Der achtjährige Kevin muss das Haus seiner Familie über Weihnachten gegen tollpatschige Einbrecher verteidigen. Aber wo liegen die Drehorte von "Kevin – Allein zu Haus" und seinem Nachfolger "Kevin – Allein in New York"? Wir verraten Dir hier alles Wichtige zu den Schauplätzen der Weihnachtsklassiker.
Die Komödie "Kevin – Allein zu Haus" kam 1990 in die Kinos, mit Macaulay Culkin in der Hauptrolle. Die Story dreht sich um einen kleinen Jungen, der von seinen Eltern (Catherine O’Hara und John Heard) versehentlich zurückgelassen wird, als die Familie in den Weihnachtsurlaub nach Paris fliegt. Dann wollen auch noch die zwei Kleinkriminellen Harry (Joe Pesci) und Marv (Daniel Stern) das Haus ausrauben. Mit viel Einfallsreichtum baut Kevin Fallen und legt die Einbrecher damit herein.
"Kevin – Allein zu Haus" von Regisseur Chris Columbus ist bis heute ein Kultfilm, vor allem zu Weihnachten. Du fragst Dich, wo er gefilmt wurde? Alle Drehorte liegen in der Umgebung der US-Großstadt Chicago. Es gibt jedoch auch eine überraschende Location. Hier erfährst Du alles zu diesem Drehort und anderen Schauplätzen von "Kevin – Allein zu Haus" sowie der Fortsetzung "Kevin – Allein in New York".
Das Wichtigste in Kürze
- Fast alle Drehorte von "Kevin – Allein zu Haus" befinden sich im Chicagoer Vorort Winnetka.
- Dort steht auch das ikonische Haus, das im Film Kevins Familie gehört. Es diente aber nur als Kulisse für Außenaufnahmen.
- Das Innere des Hauses baute das Produktionsteam in der Turnhalle einer Schule auf.
- Der zweite Teil – "Kevin – Allein in New York" – wurde weitgehend in der Großstadt New York gedreht.
Wichtiger Drehort von Kevin – Allein zu Haus: Die prachtvolle Villa der Familie
Das Haus ist im ersten "Kevin"-Film der zentrale Drehort: Fast alle wichtigen Szenen finden dort statt. Los geht es mit dem chaotischen Tag vor der Abreise der McCallisters. Dann bleibt Kevin dort versehentlich zurück und genießt erst einmal die Zeit allein daheim. Auch die Konfrontation mit den Einbrechern und die Fallen, die der Junge ihnen stellt, sind im Haus angesiedelt.
Das mehrstöckige Backstein-Herrenhaus im Kolonialstil gibt es wirklich: Es steht in Winnetka, einem Vorort von Chicago im US-Bundesstaat Illinois. Wenn Du zufällig in der Nähe bist, kannst Du Dir das Gebäude ansehen, allerdings nur von außen: Die McCallister-Villa befindet sich in der Lincoln Avenue, Hausnummer 671. Es handelt sich allerdings um ein Wohnhaus im Privatbesitz. Das 1921 errichtete, 530 Quadratmeter große Gebäude hat fünf Zimmer, einen Basketball-Court, ein Kino und sechs Bäder. Anfang 2025 wurde es laut People Magazine für rund 5,5 Millionen US-Dollar verkauft.
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Allerdings benutzte die Filmcrew für "Kevin – Allein zu Haus" nur die Fassade des Gebäudes und den Garten als Kulisse. Das Baumhaus errichteten sie speziell für die Dreharbeiten, es wurde anschließend wieder abgebaut.
Wie es war, als der Kultfilm dort aufgenommen wurde, erzählte die damalige Bewohnerin Laura Abendshien dem britischen Fernsehen (via People): "Wir haben uns praktisch die gesamte Zeit – etwa vier bis fünf Monate – im Haus aufgehalten", sagte sie. Um nicht versehentlich im Bild zu erscheinen, musste die Familie unterhalb der Fensterlinie "von Raum zu Raum kriechen".
Übrigens spielt auch das Haus gegenüber von 671 Lincoln Avenue eine Rolle in "Kevin – Allein zu Haus": Davor werden die beiden "feuchten Banditen" später von der Polizei festgenommen.
Eine Turnhalle als Drehort für die Innenaufnahmen
Das Wohnzimmer mit dem Weihnachtsbaum, der Dachboden, der Keller mit dem gruseligen Heizkessel und die Treppe, auf der Kevin mit seinem Schlitten hinunterfährt: Diese Räume im Film stammen nicht aus dem Originalhaus. Die Zimmer waren zu klein, um die Szenen zu filmen. Als Drehort für die Innenaufnahmen von "Kevin – Allein zu Haus" fungierte deshalb eine Schule in Winnetka.
Die 1901 gegründete New Trier Township High School bot genug Platz für die Dreharbeiten. Praktischerweise liegt sie nur wenige Minuten entfernt von der Villa, in der Kevins Familie im Film wohnt.
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Als Studio diente eine leerstehende Turnhalle, in der die Zimmer nachgebaut wurden. Die Crew nahm dort alle Szenen im Inneren des McCallister-Hauses auf. Die Bilder des überfluteten Kellers des Nachbarn entstanden ebenfalls auf dem Gelände, im Schwimmbad der Schule. Sogar die Flugzeugkabine, in der die Eltern und der Bruder zu sehen sind, errichtete das Produktionsteam auf dem Basketball-Court.
Übrigens ist die New Trier Township High School in einem anderen Blockbuster von innen zu sehen: Ihre Klassenzimmer und Flure siehst Du in "Ferris macht blau" mit Matthew Broderick. Die Komödie von Regisseur John Hughes erschien 1986.
Weitere Drehorte von Kevin – Allein zu Haus im Überblick
In dem Film tauchen einige weitere Locations auf. Die Zahnbürste stiehlt Kevin in einem Laden in 940 Green Bay Road in Winnetka. An diesem Drehort von "Kevin – Allein zu Haus" steht heute eine Eisdiele. Anschließend flüchtet Kevin im Film in einen Park. Den gibt es wirklich; er liegt gleich gegenüber und heißt Hubbard Woods. Santa Claus trifft Kevin im Chestnut Court, direkt hinter der Winnetka Village Hall.
An der Trinity United Methodist Church in Wilmette, Illinois, wurden die Außenaufnahmen der Kirche im Film gedreht. Dorthin geht Kevin, als er sich vor den Einbrechern fürchtet. Das Innere nahm das Team in der Grace Episcopal Church in Oak Park, Illinois, auf.
Die Flughafenszenen drehte das Team am O'Hare International Airport in Chicago. Witzigerweise diente er nicht nur als Kulisse für sich selbst, sondern auch für den Flughafen Orly in Paris. Die französischen Behörden hatten nämlich keine Dreharbeiten in dem Airport erlaubt.
Die Drehorte von Kevin – Allein in New York: Hier entstand die Fortsetzung
Im zweiten Teil der "Kevin"-Reihe bleibt der Junge wieder zurück, als die Familie in den Urlaub fliegt. Durch einen Zufall landet er in New York. Das Haus in der Lincoln Avenue in Winnetka ist aber in "Kevin – Allein in New York" (1992) ebenfalls als Kulisse zu sehen.
Im Film tauchen viele bekannte Orte in New York auf, denn Kevin erkundet die Großstadt. Du siehst ihn zum Beispiel am Times Square und im Central Park. Dort trifft er auf die Taubenfrau und rennt vor den Gangstern weg, unter anderem am Bethesda Fountain vorbei.
Immer wieder zeigt die Komödie ikonische Gebäude, so wie das Rockefeller Center mit dem Weihnachtsbaum, die Freiheitsstatue, das World Trade Center und die Radio City Music Hall. Am Flughafen erblickt Kevin am Anfang das Pepsi-Cola-Schild von Long Island City und die Skyline der East-River-Gegend. Die Brücke, über die er mit dem gelben Taxi fährt und sich aus dem Fenster lehnt, ist die 59th Street Bridge in die Stadt.
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Dazu kommen viele kleinere Läden: Vor dem Empire Diner in Chelsea bekommt er von einem Weihnachtsmann einen Flyer. Der Laden, in dem er Feuerwerkskörper kauft, befindet sich in Chinatown. Nicht zuletzt läuft Kevin über den Fulton Fish Market und mietet sich im opulenten Plaza Hotel ein.
Fun Fact: Der damalige Besitzer Donald Trump erlaubte dem Team, in der Lobby und einer Suite zu drehen, wenn er dafür einen Cameo-Auftritt bekommt.
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