Minecraft: Tipps und Tricks für Einsteiger

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Minecraft: Tipps und Tricks für Einsteiger

Der Klassiker Minecraft erlebt seit einigen Monaten eine Renaissance. Das Game ist mittlerweile aber derart komplex, dass der Survival-Modus auf Einsteiger ein wenig einschüchternd wirken kann. Aber alles halb so wild: Mit unseren Tipps baust Du Dir im Nu ein prachtvolles Anwesen auf.

Im vergangenen Jahr hatten wir Dir einige allgemeine Minecraft-Tipps für die Switch-Version des Spiels gegeben. Dabei ging es unter anderem um das Gameplay, um Texture Packs und die unterschiedlichen Biome. Diesmal behandeln wir ganz gezielt den Einstieg in den Survival-Modus, damit die ersten Stunden nicht zu frustrierend ausfallen.

Der Einstiegspunkt im Survival-Modus

Zunächst solltest Du einige Dinge rund um den Spawnpunkt Deiner Spielfigur wissen: Du startest Dein Minecraft-Abenteuer in einer frisch generierten Welt, an einem Punkt, der im Umkreis von einigen hundert Blöcken um das Zentrum, also bei der Koordinate 0;0 liegt. Drückst Du auf die Taste F3, erscheinen links oben auf dem Screen viele Informationen. Ungefähr in der Mitte des Infofeldes siehst Du die Angabe zu „XYZ“, also die drei Achsen, die Deine genaue Position im Spiel anzeigen. Die mittlere Angabe (Y) ist für das anfängliche Orientieren vielleicht erst einmal nicht so wichtig – sie zeigt die Position in der Vertikalen an. Solltest Du Dich einmal verlaufen und nicht wissen, an welchem Punkt sich Deine Basis befindet, solltest Du versuchen, zur Koordinate 0;0 zurückzukehren und von dort aus Deinen Stützpunkt zu suchen.

Hast Du Dir im späteren Verlauf des Spiels einen Kompass gecraftet, zeigt die Nadel desselben übrigens immer zu diesem zentralen Spawnpunkt. Es kann also durchaus ratsam sein, die erste Behausung unweit davon zu errichten. Wenn Du Dir im Spiel noch kein Bett errichtet hast, landest Du ebenfalls wieder beim ursprünglichen Spawnpunkt, wenn Du stirbst. Fairerweise sorgt das Game dafür, dass der Punkt (mehr oder weniger) sicher ist, damit Du nicht gleich wieder abtrittst. Wir empfehlen Dir, Deine erste Basis einerseits nicht zu weit von der 0;0-Koordinate und andererseits nach Möglichkeit am Wasser zu errichten. Ein kleiner See ist bereits völlig ausreichend, damit später zum Beispiel Dein Getreide prächtig gedeiht.

Ein solches Dorf bietet in Minecraft wichtige Ressourcen.

Foto: picture alliance / Georg Wendt / dpa

Notwendige erste Schritte im Spiel

In Minecraft existiert ein Tag-Nacht-Zyklus. Während es auch am Tage mannigfaltige Möglichkeiten gibt, um zu sterben (die Herz-Anzeige zeigt Deine Lebensenergie an), wird es in der Nacht noch einmal sehr viel gefährlicher. Zombies, explodierende Creeper, Skelette mit Pfeil und Bogen, Spinnen und (bei Schlafmangel) fliegende Phantome machen die Dunkelheit für ungeschützte Neulinge zu einem echten Spießrutenlauf. Daher ist es am Anfang wichtig, nicht zu viel Zeit zu verlieren und mit dem Sammeln von Ressourcen zu beginnen.

Im ersten Schritt sammelst Du Holz, indem Du die Blöcke von Bäumen mit bloßen Händen abträgst (linke Maustaste). Drücke anschließend auf „E“, um Dein Inventar zu öffnen. Hier kannst Du grundlegende Dinge craften und siehst auch Kleidung/Rüstung und sonstige Ausstattung Deines Charakters. Die wirklich guten Sachen stellst Du jedoch mithilfe einer Werkbank her. Sie lässt sich sehr leicht herstellen: Ziehe die Holzblöcke in das 2×2-Crafting-Feld. Rechts daneben erscheint dann das Symbol für die Holzbretter. Ziehe davon einige in Dein Inventar – packst Du Items in die untere Reihe, kannst Du sie auswählen und verwenden (mit dem Mausrad scrollst beziehungsweise wechselst Du zwischen den Items). Die rechte Maustaste ist die Aktionstaste, die linke ist in erster Linie zum Abtragen/Schlagen da. Füllst Du alle vier Crafting-Felder mit Holzbrettern – egal, ob Eiche, Birke oder eine sonstige Holzart – erscheint rechts die Werkbank (auf Englisch „Crafting Table“). Ziehe sie in die Auswahlleiste und platziere sie mit der linken Maustaste an einem beliebigen Ort. Vielleicht dort, wo Du auch Deine erste Hütte errichten möchtest.

Wenn Du die ersten Rohstoffe sammelst, die Gegend erkundest und darüber die Zeit vergisst, kommt die Dämmerung meist schneller als erwartet. Die Nacht überstehst Du als Anfänger am besten in einem Bett, das sich an einem sicheren Ort befindet. Rund um Deinen ursprünglichen Spawnpunkt gibt es meistens ein Dorf, dem Du vermutlich auch die einen oder anderen Rohstoffe stibitzen wirst. Suche Dir eine Hütte mit Bett und lege Dich frech hinein (rechte Maustaste).

Video: Youtube / TheCh0pper

Wichtige Items für das Überleben

Du kannst das fremde Bett übrigens auch einfach abtragen, einsammeln und an einem beliebigen Punkt – vermutlich Deiner ersten kleinen Hütte – aufbauen. Wenn Du Betten und Rohstoffe aus dem Dorf entnimmst, die Hütten teildemontierst und das Gemüse aus den Beeten stielst, wird das Dorf übrigens mit ziemlicher Sicherheit schnell verwaisen. Dein erstes Minecraft-Haus besteht vermutlich aus Holz oder einfachem Bruchstein. Um Bruchstein einzusammeln und nicht alles mühevoll mit den Händen abtragen zu müssen, solltest Du Dir so schnell wie möglich eine Spitzhacke an der Werkbank craften. Die einfachste Variante besteht nur aus Holz. Crafte zunächst Stöcker – das geht sowohl im Inventar als auch an der Werkbank, indem Du zwei untereinander anordnest.

Video: Eigenkreation

Setze dann einfach drei Holzbretter in die obere Reihe sowie in die unteren zwei Felder der mittleren Vertikalen. Hast Du ein wenig in der Erde oder an steinernen Häusern Bruchstein abgetragen, craftest Du eine bessere Spitzhacke, indem Du die oberen drei Crafting-Felder mit Bruchstein füllst. Die Eisenspitzhacke ist noch sehr viel besser – hebe sie Dir aber am besten auf, denn Du benötigst sie, um Gold und Diamanten abzubauen. Eine goldene Spitzhacke ist sehr effektiv, geht aber schnell kaputt, und die diamantene ist unübertroffen. Wähle das Buch-Symbol der Werkbank an, um Dir die Rezepte für neue Items anzuzeigen. Zu den weiteren wichtigen Gegenständen in Minecraft gehören sicher das Schwert, eine einfache Tür für Deine Hütte, Fackeln zum Erleuchten von Höhlen und Wohnräumen sowie ein Ofen, der zur Herstellung weiterer Materialien und Gegenstände dient.

Du craftest einen Ofen, indem Du alle Felder bis auf das mittlere mit Bruchstein füllst. Ist er einmal platziert, ist auch noch ein Brennstoff vonnöten. Am besten erstellst Du Dir einen Holzkohlevorrat. Glasbausteine, die als einfache Fenster dienen, stellst Du her, indem Du Sand (abseits der Wüsten vor allem in Wassernähe zu finden) mit der Kohle im Ofen einschmilzt. Auch Dein Fleisch kannst Du hier für Dich genießbar machen, indem Du es ein wenig im Ofen lässt. Die Nahrung füllt schnell Dein Inventar, also lagere sie am besten in einer Truhe. Entweder trägst Du Truhen im Dorf ab oder Du stellst selbst eine her, indem Du alle Crafting-Felder der Werkbank mit Holzbrettern füllst. Stellst Du zwei Kisten nebeneinander, werden sie automatisch zu einer langen Truhe. Wir empfehlen, immer auf Ordnung zu achten und die Items in verschiedenen Truhen zu lagern, sortiert nach Kategorien, damit Du stets schnell findest, was Du benötigst.

Den Hunger stillen in Minecraft – Deine erste Weizenernte

Wenn Deine Lebensenergie zuneige geht, gibt es nur eine einzige Möglichkeit, um schnell zu regenerieren: das Auffüllen der Nahrungsanzeige. Damit sind die zehn Fleischkeulen rechts unten gemeint, die für 20 Nahrungspunkte stehen. Eine halbe Keule steht also für einen Nahrungspunkt. In Minecraft gibt es unzählige Lebensmittel: das Fleisch und die Milch von Tieren, allerhand Gemüse und neuerdings sogar Bienenhonig, den Du selbst mit Bienenstöcken in Deiner Basis generieren kannst. Der Anbau von Früchten, Gemüsesorten und Getreide ist die vielleicht wichtigste und am besten steuerbare Lebensmittelquelle. Um Dein Land zu beackern, schaffe zuerst einige Voraussetzungen:

Als erstes organisierst Du einige Samen – im Dorf findest Du sicher Weizen, der die Grundlage für die Herstellung von Brot ist. Erntest Du ihn, fallen Dir dabei auch die wertvollen Weizensamen in die Hände. Nun suchst Du Dir eine schöne freie Landfläche, die am Wasser liegt. Alternativ legst Du einfach Wassergräben an (am besten geht das mit einer Schaufel), damit der Boden schön feucht und fruchtbar ist.

Video: Eigenkreation

Nun musst Du Dir eine Hacke an der Werkbank craften. Für den Anfang ist eine einfache Hacke aus Holz oder Stein absolut ausreichend. Dafür packst Du in die ersten beiden Felder der oberen Reihe jeweils eine Einheit des Werkstoffs, aus dem das Blatt der Hacke bestehen soll. Neben Holzbrettern und Bruchstein sind später auch Eisen, Gold und Diamanten möglich. In die unteren beiden Felder der mittleren vertikalen Reihe kommt dann jeweils ein Stock für den Stiel der Hacke. Hältst Du die Hacke in der Hand, kannst Du den Boden mit der rechten Maustaste Feld für Feld in Ackerland verwandeln. Wenn der Boden feucht genug ist, sollte die Ackerfläche nach kurzer Zeit deutlich dunkler werden.

Direkt nach dem Anlegen des Ackers nimmst Du die Samen in die Hand und pflanzt sie ebenfalls mit der rechten Maustaste in den Boden. Es dauert eine Weile, bis der Weizen seine volle Größe erreicht hat und goldgelb ist. Dann lässt er sich ernten, sogar mit der bloßen Hand. Vergiss aber nicht, die gewonnen Samen direkt wieder einzupflanzen. Dauert Dir der Wachstumsprozess zu lange, gibt es einen Trick, um ihn zu beschleunigen. Als Anfänger wird er Dir aber vermutlich nicht gefallen: Du musst dazu Skelette töten und ihre Knochen einsammeln. Verarbeitest Du sie zu Knochenmehl und verteilst dieses großzügig über das Beet, ist die Ernte im Nu bereit. Die Knochen kannst Du allerdings auch einsetzen, um einen Wolf in einen treuen Hundebegleiter zu verwandeln.

Wie Du zum Viehzüchter aufsteigst

Die meisten Nutz- und Haustiere sind für die Zucht geeignet. Wir empfehlen, als erste Nutztiere Schafe und Kühe zu verwenden. Crafte Dir einen Vorrat an einfachen Zaunelementen aus Stöcken und Holzbrettern und stecke damit einen Bereich mit Gras bewachsener Weidefläche ab. Außerdem brauchst Du ein Gatter. Praktischer als das Gatter ist ein Stück Teppich auf dem Zaun, der Dir den Zugang ermöglicht, ohne dass die Tiere ausbüxen können. Allerdings brauchst Du Wolle – und dafür zunächst einmal Schafe. Selbige lassen sich, genau wie Kühe, recht einfach zu Deiner Basis locken, wenn Du ein Weizenbündel in der Hand hältst. Sind zwei Tiere in dem Gehege eingeschlossen, wende Weizen auf sie an, damit sie sich vermehren.

Die Schafe bescheren Dir Hammelfleisch und die oben bereits angesprochene Wolle, die später ein wichtiger Werkstoff für Dich sein wird. Du gewinnst sie zwar auch, wenn Du die Schäfchen schlachtest; effektiver ist jedoch der Einsatz einer Schere, die aus zwei Eisenbarren gecraftet wird. Die Milch der Kühe fängst Du mit einem Eimer auf. Außerdem liefern sie Dir nach der Schlachtung Rindfleisch und Leder. Leder ist ebenfalls ein wichtiger Werkstoff. Die einfachste Art der Rüstung und Bücher bestehen zum Beispiel (zum Teil) daraus.

Wie es für Dich in Minecraft weitergeht

Wenn Du eine sichere Bleibe, die wichtigsten Werkzeuge und ausreichend Nahrung besitzt, kannst Du Dich anderen Dingen widmen, wie der Suche nach Diamanten, dem Errichten eines Netherportals oder der Suche nach dem Enderdrachen. Überstehe Raids, erkunde Biome wie Urwälder und eisige Schneelandschaften, errichte ein Schienennetzwerk und enorme Bauten, die bereits aus weiter Ferne zu sehen sind. Halte Dir Papageien, Füchse, Hunde Katzen und sogar Eisbären oder Skelettpferde als Haustiere. Wenn Du technikbegeistert bist, wartet die Welt der Redstone-Mechanik auf Dich. All das solltest Du auf eigene Faust entdecken.

Bist Du Minecraft-Spieler der ersten Stunde? Oder hat Dich das Klötzchenfieber erst mit dem Revival erwischt? Schreibe uns doch von Deinen Minecraft-Erfahrungen in den Kommentaren.

Titelbild: Eigenkreation: Unsplash (Power Digital Marketing)

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