Smartphones Xperia 1 IV und iPhone 13 Pro Max von vorne und hinten nebeneinander vor rotem Hintergrund
Frau mit gelbem Pullover hält iPad Pro 2021 im herbstlichen Park

Android Basics: Was sind Root-Rechte?

Früher oder später stolpert jed­er Android-User ein­mal über den Begriff „Root“. Einige der Top-Apps im Play Store funk­tion­ieren nur auf gerooteten Geräten, doch auf Ein­steiger wirkt das The­ma Root oft undurch­sichtig.

Also was genau ver­birgt sich dahin­ter, welche Vor- und Nachteile kann ein gerootetes Smart­phone haben und welche Gefahren beste­hen wom­öglich beim Rooten? Diesen und ein paar weit­eren Fra­gen sind wir auf den Grund gegan­gen. So bekommst Du schnell einen Überblick und kannst anschließend selb­st entschei­den, ob Root-Zugriff für Dich und Dein Android-Smart­phone in Frage kommt oder eher nicht.

Das bedeutet Root bei Android-Geräten

Android basiert auf Lin­ux. Und aus diesem Bere­ich stammt auch der Begriff Root. Das Root-Kon­to wird auch Supe­ruser genan­nt und hat Zugriff auf das kom­plette Sys­tem sowie alle Ressourcen. Wer sich einen Root-Zugriff ver­schafft beziehungsweise Root-Rechte hat, kann also aus­nahm­s­los alles mit dem Android-Sys­tem seines eige­nen Handys anstellen. Das ist ver­gle­ich­bar mit einem Admin­is­tra­tor-Kon­to unter Win­dows, aber im Gegen­satz zum Com­put­er auf mobilen Geräten seit­ens der Her­steller nicht erwün­scht. Deshalb ist der Root-Zugriff grund­sät­zlich bei allen Android-Geräten deak­tiviert. Doch zu den Risiken gle­ich mehr. Zuerst schauen wir uns die Vorteile an.

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Welche Vorteile hat ein gerootetes Android-Smartphone?

Wenn Dein Android-Smart­phone gerootet ist, wirst Du vom Anwen­der zum „IT-Chef“. Denn Du kannst schal­ten und wal­ten, wie Du möcht­est. Die Möglichkeit­en sind vielfältig und für fast jede Idee gibt es wahrschein­lich auch schon eine App. Den Spiel­stand Deines Lieblings­games kannst Du zum Beispiel mit Tita­ni­um Back­up ein­fach in der Cloud sich­ern oder auf ein anderes Android-Gerät über­tra­gen. Du kannst aber auch vorin­stal­lierte Apps, die Du nicht ver­wen­d­est, löschen oder eine IP-Table Fire­wall ein­richt­en, um Apps den Zugang zum Inter­net zu versper­ren. Und natür­lich kannst Du auch andere Sys­tem-Berech­ti­gun­gen entziehen, wenn eine App zum Beispiel nicht Deinen Stan­dort ken­nen oder Zugriff auf Deine Fotos bekom­men soll.

Welche Nachteile hat ein gerootetes Android-Smartphone?

Es gibt auch einige Nachteile und Gefahren beim Rooten, auf die wir Dich aus­drück­lich hin­weisen. So sollte Dir unbe­d­ingt bewusst sein, dass Du auf eigenes Risiko han­delst und einen Garantiev­er­lust riskierst. Denn schon beim Root-Vor­gang selb­st kann aus einem aktuellen Top-Smart­phone inner­halb weniger Sekun­den ein Stück Elek­troschrott wer­den, der sich nicht mehr bedi­enen oder repari­eren lässt.

Aufgepasst: Voda­fone übern­immt keine Ver­ant­wor­tung für eventuelle Beschädi­gun­gen am Gerät. Des Weit­eren ver­lierst Du mit dem Vor­gang des Rootens jeglichen Anspruch auf Garantie – ob dies nun die Ursache für den Schaden war oder nicht spielt dabei keine Rolle.

Von diesem Risiko abge­se­hen, gibt es auch noch weit­ere Nachteile, die Dir durch ein gerootetes Android-Smart­phone entste­hen kön­nen. Denn Root-Zugriff bedeutet nun ein­mal Vol­lzu­griff. Und wenn Vol­lzu­griff für vorteil­hafte Apps möglich ist, dann ist er natür­lich auch für schädliche Apps möglich. Und solche Schädlinge haben dann noch mehr Pow­er, um Dir in die Parade zu fahren. Deshalb hast Du als frisch geback­en­er „IT-Chef“ Deines Android-Smart­phones auch eine größere Ver­ant­wor­tung und soll­test nicht aus Verse­hen Root-Zugriff für Apps freigeben.

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Wie bekommt man Root-Zugriff?

Um Root-Rechte zu bekom­men, musst Du für gewöhn­lich ein paar Dateien von Deinem Com­put­er per USB-Kabel auf Dein Android-Smart­phone über­tra­gen und dort instal­lieren. Dafür gibt es spezielle Tools und Anleitun­gen im Inter­net. Wir erk­lären Dir den exak­ten Ablauf an dieser Stelle nicht, denn es gibt bei jedem Mod­ell kle­in­ste Unter­schiede, die zum Ver­häng­nis wer­den kön­nen. Wenn es zum Beispiel in der Zwis­chen­zeit eine neue Android-Ver­sion für Dein Smart­phone gibt, kön­nte die Anleitung nicht mehr funk­tion­ieren und Dein Android-Gerät wom­öglich in die ewigen Jagdgründe einge­hen lassen. Wenn Du Dich mit der Materie ver­traut gemacht hast, find­est Du die benötigten Dateien und Schritt-für-Schritt-Anleitun­gen im Han­dum­drehen. Empfehlung: Ver­schlinge Android-Foren wie auf XDA-Devel­op­ers (auf Englisch) und Android-Hilfe.de (auf Deutsch). Dort hat fast jedes Smart­phone-Mod­ell seinen eige­nen Diskus­sions-Bere­ich, sodass Du Dich umfassend informieren und in das The­ma ein­le­sen kannst.

Abso­lut wichtig: Mache Dich genauestens mit der jew­eili­gen Root-Meth­ode für Dein spezielles Android-Smart­phone ver­traut, sichere all Deine Dat­en vor­ab und sei Dir sich­er, dass Du das Risiko auch wirk­lich einge­hen möcht­est und Dein Gerät im schlimm­sten Fall irrepara­ble Schä­den davon­tra­gen kann, die nicht durch Garantie und Gewährleis­tung abgedeckt sind.

Tipp zum Schluss: Gehe nicht gle­ich auf volles Risiko mit Deinem Top-Smart­phone, son­dern pro­biere das Rooten an einem alten Android-Smart­phone aus, das Du vielle­icht noch in der Schublade rum­liegen hast oder kauf Dir ein gebraucht­es Ver­such­skan­inchen. Wenn Du ein Gerät aus Verse­hen zer­legen soll­test, hält sich der Schaden so in Gren­zen.

Ist Root für Dich unverzicht­bar oder kommst Du auch super ohne Vol­lzu­griff klar? Schreib es uns in die Kom­mentare.

Du inter­essierst Dich für Android in all seinen Facetten? Hier find­est Du weit­ere span­nende Basics:

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