Ab wie viel Jahren ist Instagram erlaubt und was sollten Eltern wissen?

Stories, Reels, Bilder: Instagram gehört zu den beliebtesten Social-Media-Apps, auch bei jungen Nutzer:innen. Doch wie alt muss man sein, um bei dem Netzwerk mitzumachen? Wir verraten, ab wie viel Jahren die Instagram-Teilnahme erlaubt ist und was Eltern beachten sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab welchem Alter jemand Instagram nutzen kann, ist klar geregelt: Erlaubt ist die Anmeldung ab 13 Jahren.
  • Bei der Anmeldung wird das Geburtsdatum abgefragt.
  • Instagram nutzt künstliche Intelligenz, um herauszufinden, ob Nutzer:innen falsche Angaben machen.
  • 13- bis 17-Jährige bekommen automatisch ein Teen-Konto mit eingeschränkten Funktionen, um Jugendliche zu schützen.

Instagram: Ab welchem Alter ist die Registrierung zugelassen?

Ab wann darf man Instagram haben und sich in der App anmelden? In den Nutzungsbedingungen des sozialen Netzwerks ist das klar geregelt. Dort heißt es: "Du musst zur Nutzung von Instagram mindestens 13 Jahre alt sein oder das in Deinem Land erforderliche gesetzliche Mindestalter haben." Letzteres bezieht sich auf Staaten wie Südkorea und Spanien: Dort sind 14 Jahre vorgeschrieben. In Deutschland gelten 13 Jahre.

Instagram: Konto privat stellen – so geht’s

Wenn sich ein Teenager im Alter zwischen 13 und 17 Jahren bei Instagram registriert, trifft die Plattform nach eigener Aussage "Vorkehrungen für eine altersgerechte Nutzung" – mit einem sogenannten Teen-Konto. Das soll die jungen Leute zum Beispiel vor unerwünschten Kontakten schützen und mehr Privatsphäre bieten. (Mehr dazu weiter unten.)

Für Verwirrung sorgt manchmal die Tatsache, dass die Instagram-App in den App-Stores von Apple und Google eine Altersfreigabe von 12 Jahren hat. Aber das heißt nur, dass Kinder die Anwendung herunterladen dürfen. Ab wie viel Jahren jemand Instagram verwenden kann, ändert sich dadurch nicht: Es ist erst ab 13 Jahren erlaubt, einen Instagram-Account zu erstellen.

Wie überprüft Instagram das Alter von neuen Mitgliedern?

Bei der Account-Erstellung fragt Instagram das Alter beziehungsweise das Geburtsdatum ab. Theoretisch können jüngere Kinder bei ihrem Alter schummeln. Doch Instagram überprüft die Altersfreigabe – und nutzt dafür künstliche Intelligenz. Ein Algorithmus untersucht zum Beispiel Nachrichten und Kommentare, um herauszubekommen, ob das angegebene Alter stimmt. Ein Beispiel: Jemand gibt bei Instagram an, 14 Jahre alt zu sein – aber in einer aktuellen Nachricht bekommt die Person Glückwünsche mit dem Inhalt "Alles Gute zum 12. Geburtstag!".

Instagram: Einschränken – das steckt hinter der Funktion

In dem Fall fordert Instagram das potenzielle neue Mitglied auf, dieses Alter nachzuweisen. Dafür gibt es verschiedene Methoden:

  • Hochladen eines Identitätsnachweises (zum Beispiel Ausweis)
  • Aufnahme eines Videoselfies (anhand der Gesichtszüge wird geprüft, ob das angegebene Alter stimmt)
  • Sogenanntes Social Vouching (drei Instagram-Mitglieder über 18 Jahren bestätigen das Alter)

Instagram: Alter nachweisen – so geht’s

Tipp: Instagram fordert seine Nutzer:innen nicht nur bei der Anmeldung dazu auf, ihr Alter zu bestätigen. Das kann zum Beispiel auch passieren, wenn jemand sein Geburtsdatum in der App ändert.

Das Teen-Konto: Diese Einschränkungen gelten für Teenager

Für junge Nutzer:innen gibt es ein paar Einschränkungen bei der Nutzung von Instagram. Ende 2024 hat das soziale Netzwerk sogenannte Teen-Konten eingeführt: Sie sind für alle Mitglieder zwischen 13 und 17 Jahren vorgesehen. Was das genau bedeutet und welche Möglichkeiten Eltern damit haben, erklären wir im Artikel Instagram: Teen-Konto – das solltest Du dazu wissen.

Das sind einige der Schutzfunktionen von Teen-Konten:

  • Das Konto ist standardmäßig privat: Nur bestätigte Follower:innen können Beiträge, Stories und Reels von Teen-Konten sehen.
  • Eingeschränkte Nachrichtenfunktion: Jugendliche können nur von Personen kontaktiert werden, denen sie folgen oder mit denen sie schon Kontakt hatten.
  • Eingeschränkte Interaktionsmöglichkeiten: Andere Instagram-Nutzer:innen können Teenager nur markieren oder erwähnen, wenn diese ihnen folgen.
  • Filter für sensible Inhalte: Anstößige Begriffe in Kommentaren werden ebenso gefiltert wie Gewaltdarstellungen oder "kosmetische Eingriffe", wie es bei Instagram heißt.
  • Zeitlimit: Nach 60 Minuten erhalten Teenager eine Erinnerung, die App zu schließen.
  • Schlafmodus: Zwischen 22 Uhr und 7 Uhr schaltet die App Benachrichtigungen stumm und verschickt entsprechende automatische Antworten auf Direktnachrichten.

Wenn Jugendliche unter 16 Jahren weniger strenge Einstellungen bei Instagram verwenden wollen, brauchen sie dazu die Einwilligung ihrer Eltern.

TikTok: Ab wie viel Jahren kannst Du die Social-Media-App nutzen?

Wichtig zu wissen: Erwachsene können bei Instagram keine Nachrichten an unter 18-Jährige senden. Es gibt aber eine Ausnahme: 18- und 19-Jährige dürfen private Messages an Minderjährige schicken, wenn diese ihnen folgen und der Altersunterschied maximal zwei Jahre beträgt. So sollen Kontakte etwa zwischen Klassenkamerad:innen und Freund:innen möglich sein.

Wie können Eltern ihre Kinder auf Instagram schützen?

Kinder können Videos und Beiträge öffentlicher Instagram-Profile auch ohne eigenes Konto ansehen, wenn sie das über den Browser tun. Kommentieren, liken und selbst etwas posten können sie dann aber nicht.

Eltern haben also keinen Einfluss darauf, ob und welche öffentlichen Inhalte ihr Kind eventuell sieht. Darum ist es besser, zusammen einen Account zu erstellen – mit dem korrekten Geburtsdatum. Dann lässt sich außerdem die sogenannte Elternaufsicht bei Instagram aktivieren. Damit haben Eltern mehr Übersicht und Kontrollmöglichkeiten.

Instagram-Beitrag erstellen: Das solltest Du dazu wissen

Diese Funktionen umfasst die Elternaufsicht:

  • Nutzungsdauer begrenzen: Eltern können festlegen, wie lange ihr Kind die App täglich nutzen darf. Es ist ebenso möglich, bestimmte Zeitfenster zu blocken, etwa nachts oder tagsüber während der Schulzeit.
  • Aktivitäten einsehen: Eltern können sehen, wie viel Zeit ihr Kind auf Instagram verbringt, welchen Accounts es folgt und wer seine Follower:innen sind. Außerdem zeigt das Dashboard der Elternaufsicht an, mit wem ein Kind in den vergangenen sieben Tagen private Nachrichten ausgetauscht hat. Der Nachrichteninhalt ist allerdings nicht einsehbar.