Fairphone 6 vs. 5: Was unterscheidet die nachhaltigen Smartphones?

Fairphone 6 vs. 5: In der sechsten Generation hat die nachhaltige Alternative zu iPhones und Samsungs-Handys ein paar wichtige Verbesserungen erhalten – nicht nur beim Design. Wir fassen die wichtigsten Unterschiede in diesem Artikel für Dich zusammen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Fairphone 6 ist kompakter und hat eine zweigeteilte Rückseite, an der Du Zubehör befestigen kannst.
  • Mit dem Fairphone 6 profitierst Du von einem größeren Akku und einer besseren Kamera.
  • Beide Smartphones sind besonders nachhaltig und reparaturfreundlich – und bekommen 8 Jahre lang Sicherheitsupdates.

Fairphone 6 vs. Fairphone 5: Die Preise im Vergleich

Das Fairphone 6 ist seit Juni 2025 erhältlich. Zum Release kostete es rund 600 Euro; mittlerweile liegt die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) bei circa 550 Euro.

>> Fairphone 6 mit Vertrag bei Vodafone bestellen <<

Das Fairphone 5 ist bereits im September 2023 erschienen – zu einem Startpreis von rund 700 Euro.

Design: Das Fairphone 6 ist noch nachhaltiger produziert

Der Hersteller Fairphone setzt bei seinen nachhaltigen Handys auf eine ähnliche Designsprache: Die Ecken sind etwas abgerundet, der Rahmen besteht aus robustem Aluminium. Für die Rückseite kommt jeweils Kunststoff zum Einsatz.

Fairphone 6: Nachhaltiges Handy mit solider Akkulaufzeit – alle Infos

Das Fairphone 6 soll das bisher nachhaltigste Smartphone des Unternehmens Fairphone sein: Es bestehe aus über 50 Prozent recycelten und fair gehandelten Materialien – das sind 10 Prozent mehr als beim Vorgänger. Außerdem ist der CO₂-Fußabdruck im Vergleich noch einmal niedriger (30 bis 35 Kilogramm beim Fairphone 6 vs. 42 Kilogramm beim Fairphone 5).

Fairphone 6

Bei beiden Smartphones setzt Fairphone großen Wert auf faire Arbeitsbedingungen und eine transparente Lieferkette.

Die Handys sind so designt, dass Du einzelne Bestandteile eigenständig und kostengünstig austauschen kannst. Insgesamt kannst Du 12 Komponenten des Fairphone 6 austauschen, beim Fairphone 5 sind es 10.

Ein Hinweis zur Reparierbarkeit: Beim Fairphone 6 brauchst Du einen T5-Schraubendreher, um zum Beispiel den Akku auswechseln können. Das sorgt für eine festsitzende Abdeckung. Beim Fairphone 5 kannst Du die Rückseite dagegen direkt abnehmen – ohne Schraubendreher.

Fairphone 6 punktet mit zweiteiliger Rückenabdeckung

Eine Neuerung des Fairphone 6 im Vergleich zum Fairphone 5: Die zweiteilige Rückenabdeckung ermöglicht das Anbringen von Zubehör wie Kartenhalter, Fingerschlaufe und Trageband über Schrauben. Das Zubehör ist bei Fairphone separat erhältlich.

Fairphone 5 im Test: Gutes Gewissen trifft geniale Bauweise

Das Fairphone 6 und das Fairphone 5 sind nach IP55 zertifiziert. Sie sind also begrenzt gegen Staub geschützt; auch ein Regenschauer ist kein Problem. Vollständig staub- und wasserdicht sind die Geräte allerdings nicht. Das ist ein Nachteil der modularen Bauweise.

Das Fairphone 6 gibt es in drei Farben: Cloud Weiß, Forest Grün und Horizon Schwarz. Den Vorgänger bietet Fairphone in Mattschwarz, Himmelblau, Grün und als Transparent Edition an.

Das Fairphone 6 ist außerdem etwas kleiner und leichter als das Fairphone 5:

  • Fairphone 6: 156,5 x 73,3 x 9,6 Millimeter, 191,4 Gramm
  • Fairphone 5: 161,6 x 75,8 x 9,6 Millimeter, 212 Gramm

Fairphone 6: Kleineres Display, aber …

Das Fairphone 6 hat ein Display mit einer Diagonale von 6,31 Zoll, gehört also eher zu den kompakteren Android-Smartphones. Die Bildwiederholrate beträgt bis zu 120 Hertz, das sorgt für flüssige Animationen in Games und Videos. Die Auflösung liegt bei 1.116 x 2.484 Pixeln.

Beim Fairphone 5 ist der Bildschirm mit 6,46 Zoll größer, die Auflösung mit 1.224 x 2.700 Pixeln höher. Dafür fällt die Bildwiederholrate mit 90 Hertz etwas niedriger aus.

Außerdem wechselt sie nur zwischen 60 und 90 Hertz – das Fairphone 6 kann sie dagegen bis auf 10 Hertz herunterregeln. Das spart mehr Energie, wenn Apps und Features gerade keine aufwendigen Darstellungen erfordern.

Fairphone 5 mit Blumenvase vor rotem Hintergrund

Die Helligkeit des Fairphone 6 fällt mit 1.440 Nits ebenfalls höher als beim Fairphone 5 aus, das eine Spitzenhelligkeit von 880 Nits hat. Heißt: Bei viel Sonnenlicht dürftest Du Inhalte auf dem Display des Fairphone 6 etwas besser ablesen können.

Akku und Laden: Fairphone 6 und Fairphone 5 im Vergleich

Im Bereich Akku gibt es ebenfalls ein Upgrade: Fairphone verbaut in der sechsten Generation einen Akku mit einer Kapazität von 4.415 Milliamperestunden. Das ist etwas mehr als beim Vorgängermodell, dessen Akku auf 4.200 Milliamperestunden kommt.

Aufgrund des effizienteren Qualcomm-Prozessors verspricht Fairphone für das Fairphone 6 rund 20 Prozent mehr Laufzeit als beim Vorgänger. Bei gemischter Nutzung sind laut Hersteller sogar mehr als 2 Tage Akkulaufzeit drin. Videos streamen könntest Du bis zu 17 Stunden, Surfen im Internet bis zu 12 Stunden.

Aufladen kannst Du das Fairphone 6 und das Fairphone 5 via Kabel mit 30 Watt. Wireless Charging unterstützen beide Geräte nicht.

Laut Fairphone reichen 25 Minuten, um das Fairphone 6 auf 50 Prozent zu laden – sofern Du es an ein 30-Watt-Ladegerät anschließt. Das Fairphone 5 soll sogar bereits nach 20 Minuten einen Ladestand von 50 Prozent erreichen.

Fairphone 6 vs. Fairphone 5: Die Kameras im Vergleich

Die Kamera spielt bei Fairphone eher eine untergeordnete Rolle. Dementsprechend gehören die Kamera-Features von Fairphone 6 und Fairphone 5 nicht zu deren Stärken.

Die Mittelklasse-Smartphones verfügen jeweils über zwei Kameralinsen auf der Rückseite – eine Weitwinkel- und eine Ultraweitwinkellinse.

Die Weitwinkellinse löst mit jeweils 50 Megapixeln auf. Die Auflösung der Ultraweitwinkellinse hat Fairphone beim Fairphone 6 von 50 auf 13 Megapixel reduziert.

Die besten Kamera-Smartphones: Gestochen scharfe Bilder

Bei der Auflösung der Frontkamera gibt’s ebenfalls Unterschiede:

  • Fairphone 6: 32 Megapixel
  • Fairphone 5: 50 Megapixel

Wichtig zu wissen: Die höhere Auflösung bedeutet nicht zwingend, dass das Fairphone 5 qualitativ bessere Fotos knipst. Denn beim Fairphone 6 fällt die Blende der Weitwinkelkamera etwas größer aus, wodurch mehr Licht auf den Sensor fallen kann. Das ist von Vorteil, wenn Du bei wenig Licht fotografierst.

Die Frontkamera verfügt beim Fairphone 6 zudem über einen Autofokus, der Motive im Objekt automatisch scharfstellt – beim Fairphone 5 fehlt dieser.

Die Handys unterstützen sonst die gängigen Fotomodi: Dazu gehört ein Nachtmodus für Aufnahmen bei wenig Licht, ein Makromodus für Nahaufnahmen und der beliebte Porträtmodus mit Tiefenschärfeeffekt.

Apropos: Eine Telefotolinse für optisches Zoomen haben das Fairphone 6 und das Fairphone 5 nicht. Dementsprechend musst Du Dich mit digitalem Zoom zufriedengeben, bei dem die Bildqualität etwas schlechter ausfällt.

Leistung und Speicher: Das steckt unter der Haube

Das Fairphone 6 hat einen Snapdragon-Chip aus der Mittelklasse. Der Snapdragon 7s Gen 3 steckt unter anderem auch im Nothing Phone (3a) Pro und bietet eine solide Leistung im Alltag – Surfen im Netz und Scrollen durch Social-Media-Apps sind also kein Problem. Dazu kommen beim Fairphone 6 ein 8 Gigabyte großer Arbeitsspeicher (RAM) und 256 Gigabyte Speicherplatz.

Im Fairphone 5 ist der ältere Qualcomm-Chip QCM6490 verbaut, der etwas weniger leistungsstark ist. Dazu kommen 6 Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 Gigabyte Speicherplatz oder 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte Speicherplatz.

Top: Du kannst den Speicher beider Handys via microSD-Karte erweitern – um bis zu 2 Terabyte.

Betriebssystem: Fairphone 6 punktet mit neuem Fokusmodus

Das Fairphone 6 hat Android 15 vorinstalliert. Über einen knallgelben Schalter an der Seite kannst Du auf dem Gerät in den „Fairphone Moments“-Modus wechseln.

Dann sind auf dem Startbildschirm nur fünf Apps zu sehen – Kamera, Browser, Karten, Nachrichten und Telefon. Außerdem blockiert das Handy alle Benachrichtigungen – nur Anrufe und Mitteilungen von favorisierten Kontakten sind zugelassen.

Der "Fairphone Moments"-Modus soll Dir dabei helfen, weniger abgelenkt zu werden, wenn Du Dich konzentrieren musst – zum Beispiel bei der Arbeit.

Das Fairphone 5 ist mit Android 13 ab Werk erschienen; mittlerweile kannst Du es auf Android 15 aktualisieren.

Fairphone 6 vs. Fairphone 5: Großzügiges Update-Versprechen

Fairphone will das Fairphone 6 insgesamt 7 Jahre lang mit großen Android-Updates versorgen. Sicherheits-Patches gibt es sogar bis 2033 – also 8 Jahre lang.

Das Fairphone 5 bekommt ebenfalls 8 Jahre Sicherheits-Patches (bis 2031). Dazu kommen bis zu fünf große Android-Updates.

Fazit: Das zeichnet das Fairphone 6 im Vergleich zum Vorgänger aus

Das Fairphone 6 ist in vielen Bereichen eine sinnvolle Weiterentwicklung des Fairphone 5. Hast Du keines der beiden Modelle, empfehlen wir deshalb das Fairphone 6.

Denn das neuere Handy ist noch nachhaltiger produziert und auch in seiner modularen Bauweise besser als sein Vorgänger. Du kannst insgesamt 12 Teile austauschen – was nicht nur aus Reparaturgründen von Vorteil ist. Veröffentlicht Fairphone zu einem späteren Zeitpunkt eine bessere Kamera oder einen größeren Akku, kannst Du das entsprechende Upgrade im Handy selbst einsetzen.

>> Neues Smartphone hier bei Vodafone bestellen <<

Dank der neuen Abdeckung auf der Rückseite und dem "Fairphone Moments"-Modus verfügt es sogar über Features, die Du bei anderen Handys aus der Mittelklasse nicht findest.

Für das Fairphone 6 sprechen zudem das 120-Hertz-Display, die längere Akkulaufzeit und das längere Update-Versprechen (sieben statt fünf große Android-Updates).

Wenn Du bereits das Fairphone 5 besitzt, ist ein Wechsel nicht unbedingt vonnöten: Das Gerät bekommt schließlich noch bis 2031 wichtige Sicherheits-Patches und ist ebenfalls gut zu reparieren und mit neuen Komponenten aufzurüsten.

Fairphone 6 vs. 5: Technische Daten im Vergleich

Wir listen Dir hier die wichtigsten technischen Daten der Geräte auf. Links siehst Du den Wert für das Fairphone 6, rechts den für das Fairphone 5. Steht dort nur ein Wert, gilt er für beide Modelle.

  • Display: 6,31 Zoll, LTPO OLED, 120 Hertz | 6,46 Zoll, OLED, 90 Hertz
  • Rückkamera: 50 + 13 Megapixel | 50 + 50 Megapixel
  • Frontkamera: 32 Megapixel | 50 Megapixel
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 7s Gen 3 | Qualcomm QCM6490
  • Arbeitsspeicher: 8 Gigabyte | 6 oder 8 Gigabyte
  • Speicherplatz: 256 Gigabyte | 128 oder 256 Gigabyte
  • Akkukapazität: 4.415 Milliamperestunden | 4.200 Milliamperestunden
  • Laden: via Kabel mit 30 Watt, kein Wireless Charging
  • Sicherheitsupdates bis: 2033 | 2031
  • Release: Juni 2025 | September 2023
  • Preis bei Marktstart: rund 600 Euro | rund 700 Euro

Du interessierst Dich für andere Mittelklasse-Handys? Dann wirf gerne einen Blick in die folgende Übersicht – dort stellen wir die aktuellen Preis-Leistungs-Hits vor:

Die besten Mittelklasse-Smartphones 2026