- Rückblende: So endet die Serie
- Was hat Tommy während seiner Abwesenheit gemacht?
- Wer ist eigentlich Duke?
- Welche Rolle spielt Kaulo?
- Vater und Sohn gegen die Nazis
- Das Ende von Peaky Blinders: The Immortal Man erklärt – wie stirbt Tommy?
- Schuld, Erlösung und Vermächtnis
- Nach Peaky Blinders: The Immortal Man – so geht es weiter mit den Shelbys
Sechs Staffeln und ein Film ergeben ein Gangster-Epos, das sich über Jahrzehnte spannt: Hier findest Du das Ende von "Peaky Blinders: The Immortal Man" erklärt. Spoiler: Das Ende des Films ist noch nicht das Ende der Story, denn die Shelbys sind, nun ja, unsterblich.
Rückblende: So endet die Serie
Die Serie "Peaky Blinders" endet nach der sechsten Staffel. Das hatte Netflix ursprünglich anders geplant, denn eigentlich sollte sie erst nach der achten Staffel enden. Deshalb gibt es den Film "Peaky Blinders: The Immortal Man". Er soll erklären, was noch offen ist in der Vergangenheit von Gangsterboss Tommy Shelby – und hinführen auf eine Shelby-Geschichte mit neuem Protagonisten.
Kurze Rückblende zum Serienfinale: Tommy Shelby (Cillian Murphy) erhält eine fatale Diagnose. Sein Arzt eröffnet ihm, er habe aufgrund seiner Tuberkulose nur noch wenige Monate zu leben. Tommy greift zur Waffe, will sich erschießen. Aber eine Vision seiner verstorbenen Tochter Ruby hält ihn zurück.
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Tommy entdeckt schließlich, dass die Diagnose nur Teil eines Komplotts des Faschistenführers Mosley war, das ihn in den Selbstmord treiben sollte. Er verbrennt seine Habseligkeiten, schwingt sich auf einen Schimmel und reitet davon. Alle Welt hält Tommy Shelby für tot.
Vor seinem Abgang regelt er allerdings noch seine Nachfolge in der Unterwelt von Birmingham: Er macht seinen Sohn Duke zum neuen Boss der Peaky Blinders. Das jedenfalls deutet eine Szene mit Vater und Sohn an.
Was hat Tommy während seiner Abwesenheit gemacht?
Die sechste Staffel spielt Mitte der 1930er-Jahre, der Film 1940. Als Tommy Shelby zu diesem Zeitpunkt wieder aus der Versenkung auftaucht, sind also mehrere Jahre vergangen. Jahre, in denen Tommy ein ruhiges Leben in einem verfallenen Herrenhaus irgendwo in der Provinz führt. Dort schreibt er seine Memoiren. Titel: "The Immortal Man", also "Der unsterbliche Mann".
Währenddessen überziehen die Nazis ganz Europa mit Krieg. Auf Birmingham fallen Bomben. Der Tod ist allgegenwärtig. Der Tod ist das Thema des Films – und er erklärt viel vom Ende von "Peaky Blinders: The Immortal Man".
Wer ist eigentlich Duke?
Der junge Mann ist der Hauptgrund für die Rückkehr von Tommy Shelby aus dem Exil. Er ist Tommys unehelicher Sohn aus einer Affäre mit einer inzwischen verstorbenen Roma-Frau. Duke (Barry Keoghan) ist also seit Jahren eine Art Vollwaise.
Er führt die Unternehmungen des Alten weiter – aber nicht im Geiste seines Vaters. Wie auch: Der Vater war ihm nie ein Vorbild, er war auch früher meist abwesend und hat sich lieber um seine Geschäfte gekümmert als um seine Familie. Der Junior arbeitet nun mit Methoden, die sein Vater nicht gutheißt.
Und er lehnt sich an eine Vaterfigur an, dass sich Tommy die Nackenhaare sträuben: den englischen Nazi-Kollaborateur John Beckett (Tim Roth). Duke soll Beckett helfen, Falschgeld in Umlauf zu bringen, um die britische Wirtschaft zu schwächen – im Auftrag Adolf Hitlers. Als Tommy von der Sache erfährt, eilt er nach Birmingham, um seinen Sohn zur Rede zu stellen. Und um zu klären, dass er sein Vater ist und niemand sonst.
Welche Rolle spielt Kaulo?
Eine Frau sorgt entscheidend dafür, dass Tommy Shelby in "Peaky Blinders: The Immortal Man" nach Birmingham zurückkehrt und seine Vaterpflichten wahrnimmt. Es handelt sich um eine starke und etwas rätselhafte Frau – und einen kuriosen Drehbuch-Einfall. Denn Dukes Tante Kaulo (Rebecca Ferguson), Zwillingsschwester seiner Mutter, ist das Scharnier zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Tod und Leben.
Sie versucht Tommy davon zu überzeugen, dass sein Sohn vor sich selbst gerettet werden muss. Viel überzeugender in dieser Rolle wäre natürlich die Mutter des Jungen, Tommys ehemalige Geliebte, aber die ist tot. Kaulo hat eine Lösung: Der esoterisch angehauchte Tommy kann mit seiner Ex-Geliebten im Jenseits kommunizieren, indem er einfach dort und dann mit ihrer sehr lebendigen Zwillingsschwester Sex hat.
Vater und Sohn gegen die Nazis
Tommy Shelby entdeckt im Kampf gegen den Nazi John Beckett auch seine patriotische Ader. Vor allem aber ist dieser Kampf eine hervorragende Plattform, um Wiedergutmachung an seinen Sohn Duke zu üben und sein Vermächtnis zu regeln. Tommy wird durch diese Aktion erst zu dem "unsterblichen Mann", den er wohl in seinen Memoiren beschreibt.
Tommy kehrt in den Krieg zurück und dient seinem Land – wie er es bereits im Ersten Weltkrieg als Soldat getan hat. Als seine Schwester Ada von Beckett ermordet wird, ist der Pakt zwischen Vater und Sohn besiegelt. Sie stöbern Beckett in seinem Unterschlupf auf, wobei Tommy in einem Tunnel mit seinem im Ersten Weltkrieg erlittenen Schützengraben-Trauma zu kämpfen hat.
Das Ende von Peaky Blinders: The Immortal Man erklärt – wie stirbt Tommy?
Aber er vollendet seine Mission: Tommy tötet Beckett, indem er ihn durch die Windschutzscheibe seines Wagens erschießt. Dabei wird er selbst verwundet. Beckett trifft ihn mit einer Kugel im Bauch und überfährt ihn mit dem Auto. Aber Tommy stirbt nicht durch die Hand des Schurken, den Triumph lässt er seinen Feinden nicht.
Er hat wieder einmal überlebt, sich als unsterblich erwiesen, wie schon so oft zuvor in seiner Unterweltkarriere. Aber Tommy weiß, dass die erlittenen Verletzungen tödlich sind. Sein Sohn aber ist der Einzige, der legitimiert ist, ihn zu töten. Wenn es eine Instanz gibt, die Tommy akzeptiert, dann ist es sein eigen Fleisch und Blut.
Tommy schafft durch seine Rückkehr überhaupt erst das enge, lang ersehnte Band zwischen Vater und Sohn. Nun kann er es ruhigen Gewissens der neuen Generation überlassen, über ihn zu urteilen. Es wirkt, als hätte er es von vornherein genau auf dieses Szenario angelegt.
Er bittet Duke, ihn zu erschießen. Als Tommy durch die Hand seines Sohnes stirbt, vollzieht sich nicht nur der Generationswechsel an der Spitze von Gang und Familie endgültig. Es ist ein mythischer Vorgang, durch den Duke zum Erben und Henker zugleich wird. Er stürzt seinen Vater vom Thron und kürt sich selbst zum Nachfolger.
Zugleich macht er sich unverwundbar. Denn die Aura des Unsterblichen geht nun vom Vater auf den Sohn über. Der König ist tot, es lebe der neue König. Tommys Leiche wird eingeäschert, wie es die Tradition verlangt. In dem neuen und nunmehr öffentlich proklamierten Herrscher lebt der alte weiter, denn Duke hat seinen Vater in mehrfacher Hinsicht verinnerlicht.
Schuld, Erlösung und Vermächtnis
Für Tommy Shelby ist der Tod auch eine Erlösung, eine Buße für seine Sünden. Er zeigt mit diesem letzten Akt, dass er endlich seiner Vaterrolle gerecht wird. Im Grunde hat er sich nie um seinen Sohn Duke gekümmert, auch nicht, als dessen Mutter starb.
Mehr noch: Tommy hat ihn im Stich gelassen, ist einfach vom Kampfplatz geritten und hinter dem Horizont verschwunden. Diese Schuld will er mit Becketts Tod begleichen. Er schaltet eine tödliche Gefahr für seinen Sohn aus, er bewahrt ihn vor einer großen Dummheit. Über Kaulo schließt er zuvor auch Frieden mit der Mutter seines Sohnes.
Kaulo ist es auch, die Tommys Manuskript "The Immortal Man" bewahrt. Sie wird damit zur Hüterin seiner Legende. Der Tod des alten Königs regelt auch eine weitere Familienangelegenheit. Tommy trägt schwer an der Schuld, seinen Bruder Arthur in einem Rausch aus Wut und Alkohol ermordet zu haben. Der Fall wird lange als Selbstmord gehandelt, aber nun steht Tommy für seine Tat ein – und empfängt die Strafe dafür.
Nach Peaky Blinders: The Immortal Man – so geht es weiter mit den Shelbys
Tommys Geschichte ist beendet, und viele seiner Mitstreiter und Familienmitglieder haben das Zeitliche gesegnet. Und wir haben das Ende von "Peaky Blinders: The Immortal Man" erklärt. Aber damit ist nur ein Kapitel im Shelby-Epos abgeschlossen, wenn auch ein sehr langes.
Denn mit Duke Shelby ist der nächste König der Unterwelt installiert. Und wie es mit dem weitergeht, soll nicht der Fantasie der Fans überlassen bleiben. Netflix und die BBC haben angekündigt, eine Sequel-Serie zu produzieren. Sie soll zwei Staffeln mit je sechs Folgen umfassen und 1953 spielen.
Nach den Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg geht es in Birmingham an den Wiederaufbau. Eine einzigartige Chance, Geschäfte zu machen und Einfluss zu gewinnen. Das lassen sich die Shelbys nicht entgehen. Wann die neue "Peaky Blinders"-Serie starten soll, ist noch nicht bekannt.
Auch zur Besetzung gibt es noch keine offiziellen Angaben. Im Mittelpunkt dürfte aber Duke Shelby als der neue starke Mann der Stadt stehen. Es gibt also vielleicht ein Wiedersehen mit Barry Keoghan.
Du möchtest Deine "Peaky Blinders"-Kenntnisse noch einmal auffrischen und nachlesen, wie die letzte Staffel der Serie endet? Dann schau in diesen Artikel rein:
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