Datenverbrauch bei Videoanrufen: So viel nutzen FaceTime, Zoom, WhatsApp & Co.

Ob Teammeeting vom Zug aus oder ein kurzer Anruf bei den Großeltern – wer unterwegs oder ohne WLAN videotelefoniert, sollte den Datenverbrauch im Blick haben. Denn manche Apps brauchen deutlich mehr Bandbreite als andere. Hier erfährst Du, welche Videodienste wie viel Daten verbrauchen, worauf Du achten kannst und wie sich das alles ganz praktisch auf Dein mobiles Datenvolumen auswirkt.

Ein Videoanruf ist mehr als nur bewegtes Bild und Ton. Die App überträgt fortlaufend Videoframes in Echtzeit – bei hoher Auflösung und Bildwiederholrate entsprechend viele Datenpakete. Hinzu kommt: Viele Dienste passen sich nicht automatisch an schwächere Netze an. Wer also etwa mit seinen mobilen Daten telefoniert, verbraucht unter Umständen mehr als nötig – oder erlebt eine ruckelige Verbindung.

Daher lohnt sich ein genauer Blick auf den Datenverbrauch verschiedener Anbieter wie FaceTime, Zoom und WhatsApp – vor allem, wenn Du einen begrenzten Tarif nutzt.

Datenverbrauch pro Minute: Die großen Anbieter im Vergleich

Je nach App, Qualitätseinstellung und Verbindung unterscheidet sich der Verbrauch von Videoanrufen teils erheblich. Hier die wichtigsten Dienste im Überblick:

FaceTime

Datenverbrauch: ca. 2,5 bis 5 MB pro Minute

FaceTime ist auf Apple-Geräten tief ins System integriert und liefert meist eine sehr gute Bildqualität – auch bei schwächerem Netz. Die Datenlast bleibt vergleichsweise moderat, kann aber bei langen Gesprächen durchaus ins Gewicht fallen. Eine manuelle Qualitätsanpassung ist nur bedingt möglich.

Zoom

Datenverbrauch: ca. 13 bis 20 MB pro Minute in HD, bei Full-HD bis zu 60 MB pro Minute

Zoom wird häufig für Meetings genutzt – mit aktivierter Kamera in hoher Auflösung. Wer dabei auf Full-HD setzt, kann in einer Stunde bis zu 3,6 GB verbrauchen. In den Einstellungen lässt sich die Videoqualität gezielt reduzieren, was den Verbrauch deutlich senken kann.

WhatsApp

Datenverbrauch: ca. 4 MB pro Minute

WhatsApp ist nicht nur beim Chatten beliebt, sondern auch für Videoanrufe recht effizient. Die App priorisiert eine stabile Verbindung auch bei niedriger Datenrate und bietet in den Einstellungen die Option, Daten zu sparen – besonders hilfreich im mobilen Netz.

Signal

Datenverbrauch: ca. 3 bis 4 MB pro Minute

Signal gilt als besonders datenschutzfreundlich – und ist auch beim Datenverbrauch genügsam. Die App bietet ähnliche Qualität wie WhatsApp, verzichtet aber bewusst auf viele Zusatzfunktionen zugunsten von Sicherheit und Ressourcenschonung.

Skype

Datenverbrauch: im Schnitt ca. 3 MB pro Minute, in hoher Qualität bis zu 4 MB pro Minute (entspricht etwa 180 bis 240 MB pro Stunde)

Skype ist ein Klassiker unter den Videotelefonie-Diensten und wird teils noch im Business-Bereich genutzt. Der Verbrauch hängt stark von der Übertragungsqualität ab. In hoher Auflösung kann der Unterschied pro Gespräch spürbar sein.

Tipp: Du nutzt auch Streamingdienste wie Netflix oder YouTube unterwegs? Dann wirf einen Blick in unseren Ratgeber zum Datenverbrauch beim Streaming, um auch hier den Überblick zu behalten.

Welcher Dienst verbraucht weniger Datenvolumen?

Wie der obige Vergleich zeigt: Wenn es um reine Datenfreundlichkeit geht, bist Du bei WhatsApp und Signal bestens bedient. Sie sind ideal, wenn Du bei Videoanrufen im Alltag möglichst wenig Datenvolumen verbrauchen möchtest. Auch Skype liegt in einem ähnlichen Bereich, wobei der Verbrauch aber bei höherer Bildqualität deutlich höher ausfallen kann.

Solltest Du als iPhone- oder iPad-Besitzer:in lieber die Apple-eigene App FaceTime benutzen, ist das aber nicht weiter dramatisch. Der durchschnittliche Datenverbrauch liegt nur geringfügig über WhatsApp und Signal. Das kann zwar bei längeren Gesprächen stärker ins Gewicht fallen, dafür profitierst Du aber auch von einer stabilen Bildqualität.

Deutlich höher liegt der Verbrauch dafür bei Zoom. Hier kann Dich ein einstündiger Call schonmal bis zu 600 MB kosten. WhatsApp und Signal schneiden da mit meist unter 240 MB deutlich besser ab. Da Zoom aber mittlerweile vorwiegend im beruflichen Kontext verbreitet ist, wirst Du diese App vermutlich meist eher im WLAN benutzen. Zur Not kannst Du aber auch hier die Auflösung senken.

So senkst Du den Datenverbrauch bei Videoanrufen gezielt

Wenn Du Dein Datenvolumen bis zum Ende des Monats genießen willst, lohnt es sich, Deine Guthaben gezielt zu schonen. Mit den folgenden paar Handgriffen kannst Du Deine Daten effizienter nutzen:

  • Auflösung anpassen: Senke die Videoqualität auf SD oder niedrig – besonders bei mobilen Gesprächen.
  • Video ausschalten: Wenn Mimik und Gestik nicht zwingend nötig sind, reicht der Audiomodus völlig aus.
  • WLAN bevorzugen: Wo immer möglich, solltest Du auf stabile WLAN-Netze zurückgreifen – etwa zu Hause, im Büro oder im Hotel.
  • Datensparmodus aktivieren: Viele Apps (z. B. WhatsApp, Zoom) bieten einen „Low Data Mode“ an, der die Bandbreite automatisch reduziert. Auf diese Weise werden weniger Daten verbraucht.
  • Apps im Hintergrund beenden: So vermeidest Du zusätzliche Datennutzung durch Synchronisation, Updates oder offene Streams. Außerdem solltest Du versuchen, möglichst wenig andere Apps während Deiner Videoanrufe zu verwenden.

Mehr Spartipps findest Du in unserem Ratgeber, wie Dein Datenvolumen länger hält

Wann sich ein Tarif mit unbegrenztem Datenvolumen lohnt

Wenn Du beruflich oder privat häufig per Videoanruf kommunizierst – etwa auf Geschäftsreisen, im Fernstudium oder schlicht mit Freund:innen – kann ein unbegrenzter Tarif viel Stress ersparen. Mit GigaMobil XL von Vodafone kannst Du zum Beispiel Dein mobiles Internet ohne Limit nutzen und musst Dir keine Gedanken mehr um Verbrauch oder Nachbuchungen machen.

Falls Dir Dein begrenzter Tarif im Normalfall ausreicht, haben verschiedene Anbieter aber auch Angebote für Dich, um das Maximum aus Deinem Datenvolumen rauszuholen. Mit Vodafone GigaDepot kannst Du zum Beispiel unverbrauchte Daten aus dem laufenden Monat automatisch in den nächsten mitnehmen. Das ist besonders praktisch, wenn Dein Nutzungsverhalten schwankt – etwa zwischen Ferienzeit, Geschäftsreisen oder Homeoffice-Phasen. So bleibt Dein ungenutztes Datenvolumen im Folgemonat verfügbar und Du kannst es nutzen, wenn Du es brauchst.

Wie Du GigaDepot aktivieren und Dein Datenvolumen einsehen kannst, erfährst Du hier

Datenverbauch bei Videotelefonie: Mehr Übersicht, weniger Datenstress

Nicht jeder Dienst geht gleich sparsam mit dem Datenvolumen um – und oft lässt sich mit kleinen Anpassungen viel erreichen. Ob Du lieber bei WhatsApp bleibst, bei Zoom die Auflösung senkst oder gleich auf einen Tarif ohne Limit setzt – mit dem richtigen Wissen triffst Du die Entscheidung, die zu Deinen Bedürfnissen und Deinem Alltag passt.