für arbeitsbedingte Meetings. Für Videochats mit Eltern, Freunden oder Bekannten sind die folgenden Apps besser geeignet.

Welche App benutzt Du, um Kontakt mit Deinen Liebsten zu pflegen? Verrate es uns im Kommentar-Bereich!