Cold Storage in der Filmkritik: „Walking Dead“ mit viel Humor

Was wäre, wenn ein Zombie-Virus im Keller vergessen wird? Diese kuriose Prämisse verfolgt die neue Horror-Komödie „Cold Storage“. Wir haben uns den Streifen mit Joe Keery, Georgina Campbell und Liam Neeson vor dem Kinostart am 19. Februar 2026 angesehen. In unserer „Cold Storage“-Kritik verraten wir Dir, ob sich die abgedrehten 99 Minuten für Dich lohnen.

„Cold Storage“ ist kein klassischer Horrorfilm: Ja, es gibt Zombies, Blut und allerlei Gewalt, aber hier erwartet Dich etwas ganz Besonderes, was das ganze Genre mal ordentlich aufmischt. Liam Neeson auf dem Plakat wird Dich hergelockt haben, aber dabei ist er nicht der einzige Star. So müssen sich im neuen Film auch Joe Kerry aus „Stranger Things“ und Horror-Größe Georgina Campbell diesem Albtraum stellen. Aber ist der Film Top oder Flop? Mehr erfährst Du in unserer Kritik zu „Cold Storage“.

Die Handlung: Weltuntergang mitten in der Nachtschicht

Taugenichts Travis (Joe Keery) arbeitet in einem Lagerhaus am Ende der Welt und flüchtet sich während der langweiligen Schichten am liebsten in Romane. Eines Tages bekommt er von der neuen und geheimnisvollen Mitarbeiterin Naomi (Georgina Campbell) Gesellschaft. Fortan muss er mit ihr gemeinsam die Nachtschicht stemmen.

Anfangs findet das seltsame Duo keinen guten Draht zueinander, kein Wortwechsel findet ohne Fremdscham statt. Doch dann hören die beiden ein seltsames Geräusch, womit ihr gemeinsames Abenteuer beginnt. Um den Ursprung des Geräuschs auszumachen, begeben sich die beiden immer tiefer in die Keller des Lagerhauses.

Wie sich herausstellt, steht das Gebäude auf den Überbleibseln einer Militärbasis. Hier wurde vor vielen Jahren ein Killervirus vor der Welt verwahrt, bis die Anlage aufgegeben wurde. Die beiden Unglückspilze haben ausgerechnet die Nacht erwischt, in der sich das Virus dazu entschieden hat, wieder auszubrechen. Ihre einzige Hoffnung: Der pensionierte Virologe Dr. Robert Quinn (Liam Neeson), auf dessen Warnungen niemand hören wollte. Und mehr wollen wir zur Handlung von „Cold Storage“ erstmal nicht verraten.

Alle Infos zu Cold Storage: Release, Handlung & Cast

Ein sehr unterhaltsames Kellerstück

Abseits der üblichen Zombie-Streifen bleibt „Cold Storage“ sehr bodenständig. In vielen Genre-Vertretern steht gleich der gesamte Erdball der gesamte Erdball auf dem Spiel, hier ist das anders. Abgesehen der eindrucksvollen Anfangsszene, die den Ursprung des Virus’ zeigt, spielt der Film die meiste Zeit im erwähnten Lagerhaus.

Das klingt erst einmal langweilig, stellt sich aber als sehr leichtfüßig und erfrischend heraus. Du weißt einfach nicht, was als nächstes passieren wird.

Nach Smalltalk kommt Albtraum

„Cold Storage“ nimmt sich zunächst viel Zeit, seine Charaktere vorzustellen, die keine knallharten Actionheld:innen oder armen Opfer sind, die nur auf ihre Todesszenen warten. Stattdessen zaubern Joe Kerry und Georgina Campbell als Normalos Travis und Naomi mit ihren schlagfertigen und tollpatschigen Dialogen ein angenehmes Geplänkel auf die Leinwand. Als würdest Du eine Folge von „The Big Bang Theory“ schauen, die Du bisher nicht gekannt hast.

Das ist die ideale Methode, Dich in falsche Sicherheit zu wiegen und den Horror effektiv vorzubereiten. Das Abenteuer ins Ungewisse lockert die Stimmung zwischen den beiden auf. Während sie immer tiefer klettern, lernen sie sich dabei auch immer besser kennen. Wie sich herausstellt, haben die beiden Jobber:innen ihre jeweiligen Vergangenheiten und Probleme. Und dann beginnt der Albtraum.

Außergewöhnliche Horrorfilme: Hier erwartet Dich kein typischer Grusel

Auf dem Bild zur Cold Storage Filmkritik sind Naomi Williams, gespielt von Georgina Campbell, und Travis „Teacake“ Meacham, dargestellt von Joe Keery, zu sehen. Beide tragen orange Arbeitskleidung und haben die Hände erhoben, ihre Gesichter wirken angespannt und verunsichert. Die schmutzige Kleidung und die düstere Industrieumgebung unterstreichen eine bedrohliche, eskalierende Filmszene.

Eine Eskalation, die sich nicht mehr stoppen lässt

„Cold Storage“ kann den Albtraum nicht normal präsentieren: Nein, der Film hat viele kreative Ideen auf Lager, um seine Geschichte so originell wie möglich zu erzählen. Die Ereignisse jetzt einfach mal aus der Sicht eines Insekts zu zeigen, ist nur eine davon. Das ist nicht nur witzig, sondern auch angenehm überraschend.

Ab der Mitte des Films gibt es dann kein Halten mehr. Ein dummer Zufall folgt auf den nächsten und diese Nachtschicht scheint sich zu der legendärsten und brutalsten aller Zeiten zu entwickeln. Für seine Eskalationsspirale braucht der Film keinen ganzen Planeten, sondern nur wenige Personen, die absolut keine Ahnung haben, wo sie hier hineingeraten sind.

Comedy meets Horror

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du bei der nächsten Szene lachen oder schreien sollst, hast Du das Prinzip einer Horror-Komödie absolut verstanden. „Cold Storage“ pendelt perfekt zwischen seinen beiden Genres, klopft hier dumme Sprüche und lässt da wieder Körper platzen. Wir haben schon viele Zombiefilme gesehen, aber „Cold Storage“ ist noch mal anders eklig.

Aber was ist eigentlich mit Liam Neeson? Auch wenn der Film es anfangs anders darstellt, spielt der Schauspieler in „Cold Storage“ als Virologe nur eine Nebenrolle, die erst zum Schluss relevant wird. Bisweilen wirkt es so, dass Liam Neeson in seinem ganz eigenen Film steckt, der abseits von „Cold Storage“ stattfindet.

In diesen Szenen telefoniert er kaltschnäuzig mit Personen, sinniert über Ethik und wühlt nach alten Werkzeugen, bevor er endlich zum Gemetzel dazustößt – und vor Ort eigentlich komplett nutzlos ist. Das passt irgendwie zum irritierenden Stil und Charme des Films. Trotzdem fehlt etwas.

Liam Neeson: Die besten Filme

Auf dem Bild zur Cold Storage Filmkritik ist ein Bioterror-Agent zu sehen, gespielt von Liam Neeson, der ernst und kontrolliert vor zwei Personen in orangefarbener Schutzkleidung steht. In einer düsteren, technisch anmutenden Umgebung lehnt er an einem geöffneten Fahrzeug oder Gerät. Die grünliche Beleuchtung und seine angespannte Mimik vermitteln eine bedrohliche, konfliktreiche Stimmung.

Ein erschreckend harmloses Ende

Hinten raus ist „Cold Storage“ zwar immer noch unterhaltsam, aber längst nicht mehr so spannend wie in der Mitte. Das Ende wirkt zu abrupt und zu einfach. Als wären dem Film seine Kartentricks ausgegangen. Ein letztes Highlight, eine letzte Überraschung, ein letztes Aufbrechen des Genres hätte „Cold Storage“ sehr gut getan.

So rutschen wir (fast zu) angenehm und leicht in den Abspann. Genau in diesem Moment ist „Cold Storage“ leider zu sehr Komödie und zu wenig Horrorfilm. In dieser Formel steckt so viel mehr Potenzial. Wir sind nicht unzufrieden, wir hätten nur gerne mehr davon gesehen.

Liam Neeson trägt den Film mit seiner Präsenz auf seinen Schultern, bildet aber nicht das Highlight, eher den Pfeffer, der ab und zu für etwas Geschmack sorgt. Vielmehr wirkt es so, dass der Schauspieler weniger Screentime erhält, um Joe Keery und Georgina Campbell Platz zu machen, für die wohl seltsamste Romcom aller Zeiten.

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Cold Storage in der Kritik: Unser Fazit

Bei „Cold Storage“ geht es nicht darum, dass Zombiefilme mehr Humor brauchen, sondern Komödien definitiv mehr Zombies. Auch wenn der Film am Ende etwas faul wird, können wir Dir diesen Genremix nur wärmstens empfehlen. Wenn Du nicht weißt, ob Du einen Horrorfilm oder eine Komödie schauen sollst, dann schau „Cold Storage“ und Du hast alles richtig gemacht.

Fazit: Wir haben die 99 Minuten absolut genossen und „Cold Storage“ regelrecht dabei angefeuert, wie es alle Stereotypen des Genres zerstört und neu zusammensetzt.

Cold Storage

Genre: Horror / Komödie
Bundesstart: 19. Februar 2026
Laufzeit: 99 Minuten
FSK: Ab 16 Jahren
Regie: Jonny Campbell
Drehbuch: David Koepp

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