- Die Ausgangslage der Serie
- Die verschiedenen Versionen von Wills Tod
- Elenas Plan und seine Widersprüche
- Der Prozess und Anes Suche nach der Wahrheit
- Die wahrscheinlichste Version der Ereignisse
- Elenas Freilassung und Anes Entscheidung
- Warum Elena nicht vor Gericht erscheint
- Das Trauma der Arbizu-Schwestern
Die neue Netflix-Serie „Jene Nacht“ schildert die dramatischen Umstände eines tragischen Todes eines Polizisten in der Dominikanischen Republik. Welche Rolle spielen die Schwestern Paula, Chris und Elena? Was ist wirklich passiert? Und wie endet die Serie? Hier erklären wir Dir das Ende von „Jene Nacht“ im Detail.
„Jene Nacht“ erzählt die Geschichte der drei Schwestern Paula (Claudia Salas), Cris (Paula Usero) und Elena (Clara Galle). Während eines Urlaubs in der Dominikanischen Republik kommt es zu einem folgenschweren Ereignis: Elena überfährt nachts den Polizisten Will (Jonathan Maravilla Alonso) mit ihrem Auto. Die Schwestern versuchen, den Unfall zu vertuschen, und fliehen zurück nach Spanien. Allerdings finden sie dort keine Ruhe, denn ihre Vergangenheit holt sie schnell ein.
Soweit die Prämisse von „Jene Nacht“. Doch was ist wirklich passiert? Ist Elena schuldig? Und welches dunkle Geheimnis hüten die Schwestern? Hier erklären wir Dir das Ende der Netflix-Serie im Detail.
Die Ausgangslage der Serie
„Jene Nacht“ erzählt seine Geschichte auf mehreren Zeitebenen. In der ersten Ebene besuchen die Schwestern erstmals die Dominikanische Republik. Besonders Cris verliebt sich in das Land und beschließt schließlich, dort zu bleiben und ein Tierheim zu eröffnen.
Der Großteil der Handlung spielt jedoch ein Jahr später. Elena ist inzwischen Mutter einer sechs Monate alten Tochter namens Ane. Gemeinsam mit ihrer Schwester Paula und deren Ehefrau Luisa reist sie in die Dominikanische Republik, um Cris zu besuchen. Während dieses Aufenthalts geschieht die Tat: Der Polizist Will stirbt in jener Nacht, die der Serie ihren Titel gibt.
Nach dem Vorfall vergraben die Schwestern gemeinsam die Leiche. Schließlich wird Elena festgenommen und zu 30 Jahren Haft verurteilt. Paula erhält eine dreijährige Strafe wegen Beihilfe bei der Beseitigung der Leiche. Cris hingegen bleibt straffrei, da sie mit den Behörden kooperiert und den Vorfall gesteht.
Die letzte Episode spielt 23 Jahre nach den Ereignissen. Elenas Tochter Ane ist inzwischen erwachsen und arbeitet als Journalistin. Sie versucht herauszufinden, was damals wirklich passiert ist, und reist gemeinsam mit Cris zur Bewährungsverhandlung ihrer Mutter in die Dominikanische Republik.
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Die verschiedenen Versionen von Wills Tod
Achtung: Ab hier folgen Spoiler zum Ende von „Jene Nacht“!
Über lange Zeit bleibt unklar, was in jener Nacht tatsächlich geschehen ist. Die Serie präsentiert mehrere mögliche Versionen der Ereignisse und zeigt den Tod von Will aus unterschiedlichen Perspektiven. Erst in der letzten Folge nähert sich die Handlung einer möglichen Wahrheit.
Eine wichtige Version der Geschichte besagt, dass Will Elena erpresst hat. Nachdem er ein Foto von Elena und ihrer Tochter in einer Zeitung gesehen hatte, glaubte er, der leibliche Vater des Kindes zu sein. Obwohl Elena dies bestritt, stimmte sie schließlich einem Deal zu: Gegen eine hohe Geldsumme wollte Will schweigen. Um sicherzugehen, dass Elena nicht fliehen konnte, nahm er die Pässe von ihr und ihrer Tochter an sich.
Elenas Plan und seine Widersprüche
Aus Verzweiflung entwickelte Elena einen Plan. Bei der angeblichen Geldübergabe wollte sie Will betäuben, die Pässe zurückholen und verschwinden. Doch laut ihrer eigenen Darstellung entdeckte Will die Handschellen, griff sie an und versuchte, sie im Meer zu ertränken.
Diese Version erzählt Elena später ihrer Schwester Paula. Allerdings deutet die Serie an mehreren Stellen an, dass diese Schilderung nicht vollständig stimmt. Ein wichtiger Hinweis ist, dass Elena bei Paulas Ankunft am Unfallort trocken ist, obwohl sie nach eigener Aussage längere Zeit im Wasser gewesen sein soll. Diese kleinen Ungereimtheiten sorgen dafür, dass die Wahrheit bis zum Schluss im Dunkeln bleibt.
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Der Prozess und Anes Suche nach der Wahrheit
Im Finale rückt Ane in den Mittelpunkt der Handlung. Als Journalistin beschäftigt sie sich intensiv mit dem Fall ihrer Mutter. Gemeinsam mit Cris reist sie zur Bewährungsanhörung in die Dominikanische Republik. Ihre Mutter hat sie seit der Verurteilung nie wieder gesehen.
Vor Gericht hält Ane eine Rede, die den Kern der Serie aufgreift: Jede Geschichte hat mehrere Perspektiven. Für Paula war der Tod von Will ein Akt der Notwehr. Cris hingegen ist überzeugt, dass Elena zu Recht im Gefängnis sitzt. Ane fasst diese widersprüchlichen Sichtweisen zusammen: Für manche Menschen ist ihre Mutter eine kaltblütige Mörderin, für andere eine verzweifelte junge Mutter, die ihr Kind schützen wollte.
Die wahrscheinlichste Version der Ereignisse
Im finalen Rückblick zeigt die Serie eine weitere Version der Ereignisse. Nach einem gemeinsamen Abendessen fahren Will und Elena zusammen im Auto. Will ist stark betrunken und verhält sich zunehmend übergriffig. Schließlich hält Elena an und bittet ihn, sich den Motor anzusehen. Als Will vor dem Auto steht, fährt sie los und überfährt ihn mehrfach, bis er stirbt.
Auch diese Szene wird nicht ausdrücklich als Wahrheit bestätigt. Da sie jedoch in der Episode erscheint, in der Ane die zentrale Perspektive einnimmt, gilt sie als die wahrscheinlichste Version der Ereignisse. Ane hat ihr ganzes Leben nach der Wahrheit gesucht – und diese Rückblende könnte ihre Erkenntnis darstellen.
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Elenas Freilassung und Anes Entscheidung
Am Ende der Serie wird Elena tatsächlich auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen. Ihre Schwestern erwarten sie und schließen sie erleichtert in die Arme.
Ane ist jedoch nicht anwesend. Sie befindet sich bereits auf dem Rückweg nach Spanien. Offenbar hat sie sich nicht dazu überwinden können, ihrer Mutter persönlich zu begegnen. Trotzdem wirkt sie am Ende zufrieden – als hätte sie endlich ihren Frieden mit der Vergangenheit gefunden.
Warum Elena nicht vor Gericht erscheint
Während der Anhörung wundern sich Cris und Paula zunächst darüber, dass Elena selbst nicht im Gerichtssaal erscheint. Doch hinter dieser Entscheidung steckt ein bewusster Plan.
Ane erkennt schließlich den Grund: Elena hat den Kontakt zu ihrer Tochter bewusst abgebrochen, um sie zu schützen. Ihr wichtigstes Ziel war immer Anes Sicherheit. Um ihr eine schmerzhafte Konfrontation zu ersparen, bleibt sie dem Termin fern und verzichtet sogar auf eine mögliche Wiederbegegnung.
Das Trauma der Arbizu-Schwestern
Neben der eigentlichen Kriminalgeschichte beleuchtet die Serie auch die traumatische Vergangenheit der drei Schwestern. Ihre Mutter María litt an einer schweren psychischen Erkrankung. Eines Abends eskalierte die Situation dramatisch. Während Cris draußen mit Freundinnen spielte, schloss sich María mit Elena und ihrem Sohn Roberto im Badezimmer ein und versuchte, die Kinder zu ertränken. Paula befand sich in der Wohnung und versuchte verzweifelt Hilfe zu holen.
Schließlich sprang María mit Roberto und Elena aus dem Fenster. Roberto und María starben bei dem Sturz, Elena überlebte schwer verletzt. Ihr Vater gab den Schwestern später die Schuld an der Tragödie, weil sie das Unglück nicht verhindert hatten. Dieses Erlebnis prägte die Familie nachhaltig und erklärt auch Elenas extremen Beschützerinstinkt gegenüber ihrer eigenen Tochter. Dieses Trauma bildet letztlich den emotionalen Hintergrund für die Ereignisse jener Nacht.
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