Freakier Friday in der Filmkritik: Verwandelt sich die Körpertausch-Comedy mit Lindsay Lohan & Jamie Lee Curtis erneut zum Hit?

Kinder verstehen ihre Eltern nicht und umgekehrt: Die „Freaky Friday“-Filme fragen sich, wie man das ändern könnte und lassen dafür ihre Hauptcharaktere die Körper tauschen. Diese Formel ist einfach, aber unterhaltsam. Ob das auch für die Fortsetzung „Freakier Friday“ gilt, durften wir bereits vor Kinostart am 7. August 2025 herausfinden. Warum Du einen Blick riskieren solltest, erfährst Du in der Kritik zu „Freakier Friday“.

Körpertausch-Komödien tauchen immer mal wieder auf – mal in Form fragwürdiger Klischees wie in „Hot Chick“ (2002), mal als quietschbunter Spaß wie „Freaky Friday – Ein voll verrückter Freitag“ (2003) mit Lindsay Lohan und Jamie Lee Curtis. Manchmal bekommt das Genre sogar einen Horror-Twist, wie in „Freaky – Körpertauch mit einem Killer“ (2020).

Schön ist es besonders, wenn der Körpertausch eben mehr ist als nur ein witziges Gimmick. Ob das beim 2025er-Sequel mit Lindsay Lohan und Jamie Lee Curtis der Fall ist, schauen wir uns in der Kritik zu „Freakier Friday“ an.

Hier siehst Du den Trailer zu „Freakier Friday“:

Freakier Friday: Die Story der Komödie mit Lindsay Lohan

Anna Coleman (Lindsay Lohan) ist nach den Ereignissen in „Freaky Friday“ (2003) erwachsen geworden. Sie hat eine Familie gegründet, ist verwitwet und sich von der Sängerin einer Teenie-Rockband zur Musikproduzentin entwickelt. Ihre Mutter, Tess Coleman (Jamie Lee Curtis), betreibt mittlerweile einen Psychologie-Podcast. Harper Coleman (Julia Butters) ist Annas Tochter und bringt die gewohnte Portion Aufmüpfigkeit mit.

Die Familiendynamik wird komplett auf den Kopf gestellt, als Anna sich wieder der Liebe öffnet und den charmanten Eric Davies (Manny Jacinto) kennen- und lieben lernt und damit auch ihre baldige Stieftochter Lily Davies (Sophia Hammons). Diese knabbert einerseits an dem Verlust ihrer leiblichen Mutter und trauert auch ihrer Heimat England nach.

Als die Hochzeit von Anna und Eric ansteht, spielt die Patchworkfamilie völlig verrückt. Die Teenagerinnen Harper und Lily können einander nicht ausstehen und finden außerdem notorisch alles doof, was ihre Eltern und Stiefeltern tun. Es kommt zum unvermeidbaren Körpertausch: Anna tauscht mit ihrer Tochter Harper und Tess mit ihrer baldigen Stiefenkeltochter Lily.

Harper und Lily nutzen ihr neugewonnenes Erwachsenendasein, um die bevorstehende Hochzeit ihrer Eltern zu verhindern. Die Teenies sind der Meinung, dass die beiden Familien eigentlich nicht zusammenpassen. Anna und Tess hingegen versuchen ihre Erfahrungen aus dem Vorgängerfilm einzubringen, um den Körpertausch schnellstmöglich rückgängig zu machen. Dabei ist es eigentlich ganz sinnvoll, sich mal wieder in das Leben der jeweils anderen Generation hineinzuversetzen.

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Jamie Lee Curtis ist die zauberhafteste Scene-Stealerin

In „Freakier Friday“ überzeugt uns Jamie Lee Curtis durchweg. Besonders nach dem Körpertausch , wenn sie als Lily plötzlich selbstironisch über Alterserscheinungen klagt, auf ihre schmalen Lippen anspielt und ihrem älteren Körper unbedingt ein Glow-up verpassen will, dann sorgt sie für herrlich selbstbewusste Comedy-Momente. Trotzdem nimmt sie nicht zu viel Raum ein, um den Jungdarstellerinnen nicht die Show zu stehlen.

Curtis kann aber auch anders: Wenn sie voll aufdreht und in den Comedy-Modus schalten – mit viel Mimik, großen Gesten und Slapstick. Im allerbesten Sinne und mit vollem Respekt vor dem jahrzehntelangen Schaffen einer etablierten Charakterdarstellerin, die von Drama über Comedy bis Horror alles mit der gegebenen Leidenschaft spielt, sagen wir: Coole Oma!

An diesem Punkt ihrer Karriere ist Jamie Lee Curtis (fast) immer eine sichere Bank, sofern der Film das zulässt. Gegen das bescheidene Drehbuch der Videospielverfilmung „Borderlands“ (2024) konnte auch sie nichts tun. In „Freakier Friday“ hat sie sichtlich Freude – das zeigen auch die Versprecher während des Abspanns.

In dieser Szene aus Freakier Friday sitzen Jamie Lee Curtis als Tess Coleman und Lindsay Lohan als Anna Coleman nebeneinander in einer dunklen, stimmungsvoll beleuchteten Bar. Beide blicken gespannt und etwas besorgt nach vorn, vor ihnen liegt eine glitzernde Kristallkugel. Die Atmosphäre wirkt geheimnisvoll und leicht surreal – passend für eine Freakier Friday Kritik

Lindsay Lohan spielt zurückhaltender – und das tut gut

Lindsay Lohan spielt dagegen fast schon zurückgenommen und ruhig. Das ist sicherlich nichts, worüber wir stolpern, aber es ist ein deutlicher Kontrast zum Vorgängerfilm. Vor allem strahlt Lohan in jeder Szene aus, gerne zu spielen und präsent zu sein. Und das ist auf einer anderen Ebene regelrecht heilsam, wenn man bedenkt, dass Lindsay Lohan mit Mitte dreißig das Studiosystem Hollywood mit allen Höhen und Tiefen durchgespielt hat und durch den Boulevard der Klatschpresse geschleift wurde. Wir sehen sie gerne und wieder öfter auf der Leinwand.

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Kleiner Wehrmutstropfen ist Manny Jacinto als Eric. Nicht etwa, weil er nicht spielen könnte – das kann er. Aber er bekommt schlichtweg nichts weiter zu tun als Mr. Perfect zu sein. Sein Charakter passt auf einen Bierdeckel: McDreamy. Ein paar Ecken und Kanten hätten ihm auch irgendwie gut zu Gesicht gestanden.

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Auf dem Bild aus Freakier Friday stehen Julia Butters als Harper Coleman, Lindsay Lohan als Anna Coleman, Jamie Lee Curtis als Tess Coleman und Sophia Hammons als Lily Davies in Schlafanzügen nebeneinander. Alle wirken erschrocken oder überrascht, besonders Anna hält sich den Kopf. Die Szene vermittelt ein chaotisch-komisches Familienmoment – ideal für eine Freakier Friday Kritik.

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„Freakier Friday“ präsentiert sich, wie schon der erste Teil, als bunt und vermeintlich zeitgeistig. Doch die Patchworkfamilie kommt mit status- und milieuorientiertem Denken daher: Geld spielt keine Rolle, Besserverdienende daten halt andere Besserverdienende. Ein wenig ernüchternd ist auch der Fakt, dass ein Disney-Familienfilm aus dem Jahr 2025 im Prinzip keine queeren Figuren offen abbildet. Der Assistent von Anna wirkt durch seine betont femininen und grazilen Eigenschaften queer-codiert – eine Darstellung, die homosexuelle Klischees aufgreift, ohne jedoch durch konkrete Handlungen oder Beziehungen Rückschlüsse auf seine Sexualität zuzulassen.

Dass sich außerdem ein jüngerer Mann in eine ältere Frau verliebt, wird in „Freakier Friday“ als Dauergag erzählt. Wir finden es ein bisschen befremdlich, dass sich die Teenagerin Harper im Körper ihrer Mutter umgehend in den Ex-Freund ihrer Mutter verguckt und das eher als niedlich und süß erzählt wird.

In Bezug auf Stereotype, Diversität und sozialen Differenzen hätten wir von Drehbuchautorin Jordan Weiss mehr erwartet, die mit den Serien „Dollface“ und „Harley Quinn“ schon mal progressiver unterwegs war.

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Im Bild aus Freakier Friday stehen Julia Butters als Harper Coleman und Sophia Hammons als Lily Davies nebeneinander in einem hellen Raum. Beide sind von Kopf bis Fuß mit bunter Farbe verschmiert und schauen ernst oder leicht genervt. Ihre Kleidung und Gesichtsausdrücke deuten auf ein kürzliches Chaos hin – eine humorvolle Szene für die Freakier Friday Kritik.

Freakier Friday in der Kritik: Unser Fazit

„Freakier Friday“ ist unserer Meinung nach charmantes Eskapismuskino und absolut für einen Sonntagnachmittag im Lichtspielhaus geeignet. Lindsay Lohan und Jamie Lee Curtis haben eine wunderbare Leinwandchemie und werden Fans des ersten Films sicherlich noch einmal abholen. Dazu gehört leider auch ein konservativer Grundtenor, den man zumindest im Hinterkopf behalten kann. Doch die Kernaussage, sich auf andere Menschen einzulassen und sich selbst zu hinterfragen, ist in jedem Fall eine schöne.

Fazit: „Freakier Friday“ ist keine filmische Offenbarung, aber in jedem Fall unterhaltsames und kurzweiliges Popcornkino mit spielfreudigem Cast und buntem Anstrich. Wenn Du „Freaky Friday“ mochtest, wirst Du vermutlich auch die Fortsetzung „Freakier Friday“ feiern.

Feiern Körpertausch-Comedys ein kleines Comeback? Im Oktober 2025 erscheint mit „Good Fortune – Ein ganz spezieller Schutzengel“ der nächste Film dieses Genres. In der Hauptrolle: Keanu Reeves. Diesmal tauschen Arm und Reich die Plätze. Was sonst noch ins Kino kommt, liest Du hier:

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Freakier Friday

Genre: Komödie / Körpertausch
Start: 07. August 2025 (Kino)
Laufzeit: 111 Minuten
Altersfreigabe: FSK 0
Regie: Nisha Ganatra
Drehbuch: Jordan Weiss
Basiert auf: „Freaky Friday“ (2003) & „Freaky Friday“ (Roman, 1972)

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