28 Years Later in der Filmkritik: Wie stark ist das Horror-Sequel?

Mit „28 Years Later“ läuft nach 18 Jahren Pause das zweite Sequel zum Horror-Hit „28 Days Later“ im Kino. Der neuen Film skizziert eine Gesellschaft, die sich mit der Post-Apokalypse – und zahllosen mutierten Infizierten – arrangieren muss. In unserer Filmkritik zu „28 Years Later“ verraten wir Dir, warum Du vielleicht ein Kinoticket lösen solltest!

2002 brachte Regisseur Danny Boyle das Zombie-Genre mit „28 Days Later“ auf ein neues Level – obwohl die mit dem Rage-Virus Infizierten in dem „28 Days“-Franchise streng genommen keine Zombies sind. Der Horror-Streifen verhalf dem heutigen „Oppenheimer“-Star Cillian Murphy zum internationalen Durchbruch. Auch das erste Sequel „28 Weeks Later“ (2007) konnte überzeugen. Im Anschluss schien die Wartezeit bis zu einer weiteren Fortsetzung unendlich.

Mit „28 Years Later“ hat Danny Boyle seine Horror-Reihe nun endlich um einen dritten Film ergänzt – und Aaron Taylor-Johnson für die Hauptrolle engagiert. Der Streifen ist der Auftakt eines geplanten Zweiteilers. Wie gut Teil 1 der Franchise-Reanimation nach so vielen Jahren funktioniert, erfährst Du hier in unserer Kritik zu „28 Years Later“.

Der Trailer zu „28 Years Later“ gibt Dir einen ersten Eindruck vom Film:

28 Years Later: Darum geht es in der Fortsetzung

28 Jahre nach Ausbruch des Rage-Virus ist Großbritannien vom Festland vollkommen abgeschnitten. Die Bevölkerung wurde sich selbst überlassen. Unter diesen Voraussetzungen haben sich Dorfgemeinschaften mit festen Strukturen entwickelt. Technologie ist fremd, selbst Fahrräder wirken modern.

28 Years Later startet im Kino: Alles zum „28 Days Later“-Sequel

Familienvater Jamie (Aaron Taylor-Johnson) lebt auf einer kleinen schottischen Insel, in Sicherheit vor dem postapokalyptischen Grauen, das sich im Rest Großbritanniens abspielt. Regelmäßig verlässt er die Insel, um Überreste und Souvenirs der Pre-Apokalypse zu plündern und mit in sein Dorf zu bringen. Parallel dazu kommt er immer schlechter mit der psychischen Erkrankung seiner Frau Isla (Jodie Comer) klar.

Als ihr gemeinsamer Sohn Spike (Alfie Williams) seinen Vater zum ersten Mal auf Plünderungstour begleitet, erblickt er ein merkwürdiges Feuer. Hoffnung lodert auf: Offenbar hat er den Aufenthaltsort des letzten echten Arztes der Post-Apokalypse ausfindig gemacht – und vielleicht hat Dr. Kelson (Ralph Fiennes) eine Heilung für Islas Erkrankung. Gemeinsam mit seiner Mutter verlässt Spike die kleine Insel und kehrt ins Land der Infizierten zurück. Die hoffnungsvolle Suche nach Heilung wird zum Überlebenskampf.

28 Years Later-Kritik: Boyle zeigt, was ein Horrorfilm kann

Horror-Fans wissen, dass der Begriff „Horror“ längst mehr umfasst als Serienkiller, Geister und Dämonen. In den knapp 23 Jahren seit „Trainspotting“-Regisseur Danny Boyle mit „28 Days Later“ den modernen Zombiefilm mitgeprägt hat, sind unzählig viele Genreproduktionen erschienen: „Dawn of the Dead“ (2004), „I Am Legend“ (2007), „The Walking Dead“ (2010 bis 2022), „The Last of Us“ (seit 2023). Das Rad haben sie alle nicht neu erfunden. Auch „28 Years Later“ vermag das nicht mehr.

Vater-Sohn-Beziehung, Mutter-Kind-Dynamik, gesellschaftlicher Verfall, sozialkritische Kommentare – das sind mittlerweile Standard-Elemente. Unter der Regie von Danny Boyle und der Feder von Drehbuchautor Alex Garland („Auslöschung“, „Ex Machina“) werden diese Motive aber zu stilsicheren und intuitiv genutzten Erzählwerkzeugen.

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Die Balance zwischen Action-Horror und Familiendrama

Die ersten 25 Minuten des Films zeigen den gemeinsamen Jagdausflug von Vater und Sohn und würden eigentlich einen wunderbaren eigenständigen Kurzfilm abgeben. Die Szenen sind actiongeladen und wirken akustisch durchkomponiert. Auffällig sind unkonventionelle Kameraideen, die den Filmbeginn vom Rest des Streifens abgrenzen.

Im Anschluss fühlt sich „28 Years Later“ weiterhin im Sub-Genre des Survival-Horrors wohl – es gibt viel Wald zu sehen, die Bedrohung durch den Virus ist omnipräsent. Dadurch, dass die Infizierten mittlerweile teilweise grotesk mutiert sind, verwischt die Grenze zu herkömmlichen zeitgenössischen Zombies noch mehr.

Das erzählte Familiendrama in „28 Years Later“ umfasst Themen wie den Abnabelungsprozess von den Eltern und familiären Zusammenhalt in Zeiten einer Post-Apokalypse. Dabei begegnet uns als Zuschauer:innen überzeugend rohe Menschlichkeit – und eine Prise Humor.

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Auf dem Bild zur 28 Years Later-Kritik sind Jamie, gespielt von Aaron Taylor-Johnson, und Spike, dargestellt von Alfie Williams, in einer spannungsgeladenen Szene im dichten Wald zu sehen. Beide tragen dunkle Kleidung und Bögen, während sie durch das grüne Unterholz rennen. Die Atmosphäre wirkt düster und bedrohlich, passend zum post-apokalyptischen Setting des Films.

28 Years Later: Nicht zu viel und nicht zu wenig Blut

Du magst blutige Horrorfilme und bist einiges gewohnt? Dann sollten Dich die Effekt- und Actionspitzen in „28 Years Later“ abholen, ohne Dir den Magen umzudrehen. Besonders auf Seiten der Infizierten gibt es eine bestimmte mutierte Gestalt, die ihre Opfer auf eine ganz besondere Art erledigt – und das wird mit wunderbar handgemachten Effekten realisiert.

In „28 Years Later“ wird Gewalt nicht einfach eingebaut, um da zu sein – sie gehört zur Handlung und ist unter der fachmännischen Anleitung Boyles trotzdem ästhetisch inszeniert. Obgleich die Handkamera das ein oder andere Mal etwas arg nervös wackelt.

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28 Years Later in der Kritik – Unser Fazit

„28 Years Later“ punktet vor allem mit visuell-spannenden Ideen und unverkrampfter Verspieltheit. Der Film traut Dir zu, die Figuren zu verstehen, ohne dass Du „28 Days Later“ und „28 Weeks Later“ gesehen haben musst. Eine engere Verzahnung zu den vorherigen Filmen des Franchise gibt es dann vielleicht im zweiten Teil „28 Years Later: The Bone Temple“ ab Januar 2026.

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Als Horrorfilm macht „28 Years Later“ alles richtig, indem er packenden Überlebenskampf, zwischenmenschliches Drama und dystopische Melancholie verschweißt. Auch Fans von Geschichten wie „The Last of Us“ werden adressiert. Die Brexit-Allegorie im Film ist offensichtlich, aber trotzdem raffiniert

Fazit unserer Kritik: „28 Years Later“ ist ein Kinotipp für Horrorfans und ein gelungener erfrischender Beitrag zum Zombie-Subgenre, der sein volles Potenzial sicherlich erst in Kombination mit dem Folgefilm entfalten wird.

28 Years Later
Genre: Horror
Start: 19. Juni 2025 (Kino)
Laufzeit: 115 Minuten
Altersfreigabe: FSK 18
Regie: Danny Boyle
Drehbuch: Alex Garland
Basiert auf: 28 Days Later, 28 Weeks Later

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