Deathloop in der featured-Spielekritik: Und täglich grüßt die Zeitschleife

Im Action-Egoshooter „Deathloop“ musst Du Dich immer wieder aufs Neue durch einen Tag kämpfen, um aus einer Zeitschleife auszubrechen. Ob uns das Spiel im Spaß-Loop gehalten hat, liest Du in der featured-Spielekritik.

Das französische Entwicklerstudio Arkane Studios dürfte Dir ein Begriff sein, wenn Du das Action-Spiel „Dishonored“ oder den Ego-Shooter „Prey“ gespielt hast. Die Entwickler:innen setzen es sich bei ihren Games zum Ziel, über den Tellerrand einzelner Genres hinwegzuschauen und verschiedene Elemente zu mischen. Da bildet auch ihr neuer Titel Deathloop keine Ausnahme. Das Action-Game soll die Grenzen eines normalen Shooters sprengen und bringt eine tragende Komponente ins Spiel: Zeitschleifen. Wir haben schon ein paar Stunden auf der mysteriösen Insel Blackreef verbracht und versucht, den Loop zu brechen. Ob uns das gelungen ist und wie uns das Spiel gefallen hat, verraten wir Dir in unserer Kritik.

Mehr zu Deathloop erfährst Du hier:

Deathloop: Alle Infos zum Spiel mit Zeitschleifen-Mechanik

Deathloop: Sterben gehört zum Spielerlebnis

In Deathloop nimmst Du die Rolle eines jungen Mannes namens Colt ein. In der Ego-Perspektive wachst Du am Strand der nordischen Insel Blackreef auf und weißt zunächst nicht, wie Du dorthin gekommen bist. Deine Erinnerung beschränkt sich darauf, dass Dich eine Frau mit einer Machete getötet hat. Nachdem Dir klar wird, dass es sich nicht um einen bösen Traum handelt, kommt Dir der Verdacht, dass etwas Größeres dahintersteckt. Der interessante Ansatz ist hier, dass Du erst in kleinen Häppchen erfährst, was es mit dem Zeit-Loop auf sich hat und wie Du entkommen kannst. Dein Kampf wird Dir zudem noch erschwert, da Du der Einzige bist, der nicht weiß, was sich auf der Insel abspielt. So kann es gerade am Anfang öfters mal passieren, dass Du stirbst und wieder im Sand aufwachst.

Eine verschneite Straße mit bunter Beleuchtung im Spiel Deathloop

Deine Hauptaufgabe: Raus aus dem Loop

Bei der ersten Runde sammelst Du direkt das wichtigste Utensil ein: Deine Maschinenpistole, die Du übrigens behältst, wenn Du stirbst. Langsam tastest Du Dich vor, entdeckst Notizen, die Du Dir selbst hinterlassen hast und suchst einen Weg aus dem Loop. Das gelingt allerdings nur, wenn Du insgesamt acht Zielpersonen ausschaltest – und zwar innerhalb eines Tages. Gar nicht so einfach, denn Planung ist, neben einer guten Zielgenauigkeit, eine der wichtigsten Dinge, die Du in Deathloop lernen musst. Das Erkunden der vier Einsatzorte, gehört dabei genauso dazu, wie Türen zu knacken und Dir weitere Ausrüstung zu suchen. Das ist unterhaltsam und macht Laune, denn Du willst wissen, wie das alles zusammenhängt und wie Du aus dem Loop kommst. Spoiler: Es ist nicht einfach!

Ein Mann schaut auf eine Karte im Spiel Deathloop

Täglich grüßt der Kampf: Bleib am Leben!

Die wichtigste Regel in Deathloop ist es, am Leben zu bleiben. Stirbst Du zweimal, wirst Du wiederbelebt und behältst alle Waffen sowie Gegenstände, die Du in diesem Loop gesammelt hast. Stirbst Du aber dreimal, fängst Du wieder ganz von vorne an und verlierst die guten Items, die Du Deinen Gegner:innen abgenommen hast. Ein Trost ist, dass Dir immerhin die Grundausrüstung – Deine Maschinenpistole – nicht genommen wird, wie es beispielsweise im Spiel „Returnal“ der Fall ist.

Findest Du Dich am Strand und damit am Anfang wieder, gilt es, vorausschauender zu planen und aus Deinen Fehlern zu lernen. Damit hast Du die Chance, Deine Waffen und Spezialfähigkeiten neu zusammenstellen. Mit den Erfahrungen der letzten Runden sollte es Dir leichter fallen, am Leben zu bleiben und es Deinen Feind:innen schwerer zu machen. Da es sich um ein Spiel von Arkane Studios handelt, kannst Du davon ausgehen, dass Schleichen ein wichtiger Aspekt ist: Von hinten anpirschen und Deine Machete einzusetzen, gehört für Dich bald zum Standard-Repertoire, wie es auch bei anderen Games des Entwicklerstudios ist.

Die Figur im Spiel Deathloop schleicht sich an

Geschmeidiger Egoshooter mit hohem Entdeckungsfaktor

Wenn Du Gebiete erkundest und im Laufe der Kampagne Extras einsammelst, wirst Du immer besser. Dann gelingt es Dir auch leichter, Deine Zielpersonen auszuschalten. Das ist nämlich nicht ganz so einfach, aber durchaus mit guter Planung zu bewältigen. Du wirst immer neue Details entdecken, die sich wie Puzzleteile zusammenfügen und nach und nach die ganzen Zusammenhänge erklären.

 Mit jedem Gegenstand und jeder Runde erfährst Du mehr über die mysteriöse Zeitschleife und ihren Ursprung.

Der Multiplayer-Modus: Als Julianna machst Du Jagd auf Colt

Neben der klassischen Singleplayer-Kampagne hält Deathloop auch einen Multiplayer-Modus für Dich bereit. Wir konnten nur kurz in diesen reinschauen, weil es vor Release noch nicht viele Mitspieler:innen gab. Das Konzept klingt allerdings auch so schon sehr spannend: Du schlüpfst in die Rolle von Julianna, die mit allen Mitteln verhindern will, dass Colt den Loop bricht. Mit ihr dringst Du in die Kampagne eines oder einer Mitspielenden ein und versuchst, ihn umzubringen und so im Loop zu halten.

Eine Frau weicht einem Schuss aus im Spiel Deathloop

Unser Fazit zu Deathloop: Eins der interessantesten Spiele in diesem Jahr

Wir haben schon ein paar Stunden als Colt auf der Insel verbracht und in der Kampagne einiges erlebt. Das sah auf der PlayStation 5 nicht nur gut aus, sondern hat auch in Bezug auf das Gameplay und die Geschichte richtig viel Spaß gemacht. Wirklich innovativ ist der Multiplayer-Modus, der Dich als Julianna auf die Jagd nach anderen Spielenden schickt. Deathloop ist nicht zuletzt deswegen ein gelungenes Spiel und allein schon durch die Mechanik für uns eines der interessantesten Games in diesem Jahr.

Deathloop
Plattformen: PlayStation 5, Windows PC
Release-Datum: 14. September 2021
Kosten: rund 70 Euro
Publisher: Bethesda Softworks
Entwicklerstudio: Arkane Studios