Wassertropfen fotografieren: So gelingen Dir tolle Bilder

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Wassertropfen fotografieren: So gelingen Dir tolle Bilder

Wenn Du mit deiner Kamera künstlerische Bilder machen möchtest, solltest Du einmal versuchen, Wassertropfen zu fotografieren. Was Du benötigst und wie Du Dich darauf vorbereitest, erfährst Du hier.

Willst Du einen Wassertropfen fotografieren, benötigst Du zunächst einmal etwas zusätzliches Equipment. Zudem ist die in diesem Artikel beschriebene Vorbereitung gerade deshalb wichtig, damit Du Dich möglichst auf das perfekte Bild konzentrieren kannst und nur wenige Dinge dem Zufall überlässt. Auch wenn Deine ersten Versuche nicht das gewünschte Ergebnis erzielen: Beim nächsten Mal gelingt es Dir sicherlich noch besser, da Du mit der Zeit Routine entwickeln dürftest.

Passendes Equipment für Wassertropfen-Fotos

Zunächst einmal solltest Du wissen, dass Du ein wirklich gutes Wassertropfen-Bild nicht mit dem Handy machen kannst. Es ist ratsamer, dass Du auf eine System- oder Spiegelreflexkamera zurückgreifst. Diese bieten Dir nicht nur mehr Einstellungsmöglichkeiten sondern auch eine höhere Bildqualität. Außerdem empfehlen wir Dir einen abgedunkelten Raum, damit Du besser mit Blitz oder Licht arbeiten kannst.

Außerdem ist es sehr wichtig, dass Du ein Stativ benutzt. Da ein Wassertropfen-Foto viel Vorbereitung benötigt, kannst Du keinen Schnappschuss aus der Hand machen. So hättest Du etwa Probleme damit, die Schärfe korrekt einzustellen und die richtige Perspektive für eine gelungene Aufnahme zu wählen. Wenn Du einen externen Blitz besitzt, solltest Du diesen ebenso verwenden. Positioniere ihn seitlich von der Kamera oder schräg gegenüber, um das Bild interessanter zu machen. Alternativ kannst Du es auch mit einer (sehr hellen) Lampe versuchen.

Sofern vorhanden, solltest Du zudem auf ein Teleobjektiv zurückgreifen. Dadurch ist es Dir möglich, die Kamera in ausreichender Entfernung zum Wasser zu positionieren. Außerdem sorgt die Tele-Optik dafür, dass sich der Bildausschnitt auf den Tropfen konzentriert und nur ein kleiner Teil der Umgebung auf dem späteren Foto sichtbar ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Wassertropfen zu wenig im Fokus der Aufnahme steht.

So solltest Du Deine Kamera einstellen

Mit der Automatik Deiner Systemkamera oder DSLR dürfte Dir kein gutes Bild gelingen. Stelle Deine Kamera daher auf den manuellen Modus um. Nun musst Du verschiedene Einstellungen vornehmen. Experimentiere mit den verschiedenen Parametern etwas herum. Die Live-Bildvorschau kann Dir bei der Wahl helfen. Welche Werte Du nämlich exakt wählen musst, hängt von der Helligkeit des Motivs und der Lichtstärke Deines Objektivs ab. Hieran solltest Du Dich orientieren:

  • Möglichst geschlossene Blende: Die hohe Tiefenschärfe macht das Fokussieren für Dich einfacher.
  • Verschlusszeit: 1/200 oder kürzer. Je kürzer die Verschlusszeit, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Du den Tropfen scharf auf das Bild bekommst.
  • ISO: Nach Möglichkeit 200 oder niedriger. So reduzierst oder verhinderst Du Bildrauschen. Hier musst Du je nach Helligkeit experimentieren, damit Dein Foto nicht zu dunkel wird.

Motiv für Foto vorbereiten

Hast Du einen möglichst abgedunkelten Ort für das Foto gefunden, musst Du das Set nun vorbereiten. Es bietet sich eine Schüssel, ein großes Glas oder ein Blech an, das Du (möglichst komplett) mit Wasser befüllst. Stelle dieses nach Möglichkeit auf einen kleinen Hocker, damit nicht versehentlich ein Teil des Bodens zu sehen ist (sofern Du das nicht möchtest). Die Wand im Hintergrund sollte möglichst neutral und weit entfernt sein. So vermeidest Du Schatten durch Blitz-Reflektionen.

Anschließend fehlt Dir noch eine Möglichkeit, einzelne Wassertropfen möglichst kontrolliert auf die Fläche fallen zu lassen. Zwar könntest Du eine Pipette verwenden, doch dann wird es schwierig, gleichzeitig auf den Auslöser Deiner Kamera zu drücken – sofern Du keinen Fernauslöser hast. Alternativ kannst Du auch jemanden aus Deinem Freundeskreis fragen, ob er die Tropfen in die Schüssel gibt. Aber dann sollten diese möglichst am selben Ort auf die Wasseroberfläche treffen, damit Du die Schärfe korrekt einstellen kannst.

Alternativ kannst Du eine Getränkedose (oder einen Beutel) mit einem ganz kleinen Loch versehen und etwas Wasser hineinfüllen. Die Dose hängst Du beispielsweise mit einer Schnur an Deine Deckenlampe. Entsprechend müsste sich Deine Wasserschüssel unter der Lampe befinden. Ist das nicht möglich, kannst Du auch eine Schnur spannen und die Dose daran befestigen – das ist aber deutlich aufwendiger.

Mann fotografiert mit seiner Kamera im Regen.

Achte vor der Aufnahme darauf, die Schärfe der Kamera einzustellen.

Kamera ausrichten und Schärfe einstellen

Nun musst Du nur noch Deine Kamera auf dem Stativ platzieren und den Bildausschnitt wählen. Platziere die Kamera so, dass diese leicht von schräg oben auf die Wasseroberfläche blickt. Achte dabei darauf, dass Du keine Fußleisten, den Boden oder andere unerwünschte Elemente im Bild hast. Im Idealfall siehst Du nur die Wasseroberfläche, nicht aber den Rand des Behälters. Denke daran, dass Du einen Tropfen in Großaufnahme fotografieren willst und einen entsprechend großen Bildausschnitt wählen solltest.

Um die Schärfe korrekt einzustellen, solltest Du zuerst ermitteln, wo im Gefäß Deine Wassertropfen auftreten werden. An dieser Stelle kannst Du nun einen Zollstock oder einen anderen Gegenstand platzieren. Das hilft Dir dabei, die Schärfe einzustellen. Hast Du, wie von uns empfohlen, eine eher geschlossene Blende verwendet, solltest Du hierbei keine Probleme haben.

Foto von Wassertropfen machen

Ist alles eingerichtet, solltest Du zunächst die Einstellungen an Deiner DSLR oder Systemkamera testen. Bei diesem Test solltest Du direkt schon Wassertropfen auf die Oberfläche fallen lassen, um auch Deine Verschlusszeit zu kontrollieren. Sofern Du mit Kontrast, Helligkeit und Bildausschnitt zufrieden bist, geht es nur noch um das Timing.

Bringe etwas Geduld mit: Bis Du den Wassertropfen im perfekten Moment erwischt, benötigst Du womöglich ein paar Versuche. Falls Dir das Ergebnis nicht gefällt, kannst Du versuchen, die Perspektive oder die Kameraeinstellungen zu ändern. Alternativ hast Du auch weitere Möglichkeiten: ein anderes Motiv wählen, den Blitz umstellen oder einen anderen Behälter für das Wasser nehmen. Hier gilt: Jedes Foto-Set ist anders und Du musst für Dich entscheiden, wie es Dir gefällt.

Alle Schritte in der Übersicht:

  • Du solltest eine System- oder Spiegelreflexkamera mit Stativ und Teleobjektiv verwenden.
  • Eine kurze Verschlusszeit ist zwingend notwendig, um einzelne Wassertropfen aufnehmen zu können.
  • Verwende eine möglichst geschlossene Blende und (für eine hohe Bildqualität) einen möglichst niedrigen ISO-Wert.
  • Ein dunkler Raum gibt Dir Möglichkeiten, Blitz oder Licht auf das Motiv auszurichten.
  • Für das Wasser kannst Du ein Blech, eine Schüssel oder ein großes Glas verwenden.
  • Den Wassertropfen kannst Du per Pipette auf die Oberfläche bringen. Alternativ bietet sich eine Dose oder ein Beutel mit einem kleinen Loch an, den Du an eine Deckenlampe oder eine Schnur hängst.
  • Richte die Kamera so ein, dass Du eine Großaufnahme des Tropfens machen kannst
  • Lass testweise ein paar Tropfen fallen und stelle die Schärfe auf den Punkt des Auftreffens ein.
  • Du benötigst vermutlich ein paar Versuche, ehe das Timing stimmt und das Foto vom Wassertropfen gelingt.

Ist Dein Wassertropfen-Foto mit unseren Tipps gelungen? Hast Du noch weitere Tricks? Teile sie mit uns in den Kommentaren!

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