„Guild Wars 2“ ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen und mit jeder Erweiterung kamen neue Spielsysteme, Gebiete und Schwerpunkte hinzu. Während manche Add-ons das grundlegende Gameplay verändert haben, setzen andere stärker auf Story, Komfort oder langfristigen Account-Fortschritt. Genau deshalb ist die Frage nach der richtigen Erweiterung entscheidend: Nicht jede passt zu jedem Spielstil.
In diesem Überblick zu "Guild Wars 2" erfährst Du, welche Erweiterungen es gibt, wie sie sich unterscheiden und für wen sie sich besonders lohnen.
Das Wichtigste in Kürze
- „Guild Wars 2“ umfasst sechs Erweiterungen von 2015 bis 2025.
- Jede Erweiterung ist unabhängig spielbar, enthält aber nur ihre eigenen Systeme.
- Elite-Spezialisierungen sind nicht in jeder Erweiterung enthalten.
- Dein bevorzugter Spielstil entscheidet, welche Erweiterung sinnvoll ist.
Guild Wars 2: Welche Erweiterungen gibt es?
- Heart of Thornes (2015)
- Path of Fire (2017)
- End of Dragons (2022)
- Secrets of the Obscure (2023)
- Janthir Wilds (2024)
- Visions of Eternity (2025)
Welche Erweiterung von Guild Wars 2 passt zu Deinem Spielstil?
Hinweis: Du kannst jede Erweiterung voneinander kaufen und spielen. Du erhältst aber ausschließlich die Inhalte, Systeme sowie Features genau dieser Erweiterung – und nichts darüber hinaus.
Heart of Thorns: Grundstein für Elite-Spezialisierungen
„Heart of Thorns“ ist die erste große Erweiterung von „Guild Wars 2“ und bildet die Grundlage vieler bis heute relevanter Spielsysteme. Die Handlung führt Dich in den Maguuma-Dschungel, ein stark vertikal aufgebautes Gebiet, das sich deutlich vom eher flachen Kartendesign des Grundspiels unterscheidet. Erkundung steht hier stärker im Fokus und erfordert ein aktiveres Vorgehen, da Wege, Ebenen und Höhenunterschiede bewusst komplex gestaltet sind.
Mit „Heart of Thorns“ wurde erstmals das Beherrschungssystem (Masteries) eingeführt. Dabei handelt es sich um accountweite Fähigkeiten, die Erkundung, Kampf und Gruppeninhalte erweitern und langfristig freigeschaltet werden. Zudem bringt die Erweiterung die ersten Elite-Spezialisierungen, die jede Klasse spielerisch deutlich verändern und den Grundstein für moderne Builds legen.
Diese Erweiterung richtet sich stärker an koordinierte Gruppen und aktive Spielweise. Solo-Spielende stoßen hier schneller an Grenzen, profitieren langfristig aber von Systemen, die für viele spätere Inhalte vorausgesetzt werden.
Die Inhalte aus Heart of Thorns im Überblick
- Einführung des Beherrschungssystems (Masteries)
- Erste Elite-Spezialisierungen für alle Klassen
- Anspruchsvolle Karten-Metas und Gruppen-Events
- Deutlich höherer Schwierigkeitsgrad als im Grundspiel
Path of Fire: Reittiere, offene Welten und mehr Freiheit
„Path of Fire“ gilt für viele Spielende als eine der wichtigsten Erweiterungen von „Guild Wars 2“, da sie das Spielgefühl nachhaltig verändert. Die Handlung führt Dich in die Wüstenregion Elona, die deutlich offener und weitläufiger gestaltet ist als der Dschungel aus „Heart of Thorns“.
Der größte und prägendste Neuzugang sind die Reittiere (Mounts). Anders als reine Fortbewegungsmittel besitzen sie jeweils eigene Fähigkeiten, die Erkundung, Kämpfe und Rätsel beeinflussen. Karten sind gezielt um diese Mount-Mechaniken herum aufgebaut.
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Zusätzlich bringt „Path of Fire“ neue Elite-Spezialisierungen, die viele Klassen flexibler oder offensiver spielbar machen und bis heute fester Bestandteil zahlreicher Builds sind. Die Erweiterung ist insgesamt zugänglicher als „Heart of Thorns“ und eignet sich gut für Solo-Spielende, ohne auf Gruppeninhalte zu verzichten.
Die Inhalte aus Path of Fire im Überblick
- Einführung der Reittiere mit individuellen Fähigkeiten
- Große, offen gestaltete Karten mit Fokus auf Erkundung
- Neue Elite-Spezialisierungen für alle Klassen
- Deutlich entspannterer Einstieg im Vergleich zu „Heart of Thorns“
Wichtig zu wissen:
Beim Kauf von „Path of Fire“ ist „Heart of Thorns“ inzwischen automatisch enthalten – damit deckt diese Erweiterung gleich zwei zentrale Gameplay-Säulen ab.
End of Dragons: Neuer Kontinent und vielseitiges Gameplay
„End of Dragons“ führt die Geschichte von „Guild Wars 2“ nach Cantha weiter und markiert erzählerisch einen wichtigen Wendepunkt. Die Erweiterung kombiniert klassische asiatisch inspirierte Architektur mit moderner Technologie und schafft damit ein deutlich anderes Setting als frühere Inhalte.
Die Karten sind abwechslungsreich gestaltet und richten sich sowohl an Solo-Spielende als auch an Gruppen, wobei Events und Meta-Inhalte weniger strikt auf Massenspiel ausgelegt sind als noch in „Heart of Thorns“.
„Ashes of Creation“: Alle Klassen & Kombinationen im Überblick
Spielerisch erweitert „End of Dragons“ das Spiel um mehrere neue Systeme, die vor allem auf Entschleunigung und Alltagstauglichkeit setzen. Fischen und Boote (Skiffs) sind optionale Aktivitäten, die Du gut nebenbei spielen kannst. Sie bilden einen ruhigeren Gegenpol zu klassischen Kampf-Inhalten. Zusätzlich bringt die Erweiterung neue Elite-Spezialisierungen.
„End of Dragons“ gilt als vergleichsweise einsteigerfreundlich. Viele Inhalte kannst Du solo spielen, ohne auf langfristige Progression oder Build-Vielfalt zu verzichten.
Die Inhalte aus End of Dragons im Überblick
- Neue Regionen in Cantha mit urbanem und technologischem Fokus
- Einführung der Angel-Mechanik als eigenständiges System
- Neue Gruppenaktivitäten durch die Spielmechanik Boote
- Neue Elite-Spezialisierungen für alle Klassen
Secrets of the Obscure: Fokus auf Story und PvE-Endgame
„Secrets of the Obscure“ setzt die Handlung von „Guild Wars 2“ nach dem Abschluss der Drachensaga fort und schlägt einen neuen erzählerischen Weg ein. Statt klassischer Kontinente erkundest Du abgelegene, teils schwebende Regionen jenseits von Tyria, die stärker auf Magie, Geheimnisse und ungewöhnliche Umgebungen setzen.
„Throne & Liberty“: Alle Klassen und die besten Waffen für jede Rolle
Spielerisch liegt der Fokus weniger auf komplett neuen Großsystemen, sondern auf Weiterentwicklungen bestehender Mechaniken. Dazu gehören neue Bewegungs- und Erkundungselemente sowie frische Herausforderungen für PvE-orientierte Spielende. Die Erweiterung verzichtet auf neue Elite-Spezialisierungen und konzentriert sich stattdessen auf Story, Erkundung und neue Endgame-Aktivitäten.
„Secrets of the Obscure“ eignet sich vor allem für Dich, wenn Du an neuer Story und frischen Endgame-Aktivitäten interessiert bist. Als Neueinsteiger:in profitierst Du stärker davon, zuerst die vorherigen Erweiterungen zu spielen, da diese zentrale Spielsysteme und Grundlagen vermitteln.
Die Inhalte aus Secrets of the Obscure im Überblick
- Neue, magisch geprägte Gebiete außerhalb klassischer Kontinente
- Erweiterte Erkundungs- und Bewegungsmechaniken
- Fokus auf bestehende Builds statt neuer Elite-Spezialisierungen
- Neue PvE-Herausforderungen und Meta-Events
Janthir Wilds: Housing, Sammelinhalte und Account-Fortschritt
„Janthir Wilds“ verfolgt einen deutlich anderen Ansatz als frühere Erweiterungen von „Guild Wars 2“ und richtet den Fokus stärker auf langfristige, accountweite Inhalte. Erzählerisch erkundest Du die geheimnisvolle Region Janthir, die bisher nur am Rande eine Rolle spielte. Die Gebiete sind klassischer aufgebaut als in „Secrets of the Obscure“ und setzen wieder stärker auf offene Karten, Events und Erkundung.
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Das zentrale Feature der Erweiterung ist das Housing-System. Erstmals erhältst Du einen eigenen, dauerhaft nutzbaren Rückzugsort, den Du individuell ausbauen und gestalten kannst. Housing ist dabei kein reines Deko-Feature, sondern eng mit Fortschritt, Sammelinhalten und Deiner Account-Entwicklung verknüpft. Ergänzt wird das Ganze durch neue Events, Story-Inhalte und kleinere Gameplay-Erweiterungen, ohne das Kampfsystem grundlegend zu verändern.
„Janthir Wilds“ eignet sich besonders für Dich, wenn Du Wert auf Individualisierung, Sammelinhalte und dauerhafte Features legst. Die Erweiterung ist auch für Neueinsteiger:innen gut geeignet, da Du zentrale Inhalte wie Housing unabhängig von früheren Erweiterungen nutzen kannst. Bist Du primär an neuen Klassenmechaniken oder Elite-Spezialisierungen interessiert, bietet Dir diese Erweiterung in diesem Bereich keine neuen Inhalte.
Die Inhalte aus Janthir Wilds im Überblick
- Einführung des Housing-Systems
- Neue offene Gebiete in der Region Janthir
- Fokus auf langfristige Account-Progression
- Klassisches Open-World-Gameplay mit Events und Metas
Visions of Eternity: Neue Elite-Spezialisierungen und mehr Klassen-Tiefe
Die Erweiterung „Visions of Eternity“ von „Guild Wars 2“ setzt stark auf spielerische Tiefe und Klassenvielfalt. Erzählerisch knüpft sie an die Ereignisse nach „Janthir Wilds“ an. Die Erweiterung führt Dich in neue Regionen, die thematisch stärker auf Visionen, Magie und kosmische Einflüsse ausgerichtet sind. Die Gebiete kombinieren offene Erkundung mit klar strukturierten Events und Meta-Inhalten.
Im Mittelpunkt stehen neue Elite-Spezialisierungen, die allen Klassen frische Spielweisen eröffnen und bestehende Builds sinnvoll erweitern. Anders als bei „Secrets of the Obscure“ verändert diese Erweiterung das Kampfsystem wieder spürbar. Sie richtet sich damit besonders an Spielende, die gerne experimentieren und Builds optimieren.
Ergänzt wird das Ganze durch neue Storykapitel und zusätzliche Endgame-Aktivitäten – beispielsweise neue Strike-Missionen sowie groß angelegte Karten-Meta-Events mit mehrphasigen Bosskämpfen.
„Visions of Eternity“ lohnt sich besonders für Dich, wenn Du Freude an neuen Klassenkonzepten hast und Dein Gameplay aktiv weiterentwickeln möchtest. Der volle Mehrwert der Erweiterung zeigt sich vor allem für Accounts, die bereits über frühere Erweiterungen und bestehende Builds verfügen.a
Die Inhalte aus Visions of Eternity im Überblick
- Neue Elite-Spezialisierungen für alle Klassen
- Neue Regionen mit Fokus auf Erkundung und Events
- Zusätzliche Endgame- und Gruppeninhalte
- Stärkerer Fokus auf Build-Vielfalt und Klassen-Gameplay
Wenn Du gerne in großen Spielwelten versinkst, muss es nicht immer ein klassisches MMORPG sein. Auch Open-World-Spiele bieten inzwischen riesige Karten, lebendige Umgebungen und jede Menge Langzeitmotivation. Welche Titel Dich dieses Jahr besonders lange fesseln können, zeigen wir Dir im nächsten Abschnitt:
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