Endpoint Security ist immer nur ein Baustein eines ganzheitlichen Sicherheitskonzeptes. Eine entsprechende Software arbeitet idealerweise in Kombination mit Antivirenprogrammen und einer Software für Endpoint Detection and Response (kurz: EDR, auf Deutsch: Gefahrenerkennung und Schadensbekämpfung für Endgeräte).
Vergleich von Endpoint-Security-Lösungen, Antivirenprogrammen und Endpoint Detection and Response (EDR)
Ein Antivirenprogramm konzentriert sich vor allem auf Schadprogramme wie Computerviren oder Ransomware. Eine Endpoint-Security-Lösung zielt hingegen auf einen umfassenden Schutz für Endgeräte ab. Eine EDR-Software legt ihren Schwerpunkt auf eine kontinuierliche Erkennung, Untersuchung und Reaktion auf mögliche Cyberangriffe. Spezialist:innen müssen EDR-Systeme in der Regel überwachen und administrieren. Deshalb kommen diese Systeme vor allem in größeren Unternehmen zum Einsatz, wo es eine entsprechend aufgestellte IT-Abteilung gibt.
In der Praxis sind die Grenzen zwischen den einzelnen Anwendungen und ihren Funktionsumfängen nicht immer klar abzugrenzen, sodass es manchmal zu Dopplungen in der Überwachung oder Schadensbekämpfung kommen kann.
Eine Überschneidung kann im ungünstigsten Fall mehr Ressourcen verbrauchen und so Systeme und Netzwerkverkehre verlangsamen. Eine Überwachungslücke kann hingegen gefährliche Einfallstore für Cyberkriminelle schaffen. Daher ist eine Überschneidung immer das geringere Übel. In der Cybersecurity geht lückenlose Sicherheit klar vor Schnelligkeit und Agilität für die Anwender:innen.