Gaming mit DSL oder Kabel: Welche Technologie bietet was?

Gaming mit DSL oder Kabel? Die Wahl der richtigen Verbindungstechnologie spielt eine entscheidende Rolle für ein optimales Spielerlebnis. Zwei der gängigsten Optionen sind DSL (Digital Subscriber Line) und Kabelinternet. Beide Anschlussarten haben sich in den letzten Jahren technisch weiterentwickelt, unterscheiden sich aber weiterhin deutlich in ihren Stärken und Schwächen.

In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf die Vor- und Nachteile von Gaming mit DSL und Kabel, um Dir bei der Entscheidung für die geeignetste Verbindung zu helfen.

Das Wichtigste in Kürze

  • DSL ist weit verbreitet und kann eine konstante Latenz bieten, ist bei der Bandbreite aber oft limitiert.
  • Kabelinternet punktet mit hohen Downloadraten, kann jedoch durch geteilte Leitungen zu Stoßzeiten schwanken.
  • Für kompetitives Online-Gaming ist eine stabile Verbindung wichtiger als maximale Geschwindigkeit.
  • Große Downloads, Updates und Streaming profitieren von einer hohen Bandbreite.
  • Beim Cloud-Gaming fallen Latenz- und Stabilitätsschwankungen stärker ins Gewicht als bei lokal installierten Spielen.

DSL für Gaming: Die Vor- und Nachteile

Der Alltag mit DSL: Verfügbarkeit und Latenz

DSL bietet einige Vorteile, die für Gamer:innen interessant sind. Zum einen ist DSL in vielen Regionen verfügbar, in denen andere Optionen begrenzt sein können – zum Beispiel in ländlichen Gebieten. Das bedeutet, dass Du mit DSL in der Regel eine größere Auswahl hast, wenn es um Internetanbieter geht.

>> DSL-Tarife bei Vodafone entdecken <<

Ein weiterer Vorteil von DSL kann ein vergleichsweise konstanter Ping sein – auch als Latenz bekannt. Damit ist die Zeit gemeint, die Datenpakete zwischen Deinem Gerät und dem Spielserver benötigen. Eine niedrige Latenz ist wichtig, um Verzögerungen und Lags während des Spielens zu minimieren.

Die tatsächliche Latenz hängt von der Anschlussart ab und von Faktoren wie der Leitungsqualität, dem eingesetzten Router sowie dem Routing des Internetanbieters.

Die Limits von DSL: Bandbreite und Störfaktoren

Allerdings gibt es auch einige Nachteile von DSL, die für Gamer:innen relevant sein können. Zum einen liegt die Bandbreite bei DSL in vielen Fällen bei bis zu 250 Megabit pro Sekunde. Diese Geschwindigkeiten werden in der Praxis vor allem über VDSL-Supervectoring erreicht und sind stark von der Entfernung zum nächsten Verteiler abhängig.

In einzelnen Fällen kommen auch neuere DSL-Varianten wie G.fast zum Einsatz, die deutlich höhere Geschwindigkeiten ermöglichen, jedoch bislang nur selten verfügbar sind.

Ping verbessern: So sorgst Du für eine geringe Verzögerung in Online-Games

Wenn Du große Spieldateien herunterladen musst oder regelmäßig Inhalte streamst, kann die begrenzte Bandbreite von DSL einschränkend sein und längere Wartezeiten bedeuten – vor allem im Vergleich zu anderen Technologien wie Kabelinternet, bei dem deutlich höhere Downloadgeschwindigkeiten möglich sind.

Zudem ist DSL anfällig für Störungen. Da DSL herkömmliche Kupferkabel nutzt, können Störungen durch Entfernungen, elektromagnetische Interferenzen oder Witterungsbedingungen auftreten. Moderne DSL-Anschlüsse sind zwar deutlich stabiler als früher, bei längeren Leitungswegen oder älteren Hausinstallationen können diese Einflüsse jedoch weiterhin eine Rolle spielen. Das kann zu einer unzuverlässigen Verbindung führen und sich negativ auf Dein Spielerlebnis auswirken.

Kabelinternet für Gaming: Die Vor- und Nachteile

Der Alltag mit Kabel: Bandbreite und Praxisvorteile

Spiele werden immer größer – umso interessanter kann die hohe Bandbreite von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde im Download für Gamer:innen sein, die das Kabelinternet bietet. Für das eigentliche Online-Gaming sind diese hohen Downloadraten allerdings weniger entscheidend als eine stabile Verbindung und niedrige Latenzen.

>> Jetzt Verfügbarkeit checken und Kabel-Internet bei Vodafone bestellen <<

Die Download-Geschwindigkeit macht sich vor allem bei großen Downloads und Updates bemerkbar. Beim Upload liegt Kabelinternet je nach Tarif meist deutlich unter den Downloadwerten, was vor allem beim Streaming, Voice-Chat oder Cloud-Gaming relevant sein kann.

Ein weiterer Pluspunkt von Kabelinternet ist, dass die Leitung im Alltag oft stabil arbeitet. Im Gegensatz zu DSL läuft Kabelinternet über Koaxialkabel, die weniger anfällig für Interferenzen und Störungen sind. Dadurch ist in vielen Fällen eine stabile Verbindung möglich, die ein reibungsloses Spielerlebnis begünstigt.

In stark ausgelasteten Segmenten kann es dennoch zu Geschwindigkeitsschwankungen kommen, insbesondere in den Abendstunden. Moderne Netze federn dieses Problem inzwischen deutlich ab.

Die Limits von Kabel: Upload, Auslastung und Verfügbarkeit

Allerdings gibt es auch einige Nachteile von Kabelinternet. Unter anderem die regionale Verfügbarkeit: Nicht überall ist Kabelinternet verfügbar. In einigen ländlichen Gebieten oder abgelegenen Orten ist der Ausbau noch eingeschränkt. Dann bist Du möglicherweise auf andere Technologien wie DSL angewiesen.

Glasfaser vs. Kabel: Was passt zu Dir?

Dort, wo Kabel verfügbar ist, kann die Leistung je nach Auslastung ebenfalls schwanken – beispielsweise in Mehrfamilienhäusern. Bei Kabelinternet teilen sich mehrere Nutzer:innen in einem Gebäude die gleiche Leitung. In Spitzenzeiten kann das die Bandbreite reduzieren und zu niedrigeren Geschwindigkeiten beim Gaming führen. Gerade am Abend sind die Leitungen oftmals ausgelastet.

DSL oder Kabelinternet für Gaming: Wofür soll ich mich entscheiden?

Bei der Entscheidung zwischen DSL und Kabelinternet für Gaming ist es wichtig, die individuellen Anforderungen und Gegebenheiten zu berücksichtigen. Wenn Du in einer Region mit begrenzten Internetoptionen lebst oder besonderen Wert auf eine möglichst konstante Verbindung legst, könnte DSL die beste Wahl sein. Wenn hingegen hohe Downloadgeschwindigkeiten, eine hohe Bandbreite und eine geringe Anfälligkeit für Störungen wichtig sind, könnte Kabelinternet die bessere Option sein.

Wenn Du vor allem kompetitive Online-Spiele spielst, solltest Du besonderen Wert auf eine konstante Latenz legen. Für große Downloads, regelmäßige Updates oder paralleles Streaming kann hingegen eine höhere Bandbreite von Vorteil sein.

Möchtest Du Cloud-Gaming-Dienste nutzen, gelten höhere Anforderungen an Stabilität und Latenz als für klassisches Online-Gaming. Schwankungen in der Verbindung fallen hier deutlich stärker ins Gewicht als bei lokal installierten Spielen.

Zusammenfassung – DSL oder Kabel für Gaming: Was ist besser?

Die Wahl zwischen DSL und Kabelinternet für Gaming hängt von verschiedenen Faktoren ab. Beide Technologien haben ihre Vor- und Nachteile, und es ist wichtig, die individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten zu berücksichtigen. DSL punktet vor allem durch seine weite Verfügbarkeit und eine oft konstante Latenz, während Kabelinternet insbesondere bei der verfügbaren Bandbreite Vorteile bietet. Letztlich ist es wichtig, eine zuverlässige Verbindung an Deinem Wohnort zu wählen, die das optimale Spielerlebnis ermöglicht.

Unabhängig von der Technologie spielen auch Faktoren wie die Auslastung vor Ort, die Qualität der Hausverkabelung und der verwendete Router eine wichtige Rolle für die tatsächliche Gaming-Performance.

Hast Du Dich bereits für eine gute Leitung via DSL oder Kabel entschieden und trotzdem das Gefühl, Deine Internetverbindung ist beim Gaming zu langsam? Dann kann das an unterschiedlichen Gegebenheiten liegen. Um mögliche „Leistungsfresser“ zu enttarnen, Deinen Up- und Downloads von Spielen eine höhere Priorität zuzuweisen oder Dein Internet über andere Wege zu beschleunigen, findest Du in folgendem Ratgeber die wichtigsten Informationen:

Internet schneller machen: Die besten Tipps und Tricks für ein besseres Netz