Conjuring 4: Diese wahre Geschichte steckt hinter dem Horrorfilm

Der Horrorfilm „Conjuring 4: Das letzte Kapitel“ basiert auf einem realen Spukfall rund um Jack und Janet Smurl, der sich in den 1980er-Jahren ereignet haben soll. Bis heute sorgen die gruseligen Geschehnisse für Diskussionen. In diesem Artikel erzählen wir Dir die wahre Geschichte hinter "Conjuring 4".

Die "Conjuring"-Reihe greift reale Spuk- und Besessenheitsfälle auf. Auch der vierte Teil basiert auf Aussagen echter Menschen. Diesmal steht die Familie Smurl im Mittelpunkt. In ihrem Haus soll es über Jahre hinweg übernatürliche Vorfälle gegeben haben.

Die richtige Reihenfolge der "Conjuring"-Filme

Die dramatischen Ereignisse gehören zu den bekanntesten Fällen des Geisterjägerpaars Ed und Lorraine Warren. Ihre Nachforschungen und die Aussagen der Familie bilden die Vorlage für „Conjuring 4“.

Das Wichtigste in Kürze

  • "Conjuring 4" erzählt die angeblich wahre Geschichte der Familie Smurl aus den 1970er- und 1980er-Jahren.
  • Das Geisterjägerpaar Ed und Lorraine Warren berichtet von vier übernatürlichen Wesen, die dort ihr Unwesen treiben.
  • Die Geschehnisse gehören zu den bekanntesten Spukberichten in der amerikanischen Geistergeschichte.

Die wahre Geschichte hinter Conjuring 4: Wer sind Jack und Janet Smurl?

Jack und Janet Smurl sind ein Ehepaar aus den USA. Im August 1973 ziehen sie mit ihren beiden kleinen Töchtern in eine Doppelhaushälfte in West Pittston, Pennsylvania. Später bekommen sie noch Zwillinge. Anfangs leben sie ruhig und unauffällig in ihrem neuen Zuhause.

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Doch ab 1974 geben sie an, von übernatürlichen Phänomenen terrorisiert zu werden. Die Familie, inklusive Jacks Eltern in der angrenzenden Haushälfte, berichtet von Störungen wie Geräuschen, Gerüchen und flackernden Lichtern. Und sogar von einem Fernseher, der in Flammen aufgeht, einem mysteriösen Fleck, der über Nacht auf dem Teppich erschien, und sich bewegenden Möbeln.

Zudem sollen die Wasserleitungen wiederholt undicht sein, obwohl sie von einem Klempner repariert wurden, und auf den Badezimmerarmaturen sind plötzlich starke Kratzer zu sehen.

Der Horror nimmt seinen Lauf: Berichte über Spuk und Gewalt

Im Jahr 1977 steigern sich die gemeldeten Ereignisse dramatisch. Laut Familie Smurl spülen Toiletten ohne menschliches Zutun, Schritte hallen auf der Treppe wider, Schubladen öffnen und schließen sich ohne Zutun, Radios funktionieren, auch wenn sie nicht angeschlossen sind, und Schaukelstühle schaukeln, obwohl sie leer sind. Ein durchdringender saurer Geruch erfüllt angeblich das Haus und schafft eine Atmosphäre ständiger Unruhe und Angst im Haushalt.

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Im Haus soll es nun auch oft extrem kalt sein und in der Küche eine seltsame Gestalt ohne Gesichtszüge erscheinen. Auch Gewalt spielt angeblich eine Rolle: Eine unsichtbare Kraft soll den Hund Simon gegen die Wand schleudern – und Tochter Shannon wird die Treppe hinuntergestoßen. Jack Smurl sagt sogar, dass ihn ein Dämon sexuell angegriffen habe.

Die Smurls gehen an die Öffentlichkeit

Nachdem mehrere Versuche mit einem Exorzismus nichts gebracht haben, beschließen Jack und Janet Smurl Mitte 1986 ihre Geschichte öffentlich zu machen. Sie hoffen, Hilfe zu bekommen und Antworten zu finden. Dafür treten sie in bekannten US-Sendungen wie „Larry King Live“ und „Entertainment Tonight“ auf. Ihre Berichte machen das Ehepaar über Nacht landesweit bekannt.

Zudem wenden sie sich an das Geisterjägerpaar Ed und Lorraine Warren. Die untersuchen das Haus und sagen, dort seien vier Geister aktiv. Darunter eine alte Frau, ein wütendes Mädchen, ein im Haus verstorbener Mann und ein besonders böser Dämon. Laut der Organisation der Warrens, der heutigen „New England Society for Psychic Research“, nutzt der Dämon die anderen Geister, um die Familie gezielt anzugreifen.

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Ed Warren berichtet später in einem Interview mit der Zeitung „Times Leader“, dass er die dunkle Energie schon in der ersten Nacht gespürt habe. Er setzt Weihwasser, ein Kruzifix und geweihtes Öl ein. Plötzlich bewegen sich die Möbel von selbst. Auch die Temperatur im Raum fällt laut seiner Aussage abrupt um etwa 30 Grad Celsius. Dazu hört er ein rasselndes Geräusch, das die Situation noch gruseliger macht.

Die wahre Geschichte hinter Conjuring 4: Was passiert danach mit den Smurls?

Ebenfalls im Jahr 1986 veröffentlichen die Smurls in Zusammenarbeit mit den Warrens ein Buch über ihre Erfahrungen, das den Titel „The Haunted: One Family’s Nightmare” trägt. Fünf Jahre später folgt eine Filmadaption mit Schauspielerin Sally Kirkland in der Rolle der Janet Smurl.

Laut Medienberichten sind es aber nicht die Warrens, die den Spuk beenden. Stattdessen gelingt es dem lokalen Geistlichen Reverend Joseph Adonizio die dämonische Präsenz mithilfe intensiver Gebete zu vertreiben.

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Ganz verschwindet das Unheimliche jedoch nicht. Janet Smurl berichtet im Jahr 1987, dass sie noch immer merkwürdige Klopfgeräusche hört und gelegentlich dunkle Gestalten im Haus sieht. Um einen Neuanfang zu starten, zieht die Familie ein Jahr später nach Wilkes-Barre (Pennsylvania).

Jack Smurl stirbt 2017 im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Diabeteserkrankung. Seine Tochter Carian tritt heutzutage gelegentlich als paranormale Ermittlerin in Erscheinung.

Was passiert mit dem Spukhaus?

Das Spukhaus verkaufen die Smurls an einen Mann namens Richard Bridle, der die Immobilie als Mietwohnung nutzt. Noch im selben Jahr zieht Debra Owens ein, die dort allerdings nie etwas Ungewöhnliches oder Übernatürliches bemerkt.

Kritik und Kontroversen rund um die wahre Geschichte der Smurls

In den 1980er-Jahren berichten viele Medien über den Fall, stellen aber auch viele Fragen. Manche Journalist:innen glauben, dass die Smurls und die Warrens sich nur Aufmerksamkeit verschaffen wollten. Auch Psycholog:innen zweifeln an der Geschichte. Man verweist auch auf Jack Smurls frühere Gehirnoperation, die möglicherweise Gedächtnisstörungen verursacht.

Sie vermuten, dass die Erlebnisse aus innerem Stress, Ängsten oder sogar Halluzinationen entstanden sind. Ob die Ereignisse nun wahr sind oder nicht: Die Geschichte der Smurls ist längst Teil des modernen Gruselmythos der USA.

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