Hvernig ertu? Isländisch lernen mit und ohne App

Geysir im Abendlicht in Island
junge Frau mit Kopfhörern lauscht Youtube Music
Die Nachbildung eines Pokéball steht in Russland.
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Hvernig ertu? Isländisch lernen mit und ohne App

Nur rund 350.000 Ein­wohn­er und trotz­dem bei ein­er Fußball-WM dabei? Was Island geschafft hat, kann nicht jede Nation von sich behaupten. Willst Du auch des Isländis­chen mächtig wer­den, gibt es Möglichkeit­en, die Sprache mit und ohne App zu erler­nen.

Isländisch gilt als eine der kom­pliziertesten Sprachen weltweit und trotz­dem reißt die Fasz­i­na­tion rund um das Land nicht ab. Beson­ders seit sich die Schön­heit der Insel herumge­sprochen hat, kom­men Touris­ten aus aller Welt, um ein Stück Island zu erleben. Nicht sel­ten ent­pup­pt sich die Sprache dabei als ern­sthaftes Hin­der­nis, spätestens, wenn aus Anna im Akkusativ Önnu wird.

Beginne mit dem Alphabet und der Aussprache

Obwohl Isländisch, eben­so wie Deutsch, zum ger­man­is­chen Zweig der indoger­man­is­chen Sprachen gehört, gibt es gewis­ser­maßen keine Gemein­samkeit­en. Das isländis­che Alpha­bet umfasst 32 Buch­staben – diese samt Aussprache und Schrei­bung zu beherrschen, ist ein Muss für jeden, der es mit der Sprache ernst meint. Die Let­ter C, W, Q und Z kom­men in isländis­chen Wörtern nicht vor. Dage­gen ste­hen das Á, Ð, É, Í, Ó, Ú, Ý, Þ sowie das Æ zur Ver­fü­gung. In unter­ste­hen­dem Video bekommst Du das Alpha­bet samt Aussprache nahege­bracht.

Vielle­icht auch auf­grund der geografis­chen Abgeschieden­heit ist Isländisch zweifel­los eine beson­dere Sprache. So wird in dem Land kon­se­quent darauf geachtet, den Ein­fluss von Fremd­wörtern so ger­ing wie möglich- und am patronymis­chen Namenssys­tem festzuhal­ten. Den­noch tauchen ver­mehrt Anglizis­men auf.

Video: Youtube / Cool Icelandic Lessons

Erstelle Dir einen Lernplan

Auch wenn Dir auf neusten wis­senschaftlichen Erken­nt­nis­sen beruhende Apps das Ler­nen immens erle­ichtern, müssen wir ehrlich sein: Isländisch ist nicht ein­fach. Deshalb soll­test Du Dir einen Lern­plan erstellen und diesen möglichst ein­hal­ten. Ver­suche, jeden Tag etwas zu schaf­fen und Dich auch nicht von tem­porären Rückschlä­gen – die sich­er irgend­wann ein­treten wer­den – ent­muti­gen zu lassen. Schaffe Dir zudem ein real­is­tis­ches Lern­pen­sum. Während die Moti­va­tion anfangs in der Regel sehr groß ist, nimmt sie schnell merk­lich ab. Ein durch­dachter Plan kann dem ent­ge­gen­wirken.

Isländisch lernen per App

Zurück zu den Apps. Da viele Men­schen das Smart­phone sowieso nahezu per­ma­nent bei sich tra­gen, ist es nur sin­nvoll, es zum Ler­nen ein­er Sprache zu nutzen. Dabei kann der Weg zur und von der Arbeit schnell zum mobilen Klassen­z­im­mer wer­den. Hier sind unser­er App-Empfehlun­gen, um Isländisch zu ler­nen.

Hallgrímskirkja in Reykjavik

Reyk­javik ist die am nördlich­sten gele­gene Haupt­stadt der Welt.

Drops – Isländisch lernen in 5 Minuten pro Tag

5 Minuten und nicht länger gibt Dir die kosten­lose Drops-App – hier für iOS und Android herun­ter­laden – jeden Tag, um Isländisch zu ler­nen. Die Aus­sicht auf eine ver­hält­nis­mäßig kurze Lernzeit erhöht die Konzen­tra­tion immens und was Du in diesen 5 Minuten lernst, behältst Du auch. Die Mach­er der App haben sich bei den Illus­tra­tio­nen beson­dere Mühe gegeben, weshalb Dein Gehirn die Bilder und Wörter eher behält. Darüber hin­aus ist das Vok­ab­u­lar so aus­gewählt, dass Du zu Beginn auss­chließlich Dinge lernst, die Du in ein­er alltäglichen Kon­ver­sa­tion auch nutzt.

Isländisch lernen mit LETS Limited

Eine Sprache spie­lend ler­nen, vere­in­facht das ganze Unter­fan­gen unge­mein. Dieser Forderung kommt die Isländisch-App von LETS Lim­it­ed nach und bietet Dir auf iOS und Android ein buntes und zugle­ich intel­li­gent durch­dacht­es Pot­pour­ri an Lernkarten an. Samm­le Erfahrungspunk­te, steige zugle­ich im Lev­el auf und erspiele Dir so neue Karten der über 30 The­menkat­e­gorien. Von der Grund­kon­ver­sa­tion über den Urlaub bis hin zum Beruf und dem Aus­blick in die Zukun­ft ist alles dabei.

dict.cc als Isländisch-Wörterbuch

Das größte Online-Wörter­buch ist auch als App ver­füg­bar und offline nutzbar, wobei Du auf die Sprachaus­gabe allerd­ings nur online zurück­greifen kannst. Gut zu wis­sen ist, dass sämtliche Wörter­büch­er bidi­rek­tion­al funk­tion­ieren. Für Isländisch ist es das derzeit beste Online-Wörter­buch und umfasst über eine Mil­lion Begriffe. Zudem wer­den von den Sprachex­perten täglich neue Wörter einge­tra­gen und ver­i­fiziert. Hier find­est Du die Anwen­dung im App Store und im Google Play Store.

Schwarzer Strand

Am Stokk­nes Kap gibt es einen schwarzen Sand­strand.

Icelandic Noun Master – Grammatik-App für Profis

Dass die isländis­che Gram­matik einige fiese Erschei­n­un­gen mit sich bringt, wurde oben bere­its erwäh­nt. Dazu gehört unter anderem die Dek­li­na­tion der Sub­stan­tive. Der Ice­landic Noun Mas­ter wurde von einem Lern­er der Sprache selb­st pro­gram­miert – er weiß also, welche Schwierigkeit­en auftreten kön­nen. Die Daten­bank umfasst Hun­derte von Sub­stan­tiv­en mit all ihren For­men, die Du an Beispie­len üben kannst. In den Übun­gen kannst Du beliebig zwis­chen Nom­i­na­tiv, Gen­i­tiv, Dativ und Akkusativ hin- und her­wech­seln und so sämtliche For­men per­fekt verin­ner­lichen. Bis­lang ist die App lei­der nur für Android-Geräte ver­füg­bar.

Isländisch lernen mithilfe moderner Technik

Das Inter­net bietet Dir eine Fülle an Möglichkeit­en, selb­st eine schwierige Sprache wie Isländisch zu ler­nen – mit genü­gend Aus­dauer, ver­ste­ht sich. Zunächst ein­mal ist es empfehlenswert, isländis­ches Radio zu hören. Es gibt zwar nur 19 Sender, darunter sollte aber min­destens ein­er sein, der Dir bekommt. Diese kannst Du in der Regel auch als App herun­ter­laden (iOS und Android), wie beispiel­sweise Byl­g­jan FM.

Im Netz existieren auch noch weit­ere Möglichkeit­en, Isländisch zu ler­nen. Die Islandge­sellschaft hat dazu gute Tipps parat. Außer­dem gibt es auf Face­book eine Gruppe mit dem Titel „Íslendin­gar í Þýska­lan­di” (Islän­der in Deutsch­land) in der Du mit Exil-Islän­dern in Kon­takt treten und Dich vielle­icht tre­f­fen kannst.

Zusammenfassung

  • Isländisch gehört zu den kom­pliziertesten Sprachen der Welt.
  • Fre­unde Dich mit dem Alpha­bet und der teil­weise ungewöhn­lichen Aussprache der Buch­staben an.
  • Lade Dir eine der vorgestell­ten Apps herunter. Sie bilden einen guten Ein­stieg und helfen Dir bei kom­plizierten gram­ma­tis­chen Phänome­nen.
  • Höre isländis­ches Radio und schaue online nach Gratis-Kursen.
  • Triff Dich in der Real­ität mit Exil-Islän­dern und wende das Gel­ernte an.

Was gefällt Dir beson­ders gut an Island? Die Vulka­ne? Reyk­javik? Oder die weitre­ichende Natur? Wir freuen uns über Deinen Kom­men­tar.

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