Logistik-Trends der Zukunft: On Demand Delivery und Vorausplanung

Digitaler Ausblick

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Datum 09.08.2018
Lesezeit 5 Min.

Logistik-Trends der Zukunft: On Demand Delivery und Vorausplanung

Gerade die Logistikbranche ist aktuell von umfangreichen Veränderungen und Herausforderungen geprägt. Während es früher häufig um den simplen Transport von Waren von A nach B ging, spielen inzwischen Big Data-Analyseverfahren und die IoT (Internet of Things)-Technologie eine immer größere Rolle. Wir zeigen Ihnen, wo die Reise demnächst vermutlich hingeht und wie auch Sie Ihre Prozesse mit vergleichbar geringem Aufwand deutlich verbessern können.

Neben den omnipräsenten Themen wie intelligenter Fuhrparksteuerung und selbstfahrenden Autos (sowie Lieferfahrzeugen) zeichnen sich vor allem zwei Trends ab: Umfangreiches und variables On Demand Delivery (also die Zustellung von Lieferungen genau nach Kundenwunsch) und die Vorausplanung von Zustellaufträgen mit Hilfe von Big Data-Analyseverfahren. Doch noch mehr spannende Entwicklungen kündigen sich an.

 

Welche Logistik-Trends spielen 2018 und darüber hinaus eine Rolle?

Um für die Kundenbedürfnisse der Zukunft weiterhin gerüstet und somit wettbewerbsfähig zu bleiben, ist der konsequente Einsatz moderner Technologien aus der Logistikbranche längst nicht mehr wegzudenken. Dabei stehen aktuell vor allem diese Themen im Fokus:

  • On Demand Delivery: Die sogenannte letzte Meile zum Endverbraucher ist hart umkämpft. Beispiel: die Brief- und Paketzustellung. Hier müssen unnötige Fahrten und Mehrfachzustellungen weiter reduziert werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Inzwischen entscheidet der Kunde häufig selbst, wann er eine Lieferung erhalten möchte – in Zukunft möglicherweise auch nachts oder am Wochenende.
  • Anticipatory Logistics (Vorausplanung): Mit Big Data-Auswertungen wollen große Player wie Amazon schon im Vorfeld feststellen, welches Lager sie wie befüllen müssen, um maximal effizient ausliefern zu können. Gerade dieser Bereich scheint eine Menge Zukunftspotenzial zu bieten – auch und vor allem hinsichtlich verderblicher Waren wie Lebensmittel.
  • Multichannel-Logistik: Dadurch, dass viele Unternehmen neben einem klassischen Filialgeschäft oder einem reinen Online-Shop inzwischen beide Modelle anbieten, verschwimmen zunehmend die dazwischen liegenden Grenzen. Dadurch, dass Kunden Ware beispielsweise online bestellen und in einer Filiale zurückgeben oder umgekehrt in einer Filiale kaufen und an eine zentrale Stelle zurücksenden können, müssen all diese Vorgänge geeignet abgebildet und in der Bestandsplanung berücksichtigt werden.
  • Logistik-Marktplätze: Im immer härter werdendem Wettbewerb um den Transport umfangreicher Frachten oder lange Lieferstrecken werden Marktplätze wie Inttra zunehmend an Bedeutung gewinnen.
  • Drohnen: Aktuell zum Teil noch als Hype abgetan, können Drohnen gerade in entlegenen Gebieten oder in solchen mit starker Verkehrsbelastung eine Alternative für die Auslieferung von Waren sein. Allerdings besteht hier noch einiges an Klärungsbedarf, was die Luftfahrt-Regulierungsbehörden angeht.
  • 3D-Drucker für unterwegs: Bestimmte Formteile und Gegenstände könnten unterwegs und während der Fahrt zum Kunden angefertigt werden. Allerdings müssen hier Einflüsse wie Erschütterungen und die notwendige Strom- und Materialversorgung berücksichtigt werden.
  • Augmented Reality im Logistikzentrum: Mitarbeiter, die keinen Produktscanner halten müssen, haben beide Hände für die Kommissionierung frei. Die entsprechenden Lagerplätze werden ihnen mit möglichst kurzen Wegen auf ihrer Datenbrille angezeigt.
  • Robotik: Vor allem sich wiederholende und leicht beschreibbare Tätigkeiten wie das Ausladen eines Lkw oder das Einräumen von Lagerplätzen lassen sich schon heute mit Robotern realisieren. Durch Mechanismen der Künstlichen Intelligenz wird das Nebeneinander von Mensch und Maschine in Zukunft vermutlich noch sicherer und harmonischer ablaufen.
  • Umweltschutz: Eines der Klimaziele der EU ist die Verbesserung der Energieeffizienz um mindestens 20% bis zum Jahr 2020. Um das zu schaffen, müssen Transportfahrzeuge noch besser ausgelastet sowie unnötige Fahrten weitgehend vermieden werden. Davon abgesehen stellen immer mehr Logistiker ihre Fahrzeugflotte auf Hybridantrieb oder rein elektrische Fahrweise um.

Wesentlicher Bestandteil der meisten kommenden Trends im Logistik-Bereich ist und bleibt dabei der Einsatz von IoT-Technologie. Dadurch, dass diese mit Narrowband-IoT längst auch den Mobilfunk erreicht hat, sind selbst entlegene oder schlecht per Kabel vernetzbare Lagerplätze inzwischen problemlos erreichbar. Ein zentraler Rechner erfasst hierbei zu jedem Zeitpunkt den Standort der Waren und der beteiligten Liefervehikel. Durch intelligente Auswertung dieser Daten lassen sich Logistikketten in Zukunft immer besser planen, unnötige Mehrfachfahrten vermeiden und somit Kosten reduzieren.

Video: YouTube / Evonik Industries

 

On Demand Delivery: Der Kunde entscheidet, wann geliefert wird

In Zeiten flexibler Arbeitsmodelle und Wechselschichten ist eine Zustellung „am nächsten Werktag, irgendwann tagsüber“ einfach nicht mehr zeitgemäß. Beim Logistikriesen DHL konnte so nach eigenen Angaben durch Einsatz von On Demand Delivery-Verfahren die Zustellquote beim 1. Versuch auf etwa 97% verbessert werden. Der Kunde hat hierbei die Wahl, ob er das Paket „ganz normal“, zu einem bestimmten Zeitpunkt, innerhalb einer bestimmten Zeitspanne oder an einen bestimmten Ort geliefert haben möchte. Auch sogenannte „sichere“ Paketboxen vor Häusern finden immer mehr Anklang, da bei ihnen größere Sendungen ähnlich wie Briefe einfach „eingeworfen“ werden können.

 

Anticipatory Logistics: Der nächste Schritt zu maximaler Logistik-Effizienz

Der Versandriese Amazon hat sich erst vor Kurzem ein interessantes Verfahren zur Vorausplanung von Logistikabläufen patentieren lassen. Das Verfahren nutzt jede Menge Daten aus der Vergangenheit und entwickelt daraus ein Modell für zukünftige Bestellungen. Es wertet ganze Exabytes (mehr als eine Million Terabyte) an Daten aus. Auf Grundlage dieser digitalen Informationen werden Zwischenlager gefüllt und Bestellungen ausgelöst. Das Just-in-Time-Prinzip erreicht somit eine neue höhere Stufe und sorgt dafür, dass niemand allzu lange auf eine bestellte Ware warten muss – ohne dabei immense Vorratshaltung zu betreiben.

Video: YouTube / Die Deutsche Wirtschaft TV

 

Wie IoT-Technologie auch Ihre logistischen Abläufe zu optimieren hilft

Wenn Sie häufig Waren innerhalb Deutschlands oder gar weltweit versenden, kommen Sie um eine intelligente Planung Ihrer Logistikabläufe nicht herum. Mit Internet of Things (IoT)-Technologie können Sie schon heute verschiedene Sensordaten sowohl Ihrer Fahrzeugflotte als auch Ihrer Waren und Lager automatisch erfassen und analysieren lassen. Mit dem Car & Van Tracker  bietet Vodafone Ihnen hier ein maßgeschneidertes Produkt, das Lokalisierung, Auswertung und digitales Fahrtenbuch Ihrer Fahrzeugflotte beinhaltet.

Ihr Vodafone-Berater zeigt Ihnen gern, wie Sie im konkreten Fall durch den Einsatz von IoT-Technologie bares Geld sparen können.

 

Zusammenfassung

  • Im Logistik-Bereich zeichnen sich mehrere Trends ab, von denen einige bereits Einzug in den Alltag halten.
  • Dank On-Demand-Delivery entscheidet der Kunde selbst, wann er eine bestimmte Lieferung annehmen möchte und kann. Ihr Vorteil dabei ist, dass Sie unnötige Fahrten und Zustellversuche vermeiden.
  • Durch Vorausplanung („Anticipatory Logistics“) wissen Sie schon im Vorfeld, wie viele Einheiten einer bestimmten Ware(ngruppe) wann an welchem Ort sein müssen.
  • Immer weiter steigende Anforderungen und Wettbewerbsdruck durch Logistik-Marktplätze und Multichannel-Auslieferung erfordern teils enorme Anpassungen.
  • Mit IoT-Technik von Vodafone rüsten Sie nicht nur Ihre Fahrzeugflotte, sondern auch Ihr Lager mit der notwendigen Technik für intelligentes Tracking aus.

 

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