Ein Vater bekommt ein smartes Gadget zum Vatertag geschenkt
Eine Grafik die den Einsatz von Technologien bei der Waldbrandbekämpfung zeiigt
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Abgefahren: Die besten Helfer für Rollstuhlfahrer

Trep­pen­steigen, Win­ter­sport, Fit­ness: Schlaue Köpfe rund um den Globus entwick­eln span­nende fahrbare Unter­sätze und cle­vere Gad­gets, um Roll­stüh­le zu pim­pen und damit noch mobil­er zu machen. Wir zeigen Dir die besten Helfer für Roll­stuhlfahrer – von nüt­zlich bis fast schon über­trieben.

Rauf aufs Treppchen – mit Scalevo

Mit dem Roll­stuhl eine Treppe zu bezwin­gen, gin­ge aus eigen­er Kraft höch­stens abwärts und wäre – je nach Anzahl der Stufen – mit eini­gen Blessuren ver­bun­den. Im All­t­ag ist das also keine Option. Um ein paar Stufen über­winden zu kön­nen, gibt es meist mobile Ram­p­en. Doch län­gere Trep­pen lassen sich damit auch nicht bewälti­gen. Ein Team aus zehn Stu­den­ten der Schweiz­er Hochschulen ETH Zürich und Zürcher Hochschule der Kün­ste hat es nun geschafft, einen funk­tion­ieren­den Pro­to­typen eines trep­pen­steigen­den Roll­stuhls fer­tigzustellen – den Scav­elo. Um Trep­pen zu bezwin­gen, fahren die nor­malen Räder hoch und es wird auf Ket­ten­be­trieb umgeschal­tet, ähn­lich wie bei einem Rau­pen­fahrzeug. Im Video siehst Du, wie das funk­tion­iert:

Der Scav­elo soll nicht nur ger­ade Stufen schaf­fen, son­dern auch mit spi­ralför­mi­gen Trep­pen müh­e­los zurechtkom­men. Er ist 65 Zen­time­ter bre­it und 105 Zen­time­ter lang, fährt 10 km/h schnell und steigt mit ein­er Stufe pro Sekunde auf. Und keine Sorge: Scav­elo-Fahrer wer­den sich nicht irgend­wann von den Däch­ern dieser Welt zuwinken müssen, denn selb­stver­ständlich klappt auch der Abstieg rei­bungs­los. Bis­lang ist der Scav­elo ein Pro­to­typ. Das Stu­den­ten­team tritt damit im näch­sten Jahr beim Cybathlon an – einem inter­na­tionalen Wet­tkampf für Sportler, die Robot­ertech­nik und Assis­ten­zsys­teme benutzen dür­fen. Wenn im Anschluss genug Spon­soren­gelder zusam­menkom­men, soll der Scav­elo weit­er­en­twick­elt wer­den und dann in Serie gehen.

Freewheel – der Fitness-Tracker für Rollstuhlfahrer

Noch ein Pro­to­typ, dies­mal aber kein Roll­stuhl-Mod­ell, son­dern ein Gad­get, das am Roll­stuhl befes­tigt wird: Free­wheel, der weltweit erste Fit­ness-Track­er für Roll­stuhlfahrer. Entwick­elt von Chaot­ic Moon, ein­er tex­anis­chen Design-Schmiede. Free­wheel beste­ht aus einem Haufen Sen­soren, der unter­schiedlich­ste Dat­en misst. Mit an Bord sind ein Drehzahlmess­er, ein Bewe­gungssen­sor, ein Barom­e­ter, ein Tacho, ein Beschle­u­ni­gungssen­sor, ein Streck­en­mess­er sowie Sen­soren zur Bes­tim­mung von Höhe und Stei­gung. Damit erken­nt der Fit­ness-Track­er die Bodenbeschaf­fen­heit und kann berech­nen, wie viel Kraftaufwand das Fort­be­we­gen des Roll­stuhls fordert. Ganz neben­bei sollen mit den aufgeze­ich­neten Dat­en von Free­wheel Gelän­dekarten erstellt wer­den, die dann auch anderen Men­schen von Nutzen sein kön­nen. Ein genaues Start­da­tum ste­ht bis­lang nicht fest, aber „in ein paar Monat­en“ soll es Free­wheel zu kaufen geben. Hier stellt Dir das Team von Chaot­ic Moon Free­wheel noch ein­mal ganz genau vor:

Von Schnee bis Strand: Der Ziesel macht überall Spaß

Der Ziesel sieht schon ein wenig nach Panz­er aus mit seinen bre­it­en Ket­ten. Wir denken, das hat schon seine Richtigkeit, denn das Teil ist ein echt­es Offroad-Geschoss. Zwei Elek­tro­mo­toren mit ein­er Spitzen­leis­tung von jew­eils bis zu 18kW (ca. 24,5 PS), einem Drehmo­ment von über 500 Nm und ein­er Höch­st­geschwindigkeit von bis zu 35 km/h sor­gen für max­i­malen Fahrspaß auf fast allen Unter­grün­den. Schnee, Glat­teis, Sand, Asphalt, Gras oder Kies – alles meis­tert das Elek­tro-Mon­ster völ­lig prob­lem­los. Dabei bleibt er präzise per Joy­stick steuer­bar. Abseits vom Fahrspaß kann die Kraft des Ziesels natür­lich auch brav und pflicht­be­wusst einge­set­zt wer­den. Zum Beispiel, um Güter zu trans­portieren (Anhängerkup­plung vorhan­den) oder ein Auto abzuschlep­pen. Du find­est viele Videos über den Ziesel aus Öster­re­ich auf dem Youtubekanal der Her­steller­fir­ma Mat­tro. Einen super Überblick über die absurde Pow­er liefert Dir dieser Clip:

Wheelmap: Barrierefreie Orte finden und selbst markieren

Die Wheelmap der Sozial­helden aus Berlin ist fast schon ein Klas­sik­er. Seit mit­tler­weile fünf Jahren existiert die Karte schon und enthält aktuell fast 600.000 Ein­träge. Bes­timmt hast Du schon ein­mal davon gehört, oder? Falls nicht: Die Wheelmap zeigt Dir sofort an, wie roll­stuhlgerecht ein Ort ist. Du selb­st kannst Ein­träge vornehmen und Orte nach dem Ampel­prinzip bew­erten. Unter­wegs greif­st Du per iOS- bzw. Android-App auf die Wheelmap zu. Prak­tisch: Die inte­gri­erte Streetview-Ansicht von Google gibt Dir direkt einen Überblick. Stufen oder andere Unwäg­barkeit­en sind so leicht erkennbar. Voraus­ge­set­zt natür­lich, das Bild­ma­te­r­i­al ist 1. über­haupt vorhan­den und 2. aktuell. Wer sich nicht auf Googles Straße­nan­sicht ver­lassen möchte bzw. anderen ein aktuelles Bild des jew­eili­gen Ortes zukom­men lassen möchte, lädt ein­fach ein selb­st aufgenommenes Foto hoch.

Viele weit­ere Tipps und Bestandteile des „Sur­vival-Kits“ für Roll­stuhlfahrer hat der Berlin­er Autor und Aktivist Raul Krauthausen in seinem Blog für Dich zusam­mengestellt. Dort erfährst Du unter anderem, wie Du Dein Smart­phone am Elek­tro­roll­stuhl aufladen kannst.

Du kennst noch weit­ere nüt­zliche Gad­gets oder Tools für Roll­stuhlfahrer, die uns vielle­icht ent­gan­gen sind? Schreib sie uns in die Kom­mentare – wir freuen uns drauf.

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