Netflix von Handy auf TV zu streamen ist praktisch, schließlich wirkt das Streaming-Erlebnis auf dem großen Bildschirm einfach besser. Allerdings hat Netflix diese Funktion in Teilen eingeschränkt. Welche Optionen aktuell noch funktionieren und welche Alternativen Du hast, erfährst Du in diesem Artikel.
Das Wichtigste in Kürze
- Casting aus der Netflix-App heraus ist stark eingeschränkt und funktioniert nur noch mit bestimmten Geräten.
- Moderne Chromecast-Geräte mit Google TV werden nicht mehr unterstützt, auch wenn der Cast-Button früher verfügbar war.
- Ältere Chromecast-Modelle und Cast-fähige Fernseher funktionieren weiterhin – jedoch nicht mit werbefinanzierten Abos.
- AirPlay wird von Netflix nicht unterstützt, weder auf dem iPhone noch auf dem iPad.
- Eine kabelgebundene Verbindung per HDMI-Adapter ist derzeit die zuverlässigste Lösung.
Netflix vom Handy auf den Fernseher streamen: So ist der aktuelle Stand
Lange Zeit war es selbstverständlich, Netflix-Inhalte direkt aus der Smartphone-App auf den Fernseher zu übertragen. Der bekannte Cast-Button macht es möglich, Filme und Serien bequem vom Handy aus zu steuern. Genau diese Funktion hat Netflix jedoch stillschweigend zurückgefahren.
Viele Nutzer:innen stellen inzwischen fest, dass der Cast-Button in der Netflix-App fehlt – unabhängig vom gewählten Abo. Besonders betroffen sind moderne Geräte wie Chromecast mit Google TV oder Google TV Streamer. Netflix zwingt Dich damit zunehmend dazu, die App direkt auf dem Fernseher oder Streaming-Gerät zu nutzen.
Diese Geräte unterstützen Netflix-Casting noch
Netflix erlaubt das Casting weiterhin – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen und mit ausgewählten Geräten:
- Chromecast (3. Generation oder älter)
- Google Nest Hub (Smart Display)
- Ausgewählte Fernseher mit integriertem Google Cast (beispielsweise Vizio oder Compal)
Wichtig: Mit einem werbefinanzierten Netflix-Abo ist Casting generell nicht möglich, selbst wenn das Gerät technisch unterstützt wird.
Netflix vom Handy auf TV streamen: So funktioniert das Casting
- Öffne die Netflix-App auf Deinem Smartphone oder Tablet.
- Wähle Dein Profil aus.
- Tippe oben rechts auf das Cast-Symbol (Rechteck mit drei gebogenen Linien im unteren linken Eck).
- Wähle das gewünschte Zielgerät.
- Starte einen Titel und die Wiedergabe erfolgt auf dem Fernseher.
Währenddessen kannst Du über Dein mobiles Gerät pausieren, spulen sowie Audio- und Untertitel-Einstellungen anpassen.
Netflix per Kabel vom Handy auf den TV übertragen
Da Casting zunehmend eingeschränkt wird, ist die Verbindung per Kabel aktuell die stabilste Lösung.
Android: Smartphone oder Tablet
Android-Geräte lassen sich per USB-C-auf-HDMI-Adapter oder kompatiblem Videokabel mit dem Fernseher verbinden. Wichtig sind dabei folgende Dinge:
- Der Adapter muss Videoausgabe unterstützen.
- Für hohe Auflösungen ist USB 3.1 oder höher nötig.
- Bei heruntergeladenen Inhalten können schwarze Balken auftreten.
- Die automatische Folgenwiedergabe wird nicht unterstützt.
iOS: iPhone oder iPad
Netflix unterstützt kein AirPlay mehr. Eine drahtlose Übertragung ist daher nicht möglich.
Stattdessen funktioniert nur:
- Lightning-auf-HDMI-Adapter (bei älteren iPhones/iPads)
- USB-C-auf-HDMI-Adapter (bei neueren Modellen)
Auch hier gilt:
- Schwarze Balken sind möglich.
- Keine automatische Wiedergabe der nächsten Folge.
Warum Netflix das Casting eingeschränkt hat
Netflix selbst spricht davon, das Nutzererlebnis vereinheitlichen zu wollen. Statt mehrere Geräte über das Smartphone zu steuern, soll die Wiedergabe direkt über die Netflix-App auf dem Fernseher erfolgen.
In der Praxis sorgt das jedoch für Frust. Viele Nutzer:innen bevorzugen die Steuerung über das eigene Smartphone, insbesondere bei mehreren Profilen im Haushalt. Entsprechend häufen sich Beschwerden, in denen die Entscheidung als klarer Rückschritt kritisiert wird.
Welche Streaming-Funktionen Dir bei Netflix zur Verfügung stehen, hängt auch vom gewählten Tarif ab. Wenn Du Dir unsicher bist, welches Abo für Dich sinnvoll ist und welche Kosten aktuell anfallen, hilft Dir unser Überblick weiter: