Viren, Trojaner, Malware: Sie sind gefährlich und schwer wieder loszuwerden. Mit den richtigen Tools und Verhaltensweisen kannst Du Dich und Deinen Rechner aber ganz einfach gegen die allermeisten Bedrohungen schützen.
Viren haben sich geändert: Heute geht es meist nicht mehr um die simple „Zerstörung“, sondern um Verschlüsselung und Erpressung oder das Abgreifen von Login- oder Bankdaten – was Viren natürlich nicht weniger gefährlich macht. Wir zeigen Dir hier ein paar wichtige Tools, mit denen Du Deinen Mac oder Windows-PC möglichst sauber halten und wirkungsvoll schützen kannst.
Warum schädliche Software immer gefährlicher wird
Wie Du Deinen Mac und Deinen Windows-Rechner schützen kannst
1. Sicher surfen
Schütze Deinen Computer, indem Du Deinen Browser durch Sicherheits-Plugins zur Festung machst. Viele dieser Tools arbeiten einfach im Hintergrund, schließen Sicherheitslücken oder warnen Dich vor dem Besuch einer eventuell gefährlichen Webseite. Für Firefox ist NoScript eines der führenden Sicherheits-Plugins. Vergleichbare Leistungen erfüllen uMatrix für Chrome oder JavaScript Blocker für Safari. Was NoScript genau macht und wie es funktioniert, erfährst Du in diesem Video:
Quelle: Youtube/ SemperVideo
2. Malware abwehren
Dein Antiviren-Programm läuft in Echtzeit im Hintergrund und scannt Deine Festplatte auf schädliche Software. Aber: Nicht jede Software ist schädlich. Manchmal ist Software beziehungsweise Malware auch einfach nur nervig – wenn sie beispielsweise in Deinem Browser die Startseite oder Standard-Suchmaschine ändert oder bei jedem Start unzählige Popups aufruft. Für den Virenscanner besteht kein Handlungsbedarf, denn es ist ja nicht gefährlich. Als zusätzlichen Spezialisten kannst Du deshalb zum Programm Anti-Malware von Malwarebytes für Windows und Mac greifen. Das Tool greift wirkungsvoll ein und befreit Dich von solchen Zwischenfällen.
3. Regelmäßige Backups
Sorge dafür, dass Deine allerwichtigsten Dateien mindestens doppelt und getrennt voneinander vorliegen. Wenn Du eine externe Festplatte nutzt, trenne sie nach dem Backup wieder von Deinem Computer. Wenn Deine unverzichtbaren Daten sich häufig ändern, kannst Du auch eine Cloudlösung einsetzen. Entweder beim Anbieter Deiner Wahl oder mit Hilfe Deiner eigenen Cloud. Fängt sich Dein Mac oder Windows-PC zum Beispiel einen der berüchtigten Crypto-Trojaner, die Dateien verschlüsseln, macht Dir das nichts mehr aus.
4. Schutz für unterwegs
Nicht jeder Angreifer muss einen Virus oder eine Software auf Deinem Computer platzieren. Um Deine Login-Daten abzugreifen oder Dein Surfverhalten mitzuschneiden, muss er nur im gleichen Netzwerk angemeldet sein. Zuhause oder im Büro drohen eher wenig Gefahren – im WLAN-Hotspot am Bahnhof, im Hotel oder Café schon eher. Für Sicherheit sorgt dabei ein VPN-Zugang. Den kannst Du systemunabhängig benutzen, also sowohl auf Deinem Notebook, als auch auf Deinem Smartphone oder Tablet. Das virtuelle private Netzwerk baut einen verschlüsselten Tunnel zwischen Deinem Gerät und dem VPN-Server auf. Von dort aus geht es dann weiter ins Internet. Lauscher im gleichen WLAN haben nur noch ein Rauschen auf Ihrem Display und können nichts mehr abhören. Eine Übersicht zu VPN-Anbietern findest Du zum Beispiel hier.
5. Der sichere Computer (für Fortgeschrittene)
Das Zauberwort für einen sicheren Computer heißt „virtuelle Maschine“. Ein Computer im Computer sozusagen. Davon kannst Du so viele einrichten, wie Du möchtest. Der eine virtuelle Computer braucht vielleicht gar keine Internetverbindung, weil Du ihn nur offline benutzt und dort Deine sensiblen Daten speicherst. Der zweite darf ins Internet und sich auch gerne einen Virus einfangen. Wenn mal etwas nicht funktioniert, setzt Du ihn per Knopfdruck in einer Minute wieder zurück und surfst weiter. Schaden = 0. Allerdings: Die Konfiguration zu Anfang ist etwas kompliziert und Dein echter Computer braucht genug Power, um noch (mindestens) einen weiteren Computer zu befeuern. Wie so eine Konfiguration aussieht und weshalb sie richtig gut vor Angriffen schützen kann, siehst Du hier:
Quelle: Youtube/ SemperVideo
Mit den richtigen Tools, einem aktuellen Betriebssystem und einem geschärften Bewusstsein lassen sich die meisten Gefahren abwehren oder zumindest ohne großen Schaden überstehen.
Übrigens: Nicht nur Dein Computer, auch Dein Smartphone kann sich gemeine Viren und Trojaner einfangen. Mit Vodafone Secure Net kannst Du Dein Handy vor den Eindringlingen schützen.