Morden im Norden: Die Drehorte im Überblick

Schon seit 2012 ermittelt Hauptkommissar Finn Kiesewetter mit seinen Kolleg:innen in Lübeck. Viele der Drehorte von "Morden im Norden" befinden sich aber außerhalb der Stadt. Wir zeigen sie in der Übersicht.

Zwölf Staffeln von "Morden im Norden" liefen bereits im Vorabendprogramm des Ersten. Staffel 13 folgt wahrscheinlich im Herbst 2026. Seit der ersten Folge ist Finn Kiesewetter (Sven Martinek), der Kopf des Ermittlerteams, dabei: Zu Beginn der Serie zieht er aus Brandenburg zurück in seine Heimatstadt Lübeck. Aber auch wenn die Serie in der Hansestadt spielt – gedreht wird überwiegend woanders.

Das Wichtigste in Kürze 

  • Die ARD-Vorabendserie "Morden im Norden" spielt zwar in Lübeck, aber viele Drehorte sind in Hamburg und Umgebung.
  • Die Polizeistation ist in Wahrheit ein Bürogebäude in Hamburg-Hamm.
  • Auch viele Innenaufnahmen der Wache entstehen dort.
  • Kommissar Kiesewetters Wohnhaus war einst ein Jugendheim im Norden Lübecks.

Morden im Norden: Das ist der Drehort für die Polizeistation

Die Polizeistation ist in "Morden im Norden" ein zentraler Schauplatz: Hier haben Kommissar Kiesewetter, Kriminaldirektor Lars Englen (Ingo Naujoks) und Kriminalobermeisterin Nina Weiß (Julia E. Lenska) ihre Büros. Das Revier hat in der Serie keinen speziellen Namen – und es ist fiktiv.
Als Drehort für die Wache in "Morden im Norden" dient ein Bürogebäude am Hammer Deich in Hamburg-Hamm. Während der Dreharbeiten wird vorübergehend ein "Polizei"-Schild an der Fassade des dreistöckigen Gebäudes angebracht. 

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Die Innenaufnahmen für die Polizeistation entstehen nicht im Studio, sondern in der unteren Etage des Bürogebäudes. Dort befinden sich unter anderem das Vernehmungszimmer, der Flur, die Wache selbst. Der Innenhof des Bürokomplexes ist ebenfalls bei "Morden im Norden" zu sehen: Er dient als Kulisse für Szenen vor der Polizeistation.

Hinter dem Gebäude fließt die Bille entlang. In der Serie liegt das Boot der Wasserschutzpolizei am dortigen Steg. Die charakteristischen Türme der Lübecker Kirchen werden digital in den Hintergrund eingefügt.

Übrigens war dieses Bauwerk nicht immer der Drehort für die Wache: In den ersten Folgen zeigte die Serie die Fassade eines ehemaligen Krankenhauses in Hamburg-Eilbek. Danach stand die Außenseite eines Gebäudes an der Friedrichberger Straße in Hamburg als Polizeistation zur Verfügung.

Das sind die Drehorte von Morden im Norden in Lübeck

Die Kommissar:innen von "Morden im Norden" beschäftigen sich in Lübeck mit ihren Fällen. Damit das in der Serie authentisch wirkt, sind oft markante Orte aus der Stadt zu sehen. Dazu gehören das berühmte Holstentor, der Marktplatz, der Hafen, die Ober- und Untertrave, die Altstadt und der Strand Travemünde.

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Szenen der Handlung werden in Lübeck aber kaum gedreht, es geht eher darum, die Atmosphäre der Stadt einzufangen.

Morden im Norden: Hier steht das Wohnhaus von Kommissar Kiesewetter

Das rot geklinkerte Haus von Finn Kiesewetter könnte in der Serie kaum idyllischer sein: Es steht direkt an einer Steilküste am Ostseeufer, umgeben von Wiesen und Bäumen. Passenderweise heißt es "Seeblick". Dieses Gebäude ist zumindest in den Anfangsjahren der Serie öfter zu sehen. Der Drehort befindet sich im nördlichsten Stadtbezirk von Lübeck – dem 100-Einwohner:innen-Ort Brodten.

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Tatsächlich handelt es sich bei dem Gebäude um das "Jugendhaus Seeblick". Die  Jugendorganisation "SJD – Die Falken" veranstaltete dort ab Mitte der 1950er-Jahre Freizeiten für Kinder und Jugendliche. Allerdings rückte die Abbruchkante des Ufers immer näher an das Gebäude heran – zuletzt bis auf wenige Meter. Die Stadt Lübeck hatte darum bereits im Februar 2024 die Nutzung als Jugendfreizeitheim verboten. Laut NDR wird das Haus bald abgerissen.

Blick auf die Steilküste und den abgesperrten Uferweg vor dem geschlossenen Jugendhaus "Haus Seeblick"

Der Drehort für das Gefängnis in Morden im Norden

Wenn die Kommissar:innen in "Morden im Norden" ihrer Arbeit nachgehen, verhaften sie natürlich immer wieder Verdächtige – oder Angeklagte müssen hinter Gittern.

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Oft siehst Du in den Folgen darum ein großes Gefängnis. Der Drehort für die Fassade ist die Justizvollzugsanstalt in Hamburg-Fuhlsbüttel, umgangssprachlich "Santa Fu" genannt. Im echten Leben bietet die Einrichtung im geschlossenen Vollzug Platz für knapp 400 Gefangene.

    Weitere Drehorte von Morden im Norden: Museumsdorf, Theaterschiff, Heilanstalt

    In den bisher 182 Episoden von "Morden im Norden" waren noch viele andere Drehorte zu sehen. Viele davon sind öffentliche Orte, die Du besuchen kannst.

    An diesen Locations entstanden zum Beispiel Aufnahmen für die Serie:

    • Das Theaterschiff "Batavia" in Wedel war der Drehort für Folge 13 von Staffel 4, "Aschenputtel". In der Serie fungiert es als Restaurant-Schiff "Lübecker Perle".
    • Das Museumsdorf Seppensen in Buchholz (Nordheide) diente als Kulisse in "Kinder des Lichts". Eine Sekte wohnte in Episode 58 von Staffel 4 im "Sniers Hus".
    • Das Thekla-Haus ist ein leer stehendes Gebäude der Lungenheilanstalt Edmundsthal-Siemerswalde in Geesthacht (Schleswig-Holstein). Der Drehort verwandelt sich in der 10. Folge von Staffel 7, "Schuld und Sühne", in ein Seniorenheim.
    • Die "Morden im Norden"-Crew war auch schon auf Gut Basthorn im Kreis Stormarn zwischen Lübeck und Hamburg zu Gast. Eine Pferdescheune und eine Jagdhütte hielten als Drehorte für Folge 15 der 7. Staffel her, "Alte Heimat".
    • In der Folge "Fatale Begegnung" ist Travemünde ein Drehort von "Morden im Norden". Die 6. Folge der Staffel 3. Staffel zeigt unter anderem das Maritim Strandhotel, die Strandpromenade und den Alten Leuchtturm.
    • Der Steinbeker Markplatz in Hamburg-Billstedt verwandelte sich in der 10. Staffel der Vorabendserie in den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) von Lübeck.

    Weitere Drehorte für "Morden im Norden" waren unter anderem das Bürogebäude "Störtebeker-Haus" im Hamburger Stadtteil Hamm und die Asklepios Klinik in Hamburg-Altona.

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